L.A. Crash (DVD) Testbericht
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Erfahrungsbericht von atrachte
Some Things Will Never Change
Pro:
packende Story die einfach klasse erzählt wird, klasse Schauspieler, die Botschaft hinter dem Film,
Kontra:
gar nichts,
Empfehlung:
Ja
Manchmal gibt es Filme auf die freut man sich schon im Vorfeld. So erging es mir mit dem Film "Crash" welcher bereits im letzten Jahr die Wege ins amerikanische Kino gefunden hat und bereits im Vorfeld hochgelobt wurde. In Deutschland läuft er nun fast ein Jahr später unter dem Namen "L.A. Crash" in den Kinos. Anders wie einige vielleicht im ersten Augenblick denken würden handelt es sich bei "L.A. Crash" nicht um einen Actionfilm sondern um ein Gesellschaftsdrama welches die alltägliche Situation in Los Angeles schildert. Das besondere am ganzen ist aber das "L.A. Crash" ein Episodenfilm ist. Nun werde ich aber erst einmal versuchen die Story ein wenig zu erläutern was bei Episodenfilmen nicht ganz so einfach ist. Ich wünsche euch aber trotzdem viel Spaß beim lesen und freue mich über eure Kommentare.
Story:
Detective Graham Waters blickt aus dem Fenster seines Autos. Aus dem Auto in welchen er mit seiner Kollegin Ria, mit der er auch eine Affäre unterhält, von einer Chinesin angefahren wurde. Er redet über Sinn und Unsinn des Daseins. Nachdem Ria ihren Kollegen gefragt hat ob alles mit ihm in Ordnung ist, steigt sie aus dem Auto aus. Detective Waters tut es ihr gleich. Während Ria die Situation mit der chinesischen Frau klärt geht Detective Waters zu dem Tatort, zu welchen er gerufen wurde, welcher direkt neben seinem Auto liegt. Wenige Meter von der Straße entfernt wurde ein junger Schwarzer Tot aufgefunden. Nachdem er mit einen Kollegen gesprochen hat sieht er wer der tote Junge ist...
36 Stunden zuvor.
Der persische Kleinladenbesitzer Farhad wurde schon einige male in seinem Laden überfallen. Um sich zu schützen will er eine Waffe kaufen. Seine Tochter begleitet ihn in den Waffenladen. Der Verkäufer weigert sich erst Farhad eine Waffe zu verkaufen und lässt ihn anschließend rausschmeißen. Nachdem Farhad´s Tochter das Geld zurück verlangt gibt der Waffenladenbesitzer ihr doch einen Revolver. Die Munition soll sie selber wählen.
Anthony und Peter verlassen gerade ein Café in einer der schöneren Gegenden von Los Angeles. Anthony redet davon das er in diesen "Gebiet" der Weißen Angst haben sollte und nicht die Weißen vor ihm und Peter. Plötzlich ändert sich die Situation: Anthony und Peter ziehen zwei Revolver aus ihren Jacken und überfallen den Staatsanwalt Richard Cabot und dessen rassistisch eingestellte Frau Jean. Für Richard Cabot ist es ein Problem das ausgerechnet zwei Schwarze ihm das Auto gestohlen haben. Denn er muss in einiger Zeit Wahlkampf führen und will nicht die Stimmen der Farbigen verlieren. Daher plant er das ganze Geschehene zu vertuschen. Derweil wechselt der mexikaner Daniel alle Schlösser im Haus der Cobots aus da ansonsten Jane überhaupt keine Ruhe mehr finden würde. Am nächsten Tag wird Daniel noch ein Schloss im Laden von Farhad reparieren. Er rät Farhad aber das er sich eine ganz neue Tür einbauen lässt woraufhin dieser Daniel als Betrüger beschimpft. Daniel haut ab. Bald schon wird der Laden von Farhad wieder ausgeräumt und er plant Rache an Daniel.
In der gleichen Nacht wird der Fernsehproduzent Cameron mit dessen weißer Frau von Officer Ryan angehalten. Dieser kann Nachts nicht schlafen da sein Vater schwer krank ist und ihm eine Behandlung von der Versicherung nicht bezahlt wird. Daher lässt er nun die Wut an Cameron aus und belästigt vor dessen Augen seine Freundin Christine . Der Partner von Ryan, Officer Hanson, reicht am nachfolgenden Tag Beschwerde ein und besteht auf einen neuen Partner.
