La Palma Testbericht


ab 141,02 €
Billiger bei eBay?
Bei Amazon bestellen
Paid Ads from eBay.de & Amazon.de
Auf yopi.de gelistet seit 09/2003
Auf yopi.de gelistet seit 09/2003
Erfahrungsbericht von yopi-user
Trauminsel im Atlantik
Pro:
-
Kontra:
-
Empfehlung:
Nein
La Palma -auch als La Isla Bonita bezeichnet- zählt zu den kanarischen Inseln und ist dennoch vom Massentourismus verschont. Welch ein Glück für Insel und Bewohner.
Nachfolgend will ich euch die Insel näherbringen, will versuchen das Besondere von La Palma an Hand von verschiedenen Kategorien näherzubringen.
Ich habe folgende Kategorien erstellt:
1. Anreise und Mietwagen
2. Der Westen
3. Der Osten
4. Der Süden
5. Der Norden
6. Wohnen und einkaufen
7. Essen gehen
8. Wanderführer, Reiseführer
Ich weiss, ich habe mir viel vorgenommen, aber ich will einfach mal versuchen, einige nützliche Infos rüberzubringen.
Bevor ich beginne folgende kurze Einleitung:
Ich entschloss mich für LA PALMA als Urlaubsziel, weil ich die Kombination „tolle Natur“ mit „tollem Wetter“ reizvoll finde und ich aus Printmedien wusste, dass La Palma ohne Massentourismus und Bettenburgen mir genau das bieten kann.
Der Entschluss im Juni 2001 für drei Wochen nach La Palma zu fliegen war schnell gefasst.
Also, los geht´s....
1. Anreise und Mietwagen
========================
Die Anreise erfolgte via Direktflug von Düsseldorf nach Santa Cruz, der Hauptstadt der Insel. Als Fluggesellschaft hatte ich mich für Condor entschieden. Überraschenderweise waren die Mitanbieter LTU und Iberia teurer, Iberia hatte sogar zwei Zwischenstopps.
Da ich den Flug relativ früh buchte, gab es keine Rabatte bzw. Sonderanbegote. So waren 695,- Pro Person fällig.
Der Flug dauerte 4 Stunden und 30 Minuten und erfolgt nur einmal wöchentlich ab Düsseldorf (Dienstag).
Am Flughafen angekommen habe ich den in Deutschland vorgebuchten Mietwagen übernommen.
Vorgebucht ?? Richtig, auch das war ab Deutschland einfach billiger. Zwar kann man per Internet direkt mit den Vermietern auf La Palma Kontakt aufnehmen, doch sind die Preise höher als Buchung von hier. Ok, recht unwesentlich, bei meinem gewählten Ford KA waren es 3,- DM am Tag aber es gibt einen weiteren Unterschied: Bei Buchung in Deutschland (über Happy Holidays) war bereits die Vollkasko OHNE Selbstbeteiligung enthalten, das konnte kein span.Anbieter mithalten.
Ja, einen KA habe ich gebucht und einen Citroen Saxo erhalten. Eine Nr. größer, ohne Aufpreis. Na bitte, umso besser. Der Wagen hat übrigens 38,- pro Tag gekostet.
Einen Nachteil gibt es allerdings, wenn man ab Deutschland bucht:
Die kleinste Wagenklasse (Fiat Panda bzw. Seat) ist ab D nicht buchbar, sondern nur von den Anbietern direkt erhältlich.
Wer wandern möchte, sollte für La Palma unbedingt einen Mietwagen buchen. Ich hatte den Wagen für die kompletten 3 Wochen Aufenthalt und es hat sich gelohnt.
Es gibt zwar Busverbindungen, aber die führen nicht gerade an den Wanderwegen vorbei. Taxis gibt´s, werden auf Dauer aber teurer. Man ist so unabhängig und sooo teuer ist´s nun auch nicht.
Zu manchen Wanderwegen führen nur „Pisten“ hin, das sind Schotterwege, die staubig, holprig und nicht ganz einfach zu befahren sind.
Wer Geld übrig hat kann sich ja als Mietwagen einen kleinen Jeep nehmen, ist aber nicht zwingend erforderlich. Der Großteil dieser Pisten ist auch mit dem Saxo befahrbar. Hierzu später noch ein Hinweis.
Die Spritpreise sind ein Traum: Pro Liter etwas über eine Mark.
Bereits bei der Übergabe des Wagens wurde ich überrascht: Noch nicht einmal der Vermieter konnte Deutsch sprechen, nur Englisch. Sicher, das klappte gut, zeigte aber schon, dass die Insel nicht von Touris überlaufen ist.
2. DER OSTEN
===============
La Palma wird unterschieden in Ost- und Westseite. Das hat keine politschen Gründe wie seinerzeit in unserem Lande sondern geografische bzw. klimatische.
Ziemlich mittig der Insel verläuft von Nord nach Süd die Cumbra Nueva, ein Gebirgszug, der die Insel in West und Ost aufteilt.
Kurzer Hinweis: La Palma hat eine Größe von 726 qkm und misst 28 KM an der breitesten und an der längsten Stelle 45 Km.
Dieser Gebirgszug hat klimatische Folgen: Während der Westen hauptsächlich von Sonnenschein verwöhnt wird, kann es im Osten schon mal passieren, dass dort tagelang rund um die Uhr Wolken das Blau des Himmels verdecken.
Nicht dass es dann dort regnet, nein, es ist einfach warm und bedeckt. Natürlich gibt es dort mehr Luftfeuchtigkeit, was wiederum einen grüneren Pflanzenwuchs als im Westen zur Folge hat.
Im Osten finden sich dichte Laubwälder, mit Wanderwegen bestückt, die dieser Seite einen grüneren Touch verleihen.
Auch gibt es dort riesige Loorbeerbaumwälder, in denen sich Wanderwege die Berge hochdrehen.
ST.CRUZ:
--------
Im Osten liegt die Hauptstadt, Santa Cruz. Als ich im Juni dort war, hielt sich auch dort der Tourismus in Grenzen. In der Santa Cruz Region stehen einige Hotels und Appartementhäuser, aber naja, zum Thema „Unterkunft/Wohnen“ komme ich später ja noch.
Santa Cruz selbst bietet eine recht nette Uferpromenade, einen Hafen, ein Schiffahrtsmuseum (in Form eines Nachbau der Santa Maria v. Kolumbus), viele kleine nette Geschäfte, Bars, Restaurants, Eisdielen und eine recht schöne Altstadt.
Ein Ausflug dorthin lohnt sich,allerdings sollte man sich nicht zu viel vorstellen. Ein gemütlicher Bummel dürfte in 3 Stunden vollendet sein.
SAN ANDRES:
-----------
Tja, was gibt´s sonst noch im Osten ? Z.B. das Örtchen SAN ANDRES im Nordosten. Ein kleiner gemütlicher Ort umbegen von Bananenplantagen. Dieser Ort hat einen preisgekrönten Ortskern, der wegen seiner Schönheit besucht werden sollte.
MAZO:
-----
Südlich von St.Cruz liegt Mazo, ein kleiner Ort, der neben Kirche, Schule und wenigen Geschäften nicht sonderlich viel zu bieten hat.
