Kuchen, diverse Testbericht

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  • Arbeits- und Zeitaufwand:  niedrig
  • Kosten:  niedrig

Erfahrungsbericht von modschegibbchen

MEINE 3 LIEBLINGSKUCHENREZEPTE

5
  • Arbeits- und Zeitaufwand:  durchschnittlich
  • Kosten:  durchschnittlich
  • Geeignet für:  Alltag

Pro:

schmecken immer super, mal was anderes

Kontra:

leider zu lecker, aber etwas Arbeit machen sie schon

Empfehlung:

Ja

Hallo,

nach all der Duscherei und Baderei in der heimischen Badewanne nun mal ein paar Tipps für locker-leichte, aber auch leckere Naschereien. Habe mal meine Rezeptsammlung hervorgeholt, weil ich Ende des Monats für meinen Bruder zum 30. einen Kuchen backen möchte. Und was passt besser bei diesen Temperaturen als ein Käsekuchen. Er ist nicht nur einer der Klassiker aus der heimischen Küche, sondern auch ein gesunder dazu. Es gibt kaum jemanden, der ihn nicht mag. Allerdings muss ich gleich mal eins klarstellen, von meiner Oma sind die Rezepte eher nicht!


Käsekuchen – oder wie man bei uns in Leipzig auch sagt: Quarktorte – lässt sich, wie wohl kein anders Gebäck, in so wahnsinnig vielen verschiedenen Varianten machen, man oder frau kann ihn sowohl in der Springform als auch auf dem ganz normalen Kuchenblech backen. Käsekuchen kann man aber auch mit frischen Obst, Likören, Schokolade und verschiedenen Backaromen verfeinern. Er gehört zu den Backspezialitäten, die von Region zu Region sehr unterschiedlich gebacken werden, aber eines haben sie alle gemeinsam – sie schmecken einfach herrlich.

Für die Naschkatzen unter uns habe ich folgende Rezepte ausgewählt:

1. Leichter Obst-Quark-Kuchen
2. Marmorierter Heidelbeer-Käsekuchen
3. Südfrucht-Schnitten


Also hier sind die Rezepte:


1. Leichter Obst-Quark-Kuchen
~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~

Dies ist ein Kuchen, der in der Springform mit einem Durchmesser von ca. 26 cm gebacken wird, so dass am Ende bis zu 16 Stücken – je nachdem wie sie geschnitten werden – herauskommen.

Zubereitungszeit: .........ca. 75 Minuten
Backzeit: .....................45 Minuten

Dieser Kuchen hat als Grundlage einen Hefeteig. Man kann den fertigen Hefeteig aus der Tiefkühlabteilung nehmen. Wer es aber selbst machen will, der benötigt für den Hefeteig:

250 g Mehl
20 g Frischhefe
50 – 75 ml lauwarme Milch
50 g Zucker
1 Ei
50 g weiche Butter
1 Päckchen Zitronenaroma und
etwas Butter/ Sanella zum einfetten der Springform

Für den Belag benötigt man:

1 Dose Pfirsiche (470 g Abtropfgewicht)
300 g Grießpudding (selbstgemacht oder auch Fertigprodukt)
200 g Schmand
150g Zucker
1 Päckchen Puddingpulver Vanillegeschmack
2 Eier
1 Päckchen Zitronenaroma

Des weiteren noch:

200 g Sahne
1 TL San-apart (Sahnestreif)
Gemischte Früchte (Pflaumen, Himbeeren, Nektarinen) zum Garnieren
Puderzucker zum Bestäuben

Wenn man sich die Arbeit macht, den Hefeteig selbst herzustellen – was besser schmeckt -, dann muss man zunächst das Mehl in eine Schüssel sieben und eine kleine Kuhle in der Mitte eindrücken. Die Hefe muss man mit etwas Zucker und etwas Milch verrühren und zugedeckt an einem warmen Ort ca. 10 Minuten gehen lassen.

Die restliche Milch zusammen mit dem Zucker, dem Ei, der weichen Butter und dem Zitronenaroma später dazugeben und alles zusammen mit dem Knethaken der Küchenmaschine gut durchkneten und zu einem glatten Teig verarbeiten, den man dann wiederum zugedeckt an einem warmen Ort so lange gehen lassen muss bis dieser seine Menge verdoppelt hat.

