Das Bild Rose Madder (Taschenbuch) / Stephen King Testbericht

Heyne-verlag-muenchen-das-bild-rose-madder-taschenbuch
ab 5,66
Paid Ads from eBay.de & Amazon.de
Auf yopi.de gelistet seit 06/2004

5 Sterne
(4)
4 Sterne
(2)
3 Sterne
(0)
2 Sterne
(0)
1 Stern
(0)
0 Sterne
(0)

Erfahrungsbericht von DarkBeauty

Ein Katz & Maus Spiel, das an den Nerven zerrt

Pro:

Super spannend bis zur letzten Seite

Kontra:

-

Empfehlung:

Ja

Hallo liebe Yopis!

Wer meine Berichte mal so überfliegt, hat ja sicher schon bemerkt, dass ich super gerne Buchberichte schreibe. Ein solcher wird auch dieser wieder. Es geht um „Das Bild“ von meinem Lieblingsautor Stephen King.
Es ist zwar schon ein paar Wochen her, dass ich dieses Buch gelesen habe, aber trotzdem ist dies ein Buch, dass mir aufgrund seiner Handlung sehr im Gedächtnis geblieben ist. Aber warum und wieso werde ich im letzten Teil meines Berichtes beschreiben. Hier erst mal meine Gliederung.

· Handlung
· Wo gekauft? Preis?
· Fazit/ Meinung

Erst mal eine Sache vorweg. Ich werde in diesem Bericht keine Biographie mehr schreiben. Denn da ich ja schon einige King Buchberichte verfasst habe, kann man dort eine ausführliche Biographie lesen. Ich hoffe, diese Entscheidung führt nicht zu minder guten Bewertungen. =)
So, nun aber mal los.

