Schwarze Seelen (Taschenbuch) / Alex Kava Testbericht

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ab 8,24
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Erfahrungsbericht von Christin78

Und weiter gehen Maggies Abenteuer...

Pro:

Leicht nachvollziehbare Handlung

Kontra:

Handlung vorhersehbar

Empfehlung:

Nein

Hallo Ihr Lieben,


Heute möchte ich Euch das dritte von mir gelesene Buch der Schriftstellerin Alex Kava vorstellen, es trägt den Titel „Schwarze Seelen“


Nachdem ich mit den ersten beiden Büchern von ihr mehr oder weniger begeistert war wollte ich die folgenden dann doch lesen. Da trotz aller Kritikpunkte meinerseits, mich die Entwicklung und das weitere Leben von den Hauptcharakteren interessiert. Die Neugierde siegt einfach bei mir.


Ein paar Informationen über die Autorin.
Alex Kava wuchs in einem kleinen Dorf im ländlichen Nebraska auf. Ihren Universitätsabschluß machte sie in Kunst und Englisch und verfügt über mehr als 15 Jahre Erfahrungen in der Werbe- und Grafikdesignbranche.
Wer mehr über die Autorin wissen möchte wird im Internet fündig.


Auch in diesem Roman begegnen uns Charaktere aus den vorherigen. So haben wir wieder Maggie O´Dell, Maggies Freundin Gwen und Maggies Partner R.J. Tully. Um die wichtigsten einmal zu nennen. Nick Morelli, zwischen ihm und Maggie schien sich so eine Art Beziehung zu entwickeln, spielt nur eine Nebenrolle und wird nicht großartig in das Geschehen mit eingebunden. Nick und Maggie begegnen sich auch nicht persönlich während der Handlung.
Natürlich geht es um Mord und so soll Maggie, die ja bekanntlich FBI Profilerin ist, ein Profil über einen erneuten Serienkiller erstellen. Dieser ermordet junge Frauen auf scheinbar geplante und organisierte Art und Weise. Wie er dieses macht, möchte ich jedoch nicht verraten.
Zum einen geht es um diese Morde und zum anderen um die „ Kirche der geistigen Freiheit“. Vorsteher dieser Sekte ist der Reverend Everett. Dieser wird in dem 2. Roman von Alex Kava schon kurz erwähnt, da Maggies Mutter Mitglied dieser Sekte zu sein scheint. Es stellt sich dann heraus das sie wirklich Mitglied ist.
Die Morde scheinen irgendwie im Zusammenhang mit dieser Sekte zu stehen und der Leser bekommt immer wieder einen Überblick über die Mitglieder dieser Sekte und deren Leben. Das Ganze scheint sehr mysteriös zu sein, zumal der Roman mit dem Tod junger Männer beginnt, die bei einer Stürmung eines Lagers, sich selbst umbringen. Ich denke mal das es so eine Art Lager war, denn genau wird darauf nicht eingegangen und irgendwie gerät dieses Geschehen auch in den Hintergrund.
Ein großer Teil der Handlung wird Maggie und ihren Problemen gewidmet, ihre Probleme zu ihrer Mutter und ihre Probleme mit dem Tod ihres Vaters.
Vielleicht noch kurz etwas zu der Sekte. Die meisten Mitglieder sind schwache Menschen, die man sehr leicht beeinflussen kann, Menschen die außerhalb dieser Sektengemeinschaft keine Freunde hatten, sich alleine fühlten und mit sich selber nicht zurecht kamen. Schnell wird deutlich, daß Reverend Everett nicht der Heilige ist, für den ihn seine Anhänger halten. Im geht es hauptsächlich um Profit und um Macht, seine Anhänger sind für ihn Mittel zu Zweck.
Und dann hätten wir noch einen größenwahnsinnigen Fotografen, der sich in den Vordergrund drängelt und Aufnahmen vom ersten Tatort macht und einen sehr Möchtegern-Coolwirkenden Teenanger der zu Everetts Anhängern gehört.
Inwieweit diese Personen mit den Morden in Verbindung gebracht werden, möchte ich natürlich nicht verraten, ansonsten würde ich den potentiellen Lesern ja die Spannung rauben.