Der Hefeteig wird dann, wenn er seine Menge verdoppelt hat, in der Größe der Springform ausgerollt, in die vorgefettet Form gelegt. An den Rändern muss man den Teig etwas hochziehen und dann mit den Pfirsich locker belegen.

In der Zwischenzeit, in der der Teig ruhen muss, kann man sich bereits an die Herstellung des Belags machen. Den Grießpudding mit Schmand, Zucker, Puddingpulver, den Eiern und dem Zitronenaroma verrühren und später, wenn man den Teig mit den Pfirsichstücken fertig belegt hat, kann man die Masse, die eine zähfließende, breiig Konsistenz haben sollte, auf den Teigboden geben und glatt verstreichen.

Den Kuchen schiebt man dann in den leicht vorgeheizten Ofen, wo er ca. 40 – 45 Minuten bei 180 – 200° vor sich hin bäckt. Danach herausnehmen, erst erkalten lassen und dann aus der Form lösen.

Der Kuchen muss kalt sein, denn dann kann man ihn mit der vorher mit San-apart (oder anderen Sahnesteif) steif geschlagen hat, garnieren, in dem man diese in einen Spritzbeutel mit Sternentülle füllt und auf dem Kuchen kleine Rosetten drapiert. Mit den gemischten Früchten zusätzlich garnieren und leicht mit Puderzucker bestäuben.

Allerdings empfehle ich, den Kuchen mit der Sahne und dem Obstbelag erst kurz vor dem Servieren zu garnieren, weil ansonsten die Sahne zerläuft und der Saft der Früchte den Kuchen unangenehm durchweichen kann. Sehr appetitlich würde die zerlaufene Sahne dann ohnehin nicht aussehen.

Wer keinen Hefeteig mag, der kann diesen Kuchen selbstverständlich auch mit Mürbeteig machen. Das schmeckt dann etwas lieblicher.


2. Marmorierter Heidelbeer-Käsekuchen
~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~

Auch diesen Kuchen backe ich immer mit einer Springform (26 cm Durchmesser).

Zubereitungszeit: .......... ca. 90 Minuten
Backzeit: ...................... 55 Minuten

Für diesen Kuchen bildet ein Mürbeteig die Grundlage, für den man folgende Zutaten benötigt:

200 g Mehl
1 Eigelb
120 g Butter
120 g Zucker
1 Päckchen Zitronenaroma
20 g Butter/ Sanella zum Ausfetten der Springform
20 g Semmelbrösel zum Bestreuen der Springform

Für den Belag benötigt man dann noch:
5 Eier
225 g Zucker
1 Päckchen Zitronenaroma
1 kg Quark (hier versuche ich Kalorien zu sparen, indem ich hier Quark der Magerstufe nehme, fällt eigentlich kaum auf)
125 g Weizenstärke
200 ml Milch
1 Glas Waldheidelbeeren (270 g Abtropfgewicht) oder wenn man hat 250 – 230 g frisch gepflückte
1 Päckchen Tortenguss rot
Puderzucker zum Bestäuben

Wer sich mit dem Mürbeteig wieder nicht die ganze Arbeit machen will, kann gern auch Fertigteig nehmen, das verringert dann die Arbeitszeit auch um ein paar Minuten. Wer´s aber klassisch machen will, der kann das Mehl auf die Arbeitsfläche oder in eine Schüssel sieben, eine Kuhle drücken und dann das Eigelb hineingeben. Danach die Butter in kleinen Flöckchen in das Mehl setzen , Zucker und Zitronenaroma dazugeben und dann alle Zutaten von außen nach innen schnell zu einem glatten, kompakten Teig verkneten. Die Hände vorher ein bisschen mit Mehl bestäuben, dadurch bleibt der Teig nicht so an den Händen kleben. Der Mürbeteig wird dann in eine Klarsichtfolie gewickelt und für eine Stunde in den Kühlschrank zum ruhen abgelegt.

Nach der Stunde dann den Teig auf der bemehlten Arbeitsfläche ausrollen – etwa in der Größe der Springform. Diese wurde vorher gut eingefettet und mit Semmelbröseln bestreut. Dann den Teig in die Springform legen und auch bei diesem Kuchen einen Rand nach oben ziehen.

