Kfz Schmierstoffe Testbericht
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Erfahrungsbericht von beutelratte67
Deus ex Machina
Pro:
-
Kontra:
-
Empfehlung:
Ja
Das gebrannte Kind scheut das Feuer, oder Deus ex Machina.
Meine Frau behauptet gerne, ich hätte zwei linke Hände, dazu noch alles Daumen, sprich, ich sei handwerklich einfach unbegabt. Ich würde es vielleicht so ausdrücken, dass mir wohl ein wenig die Übung fehlt, schließlich macht diese ja den Meister. OK, zugegeben, auch der braucht zumindest auch einen Zeigefinger, um den Hammer zu halten oder den Schraubenzieher (meine Frau behauptet es hieße Schraubendreher...) zu verwenden.
So kann ich im Haushalt zwar schon helfen, beliebte Aufgaben sind hierbei Staubsaugen, Müll rausbringen oder Babyfläschchen desinfizieren, auch Parkett reinigen ist immer gerne gesehen. Erstaunlicherweise verlangt meine bessere Hälfte aber nur selten von mir, etwa ein Bild aufzuhängen oder für den Sohnemann ein Regal zu bauen. Auch bei der Autoreparatur schickt sie mich lieber zur Fachwerkstatt, dabei kann ich selbstständig tanken, den Reifendruck überprüfen, ich habe es sogar schon geschafft, einen Reifen zu wechseln. Na gut, das Autoradio hat mich halb umgebracht und lief dennoch nicht, den CD-Wechsler hätte ich fast am Tank festgeschraubt und mein erster Ölwechsel ging bildlich gesehen in die Hose.
Ölwechsel, da wären wir beim Thema. Öl, das ist der Grund, warum ein Auto immer dreckig ist. Naja, vom Straßenschmutz mal abgesehen. Mein erstes Auto hatte einen Verbrauch von 1 Liter pro 100 km. Das erste Einliterauto, dabei wurde das überhaupt nicht in der Presse breitgewalzt. Benzin hat der Wagen, ein Golf I, übrigens auch verbraucht, davon ca. 9 Liter auf 100 km. Macht zusammen 10 Liter. Kosten: Ca. 13,10 DM, davon 8,10 DM für das Benzin (90 Pfennig der Liter!), 5 DM für das Öl. Das weiß ich noch ziemlich genau, es war 1985, kurz vor meinem Abitur.
Wozu das Benzin gebraucht wird, ist glaube ich jedem klar. Das Öl allerdings dient im Wesentlichen dazu, den Motor zu schmieren. Ein Automotor besteht zum größten Teil aus Metall und wie es sich anhört, wenn Metall direkt auf Metall schabt, das erfahre ich jeden Tag, wenn die Außen-Jalousien vor meinem Büro sich bei Sonnenschein automatisch vor das Fenster schieben. Einem Motor tut das bestimmt nicht so gut, daher das Öl. Seine Hauptaufgabe ist es, sich zu verteilen, nämlich genau dahin, wo es gebraucht wird. Und das in der richtigen Menge. Dazu dient der so genannte Peilstab, den sogar ich in meinem Motorraum finde, denn er hat meistens einen bunten Plastikgriff. Bevor wir ihn nun herausziehen, erst einmal den Wagen ein, zwei Minuten stehen lassen, damit das Öl im Motor zur Ruhe kommen kann. In der Fahrschule habe ich gelernt und nicht vergessen, dass man sich am besten mit einem Taschentuch bewaffnet, den Peilstab herauszieht, ihn mit dem Taschentuch abwischt, bis man die entscheidenden Markierungen Min und Max lesen kann und wieder komplett in die vorgesehene Öffnung hineinschiebt. Dann erneut herausziehen und dann sollte man erkennen, ob das Öl zwischen den Markierungen seine Spuren hinterlassen hat oder eben nicht.
Diese Prozedur sollte man regelmäßig wiederholen, ich habe mir sicherheitshalber angewöhnt, bei jedem zweiten Tankvorgang den Ölstand zu überprüfen. Hier dann auch gleich der Hinweis, dass man sich nicht unbedingt auf die Warnlampe im Armaturenbrett verlassen sollte, denn häufig ist es schon zu spät, wenn die Lampe sich denn mal erbarmt zu leuchten. Das ist mir auch schon einmal zum Verhängnis geworden, bei meinem zweiten Studentenauto war die Lampe ausgefallen, ich habe mich erst um das Öl gekümmert, als ich schon mit streikendem Wagen auf der Autobahn liegen blieb. Spätestens seit diesem Vergehen achte ich lieber einmal mehr als einmal zu wenig auf den Ölstand.
