Konzerthaus Berlin Testbericht
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Auf yopi.de gelistet seit 09/2003
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Erfahrungsbericht von andre-kr
Ein Muss in Berlin!
Pro:
-
Kontra:
-
Empfehlung:
Ja
Auf dem schönsten Platz Berlin steht es, das Konzerthaus Berlin. Eigentlich ich mir der Name Schauspielhaus geläufiger, aber an Namen dieses Gebäudes sollte man sich wohl nicht zu sehr festhalten, denn der hat schon häufiger gewechselt, als man annimmt. Der Name des Gebäudes sagt schon aus, welchen Zweck es erfüllt. Es ist außerdem Stammhaus des Berliner Sinfonie-Orchesters. Gekrönte Häupter und Staatsmänner nutzten das Gebäude als Machtsymbol und zu festlichen Zwecken.
Aber auch musikalische Höhepunkte wie die legendäre Uraufführung von Webers \"Freischütz\" oder Konzerte von Paganini und Liszts sind mit dem traditionsreichen Haus verbunden. Wagner dirigierte hier seinen \"Fliegenden Holländer\".
Wir sind recht häufig im Konzerthaus zu Gast, im Gegensatz zur Philharmonie am Potsdamer Platz bekommt man hier auch einfacher Karten. Außerdem ist das Ambiente wesentlich festlicher.
Geschichte:
Bereits 1776 wurde an der Stelle des heutigen Konzerthauses ein „Komödienhaus“ errichtet. Bereits 1786 musste es komplett renoviert werden und eröffnete als „Nationaltheater“ wieder. Ein Jahr später gab man ihm den Namen „Königliches Nationaltheater“. 1800 wurde ein Theaterneubau notwendig, der Bauherr war der bekannte Architekt Karl Gotthard Langhans. Aus dem „Königlichen Nationaltheater“ wurden die „Königlichen Schauspiele“.
1817 brannte das Gebäude ab, so dass ein weiterer Neubau notwendig wurde. Dazu erteilet König Friedrich Wilhelm III. den Auftrag an Schinkel. 1821 erfolgte die Neueröffnung. 1919 wurde wieder mal umbenannt, der König musste ja abdanken, diesmal wurde der Name „Staatstheater“ gewählt. 22.04.1945 fand die letzte Aufführung im bereits teilweise eingefallenen Gebäude vor der endgültigen Zerstörung statt, wenige Tage später lag es in Schutt und Asche. Ich kann mich sogar noch an die Ruinen der einst stattlichen Gebäude auf dem damaligen Platz der Akademie erinnern.
1979 bis 1984 wurde das Haus wieder aufgebaut und als Konzerthaus wiedereröffnet. Als Name wurde seltsamerweise „Schauspielhaus“ gewählt, wohl eine Reminiszenz an den alten Namen. Vor einigen Jahren benannte man nochmals in „Konzerthaus“ um, sicherlich nicht die letzte Namensgebung.
Das Gebäude:
Das Konzerthaus auf dem Gendarmenmarkt ist ein klassizistischer Bau mit einer großen Freitreppe vor einer Säulenfassade. Es wurde 1818-1821 von Karl Friedrich Schinkel errichtet. Vor dem Gebäude befindet sich ein Schillerdenkmal, wohl aus diesem Grunde hieß der Platz auch einmal Schillerplatz.
Unter der Treppe befinden sich die Kassenräume, von hier gelangt man zu den zahlreichen Garderoben und von dort über Treppen zu den einzelnen Spielstätten, von denen es drei gibt, den Großen Saal, den Kleinen Saal und den Musikclub. Ich kenne bisher nur den Großen Saale, ein prachtvoller rechteckiger Innenraum in dem die Farben Weiß und Gold dominieren. An den Wänden erheben sich zwei Ränge, riesige Kronenleuchter erhellen den Raum. An der Stirnseite befindet sich ein große prachtvolle Orgel.
Funktionalität:
Wie es so mit alten Gebäuden ist, die sehen sehr schön aus, aber sind manchmal auch etwas unglücklich gebaut. Bei Großen Saal ist das so, dass man auf bestimmten Plätzen auf den Rängen das Orchester nicht sehen kann. Nun werden einige sagen, dass man dass bei einem Konzert nicht unbedingt muss, da haben sie recht, aber ich will auch etwas sehen. Wer nur hören will, seien diese Plätze anempfohlen, denn sie sind zugleich die preiswertesten, wobei man trotzdem noch den vollen Hörgenuss hat.
