Katzen Allgemein Testbericht
ab 34,43 €
Billiger bei eBay?
Bei Amazon bestellen
Paid Ads from eBay.de & Amazon.de
Auf yopi.de gelistet seit 09/2003
Auf yopi.de gelistet seit 09/2003
Erfahrungsbericht von Knutschbaer
Verantwortung für ein Lebewesen übernehmen ...
Pro:
-
Kontra:
-
Empfehlung:
Ja
"Oooohhhh, sind die süß. Die will ich haben." "So einen will ich auch haben". Solche Sätze hört man immer wieder mal, wenn es um Tiere geht. Gerade zu Weihnachten haben "Haustiere" wieder "Hochsaison", wenn ich das mal so ausdrücken darf. Schnell ist ein Hund gekauft, oder eine Katze. Oder vielleicht auch aus dem Tierheim, die sind ja meist billiger als die vom Züchter. Und schon ist das Tier zu Hause.
Ich möchte damit nicht kritisieren, dass man Tiere verschenkt. Man gibt ihnen damit ja auch ein neues Zuhause, zumal wenn es sich um Tiere aus dem Tierheim handelt. Aber, vor dem Anschaffen eines Tieres sollte man sich schon den einen oder anderen Gedanken machen. Ein Tier ist zwar laut Gesetz immer noch eine Sache, aber jeder halbwegs intelligente Mensch wird einsehen, dass Tiere auch Lebewesen wie Du und ich sind. Sowas sollte man vor allem seinen Kindern klarmachen, die einen Hamster, eine Katze, einen Papagei, eine Schildkröte, einen Elefanten oder meinetwegen auch einen Yeti haben wollen.
Ein Tier zu halten, ihm ein neues Zuhause zu geben bedeutet nicht nur Verantwortung, sondern es bedeutet auch, dass man sich auf lange Zeit bereit erklärt in seinem persönlichem Umfeld Abstriche zu machen. Ich finde es immer wieder grauenhaft, wenn Tiere einfach abgeschoben werden, weil sie lästig geworden sind. Man hat ja einfach nicht mehr die Zeit. Der Verein, der Beruf, die Familie, da passt das Tier nicht mehr rein. Und es kostet auch soviel Geld. Das kann ich mir nicht mehr leisten. Und schon stehen Hund, Katze oder Pferd irgendwo in der freien Wildbahn. Tierbesitzer mit ein wenig Herz geben das Tier dann vielleicht wenigstens noch im Tierheim ab oder suchen per Inserat ein neues Zuhause.
Ein Tier hat auch Bedürfnisse, es ist kein Luxusgut, oder ein Sportgerät. Ich sehe es bei uns im Stall bei einigen, dass das Pferd funktionieren muss. Krank sein, oder erholen gibt es da nicht. Wenn ich sowas sehe, kommt mir die Galle hoch. Ich selber reite zwar nicht und bin auch erst seit zwei Jahren überhaupt intensiver mit Pferden in Kontakt getreten, aber trotzdem. Für mich ist es einfach logisch, ein Tier, sei es Hund, Pferd, Katze oder sonstiges Kleintier als Lebewesen zu behandeln.
Sicherlich bedeutet ein Tier viel Verantwortung. Man muss sich täglich um seinen Mitbewohner kümmern. Der Vierbeiner oder der geflügelte Freund will auch was fressen, will entertaint werden, möchte ein sauberes Klo, ein sauberes Zuhause. Oder würde ein Mensch das nicht auch wollen? Viele Bedürfnisse lassen sich eins zu eins vom Menschen (der ja letztlich auch nur ein Tier ist) auf seinen tierischen Begleiter übertragen. Wenn auch nicht alle.
Wer sich also ein Haustier "zulegen" möchte, der sollte sich bewusst sein, dass er sich auf lange Jahre bindet. Eine Katze kann schon mal bei guter Pflege 20 Jahre alt werden. Ein Tier wird es seinem Dosenöffner immer danken, wenn er es gut behandelt. Bevor also ein neuer Freund in das Leben eines Menschen treten soll, muss man sich einiges vorher überlegen.
1. Darf ich in meiner Wohnung Tiere halten? Nichts ist ärgerlicher, als wenn man seinen neuen Freund gleich wieder abgeben muss, weil der Vermieter es nicht erlaubt. Also vorher immer den Vermieter, und ggf. auch mal die Nachbarn fragen.
