La Palma Testbericht


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Auf yopi.de gelistet seit 09/2003
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Erfahrungsbericht von maertens
La Palma- La Isla Bonita!
Pro:
Grandiose Natur, wenig Touristen, freundliche Menschen
Kontra:
wenig Strände
Empfehlung:
Ja
Ich kann eigentlich hier keine Wertung abgeben, aber La Palma ist für mich eine der schönsten Inseln des kanarischen Archipels, obwohl ich außer ihr nur noch Teneriffa besucht habe. Das liegt aber wahrscheinlich auch daran, daß ich eher Natur und Landschaft im Urlaub wichtig finde, als Party und Action. Aber auch die UNESCO hat La Palma Platz drei der schönsten Inseln der Welt zugestanden. Kein Wunder, daß ich im April die Insel zum 3ten mal besuchte.
Diese Schönheit gründet sich auf einer grandiosen Landschaft, schroffen Bergen, dunklen Loorbeerwäldern, der Ursprünglichkeit ihrer Städte und Dörfer sowie dem Umstand, vom Bauboom der Touristikindustrie der letzten Jahrzehnte verschont geblieben zu sein. La Palma ist ein Tip für Individualisten die damit leben können, daß um 20:00 Uhr die „Bürgersteige hochgeklappt\" werden.
Strände wird man so gut wie keine finden (bis auf ein paar pechschwarze Lavastrände im Osten bei Puerto Naos), aber es gibt zahlreiche Bademöglichkeiten in abgetrennten Naturschwimmbecken. Diese sind oft in natürliche Lavazungen ins Meer hineingebaut, ein Badeerlebnis der besonderen Art kann man hier erleben, wenige Meter neben der mitunter mörderischen Brandung zu schwimmen. Beim Schwimmen im offenen Meer sehr vorsichtig sein, bitte nur gute Schwimmer! Die Brandung ist enorm, und ich bin nicht nur einmal mit blutenden Knien und Ellbogen aus dem Wasser gekommen!!! An manchen Stellen gibt es tödliche Strömungen!
Nun zur Insel:
*********Allgemeines**********:
Sie ist gemeinsam mit El Hierro am weitesten westlich gelegen, ganze 450 km vom afrikanischen Festland entfernt. Sie ist mit 726 m² die drittkleinste Insel der Kanaren, ist 28 km breit und 47 km lang. Die höchste Erhebung ist der Roque de los Muchachos mit 2.426 m. 79.000 Einwohner zählt die Insel, ca. genauso viele Touristen kommen übers Jahr verteilt zu Besuch, was vergleichsweise wenig ist.
*************Natur und Geologie************
La Palma ist eine Vulkaninsel, die letzte Ausbruch des „Teneguía\" an der Südspitze der Insel war 1971, und noch immer kann man hier beim Wandern Schwefeldämpfe riechen und den heißen Atem des Erdinnern spüren.
In der Mitte des Eilandes ist die „Caldera de Taburiente\" gelegen, ein riesiger vulkanischer Einbruchskrater, dessen höchste Randerhebung immer noch wie beschrieben 2.426 Meter hoch ist. Zählt man die Erhebungen dazu, die sich vom Meeresgrund bis zur Wasseroberfläche erheben, kommt man sogar auf eine Höhe von über 6.000 Meter. Das die gesamte Caldera ist Naturschutzpark und ein Eldorado für Wanderer. Kiefernwälder wechseln sich ab mit eindrucksvollen Felsgebilden, Wasserfälle und Quellen. Schon den Ureinwohneren der Knaren, den Guanchen, war der Krater heilig.
La Palma wird allgemein als die grünste Insel bezeichnet. Ausgedehnte Kiefernwälder, Bananenplantagen und Loorbeerurwald rechtfertigen auch diese Bezeichnung. Auf trockneren Flächen haben sich Drachenbaumhaine erhalten.
An Kulturpflanzen sei noch Wein (aus dem ein schwerer, leckerer Rotwein gekeltert wird), Papayas, Avocados und Strelizienplantagen erwähnt.
Die Einheimischen sind Blumenliebhaber, entsprechend gepflegt sind Vorgärten und Häuser, in denen im kleinsten Behältnis Blumen gezüchtet werden.
