Katzen Allgemein Testbericht

Das-ist-meine-kleine
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Erfahrungsbericht von MC_Assurance

Riesensauerei!

Pro:

-

Kontra:

-

Empfehlung:

Ja

Ich muß hier mal meinem Ärger Luft machen, denn so etwas kann doch nicht wahr sein!
Vorgestern rief mich eine Nachbarin an und sagte, daß sie unweit von meinem Haus aus einem Schrottcontainer (!!) ein klägliches Miauen vernommen habe.
Da sie dann in den Container hineingeschaut hatte, sah sie am Boden unter einem Berg von Alteisen und Drahtgittern ein ca. 4 Wochen junges Kätzchen, daß offenbar völlig verängstigt und allein ohne Mutter war.
Nun muss ich dazu sagen, das die Containerwände ca. 1,50 Meter hoch sind und keine Mauern oder ähnliche „Absprungmarken“ in der Nähe vorhanden sind. Somit steht fest, daß irgendein Unmensch das Kätzchen dort hineingeworfen haben muß.
Das muß man sich mal vorstellen: Einfach so weggeworfen, wie eine Bananenschale oder eine leere Schachtel Zigaretten.
Meine Nachbarin weiß von unserer jahrelangen Katzenhaltung (ein Geschwisterpärchen „Jakob“ und „Adele“) und bat um Hilfe, weil sie nicht in den Container steigen konnte und sich dieser Situation körperlich nicht gewachsen fühlte.
Ich bin dann auch sofort dahin und habe das Kätzchen aus ihrem stählernen Gefängnis befreit. Selbst hätte sie das nicht geschafft, weil auf ihr ein Drahtgitter lag, daß es an den Containerboden gepresst hatte.
Natürlich fachte sie mich an, biß mich und kratzte, was das Zeug hielt, aber was soll´s? Erstens war sie völlig verstört und zweitens war diese Reaktion nur zu verständlich, denn es war ein Mensch, der dieses niedliche, pechschwarze Kätzchen einfach dort weggeworfen haben muß.
Oberflächlich stellte ich ein sehr unsauberes Fell fest und eine starke Unterernährung. Ich nahm die Kleine mit nach Hause und ließ sie zunächst im Wohnzimmer auf Verstecksuche gehen. Sie verkroch sich auch im hintersten Winkel des Raumes und kauerte sich dort unbeweglich hin.
Dann kamen „Jakob“ und „Adele“ und „begutachteten“ den Neuankömmling. Der Kater war reichlich desinteressiert, da es sich bei dem Findelkind um eine Katze handelte. Wäre es ein kleiner Kater gewesen, hätte die Sache anders ausgesehen.
„Adele“, die selbst bereits 5 Junge ausgetragen hatte, entwickelte gottseidank Mutterinstinkte und wollte den vorsichtigen körperlichen Kontakt zu dem Kätzchen. Doch die Kleine fauchte sie nur an und versuchte sie zu kratzen. Da zog sich „Adele“ zurück und blieb aber in der Nähe, um zu sehen, was denn Herrchen nun so macht...
Ich füllte eine kleine Schale mit einem Gemisch aus Wasser und Milch und ein zweites Schälchen mit Katzenfutter. Beide Schälchen stellte ich so nah wie möglich an die Kleine heran, kassierte dafür ein niedliches Fauchen und einen kleinen Hieb mit der Pfote und zog mich zurück.
Gestern wurde die Kleine eine Idee zutraulicher und hatte tatsächlich eine kleine Menge gegessen und getrunken. Heute habe ich sie mir einfach geschnappt und nach ein paar Fauchern und Kratzern ließ sie sich zwar sehr mißtrauisch, aber dennoch gern kraulen.
Am Montag werden wir den hiesigen Tierarzt aufsuchen, weil wir nicht wissen, ob eine Entwurmung und Impfungen erfolgt sind. Selbstverständlich bleibt die Katze bei uns! Hier ist genug Auslauf und zwei „große“ Mitbewohner der selben Spezies werden ihr schon Gesellschaft leisten. Ich gehe davon aus, daß „Adele“ sie in die große Kunst des Mäusejagens einweihen wird, wenn die Zeit reif ist.

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