Kommen wir zum Belag. Die Eier mit dem Zucker und dem Zitronenaroma zusammen in einer Schüssel schaumig rühren. So nach und nach den Quark , die Milch und die gesiebte Weizenstärke dazugeben und alles ordentlich zu einer feinen, klumpenfreien Masse verrühren. Danach diese Masse in die Springform füllen und glatt streichen. Bis hierhin unterscheidet sich der Käsekuchen nicht vom Klassiker.

Aber nun kommt der eigentliche Gag: Die gut abgetropften Waldheidelbeeren mit dem Tortenguss zusammen pürieren, auf die Quarkmasse geben und mit einem Löffel vorsichtig ein Mamormuster einziehen. Dabei muss man so vorsichtig vorgehen, dass die Mürbeteigschicht nicht beschädigt wird.

Den Backofen bei 180° vorheizen und dann den Kuchen für ca. 50 – 55 Minuten in den Backofen schieben und backen lassen. Dann den Kuchen herausnehmen, nach dem Abkühlen vorsichtig aus der Springform lösen und auf eine Kuchenplatte setzen. Am Ende kann der Kuchen mit etwas Puderzucker bestäubt werden. Da ich aber das marmorierte Muster der Heidelbeermasse so ansehnlich finde und Puderzucker nicht sonderlich mag, lasse ich ihn immer weg. Der Kuchen ist schon der Hingucker auf jeder Kaffeetafel. Aufgrund der Zutaten, die ja eine von der Konsistenz her eher festere Masse bilden, kann der Kuchen gut gekühlt einige Tage aufbewahrt werden . Meine Freundin meinte, auch einfrieren geht.

Anstelle der Heidelbeermasse kann man jedoch auch eine Kakaomasse aus 3 Eiern, 200 g Zucker, 1 Päckchen Vanillezucker, 50 g Mehl, 125 g Sahne, 125 ml Milch und 1 EL Kakaopulver sowie 1 Kg Quark verwenden. Die Backzeit würde sich nur um einige Minuten auf 55 – 60 Minuten erhöhen.

Eine weitere, relativ schnell hergestellte und für die warme Jahreszeit sehr gut passend sind die


