Die Augen des Drachen (Taschenbuch) / Stephen King Testbericht

ab 9,89
Paid Ads from eBay.de & Amazon.de
Auf yopi.de gelistet seit 02/2005

5 Sterne
(7)
4 Sterne
(1)
3 Sterne
(0)
2 Sterne
(1)
1 Stern
(0)
0 Sterne
(0)

Erfahrungsbericht von mickey73

Fantasie verleiht Flügel

Pro:

spannend, fesselnd, interessante Geschichte, ein ganz anderer King

Kontra:

nichts

Empfehlung:

Ja

Da ich ein Fan von Stephen King bin und bereits den größten Teil seiner Bücher gelesen habe, ist es für mich immer wieder ein Erfolgserlebnis ein Buch von King zu finden, dass ich noch nicht kenne. So stieß ich bei meiner Online-Suche auf das Buch „Die Augen des Drachen“ von Stephen King und schlug natürlich sofort zu.

Einband

Bei dem Buch handelt es sich um ein Taschenbuch, auf dessen Vorderseite neben dem Name des Autors und des Titels eine Abbildung von einer sehr alten zerstörten Burg abgedruckt ist. Auf der Rückseite befindet sich eine kurze Inhaltsangabe zum Buch.

Die Autoren

Stephen King wurde 1947 in Portland, Main, geboren. Heute lebt er mit seiner Frau Tabitha, ebenfalls eine Schriftstellerin, und seinen drei Kindern in Bangor, Maine. 1973 gelang ihm sein großer Durchbruch als Schriftsteller mit dem Roman Carrie. Danach folgte ein Beststeller nach dem anderen. Ebenso veröffentlichte er Bücher unter dem Pseudonym Richard Bachmann und schrieb einige Bücher wie zum Beispiel Es, Shining, The Stand – Das letzte Gefecht, Green Mile und viele, viele mehr. Ein Großteil seiner Werke wurden verfilmt, zum Beispiel Es, Christine, Shining, Needful Things, The Stand, The Green Mile und andere. Stephen King erhielt für seine Werke eine Vielzahl von Auszeichnungen, so auch z. B. den National Book Award in der USA.

Inhalt

Roland ist König über die Ländereien von Delain. Er ist bei seinem Volk angesehen und ihm wird eine Menge Respekt gezollt. Er ist ein mutiger König, der sehr gerne auf die Jagd geht und dabei sogar schon einen Drachen getötet hat. Doch die Jahre gehen auch an Roland nicht spurlos vorüber. Er wird alt und weiß, dass irgendwann ein anderer seinen Thron besteigen wird.
Roland ist Vater von zwei Söhnen: Peter und Thomas. Peter ist etwas älter als Thomas und somit der zukünftige Thronfolger. Seine Frau Sara starb bei der Geburt von Thomas. Während Peter ein sehr aufgeweckter und intelligenter Junge ist, ist Thomas eher ein zurückhaltender Junge, der nicht so schnell und leicht lernt wie sein Bruder. Daher ist er oft sehr neidisch auf seinen älteren Bruder. Noch dazu ist Peter der Lieblingssohn von Roland, so dass Thomas eifersüchtig ist auf Peter.
Flagg ist der Hofzauberer des Königs und sein Berater. Er ist ein sehr böser Mann, der den König negativ beeinflusst, wo er nur kann. Er will die Monarchie in Delain zu Fall bringen und dazu ist ihm jedes Mittel recht. Wer ihm im Weg steht, der ist dem Tode geweiht. So ist er nicht unschuldig an dem Tod der Königin, da ihm nicht gefällt, welchen Einfluss sie auf Roland hat. Er sieht, dass er auf den zukünftigen Thronfolger nicht allzu viel Einfluss nehmen kann, da Peter zu schlau ist und ihn nicht mag, während Thomas auf Flagg hört und sehr beeinflussbar ist, da ihm das Selbstbewusstsein fehlt. Er zeigt Thomas einen geheimen Raum neben dem Schlafzimmer seines Vaters. Von dort aus kann er Roland beobachten. In Rolands Zimmer hängt ein Bild, auf dem der Drachen, den er getötet hat, abgebildet ist. Dahinter befindet sich der geheime Raum und Thomas kann ihn durch die Augen des Drachen beobachten.
Der böse Flagg schmiedet einen Plan, um Peter aus dem Weg zu räumen. All abendlich bringt Peter seinem Vater einen Kelch Wein, um ihn zu zeigen, wie lieb er ihn hat. Als eines Abends Peter wieder geht, nachdem sein Vater den Wein getrunken hat, bringt auch Flagg dem König einen Kelch Wein, der jedoch mit Drachensand vergiftet ist. Bereits am nächsten Tag stirbt der König und Peter wäre der nächste König. Doch Flagg schiebt ihm das Gift unter, so dass sie als Beweis dienen, dass Peter seinen Vater getötet hat. Peter wird vor Gericht gestellt und dazu verurteilt bis zu seinem Lebensende in der „Großen Nadel“, einem Kerkerturm, eingesperrt zu werden. Folglich wird Thomas zum König gekrönt und Flagg hat leichtes Spiel mit ihm.
Doch Peter gibt nicht auf. Er schmiedet im Kerkerturm einen Plan, um wieder herauszukommen und Flagg zu Fall zu bringen.
Was Flagg nicht weiß ist, dass Thomas den Mord durch die „Augen des Drachen“ beobachtet hat.