Wäre da nicht der Bauernmarkt am Samstag und Sonntag. Ich selbst habe ihn nicht besucht, habe aber gelesen, dass dort die Bauern der Insel wöchentlich ihre Produkte feilbieten. So kann man seine Einkäufe direkt beim Hersteller vornehmen.
Ach ja, und an FRONLEICHNAM wird in Mazo tüchtig gefeiert. Die Straßen werden mit Blumen- bzw- Blütenbildern geschmückt und rumherum um die Kirche werden ebensolche Bilder angebracht.
Toll anzuschauen, zum Glück war im Juni ja Fronleichnam.... .
CUEVA DEL BELMACO:
-------------------
Noch weiter im Süden kann man sich eine Höhle anschauen, in der Ureinwohner La Palmas gehaust haben. Tja, ein Museum ist auch vorhanden, aber alles recht klein. Ob man das gesehen haben muss....das kann nur jeder nach seinen Interessen entscheiden. Ich war drin und ,naja, für das geringe Eintrittsgeld von derzeit 3,50 DM ist´s ok.
Natürlich kann man auch im Osten der Insel herrlich wandern, aber eine Beschreibung aller Wanderwege würde m.E. zu weit gehen. Ein Tip aber sei gesagt: Von Montes del Luna kann man zum Volcan Martin wandern.
Eine tolle Strecke, allerdings sollte man zwecks Orientierung einen gedruckten Wanderführer dabei haben.
3. DER WESTEN
==============
Fährt man vom Flughafen aus gen Westen muss man zunächste eine Straße zu zu-gehörigem Tunnel bewältigen, die die Cumbra Nueva bewältigt. Hier merkt man direkt bei der allerersten Fahrt, dass die Einheimischen sehr gerne recht zügig von a nach b kommen wollen. Naja....
Hat man den Tunnel hinter sich gebracht muss man sich meist die Sonnenbrille auf-setzen. Die Wolken des Ostens sind nämlich von einer Sekunde auf die andere ver-schwunden: Ja, man befindet sich im sonnigen Westen ! Man blickt hinab auf das Aridane-Tal, das trockener wirkt als das, was man vorher gesehen hat. Und so ist´s auch. In den 3 Wochen meines Aufenthaltes fiel kein Tröpfchen Regen und nur ganz selten waren Wolken am Himmel.
Und so bewässern die meisten Anwohner ihre Gärten, so dass viele Straßen in den Orten eine bunte Blumenpracht aufweisen.
Ja, man liebt hier das Bunte.
Fährt man die Hauptstraße weiter gelangt man zu
EL PASO.
--------
El Paso wird jeder La Palma Besucher kennenlernen, denn dieser Ort liegt direkt an der Ost-West-Verbindungsstraße.
Unterkünfte in unmittelbarer Umgebung dieser Straße sollten also vermieden werden.
Ich selbst habe in einer Seitenstraße gewohnt, in der man von dem Verkehr nichts mitbekommt.
El Paso bietet u.a. einen SAN MARTIN, eine recht großen Supermarkt, einen SPAR, zwei Tankstellen und genügend Banken / Geldautomaten.
By the way: Die La Palma Banken akzeptieren übrigens keine Euro-Schecks mehr !!
Sehenswertes hat El Paso allerdings nicht zu bieten: Keine Altstadt, keine Einkaufstraße, keine kulturellen Höhepunkte.Nichts.
Aber es hat einen anderen Vorteil: DIE LAGE. In extremsonniger Hanglage kann man hier seinen Pool bzw. Terrasse genießen. El Paso liegt inselmittig und bietet sich so als idealer „Wohnort“ an. Von hier aus kommt man recht gut in alle Himmels-richtungen.
In der Nähe gibt es eine nett anzuschauende Kirche, die Hermita Virgin del Pino, lei-der aber verschlossen.
Von El Paso kommt man am besten zur CUMBRECITA, ein Aussichtspunkt, der einen tollen Blick in die Caldera de Taburiente bietet. Die Caldera stimmt, ja. Einem riesigen Vulkankrater ähnlich ist dieses Rundgebirge einer der Glanzpunkte der Insel.
Die Berge erstecken sich bis knapp 2500 über NN. Dieses Gebiet eignet sich bes-tens zum stundenlangen Wandern.
Man sollte allerdings die Strecken nicht unterschätzen und immer genügend Waser dabei haben.
Fährt man weiter gen Westen gelangt man nach
LOS LLANOS.
-----------
Ein schönes Städtchen mit netter Plaza, auf der man sich unter Bäume setzen kann und sich vom Kellner etwas bringen lassen kann. Urgemütlich!
In Los Llanos findet man aber auch eine „Einkaufszone“ ganz ohne Autos, einmalig für La Palma. Wer ein neue Schuhe, Arzneimittel, T-Shirts, Hosen oder sonstiges benötigt: Hier wird man fündig.
Natürlich gibt´s auch hier genügend Lebensmittelmöglichkeiten, u.a. auch ein San Martin direkt gegenüber der Markthalle, in der man alles natürlich noch ein bißchen frischer –aber auch teurer- bekommt.
L.L. bietet sich also für ein paar Bummelstunden an.
Von L.L. aus führt eine Piste hinein in die Caldera, in Richtung Los Brecitos, einem Aussichtpunkt und zugleich Start für Wanderwege.
Doch zunächst muss man die Piste hinab in die Caldera fahren. Unten befindet sich ein staubiger kleiner Parkplatz, eine Frau kommt auf einen zu und fragt ob man ein Taxi haben wolle !! Ein Taxi ??
“Ja“, erklärt sie, „du willst ja bestimmt von Los Brecitos die Runde ins Tal zurückwandern, oder? Und nicht wieder hoch , oder ? Außerdem ist die Straße nach Los Brecitos steil, pistenartig und für ein normales Auto unpassierbar“.
Was nun ? Her mit dem Wanderführer. Eigentlich wollte ich von Los Brecitos NICHT ins Tal wandern sondern zu einem Wasserfall und zurück. Tja, die Runde hört sich allerdings auch reizvoll an. Kurz überlegt und gemacht. Ok, ich nehm ein Taxi (Allrad!!) lass den Wagen hier und bin in ca. 5 Stunden zurück.
Doch nein, für 2 Personen fährt das Taxi nicht nach Los Brecitos hoch, man zahlt nämlich pro Person. Ich muss auf andere warten.
Ok, nach 45 Min. stellt sich raus, dass niemand mehr kommt, eher fahren ein paar Autos an dem Parkplatz vorbei und erklimmen den Weg nach Los Brecitos. NORMA-LE AUTOS, keine Allradler wie ja unbedingt notwendig!!
Ich hab auch die Nase voll, steig ein, und mein Saxo erklimmt ebenfalls den holpri-gen steilen aber nicht unmöglichen Weg. Na bitte, nach 40 Minuten war auch ich o-ben. Schneller wäre es mit dem Allrad-Taxi auch nicht gewesen, ich hatte gefragt.
