Kaninchen Testbericht

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Summe aller Bewertungen
  • Futterkosten:  gering
  • Pflegeaufwand:  gering
  • Spielbereitschaft:  hoch

Erfahrungsbericht von melli2021

zusammensetzen 2 er Kaninchen

Pro:

-

Kontra:

-

Empfehlung:

Ja

Ich möchte nun kurz etwas über das Zusammensetzten meiner zwei Kaninchen erzählen.

Im September 2004 habe ich mir im Zooladen ein kleines Zwergkaninchenbaby gekauft.
Ich war anfangs sehr schockiert, wie der Mitarbeiter des Tierladens die Kaninchen von seinen Artgenossen trennt. Es war ein riesengroßer Käfig, wie man es halt aus den Tiergeschäften kennt. Als ich mich dann für eins dieser niedlichen Wesen entschieden habe, polterte der Mitarbeiter dort in diesen Käfig. Ich hatte das Gefühl, die Kaninchen würden um ihr Leben rennen. Das muss ein Schock für die armen Tiere sein. Ständig kommt jemand in den Käfig gepoltert und jedes Mal nimmt man ihnen Freunde oder Geschwister weg.

Nun zum eigentlichen Punkt. Das Kaninchen, welches ich gekauft hatte wohnte bei mir anfangs in einem Käfig mit den Maßen 100 cm x 50 cm. Da ich aber immer das Gefühl hatte, dass es sich einsam fühlt, überlegte ich schon seit längerem noch ein zweites Kaninchen zu kaufen.

Ich fand dann eine Anzeige in der Kaufhalle, in der stand, dass jemand mehrere Kaninchen abzugeben hat. Ich glaube; das war so etwas wie eine Erleuchtung. Also habe ich dann im Dezember 2004 ein zweites Kaninchen ein zuhause bei mir gegeben.

Mein Freund baute einen großen Käfig aus Holz. Er hat etwa die Maße 180 cm x 60 cm. Außerdem baute er eine Schiebetür, damit man bei Bedarf, den Käfig in der Mitte teilen kann.

Ich hatte große Angst die beiden zusammenzusetzen, da man ja sagt, 2 Weibchen unterschiedlichen Alters und Größe… das passt nicht.

Doch das schien anfangs noch ganz gut zu klappen. Die Kleine war sehr aufgeweckt. Die Große bestieg die Kleine immer, damit die Rangfolge festgelegt wird. Das war gar nicht so einfach, das immer mit anzusehen.

Seit einiger Zeit aber, verstehen sich die beiden gar nicht mehr. Die Große knurrt, so bald die Kleine nur in der Nähe ist. Lässt man sie zusammen, ist ein großes Rennen a la Formel 1 zu sehen. Macht man aber die Schiebetür in der Mitte runter, wollen beide zu der anderen.

Fazit:
Am besten 2 Kaninchen, die sich schon kennen in einen Käfig wohnen lassen. Bei 2 Kaninchen auf jeden Fall auch ein einen sehr großen Käfig besorgen. Bei 2 Weibchen muss man mit Zickenkrieg rechnen.


----- Zusammengeführt, Beitrag vom 2005-03-28 14:46:44 mit dem Titel Wissenswertes über Kaninchen

Kaninchen sind Rudeltiere, der Mensch oder ein artfremdes Tier wie z.B. ein Meerschweinchen,
kann den Partner nicht ersetzen! Ein Pärchen versteht sich im allgemeinen am besten. Das
Männchen sollte dann aber früh genug kastriert werden, um unerwünschten Nachwuchs zu
vermeiden. Zwei Weibchen können dauerhaft Freundschaft schließen, wenn sie von klein auf
zusammen−gehalten werden. Kaninchen können bis zu 10 Jahre alt werden, normal ist ein Alter
von 5 − 7 Jahren.
.
Eingewöhnung neuer Kaninchen:
Am Besten, man lässt das Kaninchen zum Eingewöhnen erstmal 1 − 2 Tage in Ruhe, damit es sich an die neue Umgebung gewöhnen können. Man sollte mit leiser Stimme reden und die Hand leicht hinhalten,
damit die Tiere sich an den Menschen gewöhnen. Man kann dann versuchen, es mit Leckerchen (z.B.
getrocknetes Obst oder Gemüse) zu locken.