· Handlung

Es geht um Rose Daniels, die 14 Jahre lang von ihrem Mann Norman auf sadistische Art und Weise gequält wird. Er schlägt, vergewaltigt sie auf unvorstellbar grausame Weise mit einem Tennisschläger und fügt ihr mit seinen Äußerungen tiefe seelische Wunden und Narben zu. Als sie an einem Abend wieder von Norman geschlagen wird, der übrigens Wert darauf legt, Rose keine sofort sichtbaren Wunden wie etwa im Gesicht zuzufügen, und daraufhin ihre Nase blutet geht sie ins Bett. Am Morgen sieht sie einen kleinen Tropfen Blut auf den Laken. Dieser winzige Tropfen veranlasst sie endlich aus dieser Hölle zu verschwinden. Sie nimmt nur ihre billige Handtasche und Normans Kreditkarte mit. Rose verlässt also ihr Haus, in dem sie 14 Jahre lang durch die Hölle gegangen ist. Völlig desorientiert und klein kommt sie sich vor. Sie findet sich kaum zurecht in dieser für sie „großen“ Welt. Ständig bekommt sie Paranoia und sieht ständig ihren perversen Mann um die Ecke biegen. Dieser ist aber natürlich auf der Arbeit im Polizeipräsidium, denn er ist ein rechtschaffender Cop. Rose entschließt sich also zum Busbahnhof zu gehen. Von dort nimmt sie nach anfänglichen Schwierigkeiten den Bus in die Stadt, die am weitesten entfernt von ihrer Ehehölle und von Norman ist. Vorher hebt sie 350 $ ab und wirft aufgrund ihres schlechten Gewissens die Karte weg. Als sie mitten in der Nacht in dieser Stadt ankommt, ist sie völlig orientierungslos und überlegt schon, ob sie nicht auf dem Bahnhof zwischen den anderen Obdachlosen zu schlafen. Denn schließlich ist sie ja jetzt selbst eine von ihnen, denkt sie. Plötzlich sieht sie aber ein Schild auf dem „Traveller’s Aid“ steht. Sie geht also zu diesem Schalter und erzählt nach anfänglichen Zweifeln ihre Geschichte dem Mann am Schalter. Nach kurzem Zögern gibt er ihr seine Visitenkarte auf deren Rückseite er etwas kritzelt. Er sagt ihr eine Adresse zu der sie gehen soll. Zuerst denkt sie, man wird ihr doch wieder nur Böses wollen. Aber sie entschließt sich doch, dorthin zu gehen. Allerdings verläuft sie sich hoffnungslos. Nach ein paar Schwierigkeiten kommt Rose allerdings doch an. Sie steht vor einem großen Haus, das ziemlich alt aussieht. Sie betritt das Grundstück und sieht eine fast hermetisch abgeriegelte Tür und einen Kartenleser zusammen mit einem Feld, auf dem man einen Code eingeben muß, um die Tür selbstständig zu öffnen. Rose klingelt also und es meldet sich eine, wie ihr scheint, unfreundliche Stimme und fordert Rose auf, die Karte vor die Kamera zu halten, die an der Tür installiert ist. Daraufhin öffnet sich die Tür und sie merkt, dass sie in einer Einrichtung für misshandelte Frauen gelandet ist. Nachdem alle Einzelheiten geklärt sind, bekommt Rose einen Job im städtischen Hotel und sie lernt neue Freundinnen kennen. Doch Norman ist ihr bereits auf den Fersen...
Eines Tages will Rose ihren Verlobungsring in einem Pfandhaus verkaufen. Da der jedoch nichts wert zu sein scheint, will der Inhaber ihr nichts dafür geben. Etwas geknickt will sie den Laden grade wieder verlassen, als ihr Blick auf ein Bild fällt. Zu sehen ist nur eine Junge Frau von hinten in einem roten Kleid. Rose ist von Anfang an fasziniert von diesem Bild. Schließlich tauscht der Inhaber das Bild gegen ihren Ring. Der Inhaber verlangt aber plötzlich etwas von Rose, dass ihr sehr mysteriös erscheint. Sie soll eine Passage aus einem Buch vorlesen. Der Inhaber macht Audiobücher und denkt, dass Rose Daniels eine geeignete Sprecherin ist. Dadurch lernt sie den Sohn des Pfandleihers kennen; Bill Steiner. Rose denkt aber mittlerweile drüber nach, wo sie das Bild, das scheinbar keine Signatur trägt, in ihrer neuen Wohnung aufhängen möchte. Sie geht also nach Hause und bringt es sofort an. Auf der Rückseite steht Rose Madder. Komischer Zufall, denkt Rose. Aber Rose Madder scheint ihr in allen Lebenslagen auf mystische Art und Weise Kraft zu geben. Eines Tages entdeckt sie tote Grillen unter und hinter dem Bild. Auch bemerkt sie einige Veränderungen.
Erst mal denkt sich Rose, dass sie sich das alles auf jeden Fall nur einbildet. Als sie jedoch eines Nachts einen sehr reellen Traum zu haben scheint, in dem sie in der Welt des Bildes und Rose Madder ist und dort eine schwierige Aufgabe lösen muss, verbannt sie das Bild in ihrem Wandschrank. Inzwischen sind Rose Daniels und Bill Steiner sich aber auch näher gekommen. Eine zarte Romanze entwickelt sich zwischen den beiden. Rose vertraut sich trotz anfänglicher Zweifel und Ängste Bill völlig an. Inzwischen steht das alljährliche Picknick des Frauenhauses an. Norman ist inzwischen auch schon in der Stadt und hat eine blutige Spur hinterlassen. Er ist Rose immer näher auf den Fersen und ein fast apokalyptisches Ende nähert sich unaufhörlich...

· Wo gekauft? Preis?

Gekauft habe ich „Das Bild“ in einem Laden in Berlin in den Gropius Passagen für 8,95 €. Eigentlich ist das nicht unbedingt günstig für ein Buch, wenn man mal anfängt umzurechnen und zu überlegen, was man zu DM Zeiten für ein Buch im Paperback Format bezahlt hat. Naja, aber ich bin der Meinung, dass sich das Geld auf jeden Fall gelohnt hat.

· Fazit/ Meinung

Eigentlich kann man zu diesem Buch nur „Wow“ sagen. Da das aber für ein so gutes Buch nicht aussagekräftig genug ist, werde ich ein paar mehr Worte verlieren.