1500 Pts gespart, ist doch auch was.
Solltet ihr also auch hochfahren wollen: Traut euch, es ist zu schaffen !
TAZACORTE
---------
ist ein Ort direkt am Meer. Nichts besonderes, aber halt mit direktem Meerkontakt. Und dort gibt´s auch noch Puerto de Tazacorte: Dort gibt´s einen im Aufbau befindli-chen Strand, schöne bunte Häuser und gute Fischrestaurants. Die in manchen Rei-seführern beschriebenen Hütten mit Fischgrillerei sind dem Strandbau zum Opfer gefallen.
Trotzdem findet man Restaurant mit Terrassen, wo man supergünstig leckeren Fisch genießen kann. Besondere Empfehlung: Zum nördl. Strandende befinden sich zwei Fischlokale, nehmt vom Parkplatz aus gesehen das erste, der Fisch im zweiten Lokal ist nicht immer frisch !!!
Die Preise sind wie gesagt geradezu spottniedrig für dt. Fischverhältnisse !
Fährt man nun südwärts gelangt man nach
PUERTO NAOS
-----------
P.N. hat wohl den schönsten Strand für einen Strandurlaub, doch wer fährt nach La Palma um einen reinen Strandurlaub zu erleben ??????
Folgedessen hat P.N. viele Gästezimmer in Form eines Hotels und vieler Appartementhäuser anzubieten.
Keine Bange, P.N. ist kein zweites Palma de Mallorca, wahrhaftig nicht, aber es zählt nach meinen Geschmack zu den Orten, die man sich mal anschaut, in denen man aber nicht wohnen sollte.
Supermärkte und Banken sind vorhanden, ebenso wie Tauchbasen.
Bitte, wem das liegt....
Der feinsandige schwarze Strand lädt zum Baden ein keine Frage, das kann man ja auch machen. Abends sieht es von der Promenade richtig schön romantisch aus, das Meer. Bei einem Glas Wein ist das schon was feines...
Mehr will und weiss ich zu P.N. nicht zu schreiben. Ist halt nicht so ganz mein Geschmack.
Was gibt´s sonst noch im Westen? Viele kleine Orte, die man ruhig mal abfahren kann. Extreme Besonderheiten sollte man nicht erwarten, aber alle Orte haben ein gewisses Flair auf ihrer Plaza, dem Treffpunkt für Jung und Alt.
Schöne Kirchen und enge Gassen, das findet man überall und ist überall schön anzuschauen.
4. DER SÜDEN
============
bietet neben dem Ende der später beschriebenen „Vulkanroute“ den Ort LOS CANARIOS
-bzw. vor seiner Umbenennung FULIENCALIENTE- die beiden Vulkane San Antonio sowie den Volcan Teneguia.
Beide Vulkane kann man mit dem PKW ansteuern (beim San Antonio kostets Park-gebühr) und verleiten zu einem kleinen Aufstieg. Doch Vorsicht: Bei extremen Wind kann das eine ganz schön haarige Angelgenheit werden. Auf den San Antonio führt ein kurzer Fußweg, den man hin und zurück inkl. Fotos in 20-25 Min. erledigt hat.
Der Volcan Teneguia muss aber schon etwas mehr erklommen werden. Schwindel-frei sollte man sein und auch kräftigen Windböen widerstehen können. Nun, eine Kombination die mir nicht gerade liegt, aber naja, wenn man schon mal da ist.
Der Ort LOS CANARIOS
------------
(früher Fuliencaliente) bietet nicht allzu viel. Touristen kommen meist wegen des Anfangs bzw. Ende der Vulkanroute hierher. Meine Emp-fehlung: Besser von Nord nach Süd laufen. Das ist weniger anstrengend, es geht hauptsächlich bergab. Am Ende der Route (Los Canarios) warten nachmittags Taxis auf die Touristen, die nicht gerne auf einen Bus warten. Mein Tip: Ruhig warten, ir-gendwann kommt der Linienbuss und fährt euch für einen Spottpreis in euren Wohnort.
Tja, was gibt´s sonst noch im Süden ? Den Leuchtturm ! Bzw. momentan sind es noch zwei. Der ältere wurde gerade „demontiert“.
Man kann vom Vulkan San Antonio prima durch Lavafelder zum Leuchtturm mar-schieren. Ist mal was anderes.
5. DER NORDEN
=================
Tja, der Norden. Wie gesagt, ich wohnte in El Paso und so fuhr ich im Westen küstaufwärts Richtung Norden. Die Straße ist zwar gut, aber enge Kurven verlangen eine ganz schöne Fahrzeit.
Aber ok, einmal angekommen, kann man sich folgendes angucken:
Das ist z.B. die Stadt
GARAFIA.
--------
Eine schöne Kirche, eine schöne Plaza, gute Lokale und der Beginn eines Wander-weges druch einen Barranco. Barrancos sind Schluchten. Die Landschaft ansonsten hat zur Küste wenig Baumwuchs dafür aber herrliche Felder und Ausblicke auf´s Meer zu bieten. Alte bunte Häuser mit Blumen begeistern.
Dann gibt es da noch
SAN ANTONIO.
------------
Eigentlich ein kleiner Ort, aber einmal im jahr ist dort Viehmarkt. Und ich war da ! ge-nau zum richtigen Zeitpunkt ! Aber was soll ich sagen: Es lohnt sich nicht!! 1 Stunde Rumfahrerei durch Staub und Schlaglöcher um dann doch keinen Parkplatz zu fin-den. Da verließ mich die Lust.
Empfehlen kann ich dafür einen Abstecher zum Roque des los muchachos. Der höchste Berg der Insel. Man geniesst von dort tolle Einblicke in die Caldera, kann sich aus der Ferne die silbernen Observatorien angucken und kann so manchen Wanderweg beginnen. Toll !
Dieser Abstecher gehört m.E. zum Pflichtprogramm.
Im Norden gibt´s weitere Orte wie z.B. Puntagorda und Las Tricias. Aber ehrlich ge-sagt: Sie gleichen sich doch alle sehr und eignen sich für den Besucher für kurze Rundgänge aber für mehr..naja, bitte, das ist Geschmackssache. Für meinen ge-schmack ist man da etwas ZU WEIT ab vom Schuss. Die Anfahrt zum Norden dauert ganz schön und kann auf Dauer nerven.
Zum Gebirge hin stehen viele Kieferwälder, auf deren weichen Boden man herrliche Wanderungen unternehmen kann.
6. WOHNEN UND EINKAUFEN
=======================
Wie ihr bereits meinem obigen Text entnehmen könnt, habe ich mir als Wohnort EL PASO ausgesucht. Die Gründe liegen auf der Hand:
Mittig der Insel gelegen bietet El Paso einen guten Ausgangspunkt für Ausfahrten, eine recht gute eine Infrastruktur gewährleistet die Versorgung mit Lebensmitteln, Benzin und gutem Essen und last but not least: El Paso liegt im sonnigsten Bereich der Insel: Dem Aridane Tal.
Wer Interesse an einem Wanderurlaub auf La Palma hat, sollte sich El Paso und die nähere Umgebung unbedingt als möglichen Standort überlegen.