Richtiges Hochheben:
Eine Hand wird unter die Brust hinter den Vorderpfoten gelegt, die andere Hand stützt das
Hinterteil. Oder man fässt das Zwergkaninchen mit der rechten Hand hinter den Schulterblättern
am Rückenfell und stützt es mit der anderen Hand unter den Hinterbeinen ab. Kaninchen
können auf dem Arm sehr zappelig werden. Kinder sollten die Kaninchen nur im Sitzen oder
hockend auf dem Arm nehmen.

Auslauf:
Unbedingt darauf achten, , dass Ihre Kaninchen beim Auslauf keine Kabel, Zimmerpflanzen und
andere giftige Sachen annagen.

Größe des Käfigs:
140 x 60 cm Bodenfläche ist das absolute Minimum für 2 Kaninchen, aber nur weil es
kaum größere Käfige zu kaufen gibt. Eigentlich sollte das Gehege mindestens 2 Quadratmeter
Grundfläche haben, denn die Tiere bewegen sich hoppelnd vorwärts und da kann es nicht tiergerecht sein, wenn sie nach einem Sprung gleich am Gitter landen!

Einrichtung:
Etagen und Korkröhren sind eine willkommene und tiergerechtere Alternative zu den handels−
üblichen Häusern. In einem herkömmlichen Käfig kann man problemlos eine Spanplatte
(ca. 50 x 50) als Etage anbringen. Am Besten sind aber dennoch Häuser, wählt diese ausreichend groß (mind. 40 x 40 cm). Keine Häuser aus Plastik verwenden, darin herrscht keine
ausreichende Luftzirkulation! Kaninchen bevorzugen eine bestimmte Ecke, um ihr Geschäft zu
erledigen. Dorthin kann eine Ecktoilette gestellt werden.

Zubehör:
Unentbehrlich ist ein Platz für das tägliche Heu. Für Gitterkäfige gibt es Heuraufen, die außen am
Käfig angebracht werden, in normalen Heuraufen besteht Verletzungsgefahr!

Die richtige Einstreu:
Geeignet sind z.B. Hanfstreu, Strohpellets, Buchengranulat oder das normale Kleintierstreu,
darüber eine dicke Lage Stroh oder auch Heu. Verwenden Sie kein Katzenstreu: Klumpstreu
kann im Magen der Tiere verklumpen, schon der Staub schädigt die Lungen. Mindestens einmal pro Woche muss das Gehege gereinigt werden, die Toilette alle 2 Tage

Ernährung
Knabberstangen, Joghurtdrops, Nagergebäck und ähnliche Knabbereien enthalten viel Zucker und
Getreide! Wenn man so etwas verfüttert, schädigt man damit die Verdauung der Tiere sehr
und verkürzt das Leben der niedlichen Tiere um einige Jahre!

Heu:
Das wichtigste Grundnahrungsmittel für Kaninchen ist Heu (durch das ständige Heumahlen
nutzen sich die Backenzähne gut ab), es muss immer zur freien Aufnahme im Käfig vorhanden
sein, es sollte leicht grünlich sein und frisch riechen, staubiges, muffiges, schimmeliges und
feuchtes Heu kann Krankheiten hervorrufen.

Frischfutter:
Mindestens einmal am Tag sollte es Grünfutter geben. Folgendes kann man verfüttern:
Gemüse viel/Obst etwas weniger Fenchel, Möhren (mit Grün), Sellerieknolle,
Staudensellerie, Rote Beete, Radieschenblätter, verschiedene Salatsorten (selten), Chicoree, Äpfel,
Bananen und in geringen Mengen Petersilie, Dill und andere Kräuter. Kohlrabi, Blumenkohl,
Paprika und Brokkoli sollten nur in geringen Mengen verfüttert werden.

Grünfutter:
Im Sommer kann man natürlich auch Gras und Löwenzahn, Bärenklau, Kohldistel, Beifuß,
Kamille, Ackerminze und viele andere Pflanzen verfüttern. Nur Pflanzen zu futtern geben, die man als
für Kaninchen ungiftig kennt.