Als ich mal wieder vor meiner King Sammlung stand und überlegte, welches Buch ich als nächstes lesen wollte, fiel mir die Wahl wie immer ziemlich schwer. Wenn ich mich absolut nicht entscheiden kann, lese ich mal so die ersten paar Seiten ein wenig quer. So hatte ich nach den ersten paar Sätzen auch schon sofort für hier beschriebenes Buch entschieden. Ich war sofort wie in einen Bann gezogen. Es fängt ja an, wie Norman grade mal wieder auf Rose losgegangen ist und sie nach dieser Attacke ihr Baby verliert. Es ist sehr mitreißend und eindrucksvoll geschrieben, wie Rose dort in ihrer Ecke kauert und sich wünscht, dass sie Flüssigkeit, die ihr an den Beinen herunter läuft Schweiß oder Urin ist. Bei mir war es so, dass ich nach den ersten paar Seiten sofort in der Story drin war und auch gleich nen tierischen Hass auf Norman Daniels bekommen habe. Man kann richtig mitfühlen, wie es Rose geht. Besonders als sie sich endlich entschließt, aus ihrer Hölle zu entfliehen. Die Gedanken, die ihr dabei durch den Kopf gehen, als sie das Für und Wider abwägt, it absolut nachvollziehbar. Stephen King beschreibt wirklich erstklassig wie sehr Rose gelitten hat in den 14 Jahren und zeigt sehr einfühlsam aber auch erbarmungslos wie es ihr geht. Auch als Norman dann nach und nach rausfindet, wo Rose sich aufhält, ist sehr ausgeklügelt beschrieben. Man merkt, dass sich Mr. King richtig Gedanken gemacht hat um die Story nicht platt rüberkommen zu lassen. Ich habe richtig mitgefiebert, dass Norman Rose nicht findet. Besonders dolle war es, als die zwei nur ein paar Meter voneinander entfernt sind... Da habe ich wirklich gehofft, dass er sie jetzt nicht findet. Allerdings gibt es eine Sache, die mich ein wenig gestört hat. Das ganze mit Rose Madder und ihrer Welt in dem Bild. Zwar ist das eigentlich ein mehr oder weniger nebensächlicher Aspekt im Verlauf der Story, aber zum Ende hin bekommt das ganze eine wichtige Rolle. Welche, möchte ich an dieser Stelle nicht verraten. =) Ich denke, die Geschichte wäre auch ohne dieses übersinnliche Zeugs ausgekommen. Aber okay- King eben. Lässt man die Story um und mit Rose Madder völlig weg, ist das ganze Buch realistisch und könnte direkt aus dem Leben gegriffen sein.
Trotz dieser einer Sache ist es ein rundum gelungenes Buch und absolut empfehlenswert. Ach ja, ich sollte vielleicht noch erwähnen, dass man am Anfang denken könnte, dass es sich um ein feministisches Werk handelt. Aber dem ist nicht so; das bekommt der aufmerksame Leser schnell mit. =)
Viel Spaß beim Lesen!

Danke, für’s Lesen und Bewerten. In diesem Sinne
-blessed be-

30.06.05 - DarkBeauty für Yopi
26.06.04 - BulmaZ für Ciao

47 Bewertungen, 3 Kommentare

  • hjid55

    25.02.2007, 21:42 Uhr von hjid55
    Bewertung: sehr hilfreich

    Sh & lg Sarah

  • tobbbbi

    01.07.2005, 18:07 Uhr von tobbbbi
    Bewertung: sehr hilfreich

    Na das muss ich mir mal anschauen. Guter Bericht!

  • Gozo-Bernie

    30.06.2005, 12:59 Uhr von Gozo-Bernie
    Bewertung: sehr hilfreich

    Diese Buch habe ich auch vor einigen Jahre gelesen als Taschenbuch in englischer Sprache und es hat mich auch nicht losgelassen - Bin ganz deiner Meinung : Wow! Gruss aus Catania - bernie