************Transport*************
Zur Insel gelangt man per Flugzeug nach Los Cancajos. Das bedeutet: Nicht Unterkunft in Los Cancajos nehmen, wenn man Ruhe sucht! Zwar gibt es nur sehr wenige Landungen und Starts, aber das direkt über die Ferienanlagen!
Ich empfehle dringend, ein Mietauto zu nehmen! Zwar ist der öffentliche Nahverkehr gut ausgebaut, aber man braucht auf Grund der zahlreichen Stopps, der vielen Kurven und Steigungen kleine Ewigkeiten, um von A nach B zu kommen. Mietautos sind preiswert, und nach einer kleinen Eingewöhnung an die schwierigen Straßenverhältnisse für Touristen die bessere Alternative.
************Küche****************
Fisch Fisch Fisch! So lecker und frisch, wie man ihn selten zu essen bekommt. Meist frisch aus dem Meer. Hierzu unbedingt mal zum „Faro de Fuencaliente\" fahren, in der Bucht am Leuchtturm gibt es ein Fischrestaurant der urigen Art. Man sitzt auf wackligen Stühlen, muß aufpassen, daß einem die Wellen nicht in die Schuhe laufen und kriegt als Entschädigung den besten Fisch der Welt und einen Super Ausblick dazu. Es riecht nach Meer, und man kann beim Schlemmen den Fischern bei der Arbeit zuschauen.
Ansonsten sind die Eintöpfe berühmt, hier wird der Suppe individuell „Gofio\" beigegeben, ein geröstetes Maismehl zum Andicken. Auch empfehlenswert die „Schrumpelkartoffeln\" Papas arrugadas con mojo, die mit Meerwasser gekocht werden, eine runzlige salzglitzernde Oberfläche haben und mit Schale gegessen werden. Gerreicht wird dazu eine Spezielle Soße, die man in rot (rojo) oder grün (verde) bekommen kann. Ich empfehle die rote!
************Sehenswürdigkeiten/Aktivitäten****************
- Wanderungen in der Caldera de Taburíente
- Wanderungen in Garafía, Besuch der Wohnhöhlen und Höhlenzeichnungen der Ureinwohner
- Besteigung des Vulkans Teneguía im Süden, atemberaubende Lavalandschaft
- Loorbeerurwald im Nordosten, atemberaubende Wanderung durch 13 enge Tunnel zur ertragreichsten Quelle der Insel
- Wanderung auf der „Vulkanroute\", Ausgangspunkt Ost/West-Tunnel, Endpunkt Südspitze. Hier erlebt man Vulkanismus hautnah, das enge Beieinander von zerstörenden Vulkanausbrüchen und lebensspendender Nützlichkeit ständig vor Augen. Man sollte aber hierzu geübt sein und gute Wanderstiefel haben, da man abwechselnd über Lavadünen oder scharfkantige Felsen steigt. Auch die Höhenunterschiede sind immens.
n Besuch der historischen Hauptstadt der Insel, Santa Cruz. Man sieht der Stadt an, daß sie im 16. Jahrhundert Drehscheibe des aufkommenden Amerika-Handels war. Zahlreiche eindrucksvolle Bauten und Museen
- Kakteengarten bei Los Llanos
- Observatorium auf dem „Muchachos\"
**********Klima**********
Perfekt! Immer zwischen 22 und 28 °C, sowohl im Sommer als auch im Winter zu empfehlen. Kaum Regen, an der zentralen Bergkette gibt es die \"La Cascada\", ein einem Wasserfall gleichendes Wolkengebilde. Hier regnet es oft. Aber auf einer Seite der Insel gibt es immer schönes Wetter, bei der Fahrt durch den zentralen Tunnel zwischen Ost und West fühlt man sich manchmal wie auf Zeitreise, so unterschiedlich kann das Wetter auf 2 km Luftweg sein!
**********Preise**********
In den Restaurants kann man teilweise schon für 4 Euro den frischesten Fisch essen, den man sich vorstellen kann. Allgemein bewegen sich die Restaurantpreise zwischen 50 und 80 % des deutschen Niveaus, immer abhängig von der Lage natürlich.
