Wolfsmond. Der dunkle Turm 5 (gebundene Ausgabe) / Stephen King Testbericht
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Auf yopi.de gelistet seit 06/2004
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Erfahrungsbericht von Astarte
Wo Wölfe nicht echt sind und Kinder verschwinden...
Pro:
Packende Kampfszenen; einfallsreiche Geschichte; neue Charaktere
Kontra:
wo ist denn der Turm geblieben?
Empfehlung:
Ja
Wie viele andere Fans und Verehrer von Stephen Kings Turm-Saga musste auch ich lange bis zur Erscheinung des fünften Teils – Wolfsmond – warten. Mehrere Male stand ich in meiner Club-Filiale und musste enttäuscht wieder nach Hause trotten. Klar, dass ich dann auch nicht auf das Taschenbuch wartete, sondern mir die etwas teurere gebundene Ausgabe gönnte. Nachdem ich Roland und sein Katet nun schon so lange gefolgt war, musste ich unbedingt so schnell wie möglich wissen, wie es weitergeht. Ich fing dann auch sofort an zu lesen.
Die gebundene Ausgabe enthält keine Zusammenfassung der vorangegangenen Bände, wie dies im Taschenbuch der Fall ist. Aber ich halte dies ohnehin höchstens in sofern sinnvoll, als das der Widereinstieg in die Geschichte in klein wenig einfacher wird. Ich empfehle, bei Interesse mit Band 1 zu beginnen, ansonsten geht der Sinn der Geschichte wirklich verloren und schmälert außerdem den Lesegenuss. Tut Euch das bitte nicht an, es wird auch dem Autor nicht in geringster Weise gerecht. Auf jeden Fall war ich auch ohne die besagte Zusammenfassung sofort wieder voll in der Geschichte drin.
Also, wie geht es weiter? Nachdem die fünf Gefährten auf den Pfad des Balkens zurückgekehrt sind, der sie vielleicht in nicht allzu weiter Ferne zu ihrem lang ersehnten Ziel – dem dunklen Turm – bringen soll, gelangen sie in einen kleinen Ort namens Calla Bryn Sturgis. Die dort ansässigen Farmer haben ein schweres Los zu tragen: Die Hälfte ihrer Kinder – es gibt hier zu 99 % Zwillingsgeburten – sind „minder“, d.h. geistig und emotional zurückgeblieben bzw. behindert; so dass sie nur noch für einfache Arbeiten zu „gebrauchen“ sind, tatsächlich erinnern die Kolosse, welche an extrem schmerzhaften Wachstumsschüben leiden, eher an etwas intelligentere Tiere.
Doch sind diese Kinder nicht von Geburt an in dieser erbärmlichen Verfassung. Ungefähr einmal pro Generation wird das Dorf von unheimlichen Wolfsreitern auf grauen Pferden heimgesucht und einer der Zwillinge entführt. Wenn sie zurückkehren, sind sie nicht mehr wie vorher. Bisher waren die Farmer ohnmächtig, doch glauben sie, mit Hilfe von Rolands Katet – in welchen die Farmer die letzten wahren Revolvermänner erkennen - vielleicht eine Chance zu haben. Denn der nächste Überfall ist lange fällig und viele gesunde Kinder würden ihren Verstand verlieren sowie das Los einer nur kurzen Lebensdauer tragen müssen.
Andy, der Roboterkurier bestätigt diesen Überfall und die Reisenden erklären sich bereit, den hilflosen Farmern beizustehen. Dabei bekommen sie Schützenhilfe von Pater Callahan, einer Romanfigur aus „Brennen muss Salem“ – auch hier wird wieder die Verknüpfung des Turmepos mit allen anderen Werken Kings wieder mal deutlich. Dabei wird den Helden eine Möglichkeit geboten, zwischen den Welten zu wechseln, die zwar nicht ganz ungefährlich, aber doch von großem Nutzen ist. Denn in einer Höhle des Dorfes geraten sie auf eine Tür, welche eine Verbindung zu unserer und vielen anderen Welten darstellt.
