Keszthely Testbericht

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Erfahrungsbericht von phlox64

Phlox auf Reisen Teil 1 Keszthely

Pro:

wunderschöne Stadt mit vielen Sehenswürdigkeiten,auch für den kleinen Geldbeutel

Kontra:

keins

Empfehlung:

Ja

Liebe Lesergemeinde!

Wenn einer eine Reise macht, dann kann er was erzählen. Ich will Euch heute über eine Stadt in Ungarn berichten, ihr Name ist Keszthely. Diese 750 Jahre alte Stadt liegt am Nordwestufer des Balaton.



Wie jedes Jahr im Sommer heißt unser Reise Ziel Ungarn.
Urlaub am Balaton, dass ist wirklich eine feine Sache. Zum ersten ist es nicht sehr teuer, zum anderen finde ich es toll, dass der Balaton am Südufer sehr flach ist.
Leider gibt es doch im Urlaub mal ein Paar trübe Tage, diese nutzen wir dann immer sehr gerne um die Gegend zu erkunden. Hoch im Kurs steht immer wieder der Besuch der Stadt Keszthely.
Die größte Sehenswürdigkeit ist das Schloss Festetics.

Schloss Festetics
Das Schloss wurde in der zweiten Hälfte des 18. Jahrhunderts gebaut. Kristof Festetics begann 1745 mit dem Bau, später wurde es von Gyórgy Festetics erweitert und umgebaut. Es ist ein wunderschönes Barockgebäude, in dem sich 111 Zimmer befinden.
1801 entstand die Bibliothek, in der sich unzählige Bücher befinden.
1804 entstand die Kapelle, bei einem Rundgang durch das Schloss kann man von einer Art Empore in die Kapelle schauen.
Für Waffenliebhaber ist die Ausstellung im Schloss sicher sehr interessant, in der Rüstkammer gibt es Waffen aus vielen Epochen zu sehen. Ebenfalls sind Waffen und Kleidung aus dem Osmanischem Reich zu bewundern.
Weiterhin sind Räume zu besichtigen, die die Familie Festetics bewohnte. Im sehr prunkvoll ausgestattetem Konzertsaal werden immer noch Konzerte aufgeführt.
Auch für Liebhaber von Gemälden ist ein Rundgang durch das Schloss sicher sehr interessant.

Schlosspark
Nun möchte ich auch noch etwas über den Schlosspark erzählen.
Wenn man durch das wunderschöne Eingangsportal in den Schlosspark tritt, schaut man als erstes auf ein großes Denkmal von Festetics, etwas weiter rechts ist ein wunderschöner Springbrunnen zu sehen.
Umgeben ist das Schloss von einem kleinen aber feinen Park. In diesem befinden sich zahlreiche seltene Pflanzen, deshalb steht er unter Naturschutz.
Etwas abseits im Park ist ein kleines Brunnenhaus zu entdecken, leider wird es etwas Stiefmütterlich behandelt.

Marstall
Wenn man durch den Schlosspark spaziert führt einen unweigerlich der Weg zum , erst kürzlich fertig restaurierten Marstall. Wer ein begeisterter Liebhaber von Kutschen und Schlitten ist, sollte unbedingt einen Besuch des Marstall`s mit einschließen.

Marzipanmuseum
Verlässt man den Schlosspark durch das Hauptportal und wendet sich nach links, so erreicht man nach ca 250 Metern, das Marzipanmuseum. Dabei handelt es sich um eine kleine Konditorei, im Wiener Kaffeehausstil mit einer kleinen angeschlossenen Ausstellung , von Kunstwerken aus Marzipan. Wer dabei Appetit auf leckere Torte und Kaffee bekommen hat, kann nach der Besichtigung ausgiebig schlemmen.

Wieder zurück in die Innenstadt von Keszthely, werben schon viele Schilder für das Panoptikum, Puppenmuseum, Foltermuseum und das Schneckenparlament. Wenn man vom Schloss kommend in eine der kleinen Seitenstraßen einbiegt findet man leicht den Weg zu diesen Ausstellungen.

Panoptikum
Das Panoptikum befindet sich in einem Kellergeschoss, schon bei eintreten wird man von mittelalterlichen Musik empfangen.
Bei dieser Ausstellung handelt es sich um lebensgroß nachgebildete Wachsfiguren, von berühmten Ungarn sowie Personen die in Beziehung zu Ungarn standen.
Von Attila dem Hunnenkönig , Ferenc Rakozcy, Sissy bis hin zu Personen aus der Gegenwart, können noch viele andere Persönlichkeiten bestaunt werden.

Unter den jeweiligen Figuren sind Informationstafeln angebracht, auf denen man sehr viel informatives über diese Personen erfahren kann. Diese Informationstafeln sind in mehreren Sprachen gehalten, unter anderem auch in deutsch.

Gleich gegenüber befindet sich das Foltermuseum.

Foltermuseum
Schon wenn man das Foltermuseum betritt wird man von schauriger Musik empfangen.
Wen diese Musik nicht in die Flucht jagt ,der kann dort viel über Foltermethoden aus dem Mittelalter, sowie bis in die Neuzeit erfahren .Wachsfiguren in Originalgröße zeigen anschaulich die brutalsten Foltermethoden und Hinrichtungsarten ..

Wie schon erwähnt befindet sich auf der gleichen Straße das Puppenmuseum.

Puppenmuseum
Bei diese Ausstellung stehen die verschiedenen Trachten im Vordergrund, die von Region zu Region unterschiedlich sind.
Man kann bei dieser Ausstellung Informationen erhalten über die Zeit und den Ehestand, der Menschen.

Balatonmuseum
In diesem Museum kann man sehr viel über die Geschichte des Balaton erfahren. Weiterhin sind sehr viele Fossilien ausgestellt .Auch über die römische Besiedlung ist einiges zu erfahren.

Ebenso kann ich einen Besuch der Mole von Keszthely nur empfehlen, man kann ihn auch mit einem Spaziergang durch den Park verbinden.
Auf der Mole angekommen lädt ein kleines Kaffee zum verweilen ein, von dem aus man einen wunderschönen Blick über den Balaton hat. Man kann auch die ankommenden und abfahrenden Schiffe beobachten.
Wer Lust hat kann auch noch eine Balatonrundfahrt machen.

Der Besuch lohnt sich allemal.
Liebe Grüße Regina

20 Bewertungen, 1 Kommentar

  • Gartenfreund

    01.04.2008, 19:06 Uhr von Gartenfreund
    Bewertung: sehr hilfreich

    Schöner Bericht, aber du hast den Besuch auf dem Obst- und Gemüsemarkt vergessen...