Lausbefall Testbericht

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Erfahrungsbericht von Woelfchen4

Das große Krabbeln auf dem Kopf

Pro:

nichts

Kontra:

alles

Empfehlung:

Nein

Guten Abend, liebe Leser!

Wie einige von Euch inzwischen sicher mitbekommen haben, arbeite ich als Schulsekretärin an einer Sekundarschule in Sachsen-Anhalt. In letzter Zeit trat vermehrt Kopflausbefall bei unseren Schülern auf. Ein Grund für mich, mich mit diesem Thema auseinanderzusetzen.

Um es vorweg zu nehmen: Verlausung ist keine Angelegenheit der persönlichen Sauberkeit. Auch auf einem hygienisch einwandfrei gepflegten Kopf können sich Läuse wohlfühlen und vermehren.

Wissenswertes über Kopfläuse
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Läuse sind ca. 3 mm große hellgraue bis braune Plagegeister, die sich bevorzugt in den Haaren an der Schläfe, im Nacken und hinter den Ohren aufhalten.

Kopflausbefall äußert sich mit starkem Juckreiz. Eine Folge davon können Kratzwunden sein, die sich unter Umständen entzünden.

Geschlechtsreife Läuseweibchen legen täglich (!!!) vier bis acht Eier (die sogenannten Nissen). Diese werden mit Hilfe einer Kittsubstanz an die Kopfhaare nahe der Kopfhaut geklebt. Wenige Tage später schlüpfen daraus Larven. Nach dem Durchlaufen mehrerer Entwicklungsstadien entsteht so nach ca. drei Wochen eine neue Läusegeneration.

Ein weit verbreiteter Irrtum ist, dass Kopfläuse springen können. Läuse werden generell nur durch direkten Kontakt, gemeinsam benutzte Haarbürsten, Kämme, Mützen, Spieltiere ... übertragen. Aus diesem Grund sollten Kontaktpersonen bzw. Familienangehörige von Betroffenen auch gründlich untersucht bzw. behandelt werden.

Dabei sollte das gescheitelte Haar Strich für Strich auf Kopfläuse bzw. Nissen untersucht werden.

Behandlung von Kopfläusen
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Zur Behandlung dieser Plagegeister gibt es in der Apotheke die verschiedensten Mittelchen in Form von Lösungen, Sprays oder Shampoos. Man kann diese ohne Rezept käuflich erwerben oder man sucht den Haus- bzw. Kinderarzt auf, der dann ein Rezept ausstellt.
