Katzen Allgemein Testbericht
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Auf yopi.de gelistet seit 09/2003
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Erfahrungsbericht von kater1
Keine Heilungschance bei FIV
Pro:
-
Kontra:
-
Empfehlung:
Nein
Das Feline Immunodeficiency Virus, abgekürzt FIV, diese Katzenkrankheit wird auch als Katzenaids bezeichnet, da der Krankheitsverlauf sehr ähnlich dem menschlichen Aids und auch bisher nicht heilbar ist.
An dieser Krankheit starb im Juli 2001 auch meine Katze Schmusi.
Für mich Grund genug, mich genauer damit zu beschäftigen, mehr darüber zu erfahren. Und nun möchte ich darüber berichten.
Dieser Virus wurde erst im Jahr 1987 entdeckt. Und bis heute gibt es keine Heilungschance, vor allem auch keine Möglichkeit, der Infektion vorzubeugen. Dass heißt also, man kann Katzen ja gegen viele Krankheiten impfen lassen - was auch ganz wichtig ist - Katzenschnupfen, Katzenleukose, FIP (eine ähnliche Erkrankung), Tollwut - aber nicht gegen das FIV - Virus.
Übertragen wird dieses Virus durch den Speichel und durch die Ausscheidungen der Katze. Wird es auf diesem Wege auf eine andere Katze übertragen, so heißt dies nicht, das die Katze sofort erkrankt. Nein wie auch beim menschlichen Aids kann es mehrere Jahre dauern, bis die Krankheit ausbricht. Dies hängt vor allem vom Allgemeinzustand der Katze ab. Und es ist wohl nicht einfach, festzustellen, dass es sich bei einer Erkrankung um FIV handelt, weil die Erscheinungsformen sehr vielfältig sind. Es könneneinfache Fellveränderungen auftreten über Appetitsverlust, Gewichtsabnahme, Durchfall, Erbrechen, Zahnfleischentzündungen usw. Nur mit einem FIV- Antikörpertest, den im übrigen jeder Tierarzt durchführen kann, kann die Krankheit nachgewiesen werden.
Und dies im übrigen auch schon, wenn die Katze scheinbar gesund ist und keinerlei Krankheitszeichen aufgetreten sind.
Also beim nächsten Check sollte man seinen Tierarzt schon mal darauf ansprechen. Zumindest dann, wenn einer der folgenden Punkte auf die Katze zutrifft:
1. Die Katze war schon mal in eine Beisserei verwickelt.
2. Die Katze ist Freigänger und hat also Kontakt zu freilebenden Artgenossen.
3. Eine andere Katze, die im Haushalt lebte, ist gestorben und es gab nur unklare Diagnosen.
4. Die Katze stammt aus einem Tierheim, in dem vielleicht vor Jahren die Katzen noch nicht auf FIV gecheckt wurden.
Was bringt es, zu erfahren, dass die Katze womöglich FIV hat?
Nun, natürlich ist es deshlab nicht besonders schön, weil man erfährt, irgendwann wird die Katze daran erkranken (und sterben). Aber: Man kann möglichst viel tun, damit die Katze keine anderen Krankheiten bekommt, die das Immunsystem belasten und die Entwicklung der FIV-Erkrankung begünstigen. Man sollte also dann auch bei kleineren Krankheitsanzeichen eher den Tierarzt aufsuchen, um sich beraten zu lassen. Er wird dann ehr als sonst Antibiotika oder Kortisone verwenden, um die Katze optimal zu behandeln.
Und was sehr wichtig ist, man muss eine infizierte Katze konsequent von nicht infizierten trennen, dies ist natürlich sehr schwierig, wenn möglicherweise zwei oder drei im Haushalt leben und eine ist infizirt, die anderen nicht. Mindestens sollte man dann aber auf getrennte Toiletten achten und das es zu keinen Balgereien kommt. Nach neueren Erkenntnissen wird das Virus aber vereinzelt auch bei normalen sozialen Kontakten zwischen Katzen übertragen. Die kann man natürlich im Haushalt nicht verhindern.