Auch die Preise für Benzin (Normal: 57 Cent) oder Lebensmittel sind meist niedriger als bei uns.
Fazit: La Palma ist absolut empfehlenswert für Wanderer, Individualisten und Naturliebhaber. Und bitte erzählt es nicht weiter, damit die Insel so schön ruhig und ursprünglich bleibt wie bisher!
Diese Schönheit gründet sich auf einer grandiosen Landschaft, schroffen Bergen, dunklen Loorbeerwäldern, der Ursprünglichkeit ihrer Städte und Dörfer sowie dem Umstand, vom Bauboom der Touristikindustrie der letzten Jahrzehnte verschont geblieben zu sein. La Palma ist ein Tip für Individualisten die damit leben können, daß um 20:00 Uhr die „Bürgersteige hochgeklappt\" werden.
Strände wird man so gut wie keine finden (bis auf ein paar pechschwarze Lavastrände im Osten bei Puerto Naos), aber es gibt zahlreiche Bademöglichkeiten in abgetrennten Naturschwimmbecken. Diese sind oft in natürliche Lavazungen ins Meer hineingebaut, ein Badeerlebnis der besonderen Art kann man hier erleben, wenige Meter neben der mitunter mörderischen Brandung zu schwimmen. Beim Schwimmen im offenen Meer sehr vorsichtig sein, bitte nur gute Schwimmer! Die Brandung ist enorm, und ich bin nicht nur einmal mit blutenden Knien und Ellbogen aus dem Wasser gekommen!!! An manchen Stellen gibt es tödliche Strömungen!
Nun zur Insel:
*********Allgemeines**********:
Sie ist gemeinsam mit El Hierro am weitesten westlich gelegen, ganze 450 km vom afrikanischen Festland entfernt. Sie ist mit 726 m² die drittkleinste Insel der Kanaren, ist 28 km breit und 47 km lang. Die höchste Erhebung ist der Roque de los Muchachos mit 2.426 m. 79.000 Einwohner zählt die Insel, ca. genauso viele Touristen kommen übers Jahr verteilt zu Besuch, was vergleichsweise wenig ist.
*************Natur und Geologie************
La Palma ist eine Vulkaninsel, die letzte Ausbruch des „Teneguía\" an der Südspitze der Insel war 1971, und noch immer kann man hier beim Wandern Schwefeldämpfe riechen und den heißen Atem des Erdinnern spüren.
In der Mitte des Eilandes ist die „Caldera de Taburiente\" gelegen, ein riesiger vulkanischer Einbruchskrater, dessen höchste Randerhebung immer noch wie beschrieben 2.426 Meter hoch ist. Zählt man die Erhebungen dazu, die sich vom Meeresgrund bis zur Wasseroberfläche erheben, kommt man sogar auf eine Höhe von über 6.000 Meter. Das die gesamte Caldera ist Naturschutzpark und ein Eldorado für Wanderer. Kiefernwälder wechseln sich ab mit eindrucksvollen Felsgebilden, Wasserfälle und Quellen. Schon den Ureinwohneren der Knaren, den Guanchen, war der Krater heilig.
La Palma wird allgemein als die grünste Insel bezeichnet. Ausgedehnte Kiefernwälder, Bananenplantagen und Loorbeerurwald rechtfertigen auch diese Bezeichnung. Auf trockneren Flächen haben sich Drachenbaumhaine erhalten.
An Kulturpflanzen sei noch Wein (aus dem ein schwerer, leckerer Rotwein gekeltert wird), Papayas, Avocados und Strelizienplantagen erwähnt.
Die Einheimischen sind Blumenliebhaber, entsprechend gepflegt sind Vorgärten und Häuser, in denen im kleinsten Behältnis Blumen gezüchtet werden.
************Transport*************
Zur Insel gelangt man per Flugzeug nach Los Cancajos. Das bedeutet: Nicht Unterkunft in Los Cancajos nehmen, wenn man Ruhe sucht! Zwar gibt es nur sehr wenige Landungen und Starts, aber das direkt über die Ferienanlagen!