Finca, Appartements und Studios gibt es genug. Auch abseits der Hauptstraße ist das kein Problem, so dass man auch ruhig wohnt.
El Paso verbindet also das angenehme mit dem nützlichen.
Für mich wird bei einem weiteren Urlaub auf La Palma wieder mein Wunschort sein.
Ich kann euch auch eine Unterkunft direkt empfehlen und zwar diese: www.la-palma.de/casagila/index.htm
Das gastgebende deutsche Ehepaar ist sehr nett und um das Wohl jeden Gastes sehr bemüht.
Ein toller Garten, eine schöne Terrasse mit Sonnenliegen und Pool.einfach klasse.
Bei dieser Gelegenheit folgender Tip:
Reisekataloge bieten nur wenige Unterkünfte auf La Palma an. Ich empfehle eher das Surfen im www, die Auswahl ist viel besser.
Einkaufen kann man auf El Paso eigentlich in jedem noch so kleinen Ort. Ein Spar oder etwas vergleichbares ist überall vorhanden. Nur evt. Ist´s dort etwas teurer als im Supermarkt „San Martin“, der für mich die Bezugsquelle alles lebensnotwendigsten war.
In vielen Orten gibt es Märkte, dort ist natürlich alles am frischesten. Aber auch die Super-märkte werden mit „einheimischen“ Obst und Gemüse versorgt. FRISCH ist also eigentlich alles dort. Es kann nur ein Unterschied von ein paar Stunden vorhanden sein.
7. ESSEN GEHEN
==============
Essen gehen ist auf La Palma recht unproblematisch. In jedem noch so kleinen Ort gibt es zumindest eine „Bar“, in der man etwas magenfüllendes bekommen kann.
Restaurants findet man eigentlich auch überall.
Die Speisekarten sind meist dreisprachig: Spanisch, deutsch, englich. „No problem“, also.
Die palmerische Küche besteht hauptsächlich aus Fisch und Meeresfrüchten. Aber auch Zicklein und Kaninchen stehen auf dem Speiseplan. Bitte, wer´s mag... .
Etwas besonders leckeres sind die inseltypischen –in viel Salzwasser gekochten- Pellkartoffeln, die Papas arrugadas mit der dazugehörenden roten „mojo“, eine pikante Paprikasauce.
Die Kartoffeln bekommen während des Kochens eine Salzschicht auf der Schale, die man natürlich mitisst. LECKER !
Auf La Palma kann man natürlich bestens Fisch essen- vgl. Bericht oben. Aber auch deftige Hausmannskost.
Besonder gut in Erinnerung habe ich das „TAMANCA“ in Les Manchas, eine Art Weingast-hof im Felsen mit rustikaler Einrichtung und riesigen Portionen.
In El Paso kann ich das ital. Restaurant ADIAGO empfehlen. Es liegt direkt an der Hauptstraße. Preise, Qualität und Portionen stimmen.
8. WANDERFÜHRER, REISEFÜHRER
============================
Kommen wir jetzt zum Reisebegleitmaterial. Natürlich sollte man mind. einen Reiseführer und einen Wanderführer dabei haben.
Meine Empfehlung für den Wanderführer: Wanderungen auf La Palma. Rother Wanderführer Verlag. Für 24,80 DM bekommt man viele Wanderwege in allen möglichen Schwierigkeitsstufen geboten.
Reiseführer: Baedeker Allianz Reiseführer, La Palma, Hierro. Für ebenfalls 24,80 DM erhält man vollkommend ausreichende Informationen.
Aber solche Bücher sind oft Geschmackssache, jeder sollte lieber seine eigene Auswahl treffen.
Zusatzlich noch ein Hinweis zu Wanderungen:
Zu Beginn vieler Wanderwege findet man offizielle Schilder, auf denen sämtliche „offizielle“ Wanderwege von La Palma eingetragen sind. Leider war es mir nicht möglich, auf La Palma ein Heftchen / Buch mit all diesen eingezeichneten Wanderwegen aufzutreiben. Schade eigentlich, denn dann hätte man eine kom-plette Ausstattung. Falls jemand von euch weiss, wo man so etwas herbekommen kann: Bitte melden !!!
So, das ist ja doch ne ganze Menge geworden !
Ich hoffe, dass ihr ein paar Anregungen bzw. nützliche Hinweise erhalten habt und würde mich über Kommentare freuen.
Bis bald !
----- Zusammengeführt, Beitrag vom 2002-04-03 06:52:40 mit dem Titel PUERTO NAOS ! Schöner STrand, aber...
Puerto Naos ist neben der Inselhauptstadt Santa Cruz der einzige Ort, der größere Bauten für die Touristenunterbringung sein Eigen nennt.
Er liegt an der Westküste, somit auf der "Schönwetterseite" La Palmas.
Wer sich jetzt einen Touristenort wie Lloret de mar vorstellt, der sollte auf jeden Fall weiterlesen.
Puerto Naos hat EIN (!) Hotel, dieses liegt direkt am feinsandigen schwarzen Strand.
Der Strand ist schön, doch leider spenden bei senkrechter Sonne die Palmen recht wenig Schatten.
Leider aber sind neben dem Hotel ziemlich viele Appartementbauten vorhanden, die die Promenade nicht gerade verzieren. Nicht dass es rohe Betonklötze mit 10 Etagen sind, nein, baulich sehen sie im einzelnen recht ok aus, aber der Bauabstand zwischen den Häusern ist eng gehalten, die Straßen verstopfen sich dadurch und das Bild wird dadurch nicht schöner.
Der interessierte Leser weiss, dass LA PALMA nicht für seine Strände berühmt ist sondern eher für die Landschaft, die Natur und seine Wanderwege.
In Puerto Naos hat man wohl versucht Strandurlauber zu locken.
Im Sommer gelingt dies auch, denn dann besiedeln Festland-Spanier das Hotel und die Appartementhäuser.
Aber bitte nicht missverstehen, extrem überfüllt werden der Strand und der Ort dadurch nicht; was ja auch gut ist.
Das Hotel habe ich mir mal von innen angeguckt, naja, gut und schön, aber unser Appartement in EL PASO war doch wesentlich gemütlicher. Aber darüber werde ich einen gesonderten Bericht fertigen.
Puerto Naos hat durch seine Strandlage eine Promenade zu bieten, auf der man gemütlich entlangschlendern und recht günstig ein kleines Bierchen oder aber etwas anderes verinnerlichen kann.
Auf der angrenzenden Straße findet man Autovermieter, Restaurants, Eisdielen, Bars, Touristenläden und und und.
Spar und einen Supermarkt gibt es auch in Puerto Naos.
Alles in allem kann ich nach meinem Empfinden sagen, dass Puerto Naos durchaus mal besucht werden sollte, wie gesagt, abends, beim Sonnenuntergang ein Gläschen Rotwein auf der Promenade...das geht in Ordnung.
Meine Unterkunft würde ich aber wieder eher "außerhalb" wählen.
Dortige Fincas, Appartementos oder Studios haben wesentlich mehr Charme und sind preisgünstig.
