Kamerun Testbericht

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Erfahrungsbericht von Jenni_Aurin

Die stillen Mörderseen

Pro:

-

Kontra:

-

Empfehlung:

Ja

Die grasbewachsenen Hochländer Kameruns sind für ihre über 30 großen, majestätischen Seen berühmt. Sie liegen in einer hügeligen Landschaft mit grünen Tälern und Bergen du erstrecken sich über einen großen teil des Landes.
Die ruhige Oberfläche dieser Wasserbecken verbergen ein schreckliches Geheimnis. Diese Seen töteten während der achtziger Jahre fast 2000 Menschen.
Die Seen sind Kraterseen, eine Erinnerung an vulkanische Aktivitäten und liegen in einer Hauptauströmöffnung alter, heute inaktiver Vulkane. Sie wurden verschlossen und füllten sich mit Wasser. Überall in der unmittelbar siedeln die Bantu in ihren Dörfern.

Durch ihre lange Erfahrung mit den Seen empfinden die Bantu große Ehrfurcht vor ihnen. Einige Legenden erzählen das die Seen über ihre Ufer treten und die Dörfer zerstören. Andere sollen in der tiefe weibliche Geister beherbergen, die Fischer in den Tod hinunter ziehen.

Am 15 August 1984 traf bei der Polizei eine Meldung ein, Menschen würde auf der Straße nahe dem Memoun See sterben. Die Polizei fuhr dorthin und fand tatsächlich Leichen. Man konnte eine rauchartige ungefähre 3m mächtige Wolke über dem Boden erkennen, die sich mit dem Wind vom See entfernte. Die Männer die zur Hilfe gekommen waren fühlten sich bereits schlecht und beschlossen nicht näher heran zu gehen.
Untersuchungen ergaben das 37 Menschen auf mysteriöse Weise an diesem Tag umgekommen waren. Die Regierung von Kamerun und die Katastrophenhilfe der USA stellten sofort ein Team von Wissenschaftlern auf die Beine, die die wahren Gründe heraus finden sollten.

Die Forscher kamen zu dem Schluß das die Katastrophe durch einen Gasaustritt verursacht wurde. Das tödlich Gas kam aus dem See. Dieses alles wurde durch einen Erdrutsch ausgelöst. Warum sollten aber riesige Gasmengen aus einem bisher ruhigen See austreten? Warum wirkt diese Gas tödlich?
Die Antwort waren vulkanische Gase diese immer noch im den Tiefen ruhten.

Am 21 August 1986 vernahmen die Menschen nahe des Nios-Sees ein lautes röhrendes Geräusch wahr. Kurz darauf erhob sich eine riesige Gas und Dampfsäule aus dem See und ergoß sich wie ein Fluß die benachbarten Täler herunter. Diese Wolke floß 16km bergab. Sie tötete 1200 Menschen eines Dorfes und 500 Menschen starben in anderen Dörfern innerhalb weniger Minuten.

Die alten Legenden der Bewohner über den bedrohlichen Charakter dieser Seen haben also sicher einen historischen Kern!

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