Wie verläuft die Erkrankung nun? Das ist so natürlich kaum allgemein zu beschreiben, weil die Sympome, wie erwähnt, sehr verschieden sein können.
Deshalb möchte ich hier kurz beschreiben, wie dies bei Schmusi der Fall war:
Die wahrscheinliche Infizierung lag mehrere Jahre zurück. 1988 kehrte sie nach einem Spaziergang erst gar nicht, dann nach fünf Tagen nach Hause zurück. Mit Schmerzen. An der linken Körperseite gab es Kampfspuren, eine Rauferei, eine Beißerei mit einer anderen Katze und mit der Kralle hatte ihr Gegner ihr eine etwa fünf Zentimeter lange, ziemlich tiefe und bereits eiternde Wunde beigebracht.
Der Tierarzt behandelte sie gut und korrekt, behandelte sie mit Antibiotika, spülte die Wunde mehrfach und nach rund 2 Monaten war alles vergessen. Schmusi ging es wieder so gut wie zuvor, nurdas Nachwachsen des Fells dauerte noch etwas länger.
Im Februar 2001 dann fraß sie schlecht und erbrach wiederholt. Der Tierarzt stellte fest, dass eine Reihe von Zähnen stark vereitert waren und zog einen Gr0ßteil derselben. Hier wunderte ich mich schon, denn erst drei Monate zuvor, bei den Impfungen und dem Check war alles in Ordnung gewesen. Doch der Tierarzt meinte, dass solche Zahnerkrankungen recht häufig auftreten würden...
Zunächst schien auch alles wieder normal zu laufen, mit wenigen Zähnen hatte Schmusi zwar nun mit dem Trockenfutter ein paar Schwierigkeiten, aber sie erbrach nicht mehr. Drei Wochen später ging es erneut los, zudem schienen mir die Augen ziemlich entzündet und sie war auch sonst anders als sonst.
Jetzt schaute ich mir ihre Mundhöhle an und stellte fest, dass sie ziemlich vereitert war. Auch jetzt behandelte sie der Arzt wieder, gab Kortison und andere Medikamente, der Vereiterung ging zurück, aber das Allgemeinbefinden Schmusis wurde nicht besser, sie erbrach zwar nur noch selten, aber fressen wollte sie auch kaum noch. Und mit dem Stuhlgang hatte sie auch Probleme. Nun gut, bei dem wenigen Fressen...
Doch irgendwie vergingen einige Wochen und scheinbar stabilisierte sich ihr Befinden. Leider schaute ich auch nicht so genau nach ihr,denn es waren zudem die Wochen meines Umzuges also stressige.
Dann aber ging es immer rasanter bergab, Schmusi stand kaum noch auf, wollte nichts mehr fressen, nichts mehr trinken, sich nur noch verkriechen und ich ahnte schon - dies war nichts, was wieder vorübergeht.
Und so ging ich mit ihr wieder zum Tierarzt: Am 24. Juli 2001. Er stellte fest, dass sie eine Gelbsucht habe, die Augen waren tatsächlich sehr gelblich gefärbt. Aber er meinte auch gleich, dass sicher noch mehr dahinter stecken müsse und nahm eine Blutuntersuchung vor.
Er gab ihr noch Antibiotika und eine Infusion. Zwei Tage sollte ich wieder kommen.
Es wurde der letzte Tierarztbesuch mit Schmusi ....
Denn nun hatte der Tierarzt die Diagnose vorliegen, FIV, es hatte sich aufgrund der Immunschwächekrankheit ein Leberkrebs entwickelt, deshalb auch die Gelbsucht, das ständige Erbrechen, was er machen könne, sie durch Infusionen und Antibiotikabehandlung zhwei, drei Wochen am Leben zu erhalten...
Nein, Nein, Nein!!! So schwer mir die Trennung von Schmusi fiel und gerade beim Schreiben dieses Erfahrungsberichtes mit einer noch nicht heilbaren und noch nicht verhinderbaren Katzenkrankheit merke ich, dass ich auch jetzt noch sehr traurig bin, dies wollte ich ihr doch nicht zumuten. Denn das hieße nur eine Verlängerung der Qual.