Nachfolgend will ich euch die Insel näherbringen, will versuchen das Besondere von La Palma an Hand von verschiedenen Kategorien näherzubringen.
Ich habe folgende Kategorien erstellt:
1. Anreise und Mietwagen
2. Der Westen
3. Der Osten
4. Der Süden
5. Der Norden
6. Wohnen und einkaufen
7. Essen gehen
8. Wanderführer, Reiseführer
Ich weiss, ich habe mir viel vorgenommen, aber ich will einfach mal versuchen, einige nützliche Infos rüberzubringen.
Bevor ich beginne folgende kurze Einleitung:
Ich entschloss mich für LA PALMA als Urlaubsziel, weil ich die Kombination „tolle Natur“ mit „tollem Wetter“ reizvoll finde und ich aus Printmedien wusste, dass La Palma ohne Massentourismus und Bettenburgen mir genau das bieten kann.
Der Entschluss im Juni 2001 für drei Wochen nach La Palma zu fliegen war schnell gefasst.
Also, los geht´s....
1. Anreise und Mietwagen
========================
Die Anreise erfolgte via Direktflug von Düsseldorf nach Santa Cruz, der Hauptstadt der Insel. Als Fluggesellschaft hatte ich mich für Condor entschieden. Überraschenderweise waren die Mitanbieter LTU und Iberia teurer, Iberia hatte sogar zwei Zwischenstopps.
Da ich den Flug relativ früh buchte, gab es keine Rabatte bzw. Sonderanbegote. So waren 695,- Pro Person fällig.
Der Flug dauerte 4 Stunden und 30 Minuten und erfolgt nur einmal wöchentlich ab Düsseldorf (Dienstag).
Am Flughafen angekommen habe ich den in Deutschland vorgebuchten Mietwagen übernommen.
Vorgebucht ?? Richtig, auch das war ab Deutschland einfach billiger. Zwar kann man per Internet direkt mit den Vermietern auf La Palma Kontakt aufnehmen, doch sind die Preise höher als Buchung von hier. Ok, recht unwesentlich, bei meinem gewählten Ford KA waren es 3,- DM am Tag aber es gibt einen weiteren Unterschied: Bei Buchung in Deutschland (über Happy Holidays) war bereits die Vollkasko OHNE Selbstbeteiligung enthalten, das konnte kein span.Anbieter mithalten.
Ja, einen KA habe ich gebucht und einen Citroen Saxo erhalten. Eine Nr. größer, ohne Aufpreis. Na bitte, umso besser. Der Wagen hat übrigens 38,- pro Tag gekostet.
Einen Nachteil gibt es allerdings, wenn man ab Deutschland bucht:
Die kleinste Wagenklasse (Fiat Panda bzw. Seat) ist ab D nicht buchbar, sondern nur von den Anbietern direkt erhältlich.
Wer wandern möchte, sollte für La Palma unbedingt einen Mietwagen buchen. Ich hatte den Wagen für die kompletten 3 Wochen Aufenthalt und es hat sich gelohnt.
Es gibt zwar Busverbindungen, aber die führen nicht gerade an den Wanderwegen vorbei. Taxis gibt´s, werden auf Dauer aber teurer. Man ist so unabhängig und sooo teuer ist´s nun auch nicht.
Zu manchen Wanderwegen führen nur „Pisten“ hin, das sind Schotterwege, die staubig, holprig und nicht ganz einfach zu befahren sind.
Wer Geld übrig hat kann sich ja als Mietwagen einen kleinen Jeep nehmen, ist aber nicht zwingend erforderlich. Der Großteil dieser Pisten ist auch mit dem Saxo befahrbar. Hierzu später noch ein Hinweis.
Die Spritpreise sind ein Traum: Pro Liter etwas über eine Mark.
Bereits bei der Übergabe des Wagens wurde ich überrascht: Noch nicht einmal der Vermieter konnte Deutsch sprechen, nur Englisch. Sicher, das klappte gut, zeigte aber schon, dass die Insel nicht von Touris überlaufen ist.
2. DER OSTEN
===============
La Palma wird unterschieden in Ost- und Westseite. Das hat keine politschen Gründe wie seinerzeit in unserem Lande sondern geografische bzw. klimatische.
Ziemlich mittig der Insel verläuft von Nord nach Süd die Cumbra Nueva, ein Gebirgszug, der die Insel in West und Ost aufteilt.
Kurzer Hinweis: La Palma hat eine Größe von 726 qkm und misst 28 KM an der breitesten und an der längsten Stelle 45 Km.
Dieser Gebirgszug hat klimatische Folgen: Während der Westen hauptsächlich von Sonnenschein verwöhnt wird, kann es im Osten schon mal passieren, dass dort tagelang rund um die Uhr Wolken das Blau des Himmels verdecken.
Nicht dass es dann dort regnet, nein, es ist einfach warm und bedeckt. Natürlich gibt es dort mehr Luftfeuchtigkeit, was wiederum einen grüneren Pflanzenwuchs als im Westen zur Folge hat.
Im Osten finden sich dichte Laubwälder, mit Wanderwegen bestückt, die dieser Seite einen grüneren Touch verleihen.
Auch gibt es dort riesige Loorbeerbaumwälder, in denen sich Wanderwege die Berge hochdrehen.
ST.CRUZ:
--------
Im Osten liegt die Hauptstadt, Santa Cruz. Als ich im Juni dort war, hielt sich auch dort der Tourismus in Grenzen. In der Santa Cruz Region stehen einige Hotels und Appartementhäuser, aber naja, zum Thema „Unterkunft/Wohnen“ komme ich später ja noch.
Santa Cruz selbst bietet eine recht nette Uferpromenade, einen Hafen, ein Schiffahrtsmuseum (in Form eines Nachbau der Santa Maria v. Kolumbus), viele kleine nette Geschäfte, Bars, Restaurants, Eisdielen und eine recht schöne Altstadt.
Ein Ausflug dorthin lohnt sich,allerdings sollte man sich nicht zu viel vorstellen. Ein gemütlicher Bummel dürfte in 3 Stunden vollendet sein.
SAN ANDRES:
-----------
Tja, was gibt´s sonst noch im Osten ? Z.B. das Örtchen SAN ANDRES im Nordosten. Ein kleiner gemütlicher Ort umbegen von Bananenplantagen. Dieser Ort hat einen preisgekrönten Ortskern, der wegen seiner Schönheit besucht werden sollte.
MAZO:
-----
Südlich von St.Cruz liegt Mazo, ein kleiner Ort, der neben Kirche, Schule und wenigen Geschäften nicht sonderlich viel zu bieten hat.
Wäre da nicht der Bauernmarkt am Samstag und Sonntag. Ich selbst habe ihn nicht besucht, habe aber gelesen, dass dort die Bauern der Insel wöchentlich ihre Produkte feilbieten. So kann man seine Einkäufe direkt beim Hersteller vornehmen.
Ach ja, und an FRONLEICHNAM wird in Mazo tüchtig gefeiert. Die Straßen werden mit Blumen- bzw- Blütenbildern geschmückt und rumherum um die Kirche werden ebensolche Bilder angebracht.