Meine Meinung zu L.A. Crash:
Puh, gar nicht so leicht das ganze Grundgeschehen von "L.A. Crash" zusammen zu fassen ohne zu viel zu verraten. Wie man merkt ist die Story ziemlich Umfangreich (welche ein Wunder bei einen Episodenfilm). Und da liegt bekanntlich bei vielen Episodenfilmen schon das scheitern, da einfach zu viele Ideen und Charaktere in einen Film reingenommen werden. Da überrascht es doch sehr das Paul Haggis es geschafft hat alle Ideen perfekt umzusetzen und jeden Charakter genug Spielraum zu geben sodass man nicht das Gefühl bekommt der eine Darsteller hätte mehr Aufmerksamkeit bekommen als der andere. Die Story von " L.A. Crash" hört sich zu Anfang sehr verwirrend an, was sie sicherlich auch ist. Aber gegen Mitte des Filmes erkennt man immer wieder die klaren Verbindungen zu den einzelnen Charakteren und wie letztendlich das Ende zu Stande kommt. Ich will wirklich nicht zuviel verraten daher halte ich mich kurz: Was die Story angeht ist " L.A. Crash" wirklich Spitze. Alle Elemente wurden sehr Gut umgesetzt und man ist immer wieder von den Wendungen in der Handlung überrascht.
Das Thema das " L.A. Crash" behandelt ist sicherlich ein ziemlich heißes Pflaster. Ich habe selten einen Film gesehen der das Thema Rassismus mit all seinen Seiten so gut beleuchtet und anspricht wie es " L.A. Crash" tut, und dabei trotzdem noch sehr Authentisch und keinesfalls überzogen wirkt. Dem Zuschauer wird die Denkweise so vieler Personen gezeigt welche alle Unterschiedlicher kaum sein könnten. Da währe zum einen Jane Cabot welche zwar eine Mexikanerin als Haushälterin für sich arbeiten lässt aber ansonsten nichts für Leute übrig hat die nicht Weiß sind. Zum Ende hin macht aber das gesamte Weltbild von Jane eine 180 Grad Wende und sie lernt mit nicht Weißen Menschen normal umzugehen. Ähnlich denkend ist Anthony. Man sollte meinen da er Schwarz ist sollte er eigentlich anderen Nationalitäten etwas mehr aufgeschlossen sein. Das ist er aber keinesfalls. Er sieht so gut wie jede Alltagssituation als Diskriminierung von Schwarzen an und predigt seinen Freund Peter irgendwelche absurden Thesen. Wer den Film wirklich Ernst schaut wird aber erkennen das hinter jedem Charakter eigentlich nur die Angst vor den Menschen steckt die eine andere Nationalität haben. Das liegt sicherlich auch daran das die Trennung der verschiedenen Menschen (ich will Extra das Wort Rassentrennung nicht benutzen da es für mich etwas wie Rassen nicht gibt) in Amerika doch sehr ausgeprägt ist. Sind es in den Ghettos meist Farbige die ausgegrenzt werden ist wohl nach dem 11. September eine weitere Gruppe zur Randgruppe fungiert. Nämlich die Muslimen. So lernt der Zuschauer in "L.A. Crash" Farhad kennen welcher sich eigentlich nur eine Waffe zu Selbstverteidigung kaufen will, wobei das wiederum sowieso Schwachsinn ist denn gäbe es keine Waffen gäbe es auch nichts gegen das man sich verteidigen muss. Die Meinung vieler nicht Muslimen wird in "L.A. Crash" in einer Situation sehr gut dargestellt nämlich als Farhad versucht eine Waffe zu kaufen. Sofort geht der Verkäufer mit Bemerkungen wie dem "Dschihad" und "Attentäter" auf Farhad los und schmeißt ihn anschließend aus dem Laden raus. Was mir sehr Gut gefallen hat ist die Tatsache das man wirklich Wert auf die Entwicklung der Charaktere gelegt hat. So kommt "L.A. Crash" völlig ohne große Actionszenen und wilde Schießereien aus sondern zeigt dem Zuschauer nur das Alltägliche Leben. Ebenfalls sehr Gut gemacht ist das ende. Es gibt kein typisches Hollywood Happy - End, eigentlich gibt es überhaupt kein Happy - End. Jeder Charakter muss mit seinen Entscheidungen leben, es gibt keine höhere Macht die ihnen aus ihrer Lage heraus hilft und ein glückliches Ende herbeiberuft. Also handelt es sich bei "L.A. Crash" wirklich um einen sehr untypischen Film. Einzig und allein möchte ich Kritik an den Filmnamen üben wie er in Deutschland verwendet wird. Ich frage mich ob die Leute die die Übersetzungen von den Originalfilmtiteln zu Blöd sind oder die Filme nicht verstehen. Denn im englischen heißt der Film einfach nur "Crash". In den deutschen Kinos läuft der Film bekanntlich unter "L.A. Crash". Haben die Leute nicht verstanden das es diese Probleme nicht nur in Los Angeles gibt sondern auch direkt vor unserer Haustür? Aber es ist ja der Film und nicht der Filmtitel den es hier zu bewerten gilt.