3. Südfrucht-Schnitten
~~~~~~~~~~~~~~~~

Zur Zubereitung dieser verwende ich immer ein Kuchenblech und keine Springform.

Zubereitungszeit: ............. ca. 45 Minuten
Backzeit: ......................... 25 Minuten

Grundlage für diese Schnitten bildet ein Bisquitteig, wer den aber nicht mag, kann hier auch gern einen Mürbeteig verwenden. Das Rezept dafür siehe oben oder eben den Fertigteig aus dem Supermarktregal.

Für den Bisquitteig benötigt man folgende Zutaten:

2 Eier
75 g Zucker
1 Eiweiß
2 EL Zitronensaft
50 g Mehl
50 g Speisestärke
2 gestrichene TL Backpulver
2 TL Kakaopulver

Für die Creme braucht man dann noch:

Saft einer kleinen Zitrone, habe es auch schon mit dem Saft einer halben Orange probiert, ging auch
50 g Zucker (wenn man Orangensaft nimmt, etwas weniger Zucker)
7 Blatt weiße Gelantine
500 g Magerjoghurt
400 ml Schlagsahne

Zum Garnieren der fertigen Schnitten braucht man dann noch:

1 Orange
1 Kiwi
200 g Physalis

aber auch frische Erdbeeren und andere Früchte der Saison kann man gut verwenden.

Und so wird es gemacht:

Die Eier mit dem Zucker, dem Eiweiß und dem Zitronensaft schaumig schlagen. Das gesiebte Mehl mit der ebenfalls durchs Sieb gelassenen Speisestärke, dem Backpulver und dem Kakaopulver vermischen, auf den Eischaum sieben und unterheben.

Den Teig danach auf ein mit Backpapier belegtes Backblech (24 x 30 cm) streichen und bei 180° im vorgeheizten Backofen 25 Minuten backen lassen. Danach den Teig herausnehmen, das Backpapier vorsichtig abziehen und den Bisquit auf einem Kuchengitter abkühlen lassen. Wenn er dann genug abgekühlt ist, sollte man ihn auf eine geeignete Platte legen und nochmals mit einem Tortenrahmen umschließen.

Für die Creme wird zunächst der Zitronensaft zusammen mit dem Zucker erwärmt, die gewässerte, ausgedrückte Gelatine darin aufgelöst und am Ende wird der Magerjoghurt der Masse untergehoben. Danach wird die Sahne steif geschlagen – wer ungeduldig ist kann auch wieder Sahnesteif verwenden – und auch diese wird der Masse zugefügt.

Danach wird die Masse wellenförmig auf den Bisquitboden gestrichen und alles zusammen in den Kühlschrank gestellt, zum Festwerdenlassen – ca. 2, 3 Stunden müssten eigentlich reichen.

Zum Garnieren der einzelnen Schnitten kann man in der Zwischenzeit schon das Obst vorbereiten, in dem man z. B. die Orangen schält und filiert, die Kiwi schält und in Scheiben schneidet, die Hülle von den Physalis entfernt, sie wäscht und trocken tupft, oder die Erdbeeren oder andere Früchte als Garnierung herrichtet, so dass sie am Ende nur noch auf den einzelnen Stücken angerichtet werden müssen.

Aus dem 30 x 24 cm großen Backblech lassen sich locker 15 Stück schneiden. Das Zerschneiden in Stücken und das Garnieren sollten erst kurz vor dem Servieren erfolgen. Besonders lecker und sicherlich auch bei hohen Temperaturen sinnvoll ist es, wenn man die Fruchtschnitten frisch gekühlt serviert.


So das waren 3 sicherlich sehr leckere Rezepte. Nährwert- und Kalorienangaben kann ich euch nicht liefern, aber glaubt mir, es sind mit Sicherheit genug.

Viel Spaß beim Ausprobieren und guten Appetit. Ich weiß noch immer nicht, welche Sorte ich meinem Bruder backe, aber vielleicht wird es ja auch ein ganz anderer Käsekuchen – genug Rezepte habe ich ja noch zur Auswahl....

Euer Käsekuchengibbchen

32 Bewertungen, 8 Kommentare

  • Dr.Claudia

    13.11.2005, 22:03 Uhr von Dr.Claudia
    Bewertung: sehr hilfreich

    Ich bin ja auch so ein alter "Back-Hase". Die Krapfen, die mein Mann und ich neulich gezaubert haben, waren echt super! LG Claudia

  • infoload

    20.07.2005, 01:46 Uhr von infoload
    Bewertung: sehr hilfreich

    Super leckere Rezepte die man sich merken muß :-) LG Sascha

  • alexphilip

    12.07.2005, 09:48 Uhr von alexphilip
    Bewertung: sehr hilfreich

    bestimmt mal ausprobieren. Vorher kannst du ja schon mal eine Kostprobe vorbeischicken. :-) LG Monika

  • redwomen

    12.07.2005, 08:47 Uhr von redwomen
    Bewertung: sehr hilfreich

    da läuft einem doch glatt das "Wasser im Mund" zusammen. Und jetzt muss ich die auch erst noch backen. *grrrr* Ach weist du was, ich komme einfach zu dir. *sfg* LG Maria

  • blauschnuffel

    12.07.2005, 07:54 Uhr von blauschnuffel
    Bewertung: sehr hilfreich

    haben will, schmatz :o) LG Blauschnuffel

  • Rumyana7

    12.07.2005, 07:21 Uhr von Rumyana7
    Bewertung: sehr hilfreich

    Bin beim Lesen schon begeistert, beim Nachmachen bestimmt viel mehr... Lieben Gruß aus Sofia

  • Travelwriter

    12.07.2005, 03:04 Uhr von Travelwriter
    Bewertung: sehr hilfreich

    Mir bitte auch ein Stück. Wir sagen übrigens Topfentorte zum Käsekuchen. lg Andreas

  • TokeiIhto

    12.07.2005, 02:57 Uhr von TokeiIhto
    Bewertung: sehr hilfreich

    Also gut, Heike, Du hast mich voll und ganz überzeugt - von jedem ein Stück bitte. :o)) VLG Wolfgang