Ein kleiner Ausflug in meine Phantasie der theoretischen Physik. Flüssigkeiten lassen sich nicht zusammendrücken, das hat vielleicht schon mal jemand spüren müssen, als der Kopfsprung ins Schwimmbecken zu einem Bauchklatscher mutierte. Motoröl ist zwar eher dickflüssig, aber es ist eine Flüssigkeit. Hat man nun zuviel Öl im Motor, bleibt zwangsläufig für die einzelnen Teile weniger Platz. Am deutlichsten fällt das wohl bei den Zylindern auf. Da bewegt sich ein Kolben in einem Zylinder auf und ab, im Leerraum wird Benzin verbrannt. Beim Öffnen muss also der Kolben weit \'ausholen\' und braucht dafür Platz. Ist dieser Platz nicht vorhanden, weil sich da zuviel Öl angesammelt hat, braucht man sehr schnell einen neuen Kolben. Daher ist es genauso wichtig, nicht zuviel des Guten einzufüllen.
Das Einfüllen des Öls schaffe auch ich. Keine Frage, beim ersten Mal traut man sich vielleicht nicht so, an irgend einem Deckel herumzuschrauben, aber es ist nicht so schwierig. Häufig ist eine Markierung am Deckel, etwa eine Ölkanne. Wenn das Öl nur nachgefüllt wird, sollte man unbedingt aufpassen, dass man nicht zuviel Öl hinzugibt, sonst gibt es den Bauchklatscher, also etwa viertel- bis halbliterweise einkippen, zwischendurch warten, bis das Öl auch unten angekommen ist und nachmessen. Wurde hingegen das Altöl etwa bei einem Ölwechsel komplett abgelassen, weiß man wohl eher, wieviel Öl man nachkippen muss, die ersten beiden Liter sind dann schnell in den Tiefen des Motors verschwunden. Meines Wissens schlucken Motoren so zwischen 3 und 7 Litern, aber wiederum lieber einmal mehr messen als den Motor kaputt machen.
Der Ölwechsel selbst ist ebenfalls nicht allzu schwierig, ich denke, das sollte man sich beim ersten Mal von einem dieser Halbgötter in Blau mal zeigen lassen, etwa in einer Selbsthilfewerkstatt. Was benötigt man zum Ölwechsel? Einen Dichtungsring für die Ölablassschraube, einen neuen Ölfilter und Öl. Und: Einen Auffangbehälter für das Altöl. Wenn der Ölfilter nicht unbedingt aussieht wie ein Kaffeefilter, sollte man sich davon nicht irritieren lassen, dass der Filter eher aussieht wie eine alterlümliche Spardose hat schon seine Richtigkeit. Wie der Wechsel selbst vonstatten geht, das lässt sich hier nicht gut beschreiben, das sollte man in der Praxis sehen. Wichtig ist nur, dass man darauf achtet, dass das Altöl ordentlich entsorgt wird. Auf die Hose tropfen zu lassen ist dabei nur die zweitbeste Möglichkeit....
Welches Öl nun wieder eingefüllt wird, hängt nicht von der Marke des Öls ab, sondern von der so genannten Viskosität, also der \'Dickflüssigkeit\' und \'Verteilbarkeit\', um es mal nicht zu fachlich zu erklären. Je dicker die Flüssigkeit, umso schwieriger lässt sie sich verteilen. Im Winter ist sie meistens zähflüssiger (wie meine Gehirnwindungen) als im Sommer. Das Öl muss dabei ziemliche Temperaturunterschiede aushalten können, im Winter z.B. minus 20 Grad, im Sommer durchaus auch mal 50 Grad in der Sonne. Die Viskosität steht immer auf der Ölflasche drauf, etwa SAE 10 W 40. Je höher die letzte Zahl ist, umso besser ist das Öl für hohe Außentemperaturen geeignet. Die erste Zahl wiederum gibt die Viskosität bei niedrigen Temperaturen an, hierbei gilt, je niedriger die Zahl desto besser für tiefe Temperaturen geeignet.
Da ich als Kfz-Laie hier nicht noch mehr Unsinn verbreiten will, belasse ich es mal bei diesen Ausführungen. Nur soviel noch: Die rund 50 Euro für einen Ölwechsel sollten es jedem, auch den \'armen Studenten\' wert sein, denn Euer Auto wird es Euch danken.