Komme ich nun endlich zu den Schauspielern und deren Leistung in "L.A. Crash". Wie einige vielleicht schon mitbekommen haben spielen in "L.A. Crash" einige sehr bekannte Gesichter mit, obwohl der Film eigentlich kein sehr hohes Budget hatte. Es ist also recht Schwer einen Hauptdarsteller zu ermitteln da jeder Charakter für die Ausgangssituation relativ Wichtig ist. Mache ich mal den Anfang mit Don Cheadle welcher Detective Graham Waters spielt. Detective Graham Waters ist eigentlich der Charakter den man am meisten beobachtet. Nach der kurzen Einleitung, als er im Auto mit seiner Kollegin sitzt, bekommt man ein ganz anderes Bild von Graham. Denkt man in den ersten Minuten noch das er ein ruhiger Detective der nur seinen Beruf verrichtet so lernt man ihn einige Minuten später als jemanden kennen dem es die Frauen doch sehr angetan haben und der vor seiner Vergangenheit in den Slums, anscheinend, weg zu laufen versucht. Don Cheadle spielt seine Rolle ziemlich Überzeugend und Authentisch so dass man ihn von Anfang an Gut leiden kann. Eine Schauspielerin die wohl die meisten kennen ist Sandra Bullock welche in die Rolle von Jean Cabot schlüpft. Zwar bekommt man Sandra Bullock, im Vergleich zu Don Cheadle, eher selten zu sehen dafür spielt sie ihre, für sie, untypische Rolle sehr gut. Ebenfalls sehr bekannt sollte Matt Dillon sein. Er übernimmt die Rolle von Officer Ryan. Eigentlich hat Ryan keinen Grund abwertig gegen Farbige zu denken. Aber seit sein Vater schwer Krank ist gehen mit ihm wohl die Nerven völlig durch und er lässt seine aufgestaubte Wut oft an Schwarzen aus. Aber auch Ryan kommt im Film an einen Punkt an welchem er erkennt wie Schwachsinnig das alles doch ist. Auch Matt Dillon konnte mich als, anfangs unsympathischer Cop, sehr überzeugt. Die anderen Darsteller nun weiter zu erwähnen halte ich für Unsinnig da ich sonst nie fertig werden würde. Was man aber zu allen Darstellern sagen kann ist das egal ob es nun Ryan Phillippe als Officer Hanson oder Rapper Ludacris als Anthony, jeder Darsteller spielt seine Rolle sehr überzeugend. Vor allem zeigen die Darsteller großes Talent zu Charakterdarstellungen welche man gerade von Leuten wie Ludacris sicherlich nicht erwarten würde.
Original Filmtitel:
Crash (2004)
Länge des Filmes:
Ca. 113 Minuten
Schauspieler:
Don Cheadle (Detective Graham Waters)
Matt Dillon (Officer Ryan)
Sandra Bullock (Jean Cabot)
Ludacris (Anthony)
Jennifer Esposito (Ria)
Regisseur:
Paul Haggis
FSK:
Ab 12 Jahren
Fazit:
Mit "L.A. Crash" ist dem Regisseur wirklich ein Meisterwerk gelungen. Zwar handelt es sich bei "L.A. Crash" um einen Episodenfilm allerdings ist er so Gut gestrickt das man die Beweggründe der einzelnen Personen niemals aus dem Auge verliert auch wenn sie mal für 20 Minuten nicht auf der Leinwand zu sehen ist. Sehr schön ist auch das der Film durchweg Spannend bleibt. Es gibt also keine Stelle die irgendwie langweilig wirkt. Ebenfalls sehr Gut gelungen ist der Sozialkritische Aspekt welcher in "L.A. Crash" eindeutig der wichtigste Bestandteil der gesamten Handlung ist. Geradezu perfektioniert wird das ganze nur noch durch die Schauspieler die alle, ohne eine einzige Ausnahme, ihre Rolle sehr Glaubwürdig darstellen. Regisseur hat also ein echtes Meisterwerk geschaffen das es so im aktuellen Kinogeschehen leider nur sehr selten gibt. Wer also einen Film mit einer klug erzählten Story und einer hohen Klasse an Schauspielern sehen will der ist mit "L.A. Crash" bedient. Wer sich lieber Popcornkino anguckt ist bei Filmen wie "Mr. & Mrs. Smith" wohl besser bedient.
