Katzen Allgemein Testbericht

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Erfahrungsbericht von PURlena

Kastration oder Sterilisation??

Pro:

-

Kontra:

-

Empfehlung:

Ja

Am Freitag den 15. November 2002 hatte unsere Pebbles ihren großen Tag - sie wurde kastriert.
Pebbles ist inzwischen 1 1/4 Jahr - und normalerweise sollte das dann schon längst geschehen sein.

Eigentlich wollten wir das nicht - es ist ja keine Pflicht. Wir wollten sie irgendwann mal werfen lassen und dann kastrieren. Nun hatten wir leider nicht bedacht, dass unsere Katzen inzwischen reine Wohnungskatzen sind. Wenn Pebbles also rollig war, konnte sie nicht raus um ihren Trieb zu befriedigen. Ich habe mir sagen lassen, dass es nicht für alle Katzen schlimm ist, aber für Pebbles war es das.

Da wir Momentan noch in einer Wohnung wohnen wo wir nur eine bestimmte Anzahl an Katzen halten dürfen stand außer Diskussion ob wir unserer Pebbles einen Kater suchen, damit sie nicht mehr leidet. Da Pebbles eigentlich eine sehr hübsche Katze ist, dachten wir wäre es schön, wenn sie uns ein Kitten schenken könnte. Aber wir wollten sie auch nicht leiden lassen – das ist für sie ganz schlimm und mein Mann und ich haben das auch nicht als angenehm empfunden. Man durfte sie nicht mehr anfassen ohne dass sie wie ein „Zäpfchen“ abgegangen wäre.

So haben wir in den sauren Apfel gebissen und haben uns beim TA und im Internet erkundigt.
Zuerst war zu klären: Kastration oder Sterilisation.
Bei der Kastration werden die Eierstöcke entfernt und die Katze wird somit nicht mehr rollig. Kann also dementsprechend nicht mehr werfen. Also was Endgültiges.
Bei der Sterilisation werden die Eileiter „abgeklemmt“ – so hat man uns gesagt. Kann also wieder Rückgängig gemacht werden – aber die Katze wird weiterhin rollig. Kam bei uns also nicht in Frage.

Gut, die Entscheidung war gefallen: Kastration. Den TA also angesprochen, und der hat uns dann erklärt wie das ganze funktioniert. Einen Termin ausgemacht und am nächsten Morgen war es dann so weit.

Freitag der 15. November 2002 ca. 07:00 UHR
Pebbles hatte seit den Abend vorher ab 19:00 UHR nichts mehr gefressen – sollte eigentlich schon ab 17:00 UHR sein, aber wir haben das vergessen *schäm*. Die Reise ging los: Pebbles in das Katzen - Case gepackt (macht die gern, denn die ist immer wieder neugierig auf das Ding, weiß nicht ob sie denkt, das inzwischen der Innenarchitekt da war oder was) und auf zum Bus.

07:30UHR:
Wir standen schon ein paar Minuten vor der Praxis und da kommt gut gelaunt – aber verpennt – die Sprechstundenhilfe um die Ecke und begrüßt uns mit einem fröhlich gekrächztem „Guten Morgen!“ Da sie in der Praxis erst mal alles aufmachen wollte „erlaubte“ sie uns noch zu Ende zu rauchen. Gesagt, getan.
Als wir dann beim TA in der Praxis waren, kam die nette Sprechstundehilfe von eben auf uns zu, und stellte dann noch ein paar Allgemeine Fragen: Soll Blut abgenommen werden (dafür müsste man die Katze später nämlich noch mal extra schlafen legen). Weil Pebbles schon immer ein wenig kränkelt – sie ist sehr mager und frisst weniger als das sie trinkt, stimmten wir den Blutabnahme zu. Man kann das Blut einfrieren - für ca. zwei Monate - kann es dann später, sollte noch mal was sein, so das man sagt, schauen wir uns mal das Blut an, untersuchen. Die Sprechstundenhilfe hat uns dann noch mal beruhigt und hat gesagt, den Schnitt den der Doktor machen würde wäre ungefähr 1 – 2 cm und sie würde gar nichts spüren. Zwischen elf und zwölf konnten wir sie dann wieder abholen. Ich sagte ihr dann noch, das wir die die Fressenszeit nicht ganz eingehalten haben – das sie also ab 19:00 UHR dann nichts mehr zu fressen hatte, aber das war okay.