Toll anzuschauen, zum Glück war im Juni ja Fronleichnam.... .
CUEVA DEL BELMACO:
-------------------
Noch weiter im Süden kann man sich eine Höhle anschauen, in der Ureinwohner La Palmas gehaust haben. Tja, ein Museum ist auch vorhanden, aber alles recht klein. Ob man das gesehen haben muss....das kann nur jeder nach seinen Interessen entscheiden. Ich war drin und ,naja, für das geringe Eintrittsgeld von derzeit 3,50 DM ist´s ok.
Natürlich kann man auch im Osten der Insel herrlich wandern, aber eine Beschreibung aller Wanderwege würde m.E. zu weit gehen. Ein Tip aber sei gesagt: Von Montes del Luna kann man zum Volcan Martin wandern.
Eine tolle Strecke, allerdings sollte man zwecks Orientierung einen gedruckten Wanderführer dabei haben.
3. DER WESTEN
==============
Fährt man vom Flughafen aus gen Westen muss man zunächste eine Straße zu zu-gehörigem Tunnel bewältigen, die die Cumbra Nueva bewältigt. Hier merkt man direkt bei der allerersten Fahrt, dass die Einheimischen sehr gerne recht zügig von a nach b kommen wollen. Naja....
Hat man den Tunnel hinter sich gebracht muss man sich meist die Sonnenbrille auf-setzen. Die Wolken des Ostens sind nämlich von einer Sekunde auf die andere ver-schwunden: Ja, man befindet sich im sonnigen Westen ! Man blickt hinab auf das Aridane-Tal, das trockener wirkt als das, was man vorher gesehen hat. Und so ist´s auch. In den 3 Wochen meines Aufenthaltes fiel kein Tröpfchen Regen und nur ganz selten waren Wolken am Himmel.
Und so bewässern die meisten Anwohner ihre Gärten, so dass viele Straßen in den Orten eine bunte Blumenpracht aufweisen.
Ja, man liebt hier das Bunte.
Fährt man die Hauptstraße weiter gelangt man zu
EL PASO.
--------
El Paso wird jeder La Palma Besucher kennenlernen, denn dieser Ort liegt direkt an der Ost-West-Verbindungsstraße.
Unterkünfte in unmittelbarer Umgebung dieser Straße sollten also vermieden werden.
Ich selbst habe in einer Seitenstraße gewohnt, in der man von dem Verkehr nichts mitbekommt.
El Paso bietet u.a. einen SAN MARTIN, eine recht großen Supermarkt, einen SPAR, zwei Tankstellen und genügend Banken / Geldautomaten.
By the way: Die La Palma Banken akzeptieren übrigens keine Euro-Schecks mehr !!
Sehenswertes hat El Paso allerdings nicht zu bieten: Keine Altstadt, keine Einkaufstraße, keine kulturellen Höhepunkte.Nichts.
Aber es hat einen anderen Vorteil: DIE LAGE. In extremsonniger Hanglage kann man hier seinen Pool bzw. Terrasse genießen. El Paso liegt inselmittig und bietet sich so als idealer „Wohnort“ an. Von hier aus kommt man recht gut in alle Himmels-richtungen.
In der Nähe gibt es eine nett anzuschauende Kirche, die Hermita Virgin del Pino, lei-der aber verschlossen.
Von El Paso kommt man am besten zur CUMBRECITA, ein Aussichtspunkt, der einen tollen Blick in die Caldera de Taburiente bietet. Die Caldera stimmt, ja. Einem riesigen Vulkankrater ähnlich ist dieses Rundgebirge einer der Glanzpunkte der Insel.
Die Berge erstecken sich bis knapp 2500 über NN. Dieses Gebiet eignet sich bes-tens zum stundenlangen Wandern.
Man sollte allerdings die Strecken nicht unterschätzen und immer genügend Waser dabei haben.
Fährt man weiter gen Westen gelangt man nach
LOS LLANOS.
-----------
Ein schönes Städtchen mit netter Plaza, auf der man sich unter Bäume setzen kann und sich vom Kellner etwas bringen lassen kann. Urgemütlich!
In Los Llanos findet man aber auch eine „Einkaufszone“ ganz ohne Autos, einmalig für La Palma. Wer ein neue Schuhe, Arzneimittel, T-Shirts, Hosen oder sonstiges benötigt: Hier wird man fündig.
Natürlich gibt´s auch hier genügend Lebensmittelmöglichkeiten, u.a. auch ein San Martin direkt gegenüber der Markthalle, in der man alles natürlich noch ein bißchen frischer –aber auch teurer- bekommt.
L.L. bietet sich also für ein paar Bummelstunden an.
Von L.L. aus führt eine Piste hinein in die Caldera, in Richtung Los Brecitos, einem Aussichtpunkt und zugleich Start für Wanderwege.
Doch zunächst muss man die Piste hinab in die Caldera fahren. Unten befindet sich ein staubiger kleiner Parkplatz, eine Frau kommt auf einen zu und fragt ob man ein Taxi haben wolle !! Ein Taxi ??
“Ja“, erklärt sie, „du willst ja bestimmt von Los Brecitos die Runde ins Tal zurückwandern, oder? Und nicht wieder hoch , oder ? Außerdem ist die Straße nach Los Brecitos steil, pistenartig und für ein normales Auto unpassierbar“.
Was nun ? Her mit dem Wanderführer. Eigentlich wollte ich von Los Brecitos NICHT ins Tal wandern sondern zu einem Wasserfall und zurück. Tja, die Runde hört sich allerdings auch reizvoll an. Kurz überlegt und gemacht. Ok, ich nehm ein Taxi (Allrad!!) lass den Wagen hier und bin in ca. 5 Stunden zurück.
Doch nein, für 2 Personen fährt das Taxi nicht nach Los Brecitos hoch, man zahlt nämlich pro Person. Ich muss auf andere warten.
Ok, nach 45 Min. stellt sich raus, dass niemand mehr kommt, eher fahren ein paar Autos an dem Parkplatz vorbei und erklimmen den Weg nach Los Brecitos. NORMA-LE AUTOS, keine Allradler wie ja unbedingt notwendig!!
Ich hab auch die Nase voll, steig ein, und mein Saxo erklimmt ebenfalls den holpri-gen steilen aber nicht unmöglichen Weg. Na bitte, nach 40 Minuten war auch ich o-ben. Schneller wäre es mit dem Allrad-Taxi auch nicht gewesen, ich hatte gefragt.
1500 Pts gespart, ist doch auch was.
Solltet ihr also auch hochfahren wollen: Traut euch, es ist zu schaffen !
TAZACORTE
---------
ist ein Ort direkt am Meer. Nichts besonderes, aber halt mit direktem Meerkontakt. Und dort gibt´s auch noch Puerto de Tazacorte: Dort gibt´s einen im Aufbau befindli-chen Strand, schöne bunte Häuser und gute Fischrestaurants. Die in manchen Rei-seführern beschriebenen Hütten mit Fischgrillerei sind dem Strandbau zum Opfer gefallen.