Die Akustik des Saales ist auch ausreichend, um auf allen Plätzen ausreichend versorgt zu sein.
Die Bestuhlung würde ich als gut bezeichnen, nicht zu hart, nicht zu weich. Zu größeren Problemen hat das Stillsitzen bisher bei mir nicht geführt, ich fläze mich eh’ gern auf die Brüstung des 1. Ranges.
Publikum:
Das ist wie in Berlin üblich bunt gemischt. Staatsbedienstete im Frack, Studenten in Karohemden, ältere Damen mit aufgesteckten Haaren, japanische Touristen und Dauerkonzertbesucher mit Abo im eher funktionellen Anzug.
Preise:
Die preiswertesten Plätze kosten 6 Euro, je nach Position gehen die Kartenpreise dann bis zu 40 Euro hoch. Bei Sonderveranstaltungen gibt es andere Preise, die sich zwischen 10 und 99 Euro bewegen.
Unter http://www.konzerthaus.de/index2.html kann man Karten reservieren und auch bestellen.
Anreise:
Das Konzerthaus ist befindet sich im Stadtbezirk Mitte und ist mit den öffentlichen Verkehrsmitteln gut zu erreichen. Am besten man reist mit der U-Bahn Linie 2 an. Hier steigt man an der Station „Hausvogteiplatz“ aus. Mit der U-Bahn-Linie U 6 fährt man bis „Stadtmitte“.
Von vielen Stellen der Stadt fahren auch Busse in die Nähe des Konzerthauses, die Linien 100, 147, 148, 157, 200, 257, 348 sind hier die günstigsten.
Einen Fußmarsch von 500 Metern erfordert es, wenn man mit der S-Bahn anreist. Hierzu steige man an der Station „Unter den Linden“ aus und geht in Richtung Französische Straße. (S-Bahnlinien im Nord-Süd-Tunnel)
Wer unbedingt mit dem Auto anreisen muss, findet in den Friedrichstadt Passagen einen Parkplatz. Es gibt sogar das vergünstigte Kulturtarif-Parkticket zum Preis von 2,50 Euro für Konzertbesucher ( Einfahrt Taubenstraße).
Adresse:
Konzerthaus Berlin
Gendarmenmarkt
10117 Berlin-Mitte
Tel.: (030) 20309-0
Wer noch nicht im Konzerthaus war, dem kann ich einen Besuch wirklich nur empfehlen. Was ist ein Berlin-Besuch ohne ein kulturelles Ereignis.
Aber auch musikalische Höhepunkte wie die legendäre Uraufführung von Webers \"Freischütz\" oder Konzerte von Paganini und Liszts sind mit dem traditionsreichen Haus verbunden. Wagner dirigierte hier seinen \"Fliegenden Holländer\".
Wir sind recht häufig im Konzerthaus zu Gast, im Gegensatz zur Philharmonie am Potsdamer Platz bekommt man hier auch einfacher Karten. Außerdem ist das Ambiente wesentlich festlicher.
Geschichte:
Bereits 1776 wurde an der Stelle des heutigen Konzerthauses ein „Komödienhaus“ errichtet. Bereits 1786 musste es komplett renoviert werden und eröffnete als „Nationaltheater“ wieder. Ein Jahr später gab man ihm den Namen „Königliches Nationaltheater“. 1800 wurde ein Theaterneubau notwendig, der Bauherr war der bekannte Architekt Karl Gotthard Langhans. Aus dem „Königlichen Nationaltheater“ wurden die „Königlichen Schauspiele“.
1817 brannte das Gebäude ab, so dass ein weiterer Neubau notwendig wurde. Dazu erteilet König Friedrich Wilhelm III. den Auftrag an Schinkel. 1821 erfolgte die Neueröffnung. 1919 wurde wieder mal umbenannt, der König musste ja abdanken, diesmal wurde der Name „Staatstheater“ gewählt. 22.04.1945 fand die letzte Aufführung im bereits teilweise eingefallenen Gebäude vor der endgültigen Zerstörung statt, wenige Tage später lag es in Schutt und Asche. Ich kann mich sogar noch an die Ruinen der einst stattlichen Gebäude auf dem damaligen Platz der Akademie erinnern.
