Katzenkratzbäume Testbericht

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Erfahrungsbericht von FreddyKrueger007

Baum vs. Tapete

Pro:

-

Kontra:

-

Empfehlung:

Ja

Als stolzer Besitzer von 3 munteren Perserlein, muß man sich hin und wieder auch einmal ärgern, besonders über unser Mädel, denn sie ist die einzige, die das Krallenwetzen doch mit einer sicheren Regelmäßigkeit an den Tapeten unserer Behausung ausläßt. Ihre männlichen Kollegen sind da eher moderat und begnügen sich mit einer Sisal-Matte. Der Zuzug unserer Susi war dann auch der Grund, es mal wieder mit einem Kratzbaum zu versuchen, der von unseren Kater bislang immer verschmäht wurde.
So ging es also auf die Suche, welche Art von Kratzbaum es denn diesmal sein durfte. Es durfte auf keinen Fall etwas ganz gewöhnlichews sein, nur mit Platten und Kratzstangen, sondern etwas mit Einrichtungen zum bequemen liegen, einrollen und verstecken. Außerdem mußte er recht widerstandsfähig sein, denn wenn sich unser dicker roter Kater schon einmal daran zu schaffen macht, hängen im Nu die Fetzen herunter und er hat es schon geschafft, ein vermeindliches Sonderangebot innerhalb Tagesfrist fast rückstandslos zu zerlegen. Unser schwarzer Teufel hat die unangenehme Eigenschaft, es hin und wieder einfach nicht zur Toilette zu schaffen und dann mit Vorliebe in die Höhlen des Baumes zu pieseln, somit sollte die Angelegenheit auch noch waschbar sein. Für unsere Susi wiederum mußte er in jedem Fall interessanter sein als die Tapete. 3 Katzen in einem Haushalt mit unterschiedlichen Wünschen. Das einzige, was sie alle gemeinsam haben ist, daß sie alle recht kletterfaul sind und die obersten Abteile eines großen Kratzbaumes fast immer leer bleiben. Allerdings sind die Kater so \'springlebendig\', daß ein Baum ohne Befestigung an der Decke nicht sehr lange stehen bleibt. Der Hauptnutzer des Baumes sollte aber nun unsere \'kratzwütige\' Susi werden. Da ein hoher Baum eh nicht genutzt würde, viel die Wahl der standfähigkeit halber auf eine ziemlich große Bodenplatte und wie man es vielleicht schon heraus hört, würde der Baum zur Heimarbeit.Die dicksten und besten Sisalstangen wurden im Freßnapf besongt. Im Baumarkt dann die MDF-Platte besorgt und verschiedene Abfallstücke aus Sperrholz für die Etagen. Die große Bodenplatte wurde mit Teppich versehen, der irgendwann gekauft aber nie verwendet in unserem Keller schlummerte. So geschah es dann auch mit den anderen Holzplatten und nicht allzu lange später war nach ein wenig Bohren und schrauben ein Individualkratzbaum entstanden. Genau 3 Ablageflächen für die Katzen gab es. Da der Baum 2 Pfeiler hat, bot es sich an eine \'Hängematte\' für unsere Faulpelze dazwischen zu hängen und darüber noch einen bunten Ball mit einem Gummi fest gemacht. Auf eine Höhle haben wir dann doch unserem Teufel \'zuliebe\' verzichtet, aber man kann es ja auch noch nachrüsten...

Insgesamt haben wir ungefähr 40 € für den kompletten Baum ausgegeben, den wir so wahrscheinlich nicht bekommen hätten und wenn doch, bestimmt um einiges Teurer. Der größte Vorteil besteht allerdings darin, daß der Baum nicht kippt und sich somit auch mal ein Kater dort zum Schlafen einzieht. Unserem bunten Mädel gefällt er auch recht gut und sie hat mittlerweile einige \'montierte\' Gummibällchen lieb gewonnen und vernachläßigt Gott lob die Tapeten. Die Gummibällchen müssen zwar hin und wieder ersetzt werden, aber insgesamt ist die Arbeit den Spaß Wert, den unsere Susi offenkundig damit hat.

Nun hat für relativ wenig Geld und Zeit doch noch jeder unserer Tiere seine Vorstellungen eingebracht . Wahrscheinlich hätten wir noch mehr Zeit als für den Bau dafür verwendet, wenn wir ein komplett vorgefertigtes Bundel hätten haben wollen. Auerdem paßt der Bezug(Teppich) sehr gut zur Einrichtung und war mit einem Elektrotacker auch im Nu montiert. Da Perser sehr haaren mit ihrem langen Fell, bietet der Kurzflorige Teppichbezug auch noch den Vorteil, daß er wesentlich leichter zu reinigen ist, als der \'normale\' Kratzbaumplüsch. Der Baum war übrigens in einem kurzen Samstagnachmittag komplett montiert in die Verarbeitungsphase durch unsere Racker gegangen....

Auf jeden Fall sollte man bei einem Kratzbaum, der nicht unter der Decke befestigt wird immer auf eine schwere solide Bodenplatte achten, da ein kippender Kratzbaum die Pelztiger sehr lange verschrecken kann;-)

Mein Fazit also zu diesem Thema, der Eigenbau lohnt sich in jedem Fall, wenn man über etwas handwerkliches Geschick verfügt, so kann man auch selbst Einfluß nehmen auf den Bezug und die Stabilität....

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