Kirch Krise: Bundesligafinanzierung durch Steuern Testbericht

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Erfahrungsbericht von Cleem

Eine Spende für den Fußball

Pro:

Sollte man Kultur retten? Warum rettet dann keiner Theater und Opern?

Kontra:

Wo soll der Steuerzahler das Geld hernehmen???

Empfehlung:

Nein

Da geht die deutsche Wirtschaft. Einfach so, ohne dass wir es merken. Doch nun wurde die Öffentlichkeit geweckt. Und die Ursache ist Herr Kirch gewesen.

Ich möchte gleich am Anfang klar stellen: dies ist keine Zusage an jegliche Rettung des Fußballs. Ich halt mich an das Motto meiner Omi: Fußball und Boxen ist Sport für die Ochsen.

Der Medienmogul steckt seit einigen Wochen öffentlich in der Misere. Doch seine Misswirtschaft hat schon vor Monaten, wenn nicht sogar Jahren, angefangen. Zwar laufen die Verhandlungen noch in L.A. und Köln, doch ob der Konzern zu retten ist???

Dass Philipp Holzmann nicht mehr aus dem Schuldensumpf rauskam, hat zum Teil nur die Leute interessiert, die es direkt betraf, oder die ihre Aktien im Keller versinken sahen. Doch nun wird die deutsche Bevölkerung wach. Und zwar wollen sie der Kultur an den Kragen. Die Fußnallliga könnte in naher Zukunft Konkurs anmelden müssen!!!

Da die Kirchgruppe die Rechte an den wichtigsten Übertragungen der Liga haben, bringen sie folglicher Weise einen großen Teil des Geldes in die Clubs, die mit diesen Summen ihre Spieler zum rumtrampeln animieren. Bereits seit Anfang der 90er Jahre sind die Gehälter von Kahn & Co weiter und weiter gestiegen. Nun sind wir teils bei zweistelligen Millionen Beträgen. So wie Kirch dem Fußball zu Ruhm und Ehre verholfen hat, so kann er die Liga jetzt auch wieder in die Tiefe reißen. Begegnen wir auf der Straße bald Menschen, die Spenden zum Erhalt der Liga sammeln??? Was wird dann mit Spenden für Kinder in Not?

Die Spieler selbst haben zum ersten Mal in ihrer Laufbahn eine Heldentat vollbracht. Sie wollen auf Einschränkungen eingehen. Die einzige Bedingung sei, dass man auch über die Gehälter von Funktionären redet. Also kann dieser Vorschlag schon mal abgeschrieben werden.

Die von der Bundesregierung wollten wieder ganz schnell und pfiffig sein und wollen die Steuerzahler für die Gehälter der Superrasentrampler zahlen lassen. Warum auch nicht? So viel Unterschied besteht zwischen Politiker und Fußballspieler nicht. Beide fahren dicke Limosinen, klopfen in Pressekonferenzen große Sprüche und beide haben in gewisser Weise ein Spielfeld (Fußballstadion und Bundestag).

Vielleicht sollte man diesen Vorschlag aber nicht ganz so arg sehen. Denn wenn die Fußballspieler so viel verdienen würden, wie unsere Politiker, dann würde vielleicht der eine oder andere die Seite wechseln!? Oder gibt es vielleicht auch im Fußball einen Mann, der Schwarzkonten in der Schweiz hat??? Oder Spendenaffären? Wenn schon auf dem Feld Langeweile herrscht, dann kann es wenigstens wieder hinter den Kulissen zur Sache gehen. Und vielleicht könnte ein richtig skandalöserm Skandal ja ne neue Reportage für den Kirchkonzern bringen. Ein Teufelskreis oder doch nicht???

Um zum Punkt zu kommen:
sollte es wahrlich so kommen, dass der Steuerzahler die Bundesliga finanziert, so wird es schwarz für den Fußball enden. Die Politik zeigt, wie mies es wird, wenn Bettlern Bettlern ihr letztes Geld aus der Tasche gezogen wird. Es kommt nix gutes bei raus. Doch kann das deutsche Volk auf Fußball verzichten? Ist es nicht schon ein Stück Kultur gewurden???

10 Bewertungen, 2 Kommentare

  • PrinceofLies

    06.04.2002, 19:40 Uhr von PrinceofLies
    Bewertung: sehr hilfreich

    Manches Bewertungsverhalten verstehe ich einfach nicht.Du hast deine Meinung klar und anschaulich zur Geltung gebracht und damit einen sehr nützlichen Beitrag verfasst.

  • anonym

    06.04.2002, 01:24 Uhr von anonym
    Bewertung: sehr hilfreich

    Ich denke schon, dass dein Bericht sehr nützlich ist, deluxe scheint das Bewertungssystem nicht verstanden zu haben. Ich selbst spiele aktiv Fußball, passiv bin ich Fan von Kaiserslautern. Und es ist wirklich erbärmlich mit ansehen zu m&uum