Erfahrungsbericht von wonderwomanX
JANZ KÖLLE ES E POPPESPEEL
Pro:
gute Stimmung, nette Leute
Kontra:
einfach oft zu voll
Empfehlung:
Nein
!!! Achtung - an alle Karnevalsmuffel und Düsseldorfer, diesen Bericht bitte nicht anklicken !!! Ich kenne viele die den ganzen Trubel um Karneval bzw. Fasching überhaupt nicht mögen. Eine Sitzung im Fernsehen jagt die nächste und auch die Musik selber ist ja irgendwie immer gleich. Als ehemalige Kölnerin denke ich natürlich nicht so und ich freu mich jedes Jahr auf die fünfte Jahreszeit, auch wenn ich zugeben muss das ich doch froh bin wenn das ganze wieder vorbei ist. Die ganze Geschichte macht zwar sehr viel Spaß, aber ist dann doch ziemlich anstrengend. Jünger wird ich ja leider auch nicht. Wer jetzt aber denkt ich schreibe über alkoholisierte Menschen mit falschen Klängen zur Musik, der irrt sich. Der Kölner Karneval kann mehr sein, außer sich Literweise Kölsch oder andere Spirituosen zu Gemüte zu führen. Denn hier spielt auch viel die Tradition mit und wer da vom Kindesalter mit integriert wird, sieht auch mehr positive als negative Seiten.
Der Kölner Karneval ist schon mehrere hundert Jahren alt und wird aber in der heutigen Form erst seit knapp 200 Jahren praktiziert. Schon davor hat man mit Festen quasi die kalten Winterdämonen vergraulen wollen. Die genaue Geschichte kenne ich jetzt nicht, aber heutzutage wird ganz einfach die Fastenzeit eingeläutet. Viele Christen werden ja wissen das vorm Karfreitag 42 Tage gefastet wird. So ist Karneval eben dazu da um diese Zeit einzuläuten. Deswegen ja auch der Name „carne vale“ = Fleisch lebe wohl. Heute ist natürlich zugegeben Karneval ein knallhartes Geschäft geworden. Besonders in Köln gibt es viele die fast ihr ganzes Jahreseinkommen nur mit dem Karnevalsgeschäft verdienen. Ungerecht wird nur das Geld verteilt, das Wurfmaterial zum Rosenmontagszug müssen nämlich die Karnevalsvereine selber bezahlen. Bei über 10.000 Zugteilnehmern kommt da schon eine beachtliche Summe zusammen.
Pünktlich am 11.11 um 11:11 Uhr geht es eigentlich schon los. Aber da will bei mir persönlich noch keine Stimmung aufkommen. Doch richtig beginnt es natürlich erst zu Altweiber. Pünktlich um 9:00 Uhr aufgestanden um pünktlich am alten Markt zu sein. Da wird das närrische Wochenende eingeleitet und ganz Köln dürfte auf den Beinen sein. Die Schulen lassen Ihre Schüler eh schon etwas früher losgehen, wenn überhaupt welche anwesend sind. Hier in Duisburg ist das leider nicht so und da musste ich ausnahmsweise mal die Schule schwänzen :). Dank der ach so „pünktlichen“ Deutschen Bahn sind Wir dann natürlich etwas später da gewesen. Wir heißt übrigens meine beste Freundin Bianca mit drei anderen Freundinnen. Zum Rosenmontag haben wir ja die Männer mitgenommen, aber zu Altweiber muss man auch einmal ungestraft baggern können.
Das Wetter war nicht wirklich gut, aber Hauptsache es hat nicht geregnet. Die Stimmung war aber schon zu dieser frühen Stunde einfach klasse. Schnell hatten Wir alte bekannte getroffen und es wurde sehr lange zu altbekannten Lieder gedschungelt und gesunden. Der WDR war natürlich auch vor Ort, aber im TV hätte man uns mit der ganzen Schminke bestimmt schwer erkannt. „Jeck“ wir nach einigen Kölsch waren, sind wir dann bis zum Abend von Kneipe zu Kneipe gehüpft. Sicherlich werden manche sagen das zu Karneval einfach zuviel Alkohol getrunken wird, aber meiner Meinung nach sollte das einmal im Jahr auch erlaubt sein. Jeder müsste auch so ziemlich genau wissen was er verträgt und ich kann da mit geeigneter Unterlage, in Sachen Essen, sehr viel aushalten. Und gerade bei so großen Ereignissen freut es mich immer wieder wie friedlich solche Sachen ablaufen. Schlägereien oder ähnliches sind mir nun nicht aufgefallen und das ist immer ein Stück heile Welt im grauen Alltag. Selbst die immer präsenten Polizisten waren oft zu Scherzen aufgelegt. Wir sind dann jedenfalls erst in den ganz späten Abendstunden wieder nach Hause gefahren, wobei das Highlight ja noch bevorstand. Denn was wäre der Kölner Karneval ohne den legendären Rosenmontagszug.