2. Kann ich es mir finanziell leisten? EinTier kostet täglich Geld. Futter, Pflege, Tierarzt, bei einem Pferd zusätzlich die Box, Schmied usw.
3. Kann ich es mir zeitlich leisten? Ein Tier braucht Beschäftigung. Ein Hund will Gassi gehen, das Pferd muss bewegt werden, die Katze will ihre Streicheleinheiten und will toben.
4. Will ich wirklich ein Tier? Oder finde ich die einfach nur süss? Ist mir die Arbeit eigentlich zuviel? Hier sollte man ehrlich zu sich selbst sein. Vielleicht auch mal einen Bekannten fragen, ob man mal einen Tag seine Katze oder Hund pflegen darf. Wenn einem das zuviel ist, dann sollte man sich kein Tier anschaffen, dem Tier zuliebe.
5. Bin ich bereit, mich persönlich einzuschränken? Ein Mitbewohner, sei es Katze, Hund, oder Vogel bedeutet, dass man sich selbst ein wenig einschränken muss. Tiere reagieren empfindlich auf laute Musik, also kann ich meine Anlage nicht mehr so laut aufdrehen. Auch das wirklich private Privatleben kann schon mal gestört werden, wenn so eine Vierbeiner durch die Wohnung tobt. Nicht alle Tiere lassen sich durch geschlossene Türen abhalten. Auch Urlaub ist nicht immer möglich. Nicht überall sind Hunde erwünscht, und nicht jeder hat jemanden, der die daheimgebliebenen Tiere versorgt.
6. Ist meine Wohnung geeignet? Ein 27qm Appartment ist vielleicht nicht der ideale Platz für einen Rottweiler oder eine Katze. Wer einen Hund möchte sollte idealerweise einen Garten besitzen, so das der Hund immer ein klein wenig Auslauf hat. Aber auch eine Katze braucht Bewegung.
Hat man diese Fragen alle ehrlich beantwortet und ist zu dem Schluss gekommen, dass so ein Vierbeiner in unser Leben treten soll, dann kommt die Frage, woher soll das Tier stammen? Dies ist eine Frage, die ich hier gar nicht abschliessend beantworten kann. Das muss man letztendlich für sich selbst entscheiden. Ein Tier aus dem Tierheim ist meist schon älter, hat seinen Charakter schon ausgeprägt, ist aber unter Umständen auch traumatisiert. Sowas kann sehr viel Arbeit bedeuten. Aber man gibt einem armen Lebewesen ein neues Zuhause und macht es vielleicht sogar richtig glücklich.
Man kann auch Tausende von Mark beim Züchter lassen. Ist die Frage: Ist das Tier ein Prestige-Objekt? Will ich damit angeben und Preise einsammeln??? Ist es ernsthaft das, was ein Tier ausmacht???? Es gibt aber auch den normalen Züchter, der einfach schöne Tiere züchtet. Hier bekommt man ein (hoffentlich) gesundes Tier mit allem "Drum und Dran" (Stammbaum, Impfpaß etc.)
Oder einfach ein Tier aus einem privaten Wurf? Das sind alles Fragen, die mit der persönlichen Einstellung zu tun haben. Ich persönlich habe was gegen hochgezüchtete Tiere, die letztlich als Geldeinbringer dienen sollen. Wollt Ihr vielleicht ausgestellt werden und von irgendwelchen Wesen betatstet und begrabscht werden? Vielleicht mag sich nun jemand auf den Schlips getreten fühlen, aber wer mal ernsthaft darüber nachdenkt, das Tiere auch Gefühle haben, der kann sich in etwa vorstellen, was solch ein Zuchtexemplar zu leisten hat. Ich will mit diesen Äusserungen nichts gegen Perser, Abessiner, Van-Katzen oder auch Jack-Russell-Terrier, Pit-Bulls, Pudel etc. sagen. Es sind alles auf ihre Art besondere Tiere. Aber sie sind doch keine Schaustücke. Es ist schön, das es so viele unterschiedliche Arten gibt, aber muss man damit angeben?