Und so nahm ich Abschied ............................
Es grüßt immer noch traurig
kater1
Für alle, die noch mehr über diese unheilvolle Krankheit wissen möchten, eine Seite, die ich besonders gut fand:
http://www.vom-ohlenberg.de/fiv.
An dieser Krankheit starb im Juli 2001 auch meine Katze Schmusi.
Für mich Grund genug, mich genauer damit zu beschäftigen, mehr darüber zu erfahren. Und nun möchte ich darüber berichten.
Dieser Virus wurde erst im Jahr 1987 entdeckt. Und bis heute gibt es keine Heilungschance, vor allem auch keine Möglichkeit, der Infektion vorzubeugen. Dass heißt also, man kann Katzen ja gegen viele Krankheiten impfen lassen - was auch ganz wichtig ist - Katzenschnupfen, Katzenleukose, FIP (eine ähnliche Erkrankung), Tollwut - aber nicht gegen das FIV - Virus.
Übertragen wird dieses Virus durch den Speichel und durch die Ausscheidungen der Katze. Wird es auf diesem Wege auf eine andere Katze übertragen, so heißt dies nicht, das die Katze sofort erkrankt. Nein wie auch beim menschlichen Aids kann es mehrere Jahre dauern, bis die Krankheit ausbricht. Dies hängt vor allem vom Allgemeinzustand der Katze ab. Und es ist wohl nicht einfach, festzustellen, dass es sich bei einer Erkrankung um FIV handelt, weil die Erscheinungsformen sehr vielfältig sind. Es könneneinfache Fellveränderungen auftreten über Appetitsverlust, Gewichtsabnahme, Durchfall, Erbrechen, Zahnfleischentzündungen usw. Nur mit einem FIV- Antikörpertest, den im übrigen jeder Tierarzt durchführen kann, kann die Krankheit nachgewiesen werden.
Und dies im übrigen auch schon, wenn die Katze scheinbar gesund ist und keinerlei Krankheitszeichen aufgetreten sind.
Also beim nächsten Check sollte man seinen Tierarzt schon mal darauf ansprechen. Zumindest dann, wenn einer der folgenden Punkte auf die Katze zutrifft:
1. Die Katze war schon mal in eine Beisserei verwickelt.
2. Die Katze ist Freigänger und hat also Kontakt zu freilebenden Artgenossen.
3. Eine andere Katze, die im Haushalt lebte, ist gestorben und es gab nur unklare Diagnosen.
4. Die Katze stammt aus einem Tierheim, in dem vielleicht vor Jahren die Katzen noch nicht auf FIV gecheckt wurden.
Was bringt es, zu erfahren, dass die Katze womöglich FIV hat?
Nun, natürlich ist es deshlab nicht besonders schön, weil man erfährt, irgendwann wird die Katze daran erkranken (und sterben). Aber: Man kann möglichst viel tun, damit die Katze keine anderen Krankheiten bekommt, die das Immunsystem belasten und die Entwicklung der FIV-Erkrankung begünstigen. Man sollte also dann auch bei kleineren Krankheitsanzeichen eher den Tierarzt aufsuchen, um sich beraten zu lassen. Er wird dann ehr als sonst Antibiotika oder Kortisone verwenden, um die Katze optimal zu behandeln.
Und was sehr wichtig ist, man muss eine infizierte Katze konsequent von nicht infizierten trennen, dies ist natürlich sehr schwierig, wenn möglicherweise zwei oder drei im Haushalt leben und eine ist infizirt, die anderen nicht. Mindestens sollte man dann aber auf getrennte Toiletten achten und das es zu keinen Balgereien kommt. Nach neueren Erkenntnissen wird das Virus aber vereinzelt auch bei normalen sozialen Kontakten zwischen Katzen übertragen. Die kann man natürlich im Haushalt nicht verhindern.
Wie verläuft die Erkrankung nun? Das ist so natürlich kaum allgemein zu beschreiben, weil die Sympome, wie erwähnt, sehr verschieden sein können.
