Kappadokien Testbericht




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Auf yopi.de gelistet seit 12/2004
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Erfahrungsbericht von darkunit
Ein Leben als Maulwurf?
Pro:
phantastische Mondlandschaft der Feenkamine und Felsenschlösser aus Tuffstein, unvergesslich und faszinierend
Kontra:
maximal die lange Anreise
Empfehlung:
Ja
Kappadokien wird überall beschrieben als phantastische Mondlandschaft der Feenkamine und Felsenschlösser aus Tuffstein. Wir wollten schon immer mal auf den Mond und so machten wir uns auf in einem für zwei Tage gemieteten Jeep und ab ging die lange Fahrt hinein nach Mittelanatolien. Anstrengend in der Hitze, auch hatten wir ein bisschen Bammel davor, dass uns dort keiner mehr verstehen würde und mit unseren bescheiden Türkischkenntnissen wären wir verlassen. Doch dem war nicht so, lasst euch überraschen und von uns auf einen fernen Planeten entführen…
Ihr schmunzelt? Man muss es gesehen haben, es ist faszinierend, bizarr einfach wie nichts was wir je gesehen haben. Im Dreieck von Nevsehir, Avanos und Ürgüp dreier Städte liegt die kappadokische Landschaft aus Tuffsteinkegeln, Höhlenkirchen die hundertfach von Gängen, Treppen und Terrassen und Felsen durchbrochen ist. Die ganze Landschaft sieht wirklich aus wie von einem fernen Planeten. So weit unsere Augen reichten türmten sich schroffes weißes Gestein in seltsamen Formationen auf, mal zu hohen Kegeln, kaminähnlich oder an riesige fächerförmige Pilze erinnernd und oft durchlöchert wie Schweizer Käse. Manchmal vereinzelt, dann wieder dicht an dicht in Massen. In der Sonne schimmert das Gestein von rosa bis ockerfarben. Der Anblick ist schwer zu beschreiben, eigentlich sollte Jeder es selbst einmal gesehen haben.
Doch wie konnte die Natur solche bizarren Gebilde hervorbringen? Den Ursprung lieferte der erloschene Vulkanberg Erciyes hinter der Stadt Kayseri. Im Laufe von vielen Millionen Jahren spie er immer wieder Lava und Asche über Kappadokien aus. So entstand das Tuffgestein und Wind und Wetter taten ihr übriges und modellierten diese phantastischen Gebilde der kappadokischen Vulkan- und Erossionslandschaft.
Seit Urzeiten sollen hier Menschen gelebt haben mit ihren Schafen, Ziegen und Pferden oder durch Gold- und Silbervorkommen angelockt. In zahlreichen byzantinischen und herrlich bemalten Höhlenkirchen übten die Menschen ihre Religion aus.
In Kappadokien waren es die muslimischen Araber, die regelmäßig die Bewohner überfielen und die später in der zweiten Hälfte des 7. Jahrhunderts auch nicht mehr abgewehrt werden konnten. Unterirdische Fluchtorte und Verstecke boten Schutz für die Bewohner. Stellenweise führen diese vier oder fünf Stockwerke in die Tiefe. Es war schon unheimlich, sicherlich war alles elektrisch beleuchtet, doch was wenn der Strom ausfällt? Dann findet man doch nicht wieder zurück? Ich hätte mich mit einer Taschenlampe sicherer gefühlt.
Im Gänsemarsch wurden wir durch immer neue Gänge und Schächte geleitet. Doch die Erzählungen von unserem „Höhlenführer“ machen die Erlebnisse der freiwillig hier Eingeschlossenen wieder lebendig. Manchmal Tage oft aber Wochen mussten sie hier unten ausharren und den Ausgang des Heiligen Krieges abwarten.
Man schätzt, dass über Fünfzigtausend Menschen in Kappadokien gelebt haben. Viele dieser Höhlen waren bis vor 60 Jahren noch bewohnt, heute dienen sie als Lagerräume, die meisten aber sind verlassen.
Auf einem Gebiet von rund 4000 Quadratkilometern erstrecken sich rund dreißig solcher unterirdischer Städte. Jedoch nur Derinkuyu und Kaymykli sind für Touristen zugänglich. Türkische Archäologen haben einen 9 Kilometer langen Tunnel zwischen den beiden Unterweltstädten gefunden und vermuten noch viele andere Höhlensiedlungen die stellenweise noch gar nicht entdeckt und erforscht sind.