Trotzdem findet man Restaurant mit Terrassen, wo man supergünstig leckeren Fisch genießen kann. Besondere Empfehlung: Zum nördl. Strandende befinden sich zwei Fischlokale, nehmt vom Parkplatz aus gesehen das erste, der Fisch im zweiten Lokal ist nicht immer frisch !!!
Die Preise sind wie gesagt geradezu spottniedrig für dt. Fischverhältnisse !
Fährt man nun südwärts gelangt man nach
PUERTO NAOS
-----------
P.N. hat wohl den schönsten Strand für einen Strandurlaub, doch wer fährt nach La Palma um einen reinen Strandurlaub zu erleben ??????
Folgedessen hat P.N. viele Gästezimmer in Form eines Hotels und vieler Appartementhäuser anzubieten.
Keine Bange, P.N. ist kein zweites Palma de Mallorca, wahrhaftig nicht, aber es zählt nach meinen Geschmack zu den Orten, die man sich mal anschaut, in denen man aber nicht wohnen sollte.
Supermärkte und Banken sind vorhanden, ebenso wie Tauchbasen.
Bitte, wem das liegt....
Der feinsandige schwarze Strand lädt zum Baden ein keine Frage, das kann man ja auch machen. Abends sieht es von der Promenade richtig schön romantisch aus, das Meer. Bei einem Glas Wein ist das schon was feines...
Mehr will und weiss ich zu P.N. nicht zu schreiben. Ist halt nicht so ganz mein Geschmack.
Was gibt´s sonst noch im Westen? Viele kleine Orte, die man ruhig mal abfahren kann. Extreme Besonderheiten sollte man nicht erwarten, aber alle Orte haben ein gewisses Flair auf ihrer Plaza, dem Treffpunkt für Jung und Alt.
Schöne Kirchen und enge Gassen, das findet man überall und ist überall schön anzuschauen.
4. DER SÜDEN
============
bietet neben dem Ende der später beschriebenen „Vulkanroute“ den Ort LOS CANARIOS
-bzw. vor seiner Umbenennung FULIENCALIENTE- die beiden Vulkane San Antonio sowie den Volcan Teneguia.
Beide Vulkane kann man mit dem PKW ansteuern (beim San Antonio kostets Park-gebühr) und verleiten zu einem kleinen Aufstieg. Doch Vorsicht: Bei extremen Wind kann das eine ganz schön haarige Angelgenheit werden. Auf den San Antonio führt ein kurzer Fußweg, den man hin und zurück inkl. Fotos in 20-25 Min. erledigt hat.
Der Volcan Teneguia muss aber schon etwas mehr erklommen werden. Schwindel-frei sollte man sein und auch kräftigen Windböen widerstehen können. Nun, eine Kombination die mir nicht gerade liegt, aber naja, wenn man schon mal da ist.
Der Ort LOS CANARIOS
------------
(früher Fuliencaliente) bietet nicht allzu viel. Touristen kommen meist wegen des Anfangs bzw. Ende der Vulkanroute hierher. Meine Emp-fehlung: Besser von Nord nach Süd laufen. Das ist weniger anstrengend, es geht hauptsächlich bergab. Am Ende der Route (Los Canarios) warten nachmittags Taxis auf die Touristen, die nicht gerne auf einen Bus warten. Mein Tip: Ruhig warten, ir-gendwann kommt der Linienbuss und fährt euch für einen Spottpreis in euren Wohnort.
Tja, was gibt´s sonst noch im Süden ? Den Leuchtturm ! Bzw. momentan sind es noch zwei. Der ältere wurde gerade „demontiert“.
Man kann vom Vulkan San Antonio prima durch Lavafelder zum Leuchtturm mar-schieren. Ist mal was anderes.
5. DER NORDEN
=================
Tja, der Norden. Wie gesagt, ich wohnte in El Paso und so fuhr ich im Westen küstaufwärts Richtung Norden. Die Straße ist zwar gut, aber enge Kurven verlangen eine ganz schöne Fahrzeit.
Aber ok, einmal angekommen, kann man sich folgendes angucken:
Das ist z.B. die Stadt
GARAFIA.
--------
Eine schöne Kirche, eine schöne Plaza, gute Lokale und der Beginn eines Wander-weges druch einen Barranco. Barrancos sind Schluchten. Die Landschaft ansonsten hat zur Küste wenig Baumwuchs dafür aber herrliche Felder und Ausblicke auf´s Meer zu bieten. Alte bunte Häuser mit Blumen begeistern.
Dann gibt es da noch
SAN ANTONIO.
------------
Eigentlich ein kleiner Ort, aber einmal im jahr ist dort Viehmarkt. Und ich war da ! ge-nau zum richtigen Zeitpunkt ! Aber was soll ich sagen: Es lohnt sich nicht!! 1 Stunde Rumfahrerei durch Staub und Schlaglöcher um dann doch keinen Parkplatz zu fin-den. Da verließ mich die Lust.
Empfehlen kann ich dafür einen Abstecher zum Roque des los muchachos. Der höchste Berg der Insel. Man geniesst von dort tolle Einblicke in die Caldera, kann sich aus der Ferne die silbernen Observatorien angucken und kann so manchen Wanderweg beginnen. Toll !
Dieser Abstecher gehört m.E. zum Pflichtprogramm.
Im Norden gibt´s weitere Orte wie z.B. Puntagorda und Las Tricias. Aber ehrlich ge-sagt: Sie gleichen sich doch alle sehr und eignen sich für den Besucher für kurze Rundgänge aber für mehr..naja, bitte, das ist Geschmackssache. Für meinen ge-schmack ist man da etwas ZU WEIT ab vom Schuss. Die Anfahrt zum Norden dauert ganz schön und kann auf Dauer nerven.
Zum Gebirge hin stehen viele Kieferwälder, auf deren weichen Boden man herrliche Wanderungen unternehmen kann.
6. WOHNEN UND EINKAUFEN
=======================
Wie ihr bereits meinem obigen Text entnehmen könnt, habe ich mir als Wohnort EL PASO ausgesucht. Die Gründe liegen auf der Hand:
Mittig der Insel gelegen bietet El Paso einen guten Ausgangspunkt für Ausfahrten, eine recht gute eine Infrastruktur gewährleistet die Versorgung mit Lebensmitteln, Benzin und gutem Essen und last but not least: El Paso liegt im sonnigsten Bereich der Insel: Dem Aridane Tal.
Wer Interesse an einem Wanderurlaub auf La Palma hat, sollte sich El Paso und die nähere Umgebung unbedingt als möglichen Standort überlegen.
Finca, Appartements und Studios gibt es genug. Auch abseits der Hauptstraße ist das kein Problem, so dass man auch ruhig wohnt.
El Paso verbindet also das angenehme mit dem nützlichen.
Für mich wird bei einem weiteren Urlaub auf La Palma wieder mein Wunschort sein.
Ich kann euch auch eine Unterkunft direkt empfehlen und zwar diese: www.la-palma.de/casagila/index.htm
Das gastgebende deutsche Ehepaar ist sehr nett und um das Wohl jeden Gastes sehr bemüht.
Ein toller Garten, eine schöne Terrasse mit Sonnenliegen und Pool.einfach klasse.