Gruß, Beutelratte
Meine Frau behauptet gerne, ich hätte zwei linke Hände, dazu noch alles Daumen, sprich, ich sei handwerklich einfach unbegabt. Ich würde es vielleicht so ausdrücken, dass mir wohl ein wenig die Übung fehlt, schließlich macht diese ja den Meister. OK, zugegeben, auch der braucht zumindest auch einen Zeigefinger, um den Hammer zu halten oder den Schraubenzieher (meine Frau behauptet es hieße Schraubendreher...) zu verwenden.
So kann ich im Haushalt zwar schon helfen, beliebte Aufgaben sind hierbei Staubsaugen, Müll rausbringen oder Babyfläschchen desinfizieren, auch Parkett reinigen ist immer gerne gesehen. Erstaunlicherweise verlangt meine bessere Hälfte aber nur selten von mir, etwa ein Bild aufzuhängen oder für den Sohnemann ein Regal zu bauen. Auch bei der Autoreparatur schickt sie mich lieber zur Fachwerkstatt, dabei kann ich selbstständig tanken, den Reifendruck überprüfen, ich habe es sogar schon geschafft, einen Reifen zu wechseln. Na gut, das Autoradio hat mich halb umgebracht und lief dennoch nicht, den CD-Wechsler hätte ich fast am Tank festgeschraubt und mein erster Ölwechsel ging bildlich gesehen in die Hose.
Ölwechsel, da wären wir beim Thema. Öl, das ist der Grund, warum ein Auto immer dreckig ist. Naja, vom Straßenschmutz mal abgesehen. Mein erstes Auto hatte einen Verbrauch von 1 Liter pro 100 km. Das erste Einliterauto, dabei wurde das überhaupt nicht in der Presse breitgewalzt. Benzin hat der Wagen, ein Golf I, übrigens auch verbraucht, davon ca. 9 Liter auf 100 km. Macht zusammen 10 Liter. Kosten: Ca. 13,10 DM, davon 8,10 DM für das Benzin (90 Pfennig der Liter!), 5 DM für das Öl. Das weiß ich noch ziemlich genau, es war 1985, kurz vor meinem Abitur.
Wozu das Benzin gebraucht wird, ist glaube ich jedem klar. Das Öl allerdings dient im Wesentlichen dazu, den Motor zu schmieren. Ein Automotor besteht zum größten Teil aus Metall und wie es sich anhört, wenn Metall direkt auf Metall schabt, das erfahre ich jeden Tag, wenn die Außen-Jalousien vor meinem Büro sich bei Sonnenschein automatisch vor das Fenster schieben. Einem Motor tut das bestimmt nicht so gut, daher das Öl. Seine Hauptaufgabe ist es, sich zu verteilen, nämlich genau dahin, wo es gebraucht wird. Und das in der richtigen Menge. Dazu dient der so genannte Peilstab, den sogar ich in meinem Motorraum finde, denn er hat meistens einen bunten Plastikgriff. Bevor wir ihn nun herausziehen, erst einmal den Wagen ein, zwei Minuten stehen lassen, damit das Öl im Motor zur Ruhe kommen kann. In der Fahrschule habe ich gelernt und nicht vergessen, dass man sich am besten mit einem Taschentuch bewaffnet, den Peilstab herauszieht, ihn mit dem Taschentuch abwischt, bis man die entscheidenden Markierungen Min und Max lesen kann und wieder komplett in die vorgesehene Öffnung hineinschiebt. Dann erneut herausziehen und dann sollte man erkennen, ob das Öl zwischen den Markierungen seine Spuren hinterlassen hat oder eben nicht.
Diese Prozedur sollte man regelmäßig wiederholen, ich habe mir sicherheitshalber angewöhnt, bei jedem zweiten Tankvorgang den Ölstand zu überprüfen. Hier dann auch gleich der Hinweis, dass man sich nicht unbedingt auf die Warnlampe im Armaturenbrett verlassen sollte, denn häufig ist es schon zu spät, wenn die Lampe sich denn mal erbarmt zu leuchten. Das ist mir auch schon einmal zum Verhängnis geworden, bei meinem zweiten Studentenauto war die Lampe ausgefallen, ich habe mich erst um das Öl gekümmert, als ich schon mit streikendem Wagen auf der Autobahn liegen blieb. Spätestens seit diesem Vergehen achte ich lieber einmal mehr als einmal zu wenig auf den Ölstand.
