Lago Maggiore Testbericht

Lago-maggiore
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Erfahrungsbericht von Anonym126

Italia...wir kommen !

Pro:

-

Kontra:

-

Empfehlung:

Ja

Im letzten Jahr wollten wir dem wechselhaften Wetter ein Schnippchen schlagen und planten eine Reise nach Italien.

Mit unserem Wohnmobil machten wir uns auf den Weg und landeten nach einem kurzen Stop in Goldach am Bodensee bei unseren Schweizer Freunden, schließlich 2 Tage später am Lago Maggiore.

Wir hatten nichts gebucht , fuhren auf gut Glück los und wollten einfach dort bleiben, wo es uns gefällt.

Der Lago Maggiore ist ein wunderschöner großer See, der von dichtbewachsenen Bergen umgeben ist, mit zum Teil großen Schneefeldern auf den Gipfeln.

Wir hatten vor, den See einmal zu umfahren, und zwischendurch auf Campingplätzen zwei oder drei Tage zu bleiben.

Auf der Suche nach dem ersten Campingplatz erlebten wir auch schon die erste Enttäuschung. Die enge Strasse, die am Lago Maggiore vorbeiführt, hat auf der einen Seite das Bergmassiv, und auf der anderen Seite den See, der meistens nur über ziemlich stark abfallende Strassen zu erreichen war.

Auch die Campingplätze lagen dort unten und waren für unser Wohnmobil nicht geeignet. Hinunter wären wir noch gekommen, doch leider nicht mehr hinauf. Auf einen Versuch wollten wir es nicht ankommen lassen.

Schließlich entdeckten wir den Campingplatz Continental, der etwa 5 Fahrradminuten vom Lago Maggiore entfernt liegt. Man findet ihn in Fondotoce, in der Nähe der etwas größeren Stadt Verbana ( zur Orientierung) und er ist sehr gut über eine breite, gerade Sandstrasse zu erreichen.

Der Campingplatz verfügt über einen eigenen kleinen See, den Lago Mergozzo, der das sauberste und klarste Wasser aller europäischen Seen hat. Der Strand dieses Sees ist ziemlich klein, so dass sich dort natürlich tagsüber alles tummelte und zusammendrängte.

Die Stellplätze sind so groß, dass man ohne Probleme ein Vorzelt aufbauen kann und immer noch genügend Platz hat.

Der größte Teil des Campingplatzes ist dicht mit hohen, schattenspendenden Bäumen bewachsen, was in dieser Sommerhitze sehr angenehm war.

Die Duschen und Toiletten, auf die ich immer besonders viel Wert lege, waren sauber und gepflegt und wurden regelmäßig gesäubert. Leider lagen beide nicht nebeneinander und in den Toiletten gab es keine Waschbecken, was nicht so ganz toll war.

Das Centrum des Platzes bildete der Supermarkt, in dem man das Nötigste kaufen konnte und das Restaurant, das mir sehr gut gefiel.

Das Restaurant war so gut aufgeteilt, dass sich jeder wohlfühlen konnte. Es gab den etwas vornehmeren Teil, der abgelegen im hinteren Bereich lag und wo man wirklich in Ruhe speisen konnte.

Dann gab es den familienfreundlicheren Teil, wo es lauter, lebhafter und ungezwungener zuging und schließlich den Außenbereich, eine Art Biergarten mit Blick auf den Kinderspielplatz und die Billiardtische.

Nebenbei bemerkt war die Pizza, die wir dort aßen, ausgesprochen lecker und preiswert.

Tennisplätze waren im Angebot und auch Ponyreiten, so dass eigentlich kaum Langeweile aufkommen konnte.

Für drei Erwachsene und einem Stellplatz zahlten wir 25 Euro am Tag.

Bei unserer Ankunft war es brütend heiß, trotzdem wagten wir eine Radtour ins Hinterland. Allerdings gab es nicht allzuviel Hinterland, das wir mit unseren einfachen Rädern hätten bewältigen können.

Wer Radtouren in dieser Gegend unternehmen möchte, sollte schon über ein gutes geländetaugliches Rad verfügen, sonst schiebt man mehr, als das man fährt!

Am 2. und 3. Tag unseres Aufenthaltes regnete es ohne Unterbrechung und die Sandwege verwandelten sich in aufgetürmten Matsch. Wir hatten genug davon und entschlossen uns weiterzufahren, was mit gutem Wetter belohnt wurde.

Wir setzten unsere Rundreise um den Lago Maggiore zunächst in südlicher Richtung fort und kamen in das Städtchen Stresa, was mir spontan gefiel. Eine romantische City, eine gepflegte Uferpromenade und idyllische Gässchen konnten wir bewundern.

Nach kurzem Stop ging es weiter. Wir durchfuhren die Orte Lesa und Arona, wo wir auch Hinweise auf Campingplätze fanden, die für uns erreichbar gewesen wären. Doch mittlerweile hatten wir uns ein neues Reiseziel ausgesucht.

Der Lago Maggiore ist ein sehr schöner, beeindruckender See, der hervorragend für Wasserfans geeignet ist. Die bezaubernde Bergkulisse im Hintergrund, die malerischen Städtchen, die mit ihrem Anstrich farblich den Bergen angepasst wurden und fast an der Bergwand \"kleben\", sind Eindrücke, die sich in unserer Erinnerung eingenistet haben.


Liebe Grüße

Catty

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