1979 bis 1984 wurde das Haus wieder aufgebaut und als Konzerthaus wiedereröffnet. Als Name wurde seltsamerweise „Schauspielhaus“ gewählt, wohl eine Reminiszenz an den alten Namen. Vor einigen Jahren benannte man nochmals in „Konzerthaus“ um, sicherlich nicht die letzte Namensgebung.
Das Gebäude:
Das Konzerthaus auf dem Gendarmenmarkt ist ein klassizistischer Bau mit einer großen Freitreppe vor einer Säulenfassade. Es wurde 1818-1821 von Karl Friedrich Schinkel errichtet. Vor dem Gebäude befindet sich ein Schillerdenkmal, wohl aus diesem Grunde hieß der Platz auch einmal Schillerplatz.
Unter der Treppe befinden sich die Kassenräume, von hier gelangt man zu den zahlreichen Garderoben und von dort über Treppen zu den einzelnen Spielstätten, von denen es drei gibt, den Großen Saal, den Kleinen Saal und den Musikclub. Ich kenne bisher nur den Großen Saale, ein prachtvoller rechteckiger Innenraum in dem die Farben Weiß und Gold dominieren. An den Wänden erheben sich zwei Ränge, riesige Kronenleuchter erhellen den Raum. An der Stirnseite befindet sich ein große prachtvolle Orgel.
Funktionalität:
Wie es so mit alten Gebäuden ist, die sehen sehr schön aus, aber sind manchmal auch etwas unglücklich gebaut. Bei Großen Saal ist das so, dass man auf bestimmten Plätzen auf den Rängen das Orchester nicht sehen kann. Nun werden einige sagen, dass man dass bei einem Konzert nicht unbedingt muss, da haben sie recht, aber ich will auch etwas sehen. Wer nur hören will, seien diese Plätze anempfohlen, denn sie sind zugleich die preiswertesten, wobei man trotzdem noch den vollen Hörgenuss hat.
Die Akustik des Saales ist auch ausreichend, um auf allen Plätzen ausreichend versorgt zu sein.
Die Bestuhlung würde ich als gut bezeichnen, nicht zu hart, nicht zu weich. Zu größeren Problemen hat das Stillsitzen bisher bei mir nicht geführt, ich fläze mich eh’ gern auf die Brüstung des 1. Ranges.
Publikum:
Das ist wie in Berlin üblich bunt gemischt. Staatsbedienstete im Frack, Studenten in Karohemden, ältere Damen mit aufgesteckten Haaren, japanische Touristen und Dauerkonzertbesucher mit Abo im eher funktionellen Anzug.
Preise:
Die preiswertesten Plätze kosten 6 Euro, je nach Position gehen die Kartenpreise dann bis zu 40 Euro hoch. Bei Sonderveranstaltungen gibt es andere Preise, die sich zwischen 10 und 99 Euro bewegen.
Unter http://www.konzerthaus.de/index2.html kann man Karten reservieren und auch bestellen.
Anreise:
Das Konzerthaus ist befindet sich im Stadtbezirk Mitte und ist mit den öffentlichen Verkehrsmitteln gut zu erreichen. Am besten man reist mit der U-Bahn Linie 2 an. Hier steigt man an der Station „Hausvogteiplatz“ aus. Mit der U-Bahn-Linie U 6 fährt man bis „Stadtmitte“.
Von vielen Stellen der Stadt fahren auch Busse in die Nähe des Konzerthauses, die Linien 100, 147, 148, 157, 200, 257, 348 sind hier die günstigsten.
Einen Fußmarsch von 500 Metern erfordert es, wenn man mit der S-Bahn anreist. Hierzu steige man an der Station „Unter den Linden“ aus und geht in Richtung Französische Straße. (S-Bahnlinien im Nord-Süd-Tunnel)
Wer unbedingt mit dem Auto anreisen muss, findet in den Friedrichstadt Passagen einen Parkplatz. Es gibt sogar das vergünstigte Kulturtarif-Parkticket zum Preis von 2,50 Euro für Konzertbesucher ( Einfahrt Taubenstraße).
Adresse:
Konzerthaus Berlin
Gendarmenmarkt
10117 Berlin-Mitte
Tel.: (030) 20309-0
Wer noch nicht im Konzerthaus war, dem kann ich einen Besuch wirklich nur empfehlen. Was ist ein Berlin-Besuch ohne ein kulturelles Ereignis.
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