(Ob Peter es schafft, ob Thomas sagt, was er gesehen hat und wie die Geschichte ausgeht: lest selber!)

Meine Meinung zum Buch

Stephen King hat mich mal wieder überrascht. Bereits die Bücher der „Dunklen Turm-Reihe“ waren ganz anders als die sonstigen Bücher von King, doch „Die Augen des Drachen“ zeigten einen ganz anderen King, als den, den man sonst so gewohnt ist. Keine blutrünstigen Szenen, keine Perversitäten und an sich recht wenig Blut.
An sich erzählt King ein Märchen. Eine Fantasie-Geschichte um einen König, seine Söhne und den bösen Hof-Zauberer. Er wählt die Form von Kapiteln, um den Leser immer wieder von einer Person zur anderen springen zu lassen, damit er rundum informiert ist. Den Personen gibt er auf sehr einfühlsame weise eine Persönlichkeit, die dem Leser sehr schnell verständlich werden. Dadurch kann man sich sehr gut in die Personen hereinversetzen und die verschiedensten Emotionen, die der Autor aufwirft, nachvollziehen.
Flagg ist eine Person, die bereits in anderen King-Büchern vorkam, so zum Beispiel in „The Stand – Das letzte Gefecht“. Er ist für King so etwas wie das personifizierte Böse, das todbringende Geschöpf in Menschengestalt. Sofort fallen einem Parallelen auf, zu der Person, die King in „The Stand“ erschaffen hat. Auch dass in dem Buch erwähnt wird, dass Flagg bereits seit mehreren Jahrhunderten lebt, lässt einen nachdenklich werden.
Da es sich ebenfalls um eine Fantasie-Geschichte handelt, überlegt man, ob es vielleicht Parallelen zu den „Dunklen Turm-Büchern“ gibt, zumal die Person „Roland“ ja auch dort eine wichtige Rolle spielt. Doch es gibt bis auf diesen Namen keine weitere Parallele zum Dunklen Turm, so sehr man auch danach sucht. Jedoch stellt sich die Frage, ob es sich bei Delain eventuell um eine Parallelwelt handelt, zu der Welt in der die Dunklen Turm-Bücher spielen. Doch dazu muss man wohl den Autor selbst befragen.
Es ist fantastisch mit anzusehen, wie King es immer wieder schafft mit kleinen Worten, die er mal ebenso in seinen Romanen aufführt, den Leser ins grübeln zu bringen und sich damit auseinanderzusetzen, wo man eventuell dies und jenes schon einmal bei ihm gelesen hat. Mal ist es ein Name oder aber eine Begebenheit, die er einfach so aus dem Hut zaubert.
Wie immer erzählt er die Geschichte in einem sehr ausschmückenden Stil und geht oftmals auf winzige Kleinigkeiten ein, welches er aber so geschickt tut, dass es nicht zu langatmig wirkt. Die Geschichte ist sehr spannend und fesselnd. Man fiebert förmlich dem Ende entgegen. In jedem Kapitel passiert etwas, was man so nicht unbedingt erwartet hätte. King überrascht den Leser immer wieder. Manchmal hätte ich am liebsten losgeschrien: „Mensch, Thomas! Jetzt mach endlich den Mund auf!“ und das Buch in die Ecke gepfeffert, so mitreißend ist die Geschichte. Doch ich konnte mich gerade noch zusammenreißen, in der Hoffnung, dass am Ende alles gut wird.

Fazit

Ein ungewöhnlicher aber fantastischer King-Roman, der absolut empfehlenswert ist.

Sonstiges

ISBN 3-453-87497-8
Preis: 5,00 EUR

Weitere Romane von Stephen King:

Carrie
Christine
The Stand – Das letzte Gefecht
Green Mile
Es
Sie
Dolores
Die dunkle Turm-Reihe
Der Talismann (in Zusammenarbeit mit dem Autor Peter Straub)
Das schwarze Haus (in Zusammenarbeit mit dem Autor Peter Straub)
(und viele andere mehr)

36 Bewertungen