Jedenfalls nur wer mal eine dieser Höhlenstädte besucht hat, unter Tage ist das Tuffstein finster und alles ist gespenstisch, nur der kann nachfühlen in welchem Elend die anatolischen Provinzbewohner hier gehaust haben um sich vor den eigenen wie den fremden Armeen zu verstecken.
Leben wie ein Maulwurf, zumindest war das mein Eindruck, denn oft kommt man nur gebückt durch die Gänge voran, Wasser gab es nur Zisternen und Luft nur aus Schächten. Jedes Stockwerk hatte seine eigene Vorratskammer um seine Bewohner zu versorgen und es gab Schlafräume, Küchen, Tierställe je eine Kapelle und sogar eine Weinpresse. Als Verschlussstücke zwischen einzelnen Stockwerken wurden mühlsteinähnliche Steinscheiben verwendet, die auch heute noch neben den Öffnungen liegen.
Das Tal der Göreme liegt inmitten der kappadokischen Tuffsteinregion und bedeutet übersetzt „du sollst nicht sehen“. Doch bin ich der Meinung, man muss es einfach gesehen haben, denn heute als Nationalpark sieht man schon von weitem die Kegel, Obelisken und Türme des Tuffsteins. Erste Wohnstätten sind hier schon um 4000 v. Christus aus dem Fels gemeißelt wurden. Nach dem Vorbild freistehender, gemauerter Gotteshäuser wurden ganze Kirchenhöhlen aus dem Fels geschnitten. Säulen, Kapitelle und Gewölbe einfach nur einzigartig bemalt mit Bildern von Heiligen und biblischen Geschichten. Heutzutage ist es das größte Freilichtmuseum byzantinischer Malerei mit rund 150 verlassenen Felskirchen und Basiliken.
Eine wahrlich unvergessliche Reise durch eine einmalige fast unbeschreibliche Traumlandschaft. Allerdings denke ich wäre sie nicht halb so schön, wenn man sie als Busfahrt im Hotel bucht. Zwei Tage reichen aus für den „Ausflug zum Mond“. Einfacher kommt man dort sowieso nicht hin, ich meine zum Mond, aber ich denke ich verspreche nicht zu viel, man fühlt sich fremd und wie auf einem anderen Planeten. Man muss es einfach mal gesehen haben!
Ihr schmunzelt? Man muss es gesehen haben, es ist faszinierend, bizarr einfach wie nichts was wir je gesehen haben. Im Dreieck von Nevsehir, Avanos und Ürgüp dreier Städte liegt die kappadokische Landschaft aus Tuffsteinkegeln, Höhlenkirchen die hundertfach von Gängen, Treppen und Terrassen und Felsen durchbrochen ist. Die ganze Landschaft sieht wirklich aus wie von einem fernen Planeten. So weit unsere Augen reichten türmten sich schroffes weißes Gestein in seltsamen Formationen auf, mal zu hohen Kegeln, kaminähnlich oder an riesige fächerförmige Pilze erinnernd und oft durchlöchert wie Schweizer Käse. Manchmal vereinzelt, dann wieder dicht an dicht in Massen. In der Sonne schimmert das Gestein von rosa bis ockerfarben. Der Anblick ist schwer zu beschreiben, eigentlich sollte Jeder es selbst einmal gesehen haben.
Doch wie konnte die Natur solche bizarren Gebilde hervorbringen? Den Ursprung lieferte der erloschene Vulkanberg Erciyes hinter der Stadt Kayseri. Im Laufe von vielen Millionen Jahren spie er immer wieder Lava und Asche über Kappadokien aus. So entstand das Tuffgestein und Wind und Wetter taten ihr übriges und modellierten diese phantastischen Gebilde der kappadokischen Vulkan- und Erossionslandschaft.
Seit Urzeiten sollen hier Menschen gelebt haben mit ihren Schafen, Ziegen und Pferden oder durch Gold- und Silbervorkommen angelockt. In zahlreichen byzantinischen und herrlich bemalten Höhlenkirchen übten die Menschen ihre Religion aus.
