Korkenzieherweide Testbericht

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Erfahrungsbericht von Haggia

Er dreht und dreht und dreht...

Pro:

-

Kontra:

-

Empfehlung:

Ja

...munter seine Äste!!

Als wir vor 11 Jahren unser Haus bauten und alles rund herum braun von der zerwühlten Erde war, wünschte ich mir nichts sehnlicher als, dass endlich der Garten fertig wäre. Ich liebe Gärten und auch die Arbeit darin, das ist so eine Art Ausgleich für alles stressige. Damals machte ich mich daran von allen möglichen Leuten Ableger, Staudenknollen, Zwiebeln usw. irgendwie in den Garten einzuplanen. Das ist gar nicht so einfach, weil jeder zu den unmöglichsten Zeiten irgendwas bringt, von dem er nicht mehr so genau weiß was es ist.

Am besten erinnere ich mich an die Nachbarin meiner Mutter. Sie fragte mich ob ich Interesse an einer Korkenzieherweide hätte. Ich hatte natürlich keine Ahnung was das ist, aber sagte mal ja. Am nächsten Tag kam sie mit einer Tüte und fragte nur, wohin damit. Ich zeigte ihr eine Stelle in meinem noch kahlen Garten und sie holte einen etwa 20 cm langen Stock aus der Tüte und steckte ihn in den Boden.

Ich glaube sie wird nie aufhören das Gesicht zu beschreiben, dass ich damals machte und alle lachen auch heute noch darüber.

Beschreibung:
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Die Salix matsudana Tortuosa auch Zickzackweide oder Korkenzieherweide genannt wird bis ca. 8m hoch und ca. 3,5m breit. Sie hat korkenzieherähnlich gedrehte Äste, die im Gegensatz zu denen ihrer Verwandten nach oben wachsen, und auch Blätter. Besonders im Winter wirkt sie bizarr durch die sich windenden Äste und die grünlich gelbe Farbe der Rinde. Die Blütenkätzchen hängen von April bis Mai perlschnurartig von den Ästen.

Anspruch:
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Die Weiden sind sehr anspruchslose Pflanzen, die in jedem Boden gedeihen In der Natur findet man sie am häufigsten in sehr feuchten Böden, die sie bevorzugen.

Pflege:
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Man sollte regelmäßig die abgestorbenen Äste entfernen. Das ist zwar nicht unbedingt notwendig, denn die Pflanze wächst auch so weiter, sieht aber schöner aus. Einen Schnitt braucht die Korkenzieherweide nicht, man kann sie aber so formen, wie man sie haben möchte.

Sie mag feuchte Böden, da Weiden jedoch ein sehr starkes Wurzelwerk haben ist ein Gießen von erwachsenen Pflanzen nicht nötig. Jedoch sollte man bei kleineren Exemplaren schon darauf achten, dass der Boden bei längerer Trockenheit etwas Wasser bekommt.

Vermehrung:
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..ist wie ihr euch schon denken könnt kein Problem. Am besten macht man ca. 20 cm lange Stecklinge die im Wasser vorwurzeln können. Je nach Bodenbeschaffenheit kann man sie auch direkt an Ort und Stelle stecken. Man sollte dann aber natürlich darauf achten, dass genügend Wasser vorhanden ist.

Vielen ist bestimmt schon mal ein Gesteck untergekommen, dass nach dem Aufenthalt in der Vase wurzeln hatte. Dann war da bestimmt eine Weide drin.
Dann hat man es einfach: nur einpflanzen.

Anfälligkeit:
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Die Weiden sind sehr robust. Zwar siedeln sich ab und an ein paar Schädlinge an aber das macht der Pflanze nichts aus. Wem also ein Biogarten vorschwebt hat den richtigen Zierbaum dafür gefunden. Wer das nicht möchte kann natürlich auch spritzen. Gerne setzt sich die Blattlaus auf die zartgrünen Blätter.

Im Winter sollte man darauf achten, dass nicht zuviel Schnee auf den Ästen liegen bleibt. Durch die gewundenen Aste ist meist eine bessere Ablagefläche vorhanden. Das lässt die Äste leicht brechen.

Fazit:
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Unsere Korkenzieherweide wächst nun schon seit 10 Jahren obwohl ich mir gar nicht so sicher war, ob der Stock mal ein Baum wird. Damals hatte ich das „Glück“, dass aus dem Stock drei Äste wuchsen. Zuerst sah es schrecklich aus. Ich wollte sie schon wieder ausbuddeln. Ließ sie jedoch noch ein Jahr stehen. Im nächsten Jahr viel mir nichts besseres ein als die Äste zu flechten. Jahr für Jahr wurden die Äste dicker und ich flocht immer weiter. Vielleicht 5 Jahre lang. Heute ist es ein wunderschöner Baum mit einem geflochtenen Stamm. Die Äste sind zwar etwas ineinander gewachsen, aber man kann es noch sehr gut erkennen.

Die Weide ist auch zu dekorativen Zwecken sehr gut zu gebrauchen. In jedem Osterstrauß ist sie ein muss. Danach könnte ich zwar wieder eine pflanzen, doch mein Mann meint eine reicht.

Alles in allem bin ich der Nachbarin meiner Mutter heute noch dankbar, dass sie mir einen so vielseitigen Stock brachte.

Bis bald und danke für’s Lesen!

13 Bewertungen, 1 Kommentar

  • Mondlicht1957

    12.05.2008, 01:23 Uhr von Mondlicht1957
    Bewertung: sehr hilfreich

    Sehr hilfreich liebe Pfingstgrüsse aus Berlin