Lago di Como Testbericht

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Erfahrungsbericht von tuxfan

Bella lario - ich komme wieder

Pro:

Klima, Landschaft, Lebensweise

Kontra:

man muss leider wieder zurück

Empfehlung:

Ja

Gerade bin ich wieder von einem Kurztripp an den Comer See zurück. Letzte Woche war ich für zwei Tage zum Abschalten dort.

Diesmal zog es mich nicht an den Norden den Sees, wo ich die letzten Jahre häufig auf dem Campingplatz \"Grande Quiete\" direkt am See, mit Zelt- und Wohnwagenplätzen unter schattenspendenden Bäumen verbracht habe.
Dort kann man phantastisch surfen und schwimmen, fast pünktlich kommen täglich morgends und nachmittags auflandige Winde, die am Ufer Kühlung und auf dem See den richtigen Surfspass bringen. Der Campingplatz befindet sich am nördlichsten Punkt des Comer See, östlich davon liegt Colico mit einem schönen kleinen Marktplatz direkt am See. Auf dem Marktplatz sind zahlreiche Cafes und Eisdielen, eine Schiffsanlegestelle und das Hotel Risi. Im Gewerbegebiet findet man einen riesigen Supermarkt, das Iperal, der Montag bis einschliesslich Sonntag geöffnet hat. Entgegen der üblichen Ladenöffungszeiten in Italien ist dieser Markt ohne Mittagspause von 9.00 bis 22.00 offen. Das Angebot (Backwaren, Fisch, Wurst, Käse) muss man einmal erlebt haben. Im Gebäude befinden sich zahlreiche andere kleine Geschäfte unter anderem auch ein kleineres SB-Restaurant in dem man mittags gut essen kann. Es gibt ein umfangreiches Angebot, dass im Hintergrund frisch zubereitet wird.
Am Ostufer befindet sich in der Nähe auch die kleine Halbinsel Piona mit einem Kloster darauf. Das Marienheiligtum dort wird von den Italiern recht rege besucht, mir hat dort vor allem die alte Klosterkirche gefallen. Im Klosterladen bekommt man ein reichhaltiges Angebot an verschiedenen Likören und Honigsorten. Einfach köstlich.

Der jetzige Besuch verschlug mich an die Mitte des Sees, dort wo sich der See in einen östlichen und westlichen Teil trennt.
Am Westufer waren wir für eine Nacht im Ort Menaggio in dem recht einfachen Hotel Corona, direkt im Zentrum, mit einigen Zimmern die direkten Blick auf den See erlauben. Das Hotel war sauber, die sanitären Einrichtungen modern, das Personal sehr freundlich und das Frühstücksbuffet ein Gedicht. Nächstes Jahr
bleiben wir länger. Im Ort befinden sich leider nur wenige Restaurants in denen man Abend etwas essen kann. Phantastisch ist der Blick von der Uferpromenade auf den See, wer will kann sich am Ufer auf die Steine setzen und seine Füsse im Wasser kühlen. Für Wassersport sollte man lieber etwas nördlicher gelegene Orte wählen. Ab der Mitte des Sees, ist vor allem auf der Westseite des Sees Sightseeing angesagt, da sich hier eine Villa an die nächste reiht.

Der Ort ist idealer Ausgangspunkt um die Villen und Nobelorte der näheren Umgebung zu erkunden. Mit dem Boot kommt man in den mondänen Nobelort Bellagio, der sich im See direkt an der Vergabelung des Sees befindet. Am Wochenende ist der Ort überlaufen, weil sich hier die High Society von Como mit ihren
Nobelkarossen und Motorbooten sehen lässt. Aber das muss man einmal gesehen haben. Während der Woche kann man dann eher die
Schönheiten des Ortes, das Grand Hotel am See, die engen und steilen Gässchen im Ort und die prachtvolle Uferpromenade mit zahlreichen Cafes, Restaurants und Läden geniessen. Wegen dem
unebenem Pflaster und den steilen Gässchen ist nur die Hafenpromenade für ältere Leute geeignet.

Von hier aus kann man dann weiter nach Varenna mit dem Schiff fahren. Der Ort befindet sich am Westufer direkt gegenüber von
Menaggio. Über dem Hafen thront eine wundervolle Villa. Man kann am See entlang über einen schmalen Steg vom Hafen zum unteren Zentrum gelangen. Dort befinden sich mehrere kleinere Bars die einen wunderbaren Blick über See bieten. Auch am Mittag kann man sich hier gut stärken, da die Karte ein reichhaltiges und preiswertes Angebot bietet. Durch das obere Stadtzentrum, vorbei an ein paar nobleren Hotels, gelangt man zur Villa Monastery. Dieses ehemalige Kloster wurde zu einer prächtigen Villenanlage mit wunderschönen, zum Teil tropischen
Pflanzen und vielen Statuen umgebaut. Hier kann man, gegen eine geringe Eintrittsgebühr, den herrlichen Garten direkt am See geniessen. Diesen Ort muss man einfach gesehen haben. Wer mit dem Auto nach Varenna kommt, kann auch oberhalb dieser Anlage direkt an der Strasse kostenlos parken.

Generell sollte man den Comer See im Juli und August meiden. Zum einen sind zu dieser Zeit viele zu viele Touristen hier und zum anderen kann es extrem heiss werden. Am schönsten ist es im Frühjahr und Herbst, wenn die Temperaturen etwas gemässigter sind und vor allem die Touristenströme etwas versiegt sind.

Billig ist der Comer See nicht, aber das Flair eines norwegischen Fjords im mediteranen Klima ist einfach unübertroffen.

Für die Reise an den See kann man mehrere Wege wählen. Der schnellste geht sich über Lindau und Chur, je nach Wunsch über
den St.Bernadino oder Splügenpass. Auf dieser Strecke muss man
allerdings für die Autobahn eine Vignette kaufen. Für Österreich ist das unbedingt zu empfehlen, wenn man den häufigen Stau in Bregenz durch den Pfändertunnel umfahren will.
Meine Lieblingsstrecke geht allerdings über den Fernpass, Landeck, St.Moritz an den Comer See. Auf dieser Strecke ist, bis auf den Fernpass nicht so viel los. Man kann sich die Vignetten sparen, da nur ein kleiner Teil zwischen Imst und Landeck vignettenpflichtig ist und die Bundesstrasse direkt oberhalb der Autobahn verläuft und einen phantastischen Blick bietet.

41 Bewertungen, 2 Kommentare

  • Madrianda

    28.09.2005, 11:26 Uhr von Madrianda
    Bewertung: sehr hilfreich

    Da bekomm ich glatt Lust, gleich wieder in Urlaub zu fahren. Wir waren heuer fast zur gleichen Zeit an der ital. Riviera *schwelg* VG nach Augsburg Beate :-)

  • crazygirl046

    10.09.2005, 18:53 Uhr von crazygirl046
    Bewertung: sehr hilfreich

    Scheint ja wirklich sehr schön dort zu sein. LG Jasmin