Es gilt, im Jahre 1977 unserer Welt eine Rettungsaktion durchzuführen und eine Rose zu schützen, die vielleicht die Parallele zum dunklen Turm darstellt.
Doch gibt es noch ein weiteres Problem: Susannah ist schwanger. Aber nicht etwa von Eddie, nein, sie erwartet ein Kind von dem Dämon, welchen sie in Band drei (tot) ablenken musste, damit Jake nach Mittwelt gezogen werden konnte. Zunächst verheimlicht sie ihre Erkenntnis, vertraut sich aber dann doch den anderen an. Besonders Eddie ist geängstigt, doch sollen wir darüber erst im sechsten Teil (Susannah) erfahren.
Ob es den Freunden gelingt, den Farmern zu helfen? Nun, das will ich hier nicht verraten. Besonders über die Wölfe möchte ich schweigen, denn das würde die Spannung zerstören. Woher hat Andy, der Roboter, seine Informationen? Kann man ihm wirklich trauen? Gibt es eventuell noch einen Verräter? Ihr dürft gespannt sein.
Leider kommen wir dem Turm wiederum nicht sehr viel näher, da sich das Buch fast ausschließlich um das Dorf und seine Einwohner dreht. Doch einige Erkenntnisse sind schon sehr bedeutend, so zum Beispiel das Geheimnis der Rose.
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Meine Meinung zu diesem Buch: Der Umstand, dass ich es an einem Wochenende durch hatte, sagt wohl schon viel zur Lesequalität aus. Wieder einmal ist es King gelungen, den Leser derart zu fesseln, dass er alles um sich herum vergisst. Mir haben besonders die kleinen Morbiditäten und natürlich die Kampfszenen gefallen. Doch spielt auch Humor und eine große Trauer zum Ende diesen Teils eine Rolle, wodurch es mir an nichts gefehlt hat. Doch finde ich es persönlich ein wenig schade, dass der Band uns dem eigentlichen Ziel, nämlich unserem heiß ersehnten Turm, so wenig näher bringt. Die Tatsache, dass zum Zeitpunkt, wo ich das Buch beendet hatte, wiederum relativ lange auf Band sechs warten musste, machte dies nicht besser. Leser, die dieses Epos später begonnen haben, als schon das Gesamtwerk erschienen war, hatten dieses Problem freilich nicht. Dennoch volle Punktzahl für den Meister des Horror, denn die Spannung an sich macht dieses kleine Manko meiner Meinung nach doppelt wieder wett. Band 5 macht auf alle Fälle große Lust auf die beiden letzten Bücher, und ich kann Euch versichern: Ich sollte nicht enttäuscht werden. Ich stimme allen Fans und Kritikern zu, dies ist Kings absolutes Meister- und Lebenswerk, welches dem Herrn der Ringe in nichts nachsteht.
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Leseprobe:
„Wer ist Carter?“, fragte Susannah. „Ist das der Präsident vor… Ronald Reagan?“ Die beiden letzten Wörter garnierte sie mit einem übertriebenen Blinzeln. Eddie hatte es bislang noch nicht geschafft, sie davon zu überzeugen, dass Reagan wirklich Präsident gewesen war. Auch Jake hatte sie nicht geglaubt. Sie war sich sicher, dass Jake von Eddie dazu überredet worden war, dessen Lügenmärchen zu bestätigen, aber darauf fiel sie nicht herein. Zur Not konnte sie sich Paul Newman als Präsident vorstellen, vielleicht sogar Henry Fonda (…), aber der Moderator von Death Valley Days? Im Leben nicht.
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Wieder über 900 Seiten der besten Geschichte, die ich bisher gelesen habe!!!
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Stephen King, geboren 1947 in Maine, konnte mit einer Auflage von weit über 100 Millionen seinen Erfolg weltweit verbuchen. Sein Durchbruch gelang ihm 1973 mit Carrie. Der Turm ist sein finales Werk, King begibt sich damit zur wohlverdienten Ruhe. Schade!