Bei dieser Gelegenheit folgender Tip:
Reisekataloge bieten nur wenige Unterkünfte auf La Palma an. Ich empfehle eher das Surfen im www, die Auswahl ist viel besser.
Einkaufen kann man auf El Paso eigentlich in jedem noch so kleinen Ort. Ein Spar oder etwas vergleichbares ist überall vorhanden. Nur evt. Ist´s dort etwas teurer als im Supermarkt „San Martin“, der für mich die Bezugsquelle alles lebensnotwendigsten war.
In vielen Orten gibt es Märkte, dort ist natürlich alles am frischesten. Aber auch die Super-märkte werden mit „einheimischen“ Obst und Gemüse versorgt. FRISCH ist also eigentlich alles dort. Es kann nur ein Unterschied von ein paar Stunden vorhanden sein.
7. ESSEN GEHEN
==============
Essen gehen ist auf La Palma recht unproblematisch. In jedem noch so kleinen Ort gibt es zumindest eine „Bar“, in der man etwas magenfüllendes bekommen kann.
Restaurants findet man eigentlich auch überall.
Die Speisekarten sind meist dreisprachig: Spanisch, deutsch, englich. „No problem“, also.
Die palmerische Küche besteht hauptsächlich aus Fisch und Meeresfrüchten. Aber auch Zicklein und Kaninchen stehen auf dem Speiseplan. Bitte, wer´s mag... .
Etwas besonders leckeres sind die inseltypischen –in viel Salzwasser gekochten- Pellkartoffeln, die Papas arrugadas mit der dazugehörenden roten „mojo“, eine pikante Paprikasauce.
Die Kartoffeln bekommen während des Kochens eine Salzschicht auf der Schale, die man natürlich mitisst. LECKER !
Auf La Palma kann man natürlich bestens Fisch essen- vgl. Bericht oben. Aber auch deftige Hausmannskost.
Besonder gut in Erinnerung habe ich das „TAMANCA“ in Les Manchas, eine Art Weingast-hof im Felsen mit rustikaler Einrichtung und riesigen Portionen.
In El Paso kann ich das ital. Restaurant ADIAGO empfehlen. Es liegt direkt an der Hauptstraße. Preise, Qualität und Portionen stimmen.
8. WANDERFÜHRER, REISEFÜHRER
============================
Kommen wir jetzt zum Reisebegleitmaterial. Natürlich sollte man mind. einen Reiseführer und einen Wanderführer dabei haben.
Meine Empfehlung für den Wanderführer: Wanderungen auf La Palma. Rother Wanderführer Verlag. Für 24,80 DM bekommt man viele Wanderwege in allen möglichen Schwierigkeitsstufen geboten.
Reiseführer: Baedeker Allianz Reiseführer, La Palma, Hierro. Für ebenfalls 24,80 DM erhält man vollkommend ausreichende Informationen.
Aber solche Bücher sind oft Geschmackssache, jeder sollte lieber seine eigene Auswahl treffen.
Zusatzlich noch ein Hinweis zu Wanderungen:
Zu Beginn vieler Wanderwege findet man offizielle Schilder, auf denen sämtliche „offizielle“ Wanderwege von La Palma eingetragen sind. Leider war es mir nicht möglich, auf La Palma ein Heftchen / Buch mit all diesen eingezeichneten Wanderwegen aufzutreiben. Schade eigentlich, denn dann hätte man eine kom-plette Ausstattung. Falls jemand von euch weiss, wo man so etwas herbekommen kann: Bitte melden !!!
So, das ist ja doch ne ganze Menge geworden !
Ich hoffe, dass ihr ein paar Anregungen bzw. nützliche Hinweise erhalten habt und würde mich über Kommentare freuen.
Bis bald !
----- Zusammengeführt, Beitrag vom 2002-04-03 06:52:40 mit dem Titel PUERTO NAOS ! Schöner STrand, aber...
Puerto Naos ist neben der Inselhauptstadt Santa Cruz der einzige Ort, der größere Bauten für die Touristenunterbringung sein Eigen nennt.
Er liegt an der Westküste, somit auf der "Schönwetterseite" La Palmas.
Wer sich jetzt einen Touristenort wie Lloret de mar vorstellt, der sollte auf jeden Fall weiterlesen.
Puerto Naos hat EIN (!) Hotel, dieses liegt direkt am feinsandigen schwarzen Strand.
Der Strand ist schön, doch leider spenden bei senkrechter Sonne die Palmen recht wenig Schatten.
Leider aber sind neben dem Hotel ziemlich viele Appartementbauten vorhanden, die die Promenade nicht gerade verzieren. Nicht dass es rohe Betonklötze mit 10 Etagen sind, nein, baulich sehen sie im einzelnen recht ok aus, aber der Bauabstand zwischen den Häusern ist eng gehalten, die Straßen verstopfen sich dadurch und das Bild wird dadurch nicht schöner.
Der interessierte Leser weiss, dass LA PALMA nicht für seine Strände berühmt ist sondern eher für die Landschaft, die Natur und seine Wanderwege.
In Puerto Naos hat man wohl versucht Strandurlauber zu locken.
Im Sommer gelingt dies auch, denn dann besiedeln Festland-Spanier das Hotel und die Appartementhäuser.
Aber bitte nicht missverstehen, extrem überfüllt werden der Strand und der Ort dadurch nicht; was ja auch gut ist.
Das Hotel habe ich mir mal von innen angeguckt, naja, gut und schön, aber unser Appartement in EL PASO war doch wesentlich gemütlicher. Aber darüber werde ich einen gesonderten Bericht fertigen.
Puerto Naos hat durch seine Strandlage eine Promenade zu bieten, auf der man gemütlich entlangschlendern und recht günstig ein kleines Bierchen oder aber etwas anderes verinnerlichen kann.
Auf der angrenzenden Straße findet man Autovermieter, Restaurants, Eisdielen, Bars, Touristenläden und und und.
Spar und einen Supermarkt gibt es auch in Puerto Naos.
Alles in allem kann ich nach meinem Empfinden sagen, dass Puerto Naos durchaus mal besucht werden sollte, wie gesagt, abends, beim Sonnenuntergang ein Gläschen Rotwein auf der Promenade...das geht in Ordnung.
Meine Unterkunft würde ich aber wieder eher "außerhalb" wählen.
Dortige Fincas, Appartementos oder Studios haben wesentlich mehr Charme und sind preisgünstig.
12 Bewertungen, 3 Kommentare
-
12.08.2002, 14:19 Uhr von hoffi-2
Bewertung: sehr hilfreichIch fliege dieses Jahr nach La Palma...
-
18.07.2002, 14:42 Uhr von deepdance
Bewertung: sehr hilfreichDer Bericht gefällt mir gut, Deiner Empfehlung für gelegentlichen Besuch des Ortes möchte ich mich anschliessen! Auch mal zum Baden...
-
03.04.2002, 10:35 Uhr von Jakini
Bewertung: sehr hilfreichIst zwar nur über einen Ort, aber der Bericht ist ansonsten sehr gut geschrieben.
Bewerten / Kommentar schreiben