Homepage von L.A Crash:
http://www.crashfilm.com
Story:
Detective Graham Waters blickt aus dem Fenster seines Autos. Aus dem Auto in welchen er mit seiner Kollegin Ria, mit der er auch eine Affäre unterhält, von einer Chinesin angefahren wurde. Er redet über Sinn und Unsinn des Daseins. Nachdem Ria ihren Kollegen gefragt hat ob alles mit ihm in Ordnung ist, steigt sie aus dem Auto aus. Detective Waters tut es ihr gleich. Während Ria die Situation mit der chinesischen Frau klärt geht Detective Waters zu dem Tatort, zu welchen er gerufen wurde, welcher direkt neben seinem Auto liegt. Wenige Meter von der Straße entfernt wurde ein junger Schwarzer Tot aufgefunden. Nachdem er mit einen Kollegen gesprochen hat sieht er wer der tote Junge ist...
36 Stunden zuvor.
Der persische Kleinladenbesitzer Farhad wurde schon einige male in seinem Laden überfallen. Um sich zu schützen will er eine Waffe kaufen. Seine Tochter begleitet ihn in den Waffenladen. Der Verkäufer weigert sich erst Farhad eine Waffe zu verkaufen und lässt ihn anschließend rausschmeißen. Nachdem Farhad´s Tochter das Geld zurück verlangt gibt der Waffenladenbesitzer ihr doch einen Revolver. Die Munition soll sie selber wählen.
Anthony und Peter verlassen gerade ein Café in einer der schöneren Gegenden von Los Angeles. Anthony redet davon das er in diesen "Gebiet" der Weißen Angst haben sollte und nicht die Weißen vor ihm und Peter. Plötzlich ändert sich die Situation: Anthony und Peter ziehen zwei Revolver aus ihren Jacken und überfallen den Staatsanwalt Richard Cabot und dessen rassistisch eingestellte Frau Jean. Für Richard Cabot ist es ein Problem das ausgerechnet zwei Schwarze ihm das Auto gestohlen haben. Denn er muss in einiger Zeit Wahlkampf führen und will nicht die Stimmen der Farbigen verlieren. Daher plant er das ganze Geschehene zu vertuschen. Derweil wechselt der mexikaner Daniel alle Schlösser im Haus der Cobots aus da ansonsten Jane überhaupt keine Ruhe mehr finden würde. Am nächsten Tag wird Daniel noch ein Schloss im Laden von Farhad reparieren. Er rät Farhad aber das er sich eine ganz neue Tür einbauen lässt woraufhin dieser Daniel als Betrüger beschimpft. Daniel haut ab. Bald schon wird der Laden von Farhad wieder ausgeräumt und er plant Rache an Daniel.
In der gleichen Nacht wird der Fernsehproduzent Cameron mit dessen weißer Frau von Officer Ryan angehalten. Dieser kann Nachts nicht schlafen da sein Vater schwer krank ist und ihm eine Behandlung von der Versicherung nicht bezahlt wird. Daher lässt er nun die Wut an Cameron aus und belästigt vor dessen Augen seine Freundin Christine . Der Partner von Ryan, Officer Hanson, reicht am nachfolgenden Tag Beschwerde ein und besteht auf einen neuen Partner.
Meine Meinung zu L.A. Crash:
Puh, gar nicht so leicht das ganze Grundgeschehen von "L.A. Crash" zusammen zu fassen ohne zu viel zu verraten. Wie man merkt ist die Story ziemlich Umfangreich (welche ein Wunder bei einen Episodenfilm). Und da liegt bekanntlich bei vielen Episodenfilmen schon das scheitern, da einfach zu viele Ideen und Charaktere in einen Film reingenommen werden. Da überrascht es doch sehr das Paul Haggis es geschafft hat alle Ideen perfekt umzusetzen und jeden Charakter genug Spielraum zu geben sodass man nicht das Gefühl bekommt der eine Darsteller hätte mehr Aufmerksamkeit bekommen als der andere. Die Story von " L.A. Crash" hört sich zu Anfang sehr verwirrend an, was sie sicherlich auch ist. Aber gegen Mitte des Filmes erkennt man immer wieder die klaren Verbindungen zu den einzelnen Charakteren und wie letztendlich das Ende zu Stande kommt. Ich will wirklich nicht zuviel verraten daher halte ich mich kurz: Was die Story angeht ist " L.A. Crash" wirklich Spitze. Alle Elemente wurden sehr Gut umgesetzt und man ist immer wieder von den Wendungen in der Handlung überrascht.