Das Buch ist erschienen im Heyne Verlag, ISBN: 3453530233, und ist als Taschenbuch für € 10,95 zu haben bzw. als Hardcover für 25,90,- Erhältlich in jedem Buchhandel oder online. Wenn Euch das zu teuer ist, schaut einfach bei Ebay nach, da gibt´s eigentlich immer angebotene Bücher aus dem Turm-Epos.
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Die gebundene Ausgabe enthält keine Zusammenfassung der vorangegangenen Bände, wie dies im Taschenbuch der Fall ist. Aber ich halte dies ohnehin höchstens in sofern sinnvoll, als das der Widereinstieg in die Geschichte in klein wenig einfacher wird. Ich empfehle, bei Interesse mit Band 1 zu beginnen, ansonsten geht der Sinn der Geschichte wirklich verloren und schmälert außerdem den Lesegenuss. Tut Euch das bitte nicht an, es wird auch dem Autor nicht in geringster Weise gerecht. Auf jeden Fall war ich auch ohne die besagte Zusammenfassung sofort wieder voll in der Geschichte drin.
Also, wie geht es weiter? Nachdem die fünf Gefährten auf den Pfad des Balkens zurückgekehrt sind, der sie vielleicht in nicht allzu weiter Ferne zu ihrem lang ersehnten Ziel – dem dunklen Turm – bringen soll, gelangen sie in einen kleinen Ort namens Calla Bryn Sturgis. Die dort ansässigen Farmer haben ein schweres Los zu tragen: Die Hälfte ihrer Kinder – es gibt hier zu 99 % Zwillingsgeburten – sind „minder“, d.h. geistig und emotional zurückgeblieben bzw. behindert; so dass sie nur noch für einfache Arbeiten zu „gebrauchen“ sind, tatsächlich erinnern die Kolosse, welche an extrem schmerzhaften Wachstumsschüben leiden, eher an etwas intelligentere Tiere.
Doch sind diese Kinder nicht von Geburt an in dieser erbärmlichen Verfassung. Ungefähr einmal pro Generation wird das Dorf von unheimlichen Wolfsreitern auf grauen Pferden heimgesucht und einer der Zwillinge entführt. Wenn sie zurückkehren, sind sie nicht mehr wie vorher. Bisher waren die Farmer ohnmächtig, doch glauben sie, mit Hilfe von Rolands Katet – in welchen die Farmer die letzten wahren Revolvermänner erkennen - vielleicht eine Chance zu haben. Denn der nächste Überfall ist lange fällig und viele gesunde Kinder würden ihren Verstand verlieren sowie das Los einer nur kurzen Lebensdauer tragen müssen.
Andy, der Roboterkurier bestätigt diesen Überfall und die Reisenden erklären sich bereit, den hilflosen Farmern beizustehen. Dabei bekommen sie Schützenhilfe von Pater Callahan, einer Romanfigur aus „Brennen muss Salem“ – auch hier wird wieder die Verknüpfung des Turmepos mit allen anderen Werken Kings wieder mal deutlich. Dabei wird den Helden eine Möglichkeit geboten, zwischen den Welten zu wechseln, die zwar nicht ganz ungefährlich, aber doch von großem Nutzen ist. Denn in einer Höhle des Dorfes geraten sie auf eine Tür, welche eine Verbindung zu unserer und vielen anderen Welten darstellt.
Es gilt, im Jahre 1977 unserer Welt eine Rettungsaktion durchzuführen und eine Rose zu schützen, die vielleicht die Parallele zum dunklen Turm darstellt.
Doch gibt es noch ein weiteres Problem: Susannah ist schwanger. Aber nicht etwa von Eddie, nein, sie erwartet ein Kind von dem Dämon, welchen sie in Band drei (tot) ablenken musste, damit Jake nach Mittwelt gezogen werden konnte. Zunächst verheimlicht sie ihre Erkenntnis, vertraut sich aber dann doch den anderen an. Besonders Eddie ist geängstigt, doch sollen wir darüber erst im sechsten Teil (Susannah) erfahren.
