Kurort Oberstaufen Testbericht

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Erfahrungsbericht von egonman

Ein Bilderbuch beschaulicher Urlaubsfreuden !

Pro:

-

Kontra:

-

Empfehlung:

Ja

„Oberstaufen“


Romantisches Allgäu .


Es ist schon ein echter Herr-Gotts-Winkel , in dem sich die Oberstaufener behaglich eingerichtet haben . als hätte sich der liebe Gott selbst ein Denkmal setzen wollen , fließt alles harmonisch ineinander : Das Königsblau des Himmels verschmitzt an sonnigen , klaren Tagen mit dem satten Grün , in dem sich der Allgäuer Kurort sanft präsentiert . Trotz der sehr vielen Erholung Suchenden geht es hier ruhig und beschaulich zu . Eine Idylle , in der alles Belastende von einem abfällt , sich heilsame Ruhe auf die Seele senkt und sogar der nüchternpragmatische Gast ins Träumen kommt . Wenn er außerdem eine Schrothkur macht , werden in seinen Träumen sicher auch opulente Gaumen-Freuden auftauchen - denn er wird auf salzlose und fast kalorienfreie Kost gesetzt . Immerhin kann man sich an den Schönheiten der romantischen Landschaft erbauen – einem weiten Tal , das im Süden von eher sanft ansteigenden Alpen-Gipfeln eingerahmt wird . Spätestens in der zweiten Woche der Schrothkur fällt man ins Bodenlose . „Kurkrise“ nennen die Ärzte solche Anfälle von schlechter Laune .

Wer aber die drei Wochen Schrothkur übersteht und dabei standhaft bleibt , darf sich über seine neuerdings schlanke Figur freuen . Man fühlt sich leicht und verjüngt , der Körper hat all seine Stoffwechsel-Schlacken ausgeschieden und den Ballast der kleinen und großen Esssünden abgeworfen . Natur-Heiler Johann Schroth (1798 bis 1856) hat die Kur entwickelt .
In feuchter Wärme gedeiht Holz , Frucht und Wein , selbst Fleisch und Bein , erkannte er bereits im zarten Alter von 18 Jahren , als er sich ein geschwollenes Knie mit feuchten Wickeln gesund kurierte . Die Wickel sind bis heute eine der drei Behandlungs-Säulen der Schrothkur . Morgens wird der Körper in kalte , feuchte Laken gewickelt und gut zugedeckt . Man gerät dabei heftig ins Schwitzen , regt auf diese weise seinen Stoff-Wechsel an und schwemmt die Schlacken mit dem Schweiß aus . Die strenge Diät , die von genau festgelegten „Trink- und Trocken-Tagen“ begleitet wird , beschleunigt die Entgiftung des Organismus .
Ist man über den Punkt hinaus , wo man von Knödeln und Schweins-Haxen phantasiert , kann man seine Aufmerksamkeit wieder anderen Dingen zuwenden - den sehr vielen Vorzügen des Allgäus zum Beispiel .

Da ist man in Oberstaufen gerade richtig : Auf 250 Kilometern Wander-Wegen rund um die Ortschaft kann man geruhsam spazieren gehen oder mit der neu gewonnenen Behändigkeit die Gipfel stürmen - dies aber nur mit erfahrenen Berg-Führern . Und das auch im Winter , wenn der Schnee weißer Watte gleicht , die den Ort dick einpackt . Im Örtchen selbst gibt es auch einen Eisplatz , auf dem die Schlitt-Schuh-Läufer mit weichem Schwung im Winter ihre Pirouetten drehen können . Und auch das Eisstock-Schießen gehört hier zu den eher gemächlichen Winter-Freuden - ebenso wie ein Glas Glühwein hinterher , das dann die kalten glieder wieder aufwärmt .



Also wie beschrieben gibt es hier für jede Jahreszeit die richtigen Aktivitäten . Jeder kann wie er mag ob nun im Winter oder zu einer anderen Jahreszeit die Landschaft und die Kur-Anwendungen genießen . Oder man besucht nur die einmalig schöne Landschaft ohne Kur , aber wenn man schon mal da ist sollte man es sich überlegen und die Schrothkur doch mit machen um den Körper zu entschlacken , schaden kann es auf jedenfalls nicht eher das Gegenteil . Wünsche allen Oberstaufen-Besuchern , egal bei welcher Jahreszeit und ob sie nun Urlaub und Kur oder nur Urlaub machen eine schöne erholsame Zeit !

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