Das Thema das " L.A. Crash" behandelt ist sicherlich ein ziemlich heißes Pflaster. Ich habe selten einen Film gesehen der das Thema Rassismus mit all seinen Seiten so gut beleuchtet und anspricht wie es " L.A. Crash" tut, und dabei trotzdem noch sehr Authentisch und keinesfalls überzogen wirkt. Dem Zuschauer wird die Denkweise so vieler Personen gezeigt welche alle Unterschiedlicher kaum sein könnten. Da währe zum einen Jane Cabot welche zwar eine Mexikanerin als Haushälterin für sich arbeiten lässt aber ansonsten nichts für Leute übrig hat die nicht Weiß sind. Zum Ende hin macht aber das gesamte Weltbild von Jane eine 180 Grad Wende und sie lernt mit nicht Weißen Menschen normal umzugehen. Ähnlich denkend ist Anthony. Man sollte meinen da er Schwarz ist sollte er eigentlich anderen Nationalitäten etwas mehr aufgeschlossen sein. Das ist er aber keinesfalls. Er sieht so gut wie jede Alltagssituation als Diskriminierung von Schwarzen an und predigt seinen Freund Peter irgendwelche absurden Thesen. Wer den Film wirklich Ernst schaut wird aber erkennen das hinter jedem Charakter eigentlich nur die Angst vor den Menschen steckt die eine andere Nationalität haben. Das liegt sicherlich auch daran das die Trennung der verschiedenen Menschen (ich will Extra das Wort Rassentrennung nicht benutzen da es für mich etwas wie Rassen nicht gibt) in Amerika doch sehr ausgeprägt ist. Sind es in den Ghettos meist Farbige die ausgegrenzt werden ist wohl nach dem 11. September eine weitere Gruppe zur Randgruppe fungiert. Nämlich die Muslimen. So lernt der Zuschauer in "L.A. Crash" Farhad kennen welcher sich eigentlich nur eine Waffe zu Selbstverteidigung kaufen will, wobei das wiederum sowieso Schwachsinn ist denn gäbe es keine Waffen gäbe es auch nichts gegen das man sich verteidigen muss. Die Meinung vieler nicht Muslimen wird in "L.A. Crash" in einer Situation sehr gut dargestellt nämlich als Farhad versucht eine Waffe zu kaufen. Sofort geht der Verkäufer mit Bemerkungen wie dem "Dschihad" und "Attentäter" auf Farhad los und schmeißt ihn anschließend aus dem Laden raus. Was mir sehr Gut gefallen hat ist die Tatsache das man wirklich Wert auf die Entwicklung der Charaktere gelegt hat. So kommt "L.A. Crash" völlig ohne große Actionszenen und wilde Schießereien aus sondern zeigt dem Zuschauer nur das Alltägliche Leben. Ebenfalls sehr Gut gemacht ist das ende. Es gibt kein typisches Hollywood Happy - End, eigentlich gibt es überhaupt kein Happy - End. Jeder Charakter muss mit seinen Entscheidungen leben, es gibt keine höhere Macht die ihnen aus ihrer Lage heraus hilft und ein glückliches Ende herbeiberuft. Also handelt es sich bei "L.A. Crash" wirklich um einen sehr untypischen Film. Einzig und allein möchte ich Kritik an den Filmnamen üben wie er in Deutschland verwendet wird. Ich frage mich ob die Leute die die Übersetzungen von den Originalfilmtiteln zu Blöd sind oder die Filme nicht verstehen. Denn im englischen heißt der Film einfach nur "Crash". In den deutschen Kinos läuft der Film bekanntlich unter "L.A. Crash". Haben die Leute nicht verstanden das es diese Probleme nicht nur in Los Angeles gibt sondern auch direkt vor unserer Haustür? Aber es ist ja der Film und nicht der Filmtitel den es hier zu bewerten gilt.
