Lanzarote Testbericht

Lanzarote
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Erfahrungsbericht von Michael-at-Home

Entweder man liebt es, oder man haßt es...

Pro:

Traumhafte Landschaft, Klima, Leute, Essen, Bademöglichkeiten

Kontra:

In den Sommermonaten Juli & August einfach viel zu heiß...

Empfehlung:

Ja

• Vorwort

Da ich vorhin einige tolle Lanzaroteberichte gelesen habe und diese dann mit meinem "sehr alten Bericht aus den Anfängen aus Ciao" verglich, will ich meinen auf jeden Fall nun etwas aufarbeiten.

So möchte ich anführen, dass dieser Bericht anders ist, als man es von einem Urlaubsland erwartet. Ich möchte nur einzelne und aus meiner Sicht wichtigen Aspekte ansprechen, die meiner Meinung nach Erwähnenswert sind.

Nun, mittlerweile war ich schon mehrfach auf Lanzarote, so mit Absicht zu unterschiedlichen Monaten, des Wetters wegen, da mein "erster" Urlaub im August 2000 dann schon eher einer Tortur glich, da ich Temperaturen von mehr als 45 Grad im Schatten halt nicht gewohnt war.


• Anders

Für mich als verwöhnter Deutscher jagte es mir am Anfang einen Schauer nach dem anderen über die Haut als ich sah, mit welch einer Gleichgültigkeit die Einheimischen ihren Alltag meistern. Frei nach dem Motto: Kommst du heut nicht, kommst du morgen. Den richtigen Lanzarotinos bringt eben nix aus der Ruhe. Den gleichen Eindruck gewann ich, als wir mit dem Mietwagen auf den Straßen der Insel unterwegs waren. Verkehrsregeln ? Fremdwort. Jeder Autofahrer ist sich selbst der nächste, wird rücksichtslos Überholt und gedrängelt, was das Zeug hält. So mancher abenteuerlicher Paß mit strengsten Überholverbot wird von denen als "Trainingsstrecke" angesehen. Eigenartiger Weise sind hier Unfälle eher selten zu beobachten, im Vergleich zu mancher deutschen Stadt.

Die relativ sparsame Ausstattung unsere Zimmer bei allen bisherigen Aufenthalten liesen mich enttäuschen. Doch wenn ich ehrlich bin, wozu brauche ich Luxus. Schließlich will ich die Insel kennen lernen und nicht die vier Wände, die eigentlich nur zum schlafen und kochen da sind. Was mir bei meinem ersten Besuch auf Lanzarotes zu schaffen machte war die schier unerträgliche Hitze damals im August. Laut Reisebüro sollte eine Durchschnittstemperatur von 24 Grad sein. Tja,nur hatten wir im Schnitt tatsächlich aber 45 Grad, die durch die ständig anhaltenden Passatwinde vom afrikanischen Festland "verursacht" wurde.

Alles völlig normal, erklärten die Leute uns. Die "heiße" Luft kommt von der Wüste, die durch die geografische Lage der Kanaren unter Einfluß des Festlandes steht. Aha, dachte ich mir. Verstanden hatte ich das nicht so ganz. Das einzige, was daran positiv ist, das durch diesen Einfluß Lanzarote ein sehr stabiles Klima bietet und deshalb so beliebt ist als Urlaubsland. Einmal von den Sehenswürdigkeiten abgesehen.

Doch bereits nach ein paar Tagen merkte ich wieder einmal, das der Mensch eben doch ein Gewohnheitstier ist. Unser Tagesablauf richtete sich fortan nicht mehr nach der Uhr, sondern nach den Temperaturen.

Soll heißen, wir machten es wie die Einheimischen:
Mittagszeit-Siestazeit.

Wir standen morgens etwas früher auf und Genossen die angenehme Frische des frühen Tages. Die Inselerkundungen mit dem günstig gemieteten Auto beendeten wir spätestens Mittags um eins, nimmlich dann, wenn die Hitze unerträglich wurde. Wir legten uns zur Ruhe so bis Nachmittags um 4 Uhr. Sie werden nie einen Einheimischen sehen, der um 2 Uhr auf seinem Feld steht und irgendwelche arbeiten verrichtet. Das wäre glatter Selbstmord...

Ab 17 Uhr war dann auch immer im Hotel eigenen Swimmingpool wieder Wasser zu erkennen. (Vorher war vor lauter Menschen kein rein kommen geschweige denn Wasser sichtbar, da die in der Überzahl vorhandenen Engländer sich täglich in der prallen Sonne braten ließen)
Also rein ins verchlorte Nass, so das wir immer gegen 7 Uhr abends dann fertig waren um die Stadt unsicher zu machen.


• Sonstiges...

Landschaftlich gesehen ist Lanzarote eine wahrhaft fantastische Insel, die einheimische Küche ist schlicht aber sehr lecker und die Leute sind auch verträglich, sofern man mit ihnen in Kontakt kommt. Die vielen Schauplätze, wo einst die etlichen Vulkane ihre Ausbrüche hatten, die vielen Stätten wo damals die "tragische Wende Lanzarotes" begann. Wende von einer herrlich mit saftigen Wiesen überzogenen Archipels hinüber in einer grauen, aus Lawa erstarrten Kruste.

Tja, wie oben erwähnt waren wir bereits öfters dort. Die Monate Oktober bis März sind allemal zu empfehlen, weil einfach die Temperaturen voll okay sind. Leute, die sich lieber "braten" lassen wollen, sind natürlich in den sonst üblichen Sommermonaten bestens aufgehoben. Im Oktober haben wie atemberaubende Naturschauspiele erlebt, wenn sich ganz kurze Regenschauer von Sonnenstrahlen ablösen, die die tollsten Regenbögen am Himmel zauberten.



In diesem Sinne euer
Micha mit einem etwas anderen Bericht als sonst



Remscheid, 31.07.04
© Michael-at-Home für Yopi & Ciao


(Bereit 2000 auf Ciao gepostet und heute nochmals grob überarbeitet...)

37 Bewertungen, 2 Kommentare

  • Bautzner

    05.07.2008, 18:26 Uhr von Bautzner
    Bewertung: sehr hilfreich

    war auch schon öfter dort, einfach herrlich da, ich fahre oder fliege dieses jahr wieder hin

  • Outkast24

    01.08.2004, 02:46 Uhr von Outkast24
    Bewertung: sehr hilfreich

    I love it!