In Kappadokien waren es die muslimischen Araber, die regelmäßig die Bewohner überfielen und die später in der zweiten Hälfte des 7. Jahrhunderts auch nicht mehr abgewehrt werden konnten. Unterirdische Fluchtorte und Verstecke boten Schutz für die Bewohner. Stellenweise führen diese vier oder fünf Stockwerke in die Tiefe. Es war schon unheimlich, sicherlich war alles elektrisch beleuchtet, doch was wenn der Strom ausfällt? Dann findet man doch nicht wieder zurück? Ich hätte mich mit einer Taschenlampe sicherer gefühlt.
Im Gänsemarsch wurden wir durch immer neue Gänge und Schächte geleitet. Doch die Erzählungen von unserem „Höhlenführer“ machen die Erlebnisse der freiwillig hier Eingeschlossenen wieder lebendig. Manchmal Tage oft aber Wochen mussten sie hier unten ausharren und den Ausgang des Heiligen Krieges abwarten.
Man schätzt, dass über Fünfzigtausend Menschen in Kappadokien gelebt haben. Viele dieser Höhlen waren bis vor 60 Jahren noch bewohnt, heute dienen sie als Lagerräume, die meisten aber sind verlassen.
Auf einem Gebiet von rund 4000 Quadratkilometern erstrecken sich rund dreißig solcher unterirdischer Städte. Jedoch nur Derinkuyu und Kaymykli sind für Touristen zugänglich. Türkische Archäologen haben einen 9 Kilometer langen Tunnel zwischen den beiden Unterweltstädten gefunden und vermuten noch viele andere Höhlensiedlungen die stellenweise noch gar nicht entdeckt und erforscht sind.
Jedenfalls nur wer mal eine dieser Höhlenstädte besucht hat, unter Tage ist das Tuffstein finster und alles ist gespenstisch, nur der kann nachfühlen in welchem Elend die anatolischen Provinzbewohner hier gehaust haben um sich vor den eigenen wie den fremden Armeen zu verstecken.
Leben wie ein Maulwurf, zumindest war das mein Eindruck, denn oft kommt man nur gebückt durch die Gänge voran, Wasser gab es nur Zisternen und Luft nur aus Schächten. Jedes Stockwerk hatte seine eigene Vorratskammer um seine Bewohner zu versorgen und es gab Schlafräume, Küchen, Tierställe je eine Kapelle und sogar eine Weinpresse. Als Verschlussstücke zwischen einzelnen Stockwerken wurden mühlsteinähnliche Steinscheiben verwendet, die auch heute noch neben den Öffnungen liegen.
Das Tal der Göreme liegt inmitten der kappadokischen Tuffsteinregion und bedeutet übersetzt „du sollst nicht sehen“. Doch bin ich der Meinung, man muss es einfach gesehen haben, denn heute als Nationalpark sieht man schon von weitem die Kegel, Obelisken und Türme des Tuffsteins. Erste Wohnstätten sind hier schon um 4000 v. Christus aus dem Fels gemeißelt wurden. Nach dem Vorbild freistehender, gemauerter Gotteshäuser wurden ganze Kirchenhöhlen aus dem Fels geschnitten. Säulen, Kapitelle und Gewölbe einfach nur einzigartig bemalt mit Bildern von Heiligen und biblischen Geschichten. Heutzutage ist es das größte Freilichtmuseum byzantinischer Malerei mit rund 150 verlassenen Felskirchen und Basiliken.
Eine wahrlich unvergessliche Reise durch eine einmalige fast unbeschreibliche Traumlandschaft. Allerdings denke ich wäre sie nicht halb so schön, wenn man sie als Busfahrt im Hotel bucht. Zwei Tage reichen aus für den „Ausflug zum Mond“. Einfacher kommt man dort sowieso nicht hin, ich meine zum Mond, aber ich denke ich verspreche nicht zu viel, man fühlt sich fremd und wie auf einem anderen Planeten. Man muss es einfach mal gesehen haben!
41 Bewertungen, 3 Kommentare
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16.03.2005, 23:43 Uhr von Lisolotto
Bewertung: sehr hilfreichwünschte manchmal ,ich wäre dort
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03.03.2005, 14:35 Uhr von Demir
Bewertung: sehr hilfreichIch habe schon von dem Ort gehört, war aber noch nicht dort... Möchte jetzt unbedingt hin :)
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09.02.2005, 08:16 Uhr von wippia
Bewertung: sehr hilfreichdich hier zu treffen .-))) kann ich ded beitrag demnächst woanders lesen ??
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