Die Augen des Drachen (Taschenbuch) / Stephen King Testbericht

ab 9,89
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Erfahrungsbericht von Fishkopf77

Schlaflose Nächte? Hier wohl nicht...

Pro:

hhmm

Kontra:

keine Spannung, vorhersehbar

Empfehlung:

Nein

Um meine Stephen Kind Sammlung so langsam aber sicher zu vervollständigen, legte ich mir vor einiger Zeit den Roman “Die Augen des Drachen” zu. Mit seinen 380 Seiten ist der Roman zwar keine große Herausforderung, aber dennoch lag er noch etliche Monate ungelesen im Regal herum.
Ich habe mir von dem Buch nicht allzu viel versprochen, aber dennoch muß ich zugeben, dass es ein tick besser war, als ich erwartet habe.

Aber nun erst mal ein bißchen zur Story:
Wir finden uns in England zur Ritterzeit wieder, das Land wird vom gutmütigen König Roland regiert. Er ist nicht der beste König, den das Volk jemals hatte, aber auch bei weitem nicht der übelste.
Roland hat 2 Kinder - Prinz Peter und Prinz Thomas. Peter ist der ältere und somit Thronfolger und der König ist ganz besonders stolz auf ihn. Peter ist überall beliebt, ist intelligent, sieht gut aus und hat ein gutes Herz.
Thomas hingegen ist einige Jährchen jünger, hat wenig Selbstbewusstsein, ist klein und dicklich und ist in fast allen Sachen nur halb so gut wie Peter.
Aber ein König regiert nicht alleine, auch wenn es nach außen hin oft so scheint.
Der eigentliche König ist der königliche Berater, in diesem Fall Flagg genannt - bei dem es sich in Wirklich um einen Zauberer handelt.
Na klingelt es bei einigen von euch? Den King-Lesern unter uns dürfte der Name Flagg schon geläufig sein und der Name steht nicht unbedingt für das Gute.

Die Jahre verstreichen ins Land und der König wird immer älter. Das Leben im Königreich ist geruhsam und der größte Teil vom Volk ist zufrieden mit ihrem Leben.
Das wiederum paßt jedoch Flagg nicht - welcher Unruhe, Mord, Hass und Feindschaft liebt.
Er beschließt, dass es Zeit für einen neuen König wird, jemand der nicht ganz so beliebt im Völkchen ist. Jedoch kann Flagg den König nicht einfach ermorden, weil dann würde Peter auf den Thron kommen und das würde alles andere las Krieg, Elend oder Zerfall bedeuten.
Wieder vergehen Jahre bis Flagg endlich den Einfall hat. Er vergiftet den König und schafft es, jegliche Schuld dem Prinzen Peter in die Schuhe zu schieben.

Sein Plan geht auf und der Prinz wird in den 100 Meter hohen Kerker verbannt, wo er den Rest seines Lebens verbringen muß - und da Peter erst 17 Jahre alt ist, kann das eine sehr lange Zeit bedeuten.

Statt Peter kommt nun Thomas auf den Thorn und Flagg hat es in den Jahren harter Arbeit geschafft, das Vertrauen und die Angst von Thomas zu erschleichen, so dass der neue König von England voll und ganz auf Flagg hört.

Die Jahre vergehen und Peter ist immer noch gefangen im Turm. Thomas ist noch an der Macht und hat aufgrund des guten Rates seines Beraters Flagg die Steuern auf 80 % und die Todesstrafe auf ein Vielfaches erhöht. Das Volk ist entrüstet und wandert immer mehr aus. Jedoch ist es nur eine Frage der Zeit, bis sich die “Verbannten” zusammentun und versuchen werden, den König zu stürzen.
Peter wird in seinem Kerker klar, dass ihm die Flucht gelingen muß, wenn er sein Königreich vor dem Zerfall retten möchte.

Peter schmiedet einen Fluchtplan, dieser ist jedoch sehr gewagt, sehr Zeitaufwendig und er braucht Freunde hierfür. Und ein angeblicher Königs- und Vatermörder hat nicht gerade viele Freunde...
Aber seine Angst vor Flagg und davor, was dieser mit seinem Land und seinem Volk anstellen könnte und wird, ist stärker wie die Angst vor dem Tot...


Fazit:
Stephen King ist eigentlich mehr für Gruselschocker als für Fantasygeschichten bekannt. Viele Leser behaupten sogar, dass seine Fantasygeschichten nichts taugen.
Das Auge des Drachen ist eine reine Fantasygeschichte, ohne das übliche King-Grauen zu verbreiten und kommt ganz ohne Monster, Ausserirdische usw. aus.

Ich habe über eine Bewertung des Buches lagne gegrübelt und vergebe dem Roman lediglich 2,5 Sterne. Wobei ich überzeugt bin, dass es genügend Leser gibt, die den Roman gut finden werden - allerdings muß man dafür wohl wirklich ein reiner Fantasyfan sein.

Das Buch liest sich in alter Kingmanier sehr gut und flüssig. Obwohl ich die Story größtenteils recht langweilig fand, brauchte ich nur 2 Tage. Wahrscheinlich wird das an der Erzählweise liegen, da die Story von einem “Geschichtenerzählter” mit eigener Meinung und Kontakt zum Leser vorgetragen wird.

Die Story selber ist weder großartig spannend noch fesselnd, aber dennoch interessant.
Die Erzählung plätschert so dahin, ohne großartig Spannung zu liefern, einen jedoch trotzdem irgendwie zum Weiterlesen motiviert. Lediglich zum großen Schlußshowdown wird es ein bißchen spannend, jedoch kann man sich das Ende von Anfang an ausmalen.

Da ich keine 2,5 Sterne vergeben kann, entscheide ich mich lediglich für 2. Nach meiner Meinung hätte man aus der Geschichte mehr machen können. Aber leider ist sie zu vorhersehbar und das nimmt der Story größtenteils die Spannung.

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