Ob es den Freunden gelingt, den Farmern zu helfen? Nun, das will ich hier nicht verraten. Besonders über die Wölfe möchte ich schweigen, denn das würde die Spannung zerstören. Woher hat Andy, der Roboter, seine Informationen? Kann man ihm wirklich trauen? Gibt es eventuell noch einen Verräter? Ihr dürft gespannt sein.
Leider kommen wir dem Turm wiederum nicht sehr viel näher, da sich das Buch fast ausschließlich um das Dorf und seine Einwohner dreht. Doch einige Erkenntnisse sind schon sehr bedeutend, so zum Beispiel das Geheimnis der Rose.
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Meine Meinung zu diesem Buch: Der Umstand, dass ich es an einem Wochenende durch hatte, sagt wohl schon viel zur Lesequalität aus. Wieder einmal ist es King gelungen, den Leser derart zu fesseln, dass er alles um sich herum vergisst. Mir haben besonders die kleinen Morbiditäten und natürlich die Kampfszenen gefallen. Doch spielt auch Humor und eine große Trauer zum Ende diesen Teils eine Rolle, wodurch es mir an nichts gefehlt hat. Doch finde ich es persönlich ein wenig schade, dass der Band uns dem eigentlichen Ziel, nämlich unserem heiß ersehnten Turm, so wenig näher bringt. Die Tatsache, dass zum Zeitpunkt, wo ich das Buch beendet hatte, wiederum relativ lange auf Band sechs warten musste, machte dies nicht besser. Leser, die dieses Epos später begonnen haben, als schon das Gesamtwerk erschienen war, hatten dieses Problem freilich nicht. Dennoch volle Punktzahl für den Meister des Horror, denn die Spannung an sich macht dieses kleine Manko meiner Meinung nach doppelt wieder wett. Band 5 macht auf alle Fälle große Lust auf die beiden letzten Bücher, und ich kann Euch versichern: Ich sollte nicht enttäuscht werden. Ich stimme allen Fans und Kritikern zu, dies ist Kings absolutes Meister- und Lebenswerk, welches dem Herrn der Ringe in nichts nachsteht.
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Leseprobe:
„Wer ist Carter?“, fragte Susannah. „Ist das der Präsident vor… Ronald Reagan?“ Die beiden letzten Wörter garnierte sie mit einem übertriebenen Blinzeln. Eddie hatte es bislang noch nicht geschafft, sie davon zu überzeugen, dass Reagan wirklich Präsident gewesen war. Auch Jake hatte sie nicht geglaubt. Sie war sich sicher, dass Jake von Eddie dazu überredet worden war, dessen Lügenmärchen zu bestätigen, aber darauf fiel sie nicht herein. Zur Not konnte sie sich Paul Newman als Präsident vorstellen, vielleicht sogar Henry Fonda (…), aber der Moderator von Death Valley Days? Im Leben nicht.
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Wieder über 900 Seiten der besten Geschichte, die ich bisher gelesen habe!!!
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Stephen King, geboren 1947 in Maine, konnte mit einer Auflage von weit über 100 Millionen seinen Erfolg weltweit verbuchen. Sein Durchbruch gelang ihm 1973 mit Carrie. Der Turm ist sein finales Werk, King begibt sich damit zur wohlverdienten Ruhe. Schade!
Das Buch ist erschienen im Heyne Verlag, ISBN: 3453530233, und ist als Taschenbuch für € 10,95 zu haben bzw. als Hardcover für 25,90,- Erhältlich in jedem Buchhandel oder online. Wenn Euch das zu teuer ist, schaut einfach bei Ebay nach, da gibt´s eigentlich immer angebotene Bücher aus dem Turm-Epos.
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28 Bewertungen, 1 Kommentar
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14.11.2006, 22:25 Uhr von morla
Bewertung: sehr hilfreichsehr hilfreich
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