Ist das Tier dann zuhause und hat es sich eingelebt, muss es auch entertaint werden. Hunde brauchen Auslauf, wollen mit Herrchen oder Frauchen rumtollen. Katzen wollen entertaint werden, Pferde brauchen ihre Bewegung. Tiere benötigen auch manchmal unsere volle Aufmerksamkeit. Wir müssen lernen ihre Sprache zu verstehen, nicht sie unsere. Wir müssen ihre Zeichen zu verstehen lernen. So kann sich eine enge vertrauensvolle Freundschaft zwischen Mensch und Tier entwickeln. Vieles ist für mich selbstverständlich, nämlich das Tier als Lebewesen zu behandeln und nicht als irgendeinen Gegenstand, aber leider muss ich feststellen, das viele Menschen, leider auch in unserer Umgebung noch anders denken.
Sicherlich gibt es auch Momente, wo man sein Tier am liebsten schütteln möchte, sei es, weil der Hund die Pantoffeln zerkaut hat oder die Katze die Gardine zerfetzt. Aber das ist der natürliche Spieltrieb der Tiere. Ändern kann man das eh nicht mehr. Es ist zwar ärgerlich, aber man hat sich nun mal für so einen Racker entschieden, oder? Hat man sich entschieden sich eine Katze anzuschaffen, sollte man sich auch überlegen, ob es nur eine oder zwei sein sollen. Nimmt man ganz junge Katzen (vom Züchter oder aus privaten Wurf), empfiehlt es sich in der Regel zwei aus einem Wurf zu nehmen. So ist es für die Lütten leichter, sich von der Mutter zu trennen. Ausserdem haben sie in der neuen Umgebung jemanden, den sie kennen. Zwei Katzen können sich übrigens auch prima selbst entertainen, was vor allem von Vorteil ist, wenn man tagsüber arbeitet. Ob man nur Katzen oder Katze und Kater nimmt ist dabei egal. Wir haben eine Katze und einen Kater und die beiden verstehen sich prima. Allerdings sollte man beizeiten überlegen , ob man Nachwuchs möchte oder nicht. Vor allem bei Geschwistern nicht empfehlenswert...
Holt man sich eine Katze aus dem Tierheim, gestaltet sich die Frage schwieriger. Hier sollte man sich nur auf eine festlegen, da diese Tiere meist schon älter sind. Es sei denn, sie haben im Tierheim einen vierbeinigen Freund.
Ist schon eine Katze daheim, sollte man die beiden langsam aneinander gewöhnen und vielleicht die ersten Tage noch getrennt von einander lassen. Aber da gibt es wohl auch kein Patentrezept. Man sollte aber damit rechnen, dass die Katze, die schon daheim war unter Umständen sehr eifersüchtig reagiert.
Hund und Katze - geht in der Regel gut, wenn beide sehr jung sind und sich aneinander gewöhnen können und ihre unterschiedliche Körpersprache verstehen lernen.
Katze und Maus/Meerschweinchen/Hamster? Einer Katze kann man schon beibringen, dass Mitbewohner kein Futter sind. Vielleicht sollte man dann aber von den Fellspielmäusen absehen :-)
Katze und Baby? Ich habe vor einiger Zeit mal gehört, das jemand seine Katze abgegeben hat, weil zweibeiniger Nachwuchs ins Haus stand. Katzen sind schon intelligente Tiere und ich habe noch nie davon gehört, dass eine Katze ein Baby oder Kleinkind gebissen oder gekratzt hat. Ausserdem kann man seinem eigenen Nachwuchs so den Umgang mit Tieren beibringen. Sicher ist in der Anfangszeit Vorsicht geboten. Man weiß nie, wie die Katze sich verhält und wie groß das Eifersuchtspotential auf den neuen Mitbewohner ist.
Katzen sind sehr eigenwillige Tiere, dessen sollte man sich immer bewusst sein. Ihnen ist mit Sicherheit genau dann nicht nach schmusen, wenn wir sie auf den Arm nehmen wollen. Und sie wollen garantiert dann gestreichelt werden, wenn der Mensch beschäftigt ist und eigentlich keine Zeit hat. Aber sie haben auch Instinkt und merken, wenn der Mensch ihre Nähe benötigt. Sicherlich wissen sie das nicht gleich von Anfang an, aber wenn man ein paar Jahre zusammenlebt, dann kennt man sich.
Wer also gerne einen Vierbeiner als Genossen haben möchte, der lässt sich auf einiges ein. Vielleicht machen sich mal mehr Menschen Gedanken, bevor sie sich ein Tier anschaffen. Vielleicht werden dann ja wieder weniger ausgesetzt. Ein Tier ist eigentlich auch nur ein Mensch. Das sollte man vielleicht immer bedenken, nicht nur bei der Anschaffung, sondern auch beim Umgang mit den Tieren.