Deshalb möchte ich hier kurz beschreiben, wie dies bei Schmusi der Fall war:
Die wahrscheinliche Infizierung lag mehrere Jahre zurück. 1988 kehrte sie nach einem Spaziergang erst gar nicht, dann nach fünf Tagen nach Hause zurück. Mit Schmerzen. An der linken Körperseite gab es Kampfspuren, eine Rauferei, eine Beißerei mit einer anderen Katze und mit der Kralle hatte ihr Gegner ihr eine etwa fünf Zentimeter lange, ziemlich tiefe und bereits eiternde Wunde beigebracht.
Der Tierarzt behandelte sie gut und korrekt, behandelte sie mit Antibiotika, spülte die Wunde mehrfach und nach rund 2 Monaten war alles vergessen. Schmusi ging es wieder so gut wie zuvor, nurdas Nachwachsen des Fells dauerte noch etwas länger.
Im Februar 2001 dann fraß sie schlecht und erbrach wiederholt. Der Tierarzt stellte fest, dass eine Reihe von Zähnen stark vereitert waren und zog einen Gr0ßteil derselben. Hier wunderte ich mich schon, denn erst drei Monate zuvor, bei den Impfungen und dem Check war alles in Ordnung gewesen. Doch der Tierarzt meinte, dass solche Zahnerkrankungen recht häufig auftreten würden...
Zunächst schien auch alles wieder normal zu laufen, mit wenigen Zähnen hatte Schmusi zwar nun mit dem Trockenfutter ein paar Schwierigkeiten, aber sie erbrach nicht mehr. Drei Wochen später ging es erneut los, zudem schienen mir die Augen ziemlich entzündet und sie war auch sonst anders als sonst.
Jetzt schaute ich mir ihre Mundhöhle an und stellte fest, dass sie ziemlich vereitert war. Auch jetzt behandelte sie der Arzt wieder, gab Kortison und andere Medikamente, der Vereiterung ging zurück, aber das Allgemeinbefinden Schmusis wurde nicht besser, sie erbrach zwar nur noch selten, aber fressen wollte sie auch kaum noch. Und mit dem Stuhlgang hatte sie auch Probleme. Nun gut, bei dem wenigen Fressen...
Doch irgendwie vergingen einige Wochen und scheinbar stabilisierte sich ihr Befinden. Leider schaute ich auch nicht so genau nach ihr,denn es waren zudem die Wochen meines Umzuges also stressige.
Dann aber ging es immer rasanter bergab, Schmusi stand kaum noch auf, wollte nichts mehr fressen, nichts mehr trinken, sich nur noch verkriechen und ich ahnte schon - dies war nichts, was wieder vorübergeht.
Und so ging ich mit ihr wieder zum Tierarzt: Am 24. Juli 2001. Er stellte fest, dass sie eine Gelbsucht habe, die Augen waren tatsächlich sehr gelblich gefärbt. Aber er meinte auch gleich, dass sicher noch mehr dahinter stecken müsse und nahm eine Blutuntersuchung vor.
Er gab ihr noch Antibiotika und eine Infusion. Zwei Tage sollte ich wieder kommen.
Es wurde der letzte Tierarztbesuch mit Schmusi ....
Denn nun hatte der Tierarzt die Diagnose vorliegen, FIV, es hatte sich aufgrund der Immunschwächekrankheit ein Leberkrebs entwickelt, deshalb auch die Gelbsucht, das ständige Erbrechen, was er machen könne, sie durch Infusionen und Antibiotikabehandlung zhwei, drei Wochen am Leben zu erhalten...
Nein, Nein, Nein!!! So schwer mir die Trennung von Schmusi fiel und gerade beim Schreiben dieses Erfahrungsberichtes mit einer noch nicht heilbaren und noch nicht verhinderbaren Katzenkrankheit merke ich, dass ich auch jetzt noch sehr traurig bin, dies wollte ich ihr doch nicht zumuten. Denn das hieße nur eine Verlängerung der Qual.
Und so nahm ich Abschied ............................
Es grüßt immer noch traurig
kater1
Für alle, die noch mehr über diese unheilvolle Krankheit wissen möchten, eine Seite, die ich besonders gut fand:
http://www.vom-ohlenberg.de/fiv.
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