Motto dieses Jahr „Janz Kölle Es E Poppespeel“ – ganz Köln ist ein Puppenspiel. Der Zug beginnt schon um 11:11 Uhr erreicht aber auf Grund seiner Länge viele Standorte erst viel später. Wir sind schon etwas früher gefahren, weil wer hier zu Spät kommt bestraft ganz einfach das Leben. Ganz Köln ist überfüllt und wenn man was an einer schönen Stelle vom Zug auch sehen will, sollte man schon früher sich vorne hinstellen. Zum Glück hatten wir diverse Sektflaschen und ein wenig Apfelkorn schon vorher gekauft, denn in manchen Kneipen konnte man wegen Überfüllung gar nichts bekommen. Nur am Straßenrand waren öfter mal so kleine Stände, die Sachen auch nicht zu teuer anboten. Dann kamen gegen 12 Uhr auch schon die ersten Züge und selbst mich hatte dann das Kamelle-Aufschnappfieber gepackt. Von den über 700.000 Tafeln Schokolade, 220.000 Pralinenschachteln und 300.000 Blumensträußen (Quelle: www.koeln.de) fingen wir aber zugegeben nur einen nicht erwähnenswerten Teil. Die verschieden Mottowagen waren auch wie immer sehr durchdacht und gerade jetzt mit Stoiber und Co wurden aktuelle Sachen integriert. Negativ war nur die geringe Möglichkeit mal zur Toilette zu gehen. An manchen Punkten musste man echt lange suchen um eine saubere Stelle zu finden. Stehpinkler mussten auch diesmal mit dem Risiko leben von der Polizei erwischt zu werden. Denn 10 Euro werden dann fällig geworden. Ein kleiner Schutz der Stadt Köln für die Baudenkmäler, insbesondere dem Kölner Dom.
Auch richtige Alkoholleichen sind mir kaum aufgefallen und alles lief fröhlich und friedlich ab. Nur wer eben nicht so sehr den Körperkontakt mit fremden Menschen mag, sollte dann doch vermeiden sich die ganze Angelegenheit anzutun. Am Aschermittwoch ist ja alles wieder vorbei und da wird dann traditionell der „Nubbel“ verbrannt. Eine Strohpuppe die dann für alle Sünden während des Karnevals büßen muss.
Mir hat der diesjährige Karneval aber sehr viel Spaß gemacht und ich werde auf alle Fälle auch nächstes Jahr wieder dabei sein. Ich war auch öfter schon bei der Konkurrenz in Düsseldorf, aber geht nichts über die Stimmung in Köln. Düsseldorfer entziehe ich dann hiermit das Bewertungsrecht für meinen Bericht :-)
Weiterhin viel Spaß bei Yopi
Und Karneval 2003 kommt bestimmt *g*
Liebe Grüße Ute
Der Kölner Karneval ist schon mehrere hundert Jahren alt und wird aber in der heutigen Form erst seit knapp 200 Jahren praktiziert. Schon davor hat man mit Festen quasi die kalten Winterdämonen vergraulen wollen. Die genaue Geschichte kenne ich jetzt nicht, aber heutzutage wird ganz einfach die Fastenzeit eingeläutet. Viele Christen werden ja wissen das vorm Karfreitag 42 Tage gefastet wird. So ist Karneval eben dazu da um diese Zeit einzuläuten. Deswegen ja auch der Name „carne vale“ = Fleisch lebe wohl. Heute ist natürlich zugegeben Karneval ein knallhartes Geschäft geworden. Besonders in Köln gibt es viele die fast ihr ganzes Jahreseinkommen nur mit dem Karnevalsgeschäft verdienen. Ungerecht wird nur das Geld verteilt, das Wurfmaterial zum Rosenmontagszug müssen nämlich die Karnevalsvereine selber bezahlen. Bei über 10.000 Zugteilnehmern kommt da schon eine beachtliche Summe zusammen.
Pünktlich am 11.11 um 11:11 Uhr geht es eigentlich schon los. Aber da will bei mir persönlich noch keine Stimmung aufkommen. Doch richtig beginnt es natürlich erst zu Altweiber. Pünktlich um 9:00 Uhr aufgestanden um pünktlich am alten Markt zu sein. Da wird das närrische Wochenende eingeleitet und ganz Köln dürfte auf den Beinen sein. Die Schulen lassen Ihre Schüler eh schon etwas früher losgehen, wenn überhaupt welche anwesend sind. Hier in Duisburg ist das leider nicht so und da musste ich ausnahmsweise mal die Schule schwänzen :). Dank der ach so „pünktlichen“ Deutschen Bahn sind Wir dann natürlich etwas später da gewesen. Wir heißt übrigens meine beste Freundin Bianca mit drei anderen Freundinnen. Zum Rosenmontag haben wir ja die Männer mitgenommen, aber zu Altweiber muss man auch einmal ungestraft baggern können.
Das Wetter war nicht wirklich gut, aber Hauptsache es hat nicht geregnet. Die Stimmung war aber schon zu dieser frühen Stunde einfach klasse. Schnell hatten Wir alte bekannte getroffen und es wurde sehr lange zu altbekannten Lieder gedschungelt und gesunden. Der WDR war natürlich auch vor Ort, aber im TV hätte man uns mit der ganzen Schminke bestimmt schwer erkannt. „Jeck“ wir nach einigen Kölsch waren, sind wir dann bis zum Abend von Kneipe zu Kneipe gehüpft. Sicherlich werden manche sagen das zu Karneval einfach zuviel Alkohol getrunken wird, aber meiner Meinung nach sollte das einmal im Jahr auch erlaubt sein. Jeder müsste auch so ziemlich genau wissen was er verträgt und ich kann da mit geeigneter Unterlage, in Sachen Essen, sehr viel aushalten. Und gerade bei so großen Ereignissen freut es mich immer wieder wie friedlich solche Sachen ablaufen. Schlägereien oder ähnliches sind mir nun nicht aufgefallen und das ist immer ein Stück heile Welt im grauen Alltag. Selbst die immer präsenten Polizisten waren oft zu Scherzen aufgelegt. Wir sind dann jedenfalls erst in den ganz späten Abendstunden wieder nach Hause gefahren, wobei das Highlight ja noch bevorstand. Denn was wäre der Kölner Karneval ohne den legendären Rosenmontagszug.
Motto dieses Jahr „Janz Kölle Es E Poppespeel“ – ganz Köln ist ein Puppenspiel. Der Zug beginnt schon um 11:11 Uhr erreicht aber auf Grund seiner Länge viele Standorte erst viel später. Wir sind schon etwas früher gefahren, weil wer hier zu Spät kommt bestraft ganz einfach das Leben. Ganz Köln ist überfüllt und wenn man was an einer schönen Stelle vom Zug auch sehen will, sollte man schon früher sich vorne hinstellen. Zum Glück hatten wir diverse Sektflaschen und ein wenig Apfelkorn schon vorher gekauft, denn in manchen Kneipen konnte man wegen Überfüllung gar nichts bekommen. Nur am Straßenrand waren öfter mal so kleine Stände, die Sachen auch nicht zu teuer anboten. Dann kamen gegen 12 Uhr auch schon die ersten Züge und selbst mich hatte dann das Kamelle-Aufschnappfieber gepackt. Von den über 700.000 Tafeln Schokolade, 220.000 Pralinenschachteln und 300.000 Blumensträußen (Quelle: www.koeln.de) fingen wir aber zugegeben nur einen nicht erwähnenswerten Teil. Die verschieden Mottowagen waren auch wie immer sehr durchdacht und gerade jetzt mit Stoiber und Co wurden aktuelle Sachen integriert. Negativ war nur die geringe Möglichkeit mal zur Toilette zu gehen. An manchen Punkten musste man echt lange suchen um eine saubere Stelle zu finden. Stehpinkler mussten auch diesmal mit dem Risiko leben von der Polizei erwischt zu werden. Denn 10 Euro werden dann fällig geworden. Ein kleiner Schutz der Stadt Köln für die Baudenkmäler, insbesondere dem Kölner Dom.
Auch richtige Alkoholleichen sind mir kaum aufgefallen und alles lief fröhlich und friedlich ab. Nur wer eben nicht so sehr den Körperkontakt mit fremden Menschen mag, sollte dann doch vermeiden sich die ganze Angelegenheit anzutun. Am Aschermittwoch ist ja alles wieder vorbei und da wird dann traditionell der „Nubbel“ verbrannt. Eine Strohpuppe die dann für alle Sünden während des Karnevals büßen muss.
Mir hat der diesjährige Karneval aber sehr viel Spaß gemacht und ich werde auf alle Fälle auch nächstes Jahr wieder dabei sein. Ich war auch öfter schon bei der Konkurrenz in Düsseldorf, aber geht nichts über die Stimmung in Köln. Düsseldorfer entziehe ich dann hiermit das Bewertungsrecht für meinen Bericht :-)
Weiterhin viel Spaß bei Yopi
Und Karneval 2003 kommt bestimmt *g*
Liebe Grüße Ute
16 Bewertungen, 1 Kommentar
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29.05.2002, 19:30 Uhr von bachelor
Bewertung: sehr hilfreichGeht wohl fast jedem so. Spass macht es immer, aber man ist dann doch froh, wenn es wieder vorbei ist, da es ganz schön schlaucht. Ich glaub, früher habe ich das auch besser verkraftet. Ist schon so eine Sache mit dem Alter. :-) Der Bericht hat m
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