Ich möchte damit nicht kritisieren, dass man Tiere verschenkt. Man gibt ihnen damit ja auch ein neues Zuhause, zumal wenn es sich um Tiere aus dem Tierheim handelt. Aber, vor dem Anschaffen eines Tieres sollte man sich schon den einen oder anderen Gedanken machen. Ein Tier ist zwar laut Gesetz immer noch eine Sache, aber jeder halbwegs intelligente Mensch wird einsehen, dass Tiere auch Lebewesen wie Du und ich sind. Sowas sollte man vor allem seinen Kindern klarmachen, die einen Hamster, eine Katze, einen Papagei, eine Schildkröte, einen Elefanten oder meinetwegen auch einen Yeti haben wollen.
Ein Tier zu halten, ihm ein neues Zuhause zu geben bedeutet nicht nur Verantwortung, sondern es bedeutet auch, dass man sich auf lange Zeit bereit erklärt in seinem persönlichem Umfeld Abstriche zu machen. Ich finde es immer wieder grauenhaft, wenn Tiere einfach abgeschoben werden, weil sie lästig geworden sind. Man hat ja einfach nicht mehr die Zeit. Der Verein, der Beruf, die Familie, da passt das Tier nicht mehr rein. Und es kostet auch soviel Geld. Das kann ich mir nicht mehr leisten. Und schon stehen Hund, Katze oder Pferd irgendwo in der freien Wildbahn. Tierbesitzer mit ein wenig Herz geben das Tier dann vielleicht wenigstens noch im Tierheim ab oder suchen per Inserat ein neues Zuhause.
Ein Tier hat auch Bedürfnisse, es ist kein Luxusgut, oder ein Sportgerät. Ich sehe es bei uns im Stall bei einigen, dass das Pferd funktionieren muss. Krank sein, oder erholen gibt es da nicht. Wenn ich sowas sehe, kommt mir die Galle hoch. Ich selber reite zwar nicht und bin auch erst seit zwei Jahren überhaupt intensiver mit Pferden in Kontakt getreten, aber trotzdem. Für mich ist es einfach logisch, ein Tier, sei es Hund, Pferd, Katze oder sonstiges Kleintier als Lebewesen zu behandeln.
Sicherlich bedeutet ein Tier viel Verantwortung. Man muss sich täglich um seinen Mitbewohner kümmern. Der Vierbeiner oder der geflügelte Freund will auch was fressen, will entertaint werden, möchte ein sauberes Klo, ein sauberes Zuhause. Oder würde ein Mensch das nicht auch wollen? Viele Bedürfnisse lassen sich eins zu eins vom Menschen (der ja letztlich auch nur ein Tier ist) auf seinen tierischen Begleiter übertragen. Wenn auch nicht alle.
Wer sich also ein Haustier "zulegen" möchte, der sollte sich bewusst sein, dass er sich auf lange Jahre bindet. Eine Katze kann schon mal bei guter Pflege 20 Jahre alt werden. Ein Tier wird es seinem Dosenöffner immer danken, wenn er es gut behandelt. Bevor also ein neuer Freund in das Leben eines Menschen treten soll, muss man sich einiges vorher überlegen.
1. Darf ich in meiner Wohnung Tiere halten? Nichts ist ärgerlicher, als wenn man seinen neuen Freund gleich wieder abgeben muss, weil der Vermieter es nicht erlaubt. Also vorher immer den Vermieter, und ggf. auch mal die Nachbarn fragen.
2. Kann ich es mir finanziell leisten? EinTier kostet täglich Geld. Futter, Pflege, Tierarzt, bei einem Pferd zusätzlich die Box, Schmied usw.
3. Kann ich es mir zeitlich leisten? Ein Tier braucht Beschäftigung. Ein Hund will Gassi gehen, das Pferd muss bewegt werden, die Katze will ihre Streicheleinheiten und will toben.
4. Will ich wirklich ein Tier? Oder finde ich die einfach nur süss? Ist mir die Arbeit eigentlich zuviel? Hier sollte man ehrlich zu sich selbst sein. Vielleicht auch mal einen Bekannten fragen, ob man mal einen Tag seine Katze oder Hund pflegen darf. Wenn einem das zuviel ist, dann sollte man sich kein Tier anschaffen, dem Tier zuliebe.
