Das Mädchen (gebundene Ausgabe) / Stephen King Testbericht

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ab 10,24
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Auf yopi.de gelistet seit 06/2004

Erfahrungsbericht von The_Brain

Rotkäppchen, Hänsel und Gretel hatten es leichter

Pro:

Spannend, schnell gelesen

Kontra:

schnell gelesen

Empfehlung:

Ja

Es gibt doch nichts schöneres, als wenn man dem Drang zu schlafen nachgehen kann. Man macht die bereits tränenden Augen zu und empfindet ein warmes, angenehmes Gefühl. Einfach herrlich. Der Schmerz lässt nach und man fängt an die schönsten Dinge zu träumen...
... bis man durch den barschen Ton des Lehrers, der gerade schreienderweise einem klar machen will, dass man im Unterricht nicht zu schlafen hat, aufgeweckt wird.

Um solche Situationen zu vermeiden, kann ein spannendes Buch sehr hilfreich sein. Mir hat das Buch von Stephen King „Das Mädchen“ dabei geholfen, den langweiligen Unterricht wie im Flug vorbeigehenzulassen.

<<< Aussehen / Daten >>>

Das Layout des Buches ist sehr schlicht gehalten. Auf der Suche nach dem Preis (8,45€ bei Amazon.de) – ich hatte es mir nur ausgeliehen – ist mir aufgefallen, dass es zwei Varianten des Buches gibt: Einmal mit einem schwarzen und einmal mit einem weißen Umschlag. Der Inhalt wird sicherlich der gleiche sein. Anders als das Bild bei Yopi war das Buch was ich gelesen habe war komplett in weiß gehalten und hatte neben dem Titel und Autor, lediglich ein paar Stechfliegen auf dem Cover.

Die folgenden Angaben habe ich unter anderem von Amazon.de bezogen. Alle Angaben ohne Gewähr.

Preis: 8,45 €
Seiten: ca. 300
Verlag: Ullstein
Erscheinungsdatum: Mai 2001
ISBN: 3548252427

Buchrücken:
“Um zehn Uhr saß Trisha auf dem Rücksitz des Wagens ihrer Mutter. Um halb elf hatte sie sich im Wald verirrt. Um elf versuchte sie sich nicht zu fürchten. Versuchte nicht zu denken : “Es ist schlimm, es ist sehr schlimm.” Versuchte nicht zu denken, dass manchmal Leute, die sich im Wald verirrten, ernsthaft verletzt werden. Oder niemals zurückkehren”

<<< Inhalt >>>

Die knapp 10 jährige Trisha ist mit ihrem Bruder Pete und ihrer Mutter auf dem Weg zu dem Waldgebiet des Appallaichian Trails, um eine Familienwanderung zu unternehmen. Auf dem Rücksitz des Wagens muss sie mit anhören wie sich ihre Mutter und ihr Bruder endlos streiten. Seit der Scheidung stritten sich die beiden immer häufiger. Trisha setzte die Kopfhörer ihres Walkmans auf, hörte Radio und dachte an ihren Lieblingsbaseballspieler der Red Sox, Tom Gorden. Nur in dieser Gedankenwelt konnte sie dem ständigen Streit der beiden entfliehen.
Endlich angekommen konnte es mit der Wanderung losgehen. Trishas Bruder hatte von Anfang an keine Lust auf den Familienausflug und war dementsprechend schlecht gelaunt. Es dauerte nicht lange bis Mutter und Bruder wieder anfingen lautstark zu streiten. Dabei waren sie so sehr darin vertieft, dass sie Trisha und ihre Versuche den Streit zu schlichten überhaupt nicht mehr wahrnahmen. Trisha gab es schließlich auf und schlenderte hinter den beiden her.
Als sie einige Zeit später dringend eine Toilette suchte und ihre Mutter und Pete wieder nicht auf sie reagierten, entschloss sie kurzer Hand den Waldweg zu verlassen, um sich zu erleichtern. Um dabei nicht gesehen zu werden, ging sie ein Stück tiefer in den Wald. Aber nur soweit, dass sie den sicheren Pfad immer noch sehen konnte.
Als sie fertig wahr, hatte sie die Möglichkeit, entweder den Weg zum Pfad zurückzugehen den sie gekommen war oder die Abkürzung zu nehmen, die weiter vorn auf den Pfad führte. Sie entschied sich für die Abkürzung, was ihr zum Verhängnis werden sollte, denn dieser Weg führte überallhin, nur nicht zurück auf den sicheren Pfad...
Von diesem Moment an war Trisha auf sich allein gestellt und muss sich den Gefahren des dunklen und tiefen Waldes gegenüberstellen.
Im Kampf gegen Hunger, Halluzination und Müdigkeit, war ihre einzige Verbindung zu der Zivilisation der Red Sox Spieler Tom Gorden und ihr Walkman, dessen Batterien sicherlich nicht ewig halten werden...

<<< Fazit >>>
„Das Mädchen“ ist das bisher einzige Buch, das ich von Stephen King gelesen habe. Mit diesem Autor habe ich immer blutige Horrorszenarien, wie es zum Beispiel in seinen Filmen „Friedhof der Kuscheltiere“ vorkommt, in Verbindung gebracht. Deshalb war ich sehr überrascht, dass es hier nicht zu solchen Schauplätzen der Gewalt kam. Dennoch war das Buch sehr spannend. Man konnte kaum aufhören zu lesen. Ist der eine spannende Punkt vorbei, wird auch schon auf den nächsten hingearbeitet bis es letztendlich zum Showdown am Ende des Romans kommt. Immer wieder hatte es den Anschein als stehe Trisha kurz vor ihrer Rettung, aber dann kam ganz unverhofft eine Wende.
Das gesamte Buch ist aus der Sicht Trisha’s geschrieben. Der Leser kann sich somit gut in sie hineinversetzen und weiß was sie denkt , wie sie fühlt.
Ich war ein wenig enttäuscht als ich das Buch fertig gelesen hatte. Nicht etwa, weil das Ende schlecht oder der Roman mir nicht gefallen hatte, sondern weil ich es einfach schade fand, dass ich mit diesem Buch schon durch bin.
Wenn man 90 Seiten am Stück liest, ist dies entweder ein Zeichen dafür, dass das Buch einfach gut ist oder dass man nichts zu tun hat. In meinem Fall war das Buch einfach super.
Ich vergebe alle Sterne und eine dicke Weiterempfehlung. Es ist wirklich Lesenswert.

21 Bewertungen, 1 Kommentar

  • suesses

    06.08.2005, 14:29 Uhr von suesses
    Bewertung: sehr hilfreich

    Ich kenne auch nur gewaltätige Sachen von ihm, aber anscheinend kann er ja auch anders!