Komme ich nun endlich zu den Schauspielern und deren Leistung in "L.A. Crash". Wie einige vielleicht schon mitbekommen haben spielen in "L.A. Crash" einige sehr bekannte Gesichter mit, obwohl der Film eigentlich kein sehr hohes Budget hatte. Es ist also recht Schwer einen Hauptdarsteller zu ermitteln da jeder Charakter für die Ausgangssituation relativ Wichtig ist. Mache ich mal den Anfang mit Don Cheadle welcher Detective Graham Waters spielt. Detective Graham Waters ist eigentlich der Charakter den man am meisten beobachtet. Nach der kurzen Einleitung, als er im Auto mit seiner Kollegin sitzt, bekommt man ein ganz anderes Bild von Graham. Denkt man in den ersten Minuten noch das er ein ruhiger Detective der nur seinen Beruf verrichtet so lernt man ihn einige Minuten später als jemanden kennen dem es die Frauen doch sehr angetan haben und der vor seiner Vergangenheit in den Slums, anscheinend, weg zu laufen versucht. Don Cheadle spielt seine Rolle ziemlich Überzeugend und Authentisch so dass man ihn von Anfang an Gut leiden kann. Eine Schauspielerin die wohl die meisten kennen ist Sandra Bullock welche in die Rolle von Jean Cabot schlüpft. Zwar bekommt man Sandra Bullock, im Vergleich zu Don Cheadle, eher selten zu sehen dafür spielt sie ihre, für sie, untypische Rolle sehr gut. Ebenfalls sehr bekannt sollte Matt Dillon sein. Er übernimmt die Rolle von Officer Ryan. Eigentlich hat Ryan keinen Grund abwertig gegen Farbige zu denken. Aber seit sein Vater schwer Krank ist gehen mit ihm wohl die Nerven völlig durch und er lässt seine aufgestaubte Wut oft an Schwarzen aus. Aber auch Ryan kommt im Film an einen Punkt an welchem er erkennt wie Schwachsinnig das alles doch ist. Auch Matt Dillon konnte mich als, anfangs unsympathischer Cop, sehr überzeugt. Die anderen Darsteller nun weiter zu erwähnen halte ich für Unsinnig da ich sonst nie fertig werden würde. Was man aber zu allen Darstellern sagen kann ist das egal ob es nun Ryan Phillippe als Officer Hanson oder Rapper Ludacris als Anthony, jeder Darsteller spielt seine Rolle sehr überzeugend. Vor allem zeigen die Darsteller großes Talent zu Charakterdarstellungen welche man gerade von Leuten wie Ludacris sicherlich nicht erwarten würde.
Original Filmtitel:
Crash (2004)
Länge des Filmes:
Ca. 113 Minuten
Schauspieler:
Don Cheadle (Detective Graham Waters)
Matt Dillon (Officer Ryan)
Sandra Bullock (Jean Cabot)
Ludacris (Anthony)
Jennifer Esposito (Ria)
Regisseur:
Paul Haggis
FSK:
Ab 12 Jahren
Fazit:
Mit "L.A. Crash" ist dem Regisseur wirklich ein Meisterwerk gelungen. Zwar handelt es sich bei "L.A. Crash" um einen Episodenfilm allerdings ist er so Gut gestrickt das man die Beweggründe der einzelnen Personen niemals aus dem Auge verliert auch wenn sie mal für 20 Minuten nicht auf der Leinwand zu sehen ist. Sehr schön ist auch das der Film durchweg Spannend bleibt. Es gibt also keine Stelle die irgendwie langweilig wirkt. Ebenfalls sehr Gut gelungen ist der Sozialkritische Aspekt welcher in "L.A. Crash" eindeutig der wichtigste Bestandteil der gesamten Handlung ist. Geradezu perfektioniert wird das ganze nur noch durch die Schauspieler die alle, ohne eine einzige Ausnahme, ihre Rolle sehr Glaubwürdig darstellen. Regisseur hat also ein echtes Meisterwerk geschaffen das es so im aktuellen Kinogeschehen leider nur sehr selten gibt. Wer also einen Film mit einer klug erzählten Story und einer hohen Klasse an Schauspielern sehen will der ist mit "L.A. Crash" bedient. Wer sich lieber Popcornkino anguckt ist bei Filmen wie "Mr. & Mrs. Smith" wohl besser bedient.
Homepage von L.A Crash:
http://www.crashfilm.com
34 Bewertungen, 1 Kommentar
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22.08.2005, 14:54 Uhr von topfmops
Bewertung: sehr hilfreichdeswegen kein kommentar, kommt aber noch.
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