Ein kleiner Ausflug in meine Phantasie der theoretischen Physik. Flüssigkeiten lassen sich nicht zusammendrücken, das hat vielleicht schon mal jemand spüren müssen, als der Kopfsprung ins Schwimmbecken zu einem Bauchklatscher mutierte. Motoröl ist zwar eher dickflüssig, aber es ist eine Flüssigkeit. Hat man nun zuviel Öl im Motor, bleibt zwangsläufig für die einzelnen Teile weniger Platz. Am deutlichsten fällt das wohl bei den Zylindern auf. Da bewegt sich ein Kolben in einem Zylinder auf und ab, im Leerraum wird Benzin verbrannt. Beim Öffnen muss also der Kolben weit \'ausholen\' und braucht dafür Platz. Ist dieser Platz nicht vorhanden, weil sich da zuviel Öl angesammelt hat, braucht man sehr schnell einen neuen Kolben. Daher ist es genauso wichtig, nicht zuviel des Guten einzufüllen.
Das Einfüllen des Öls schaffe auch ich. Keine Frage, beim ersten Mal traut man sich vielleicht nicht so, an irgend einem Deckel herumzuschrauben, aber es ist nicht so schwierig. Häufig ist eine Markierung am Deckel, etwa eine Ölkanne. Wenn das Öl nur nachgefüllt wird, sollte man unbedingt aufpassen, dass man nicht zuviel Öl hinzugibt, sonst gibt es den Bauchklatscher, also etwa viertel- bis halbliterweise einkippen, zwischendurch warten, bis das Öl auch unten angekommen ist und nachmessen. Wurde hingegen das Altöl etwa bei einem Ölwechsel komplett abgelassen, weiß man wohl eher, wieviel Öl man nachkippen muss, die ersten beiden Liter sind dann schnell in den Tiefen des Motors verschwunden. Meines Wissens schlucken Motoren so zwischen 3 und 7 Litern, aber wiederum lieber einmal mehr messen als den Motor kaputt machen.
Der Ölwechsel selbst ist ebenfalls nicht allzu schwierig, ich denke, das sollte man sich beim ersten Mal von einem dieser Halbgötter in Blau mal zeigen lassen, etwa in einer Selbsthilfewerkstatt. Was benötigt man zum Ölwechsel? Einen Dichtungsring für die Ölablassschraube, einen neuen Ölfilter und Öl. Und: Einen Auffangbehälter für das Altöl. Wenn der Ölfilter nicht unbedingt aussieht wie ein Kaffeefilter, sollte man sich davon nicht irritieren lassen, dass der Filter eher aussieht wie eine alterlümliche Spardose hat schon seine Richtigkeit. Wie der Wechsel selbst vonstatten geht, das lässt sich hier nicht gut beschreiben, das sollte man in der Praxis sehen. Wichtig ist nur, dass man darauf achtet, dass das Altöl ordentlich entsorgt wird. Auf die Hose tropfen zu lassen ist dabei nur die zweitbeste Möglichkeit....
Welches Öl nun wieder eingefüllt wird, hängt nicht von der Marke des Öls ab, sondern von der so genannten Viskosität, also der \'Dickflüssigkeit\' und \'Verteilbarkeit\', um es mal nicht zu fachlich zu erklären. Je dicker die Flüssigkeit, umso schwieriger lässt sie sich verteilen. Im Winter ist sie meistens zähflüssiger (wie meine Gehirnwindungen) als im Sommer. Das Öl muss dabei ziemliche Temperaturunterschiede aushalten können, im Winter z.B. minus 20 Grad, im Sommer durchaus auch mal 50 Grad in der Sonne. Die Viskosität steht immer auf der Ölflasche drauf, etwa SAE 10 W 40. Je höher die letzte Zahl ist, umso besser ist das Öl für hohe Außentemperaturen geeignet. Die erste Zahl wiederum gibt die Viskosität bei niedrigen Temperaturen an, hierbei gilt, je niedriger die Zahl desto besser für tiefe Temperaturen geeignet.
Da ich als Kfz-Laie hier nicht noch mehr Unsinn verbreiten will, belasse ich es mal bei diesen Ausführungen. Nur soviel noch: Die rund 50 Euro für einen Ölwechsel sollten es jedem, auch den \'armen Studenten\' wert sein, denn Euer Auto wird es Euch danken.
Gruß, Beutelratte
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