Ich empfehle dringend, ein Mietauto zu nehmen! Zwar ist der öffentliche Nahverkehr gut ausgebaut, aber man braucht auf Grund der zahlreichen Stopps, der vielen Kurven und Steigungen kleine Ewigkeiten, um von A nach B zu kommen. Mietautos sind preiswert, und nach einer kleinen Eingewöhnung an die schwierigen Straßenverhältnisse für Touristen die bessere Alternative.
************Küche****************
Fisch Fisch Fisch! So lecker und frisch, wie man ihn selten zu essen bekommt. Meist frisch aus dem Meer. Hierzu unbedingt mal zum „Faro de Fuencaliente\" fahren, in der Bucht am Leuchtturm gibt es ein Fischrestaurant der urigen Art. Man sitzt auf wackligen Stühlen, muß aufpassen, daß einem die Wellen nicht in die Schuhe laufen und kriegt als Entschädigung den besten Fisch der Welt und einen Super Ausblick dazu. Es riecht nach Meer, und man kann beim Schlemmen den Fischern bei der Arbeit zuschauen.
Ansonsten sind die Eintöpfe berühmt, hier wird der Suppe individuell „Gofio\" beigegeben, ein geröstetes Maismehl zum Andicken. Auch empfehlenswert die „Schrumpelkartoffeln\" Papas arrugadas con mojo, die mit Meerwasser gekocht werden, eine runzlige salzglitzernde Oberfläche haben und mit Schale gegessen werden. Gerreicht wird dazu eine Spezielle Soße, die man in rot (rojo) oder grün (verde) bekommen kann. Ich empfehle die rote!
************Sehenswürdigkeiten/Aktivitäten****************
- Wanderungen in der Caldera de Taburíente
- Wanderungen in Garafía, Besuch der Wohnhöhlen und Höhlenzeichnungen der Ureinwohner
- Besteigung des Vulkans Teneguía im Süden, atemberaubende Lavalandschaft
- Loorbeerurwald im Nordosten, atemberaubende Wanderung durch 13 enge Tunnel zur ertragreichsten Quelle der Insel
- Wanderung auf der „Vulkanroute\", Ausgangspunkt Ost/West-Tunnel, Endpunkt Südspitze. Hier erlebt man Vulkanismus hautnah, das enge Beieinander von zerstörenden Vulkanausbrüchen und lebensspendender Nützlichkeit ständig vor Augen. Man sollte aber hierzu geübt sein und gute Wanderstiefel haben, da man abwechselnd über Lavadünen oder scharfkantige Felsen steigt. Auch die Höhenunterschiede sind immens.
n Besuch der historischen Hauptstadt der Insel, Santa Cruz. Man sieht der Stadt an, daß sie im 16. Jahrhundert Drehscheibe des aufkommenden Amerika-Handels war. Zahlreiche eindrucksvolle Bauten und Museen
- Kakteengarten bei Los Llanos
- Observatorium auf dem „Muchachos\"
**********Klima**********
Perfekt! Immer zwischen 22 und 28 °C, sowohl im Sommer als auch im Winter zu empfehlen. Kaum Regen, an der zentralen Bergkette gibt es die \"La Cascada\", ein einem Wasserfall gleichendes Wolkengebilde. Hier regnet es oft. Aber auf einer Seite der Insel gibt es immer schönes Wetter, bei der Fahrt durch den zentralen Tunnel zwischen Ost und West fühlt man sich manchmal wie auf Zeitreise, so unterschiedlich kann das Wetter auf 2 km Luftweg sein!
**********Preise**********
In den Restaurants kann man teilweise schon für 4 Euro den frischesten Fisch essen, den man sich vorstellen kann. Allgemein bewegen sich die Restaurantpreise zwischen 50 und 80 % des deutschen Niveaus, immer abhängig von der Lage natürlich.
Auch die Preise für Benzin (Normal: 57 Cent) oder Lebensmittel sind meist niedriger als bei uns.
Fazit: La Palma ist absolut empfehlenswert für Wanderer, Individualisten und Naturliebhaber. Und bitte erzählt es nicht weiter, damit die Insel so schön ruhig und ursprünglich bleibt wie bisher!
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