5. Bin ich bereit, mich persönlich einzuschränken? Ein Mitbewohner, sei es Katze, Hund, oder Vogel bedeutet, dass man sich selbst ein wenig einschränken muss. Tiere reagieren empfindlich auf laute Musik, also kann ich meine Anlage nicht mehr so laut aufdrehen. Auch das wirklich private Privatleben kann schon mal gestört werden, wenn so eine Vierbeiner durch die Wohnung tobt. Nicht alle Tiere lassen sich durch geschlossene Türen abhalten. Auch Urlaub ist nicht immer möglich. Nicht überall sind Hunde erwünscht, und nicht jeder hat jemanden, der die daheimgebliebenen Tiere versorgt.
6. Ist meine Wohnung geeignet? Ein 27qm Appartment ist vielleicht nicht der ideale Platz für einen Rottweiler oder eine Katze. Wer einen Hund möchte sollte idealerweise einen Garten besitzen, so das der Hund immer ein klein wenig Auslauf hat. Aber auch eine Katze braucht Bewegung.
Hat man diese Fragen alle ehrlich beantwortet und ist zu dem Schluss gekommen, dass so ein Vierbeiner in unser Leben treten soll, dann kommt die Frage, woher soll das Tier stammen? Dies ist eine Frage, die ich hier gar nicht abschliessend beantworten kann. Das muss man letztendlich für sich selbst entscheiden. Ein Tier aus dem Tierheim ist meist schon älter, hat seinen Charakter schon ausgeprägt, ist aber unter Umständen auch traumatisiert. Sowas kann sehr viel Arbeit bedeuten. Aber man gibt einem armen Lebewesen ein neues Zuhause und macht es vielleicht sogar richtig glücklich.
Man kann auch Tausende von Mark beim Züchter lassen. Ist die Frage: Ist das Tier ein Prestige-Objekt? Will ich damit angeben und Preise einsammeln??? Ist es ernsthaft das, was ein Tier ausmacht???? Es gibt aber auch den normalen Züchter, der einfach schöne Tiere züchtet. Hier bekommt man ein (hoffentlich) gesundes Tier mit allem "Drum und Dran" (Stammbaum, Impfpaß etc.)
Oder einfach ein Tier aus einem privaten Wurf? Das sind alles Fragen, die mit der persönlichen Einstellung zu tun haben. Ich persönlich habe was gegen hochgezüchtete Tiere, die letztlich als Geldeinbringer dienen sollen. Wollt Ihr vielleicht ausgestellt werden und von irgendwelchen Wesen betatstet und begrabscht werden? Vielleicht mag sich nun jemand auf den Schlips getreten fühlen, aber wer mal ernsthaft darüber nachdenkt, das Tiere auch Gefühle haben, der kann sich in etwa vorstellen, was solch ein Zuchtexemplar zu leisten hat. Ich will mit diesen Äusserungen nichts gegen Perser, Abessiner, Van-Katzen oder auch Jack-Russell-Terrier, Pit-Bulls, Pudel etc. sagen. Es sind alles auf ihre Art besondere Tiere. Aber sie sind doch keine Schaustücke. Es ist schön, das es so viele unterschiedliche Arten gibt, aber muss man damit angeben?
Ist das Tier dann zuhause und hat es sich eingelebt, muss es auch entertaint werden. Hunde brauchen Auslauf, wollen mit Herrchen oder Frauchen rumtollen. Katzen wollen entertaint werden, Pferde brauchen ihre Bewegung. Tiere benötigen auch manchmal unsere volle Aufmerksamkeit. Wir müssen lernen ihre Sprache zu verstehen, nicht sie unsere. Wir müssen ihre Zeichen zu verstehen lernen. So kann sich eine enge vertrauensvolle Freundschaft zwischen Mensch und Tier entwickeln. Vieles ist für mich selbstverständlich, nämlich das Tier als Lebewesen zu behandeln und nicht als irgendeinen Gegenstand, aber leider muss ich feststellen, das viele Menschen, leider auch in unserer Umgebung noch anders denken.
Sicherlich gibt es auch Momente, wo man sein Tier am liebsten schütteln möchte, sei es, weil der Hund die Pantoffeln zerkaut hat oder die Katze die Gardine zerfetzt. Aber das ist der natürliche Spieltrieb der Tiere. Ändern kann man das eh nicht mehr. Es ist zwar ärgerlich, aber man hat sich nun mal für so einen Racker entschieden, oder? Hat man sich entschieden sich eine Katze anzuschaffen, sollte man sich auch überlegen, ob es nur eine oder zwei sein sollen. Nimmt man ganz junge Katzen (vom Züchter oder aus privaten Wurf), empfiehlt es sich in der Regel zwei aus einem Wurf zu nehmen. So ist es für die Lütten leichter, sich von der Mutter zu trennen. Ausserdem haben sie in der neuen Umgebung jemanden, den sie kennen. Zwei Katzen können sich übrigens auch prima selbst entertainen, was vor allem von Vorteil ist, wenn man tagsüber arbeitet. Ob man nur Katzen oder Katze und Kater nimmt ist dabei egal. Wir haben eine Katze und einen Kater und die beiden verstehen sich prima. Allerdings sollte man beizeiten überlegen , ob man Nachwuchs möchte oder nicht. Vor allem bei Geschwistern nicht empfehlenswert...
Holt man sich eine Katze aus dem Tierheim, gestaltet sich die Frage schwieriger. Hier sollte man sich nur auf eine festlegen, da diese Tiere meist schon älter sind. Es sei denn, sie haben im Tierheim einen vierbeinigen Freund.
Ist schon eine Katze daheim, sollte man die beiden langsam aneinander gewöhnen und vielleicht die ersten Tage noch getrennt von einander lassen. Aber da gibt es wohl auch kein Patentrezept. Man sollte aber damit rechnen, dass die Katze, die schon daheim war unter Umständen sehr eifersüchtig reagiert.
Hund und Katze - geht in der Regel gut, wenn beide sehr jung sind und sich aneinander gewöhnen können und ihre unterschiedliche Körpersprache verstehen lernen.
Katze und Maus/Meerschweinchen/Hamster? Einer Katze kann man schon beibringen, dass Mitbewohner kein Futter sind. Vielleicht sollte man dann aber von den Fellspielmäusen absehen :-)
Katze und Baby? Ich habe vor einiger Zeit mal gehört, das jemand seine Katze abgegeben hat, weil zweibeiniger Nachwuchs ins Haus stand. Katzen sind schon intelligente Tiere und ich habe noch nie davon gehört, dass eine Katze ein Baby oder Kleinkind gebissen oder gekratzt hat. Ausserdem kann man seinem eigenen Nachwuchs so den Umgang mit Tieren beibringen. Sicher ist in der Anfangszeit Vorsicht geboten. Man weiß nie, wie die Katze sich verhält und wie groß das Eifersuchtspotential auf den neuen Mitbewohner ist.
Katzen sind sehr eigenwillige Tiere, dessen sollte man sich immer bewusst sein. Ihnen ist mit Sicherheit genau dann nicht nach schmusen, wenn wir sie auf den Arm nehmen wollen. Und sie wollen garantiert dann gestreichelt werden, wenn der Mensch beschäftigt ist und eigentlich keine Zeit hat. Aber sie haben auch Instinkt und merken, wenn der Mensch ihre Nähe benötigt. Sicherlich wissen sie das nicht gleich von Anfang an, aber wenn man ein paar Jahre zusammenlebt, dann kennt man sich.
Wer also gerne einen Vierbeiner als Genossen haben möchte, der lässt sich auf einiges ein. Vielleicht machen sich mal mehr Menschen Gedanken, bevor sie sich ein Tier anschaffen. Vielleicht werden dann ja wieder weniger ausgesetzt. Ein Tier ist eigentlich auch nur ein Mensch. Das sollte man vielleicht immer bedenken, nicht nur bei der Anschaffung, sondern auch beim Umgang mit den Tieren.
10 Bewertungen, 3 Kommentare
-
10.06.2002, 02:17 Uhr von LeaofRafiki
Bewertung: sehr hilfreich*gutgeschrieben* *schnurrrrrrrrrr* LiebeNgruß, Lea
-
21.02.2002, 21:34 Uhr von Inglorion
Bewertung: sehr hilfreichis doch n prima kebap oder? ;)
-
21.02.2002, 20:57 Uhr von Patrick75
Bewertung: sehr hilfreichKlasse Beitrag, man erkennt, dass Du Ahnung hast! Gruß, Pat
Bewerten / Kommentar schreiben