Komme ich zu meiner Meinung bezüglich dieses Romans. Er ist wieder sehr einfach geschrieben, ich hatte keine Probleme beim Verstehen und man kann sehr gut auch mal zwischendurch lesen, wenn man eigentlich keine Zeit hätte. Kurze einfache Sätze, ohne Fremdwörter und eine sehr leicht nachvollziehbare Handlung.
Bei den beiden anderen Büchern hatte ich ja die ständigen Wiederholungen mancher Geschehnisse kritisiert. Die Wiederholungen hielten sich in dem Buch „Schwarze Seelen“ zurück, so daß ich der Meinung bin, das Lesen fällt noch einfach und man wird nicht dadurch gelangweilt. Auch wird der Name Maggies nicht so häufig erwähnt, auch das kritisierte ich und bin positiv überrascht gewesen, daß es bei dem 3. Buch von Alex Kava nicht der Fall ist.
Erwähnen möchte ich, daß wenn man es vorhat die Bücher zu lesen, sie der Reihe nach Lesen sollte, also mit dem ersten beginnen. So hat man einen besseren Überblick und kann die Charaktere und die Handlungen besser nachvollziehen. Jeder Roman ist zwar irgendwie in sich abgeschlossen, aber das Leben z.B. von Maggie wird weiter verfolgt und man wird mit Dingen konfrontiert die man eventuell nicht richtig zuordnen kann, wenn man mit dem 3. Roman anfängt.
Was ich etwas schade fand, daß das Verhältnis zwischen Nick und Maggie nicht weiter erwähnt und aufgegriffen wurde. Dafür wird man aber dem Mutter-Tochter-Konflikt konfrontiert, zwischen Maggie und ihrer Mutter.
Natürlich stellt sich bei einem Thriller immer die Frage nach der Spannung. Und da hätten wir bei diesem Roman das Problem. Er ist zwar irgendwie spannend, aber die Handlung plätschert mehr dahin. Die Handlung ist leicht vorhersehbar und wer die Frauen umbringt ahnte ich schon ziemlich zum Anfang des Buches und meine Ahnung wurde dann auch bestätigt. Das ist natürlich nicht wirklich vorteilhaft.
Das Ende kam sehr schnell und war unbefriedigend, es bleiben ein paar Fragen offen, Fragen unabhängig vom Mörder. Fragen bezüglich Reverend Everett und seiner Sekte. Nun gut, vielleicht wird auf diese Fragen in einem der folgenden Romane von Alex Kava eingegangen.
Was ich wieder zu bemängeln habe, das tat ich schon beim 2. Roman, die Autorin drückt dem Leser ihre Meinung auf. Sie sagt etwas ohne das der Leser dieses nachvollziehen kann. Z.B wird eine Frau als „Schlampe“ bezeichnet, obwohl sie sich in dem Moment gar nicht so verhält. Mal abgesehen davon, daß ich dieses Wort schrecklich finde und ich der Meinung bin, daß man es umgehen könnte. Was mich noch störte das waren irgendwelche sexuellen Andeutungen, die man hätte auch charmanter ausdrücken können. Man muß nicht plump von irgendwelchen Erektionen schreiben, die gar nicht in den Zusammenhang passen. Ich hatte dabei das Gefühl das es der Autorin einfach Spaß bereitet solche Wörter zu schreiben. Ich werde irgendwie das Gefühl nicht los, daß die Autorin irgendwelche Probleme mit attraktiven Frauen hat. Oder aber der Name „Alex Kava“ ist nur ein pseudonym hinter dem sich ein sexuell frustrierter Mann befindet. Nun gut das ist meine Meinung und mein Empfinden, ob dieses nun wirklich so ist, weiß ich natürlich nicht und einem anderem Leser mag dieses vielleicht gar nicht aufgefallen sein.
Die Neugierde auf die noch kommenden Romane von Alex Kava ist zwar vorhanden, aber ich brauche jetzt erst einmal eine Pause dieser Autorin. Die Neugierde besteht eigentlich nur darin, zu erfahren wie sich Maggies Leben weiter entwickeln wird.
Ich glaube ich werde keine Empfehlung für dieses Buch aussprechen. Man kann es zwar lesen, aber für Handlungen die vorhersehbar sind und wo man nach dem ersten Mord schon erahnen kann, wer der Täter ist, für die möchte ich keine Empfehlung aussprechen. Ich werde aber 3 Sterne verteilen.


Das Buch erschien im Cora Verlag unter dem Namen „Mira Taschenbücher“. Es hat 444 Seiten, kostet 7,95 Euro und hat folgende ISBN: 3-89941-067-X.


Mein Fazit, die Story an für sich ist interessant, aber man hätte mehr daraus machen können. Und wie schon erwähnt, die Spannung läßt zu wünschen übrig, die Handlung war für mich vorhersehbar. Und irgendwie kann ich mich mit der Art und Weise wie Alex Kava schreibt nicht anfreunden. Da ist nichts feinfühliges, nichts smartes zu erkennen. Ich möchte die Art ihrer Schreibe als plump bezeichnen, teilweise als belästigend. Das ist meine Meinung und jeder empfindet sicherlich anders.
Ansonsten aber ein Roman der leicht verständlich ist, und man keine Probleme mit dem verfolgen der Handlung hat.
Ich spreche keine Empfehlung aus und vergebe 3 Sterne.


Ich wünsche Euch viel Spaß beim lesen und bedanke mich für das Lesen, Bewerten und Kommentieren meines Berichtes.


Liebe Grüße
Christin

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