Schwarze Seelen (Taschenbuch) / Alex Kava Testbericht

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ab 8,24
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Erfahrungsbericht von BjoernS

Ein wenig mehr, ein wenig weniger

Pro:

Spannend, gut geschrieben

Kontra:

nicht so gut wie die ersten beiden Bücher

Empfehlung:

Ja

Die Autorin Alex Kava hat mich mit ihren beiden ersten Büchern ja mehr als überzeugt und da ist es ganz natürlich, dass ich auch das dritte Werk von ihr unbedingt lesen musste. Entsprechend hoch waren natürlich meine Erwartungen – ob sie erfüllt worden sind, lest ihr jetzt ....


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Storyline
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Die Geschichte beginnt mit einer Belagerung durch das FBI. Belagert wird eine Hütte, in der fünf Jugendliche eine Waffenarsenal bewachen. Ehe das FBI die Hütte stürmen können, erhalten die Jugendlichen über Funk von einer Person namens „Vater“ die Aufforderung, sich selber zu töten, damit sie nicht dem Feind in die Hände fallen. Zunächst kommt es zu einer Schießerei, bei der auch ein FBI-Agent getötet wird. Doch dann schlucken die Jungs kleine Zyonkali-Kapseln, alle bis auf einen ...

Während der Partner von Maggie O’Dell vor Ort ist, muss Maggie die Obduktionen vornehmen. Als sie einen der Leichensäcke öffnet, blickt sie unerwartet auf den toten FBI-Agenten, den sie persönlich sehr gut kannte. Ein Schock, der ihr persönlich ziemlich zusetzt ...

In Washington wird ein gemeinsames Gebet einer religiösen Gruppe vorbereitet. Mehrere Jugendliche werben dafür und sprechen andere Jugendliche an, damit diese dem religiösen Führer Reverend Everett zuhören. Während dieser Gebetsstunde kommt es zu einem Mord, der das FBI interessiert, denn das Opfer ist die Tochter eines Senators und es wurde in einer seltsamen, sitzenden Position vorgefunden, so als ob das Mädchen in dieser Form platziert worden ist ...

Das FBI beginnt, Zusammenhänge zwischen dem Vorfall in der Hütte und dem Mord bei der Gebetsversammlung zu ziehen. Nach und nach stoßen Maggie und ihre Kollegen dann auf weitere Morde, wenn diese religiöse Gruppe in der Stadt war. Und Maggie muss feststellen, dass Reverend Everett Kontakt zu ihrer Mutter hat ...


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Meine Meinung
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Wie bereits beim zweiten Buch ist es auch diesmal von Vorteil, die vorherigen Bücher gelesen zu haben. Es ist für das Verständnis der Geschichte nicht zwingend erforderlich, hilft jedoch an vielen Stellen, das beschriebene Verhalten von Maggie O’Dell nach voll ziehen zu können. In diesen Beschreibung ist vor allem die latente Instabilität von Maggie’s Seelenleben sehr gut herausgearbeitet worden – und dabei spielen auch die Geschehnisse aus den vorherigen Büchern eine Rolle.

Alex Kava zeichnet wieder einmal eindrucksvolle Charaktere, wobei sie viel Wert auf Details legt, es andererseits aber auch nicht übertreibt. Besonders gefallen tun mir in diesem Bereich die Darstellungen von Maggie und ihrem Kollegen Tully – hier spielen private Aspekte eine wichtige Rolle und diese sind sehr gut und eindringlich dargestellt.

Die Story beginnt schon auf der ersten Seiten sehr spannend, flacht zwischendurch ein wenig ab und steigert sich zum Schluss dann wieder. Im ersten und im letzen Viertel kann man das Buch kaum aus der Hand legen – in den anderen Teilen fällt das deutlich leichter. Dies liegt letztendlich auch ein wenig daran, dass zu viele Handlungsstränge parallel verlaufen. Man kann den Handlungssträngen zwar problemlos folgen, die Übergänge sind in meinen Augen aber ein wenig ungeschickt gelegt, so dass ein wenig von der Spannung verloren geht. Ich möchte damit nicht sagen, dass die Geschichte langweilig wird – keineswegs, aber in der Mitte des Buches fehlt halt der „ich-kann-es-jetzt-nicht-weglegen“-Effekt. Insgesamt kann man das Buch aber trotzdem als sehr spannend bezeichnen.

Die zufälligen Bezüge von bekannten Personen zu den Fällen von Maggie (in diesem Fall die Zugehörigkeit ihrer Mutter zur Sekte) scheinen typisch für Alex Kava zu sein. An manchen Stellen wirkt das ein wenig unnatürlich, wenn auch nicht unbedingt störend. In diesem Buch hätte es ruhig ein wenig weniger davon sein dürfen.

Das Thema der religiösen Sekte verspricht im ersten Ansatz eine gute Story, wird dann aber mit amerikanischer „political correctness“ behandelt und verliert dadurch auch seinen Reiz und seine Brisanz. Hier hätte es dann ein wenig mehr sein dürfen.

Schreibtechnisch gleicht das Buch den beiden ersten Werken. Die Satzkonstruktionen sind weder übertrieben anspruchsvoll, noch besonders trivial. Man kann diese Art von Stil hervorragend und flüssig lesen.


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Fakten
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Schwarze Seelen ist das dritte Werk von Alex Kava. Es ist beim Mira-Verlag erschienen, hat 444 Seiten, kostet als Taschenbuch 7,95 Euro und trägt die ISBN 3-89941-067-X.


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Fazit
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Die Geschichte ist sehr spannend, wenn sie im Mittelteil auch ein wenig abflacht. Die Personen sind gut gezeichnet und stilistisch ist das Buch gut zu lesen. Im Vergleich mit den beiden ersten Werken von Alex Kava hat mir dieses Buch nicht ganz so gut gefallen, weshalb ich auch einen Punkt abziehen – empfehlenswert ist es aber auf jeden Fall.


Vielen Dank fürs Lesen, Bewerten und Kommentieren
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