Ich hatte von Kevins Kastration (Kater inzwischen 8 ½ Jahre alt – er wurde mit 6 Monaten kastriert) noch in Erinnerung, das ich vorher noch mit dem Doktor gesprochen habe. Bei unserem neuen TA nicht. Aber das wichtigste hatte uns eh die Sprechstundenhilfe gesagt – außerdem kam der Doktor gerade erst an, als wir vor der Tür standen – brauchte wohl noch ein paar Minuten *gg*.

Ca. 11:00 UHR
Da wir es nicht mehr ausgehalten haben – besser gesagt ich, haben wir Pebbles so früh wie möglich geholt. Der Doc erzählte ganz stolz wie tapfer sie war, als er sie schlafen legte und das sie schon wach gewesen sei und sogar schon zweimal Wasser gelassen hatte!
Sie lag wie ein schluck Wasser in der Kurve in ihrem Case und war ganz bedröppelt – mir kamen fast die Tränen. Sie hatte Salbe in den Augen, und der Doktor bat uns, diese auch unbedingt drin zu lassen, damit die Augen nicht austrocknen. Außerdem sagte er, hätte er den Bauch und die Vorderläufe ein wenig rasiert – damit er die Venen finden konnte zum Blutabnehmen. Und am Bauch musste er selbstverständlich rasieren – klar. Ein bisschen Jod hatte sie noch im Fell, darüber sollten wir uns keine Gedanken machen, das würde sie sich selber rausputzen. Außerdem würde wohl die Stelle wo die Narbe ist anschwellen – etwa so groß wie eine kleine Wallnuss – das wäre völlig normal und kein Grund zur Besorgnis.

Wir sind dann mit Pebbles heimgefahren und haben sie von den anderen Katzen getrennt im Badezimmer „eingesperrt“. Der Arzt hat gesagt, dass die anderen Katzen evtl. auf Pebbles merkwürdig reagieren könnten, weil sie nach TA riecht und außerdem so bedröppelt wäre. So könnten die anderen Katzen versuchen ihre Machtposition neu auszukämpfen oder behaupten wollen.
Pinky unsere Jüngste Katze hatte Pebbles schon schmerzhaft vermisst – sie miaute ständig und lief suchend in der Wohnung rum. Als wir mit Pebbles heimkamen haben wir sowohl den Kater als auch die kleine schnuppern lassen. Obwohl es dem Kater glaube ich schon recht gewesen wäre, wenn Pebbles nicht mehr wieder gekommen wäre – wir haben schon gescherzt, das der Kater, wenn wir ohne Pebbles heim kommen, schon die Kongos ausgepackt hatte und eine flotte Sohle zum besten gab *lol*. Aber beide waren interessiert und Pinky wollte gleich wieder spielen – und putzen natürlich! Aber wir haben dann die Tür zugemacht und haben Pebbles erstmal schlafen lassen.

Im Laufe des Nachmittags hörte ich dann immer wieder Geräusche aus dem Bad – bin dann immer gleich gucken gegangen, hatte mich extra ins Nebenzimmer gesetzt (Ok, ich war am Rechner *gg*). Pebbles hatte dann versucht auf unser Clo zu springen weil das normal ihre Stufe ist, um ans Fenster zu kommen – war mal wieder neugierig, die Madame. Hat dann nicht ganz hingehauen und sie fiel auf den Mülleimer – hat sich aber nie was getan.
Am Abend dann war sie wieder halbwegs bei, obwohl sie dann immer noch torkelte. Und dann gab sie den ersten Laut von sich – Erleichterung.
Schmusen wollte sie – aber wir wussten nicht, wie wir sie anfassen sollten, deswegen gestaltete sich das schwierig.

Die nächsten zwei Nächte haben wir sie dann in die Küche „gesperrt“ und die anderen beiden haben bei uns geschlafen. Und letzte Nacht dann waren alle drei mal wieder zusammen – nicht im Schlafzimmer. *gg*


Wir sind nun froh, dass wir das überstanden haben. Seither hatten wir nicht mehr beobachtet, das Pebbles stumpfsinnig vor der Wand saß oder ähnliches. Und Bachblüten werden in Zukunft auch noch gegeben – mal sehen, vielleicht wird aus Pebbles dann doch noch ne richtige Katze…...

*shake Hands*
Purlena

P. S.: Bitte nicht allzu großen Wert auf die Wertung leben, da man irgendwas auswählen muss, blieb mir nichts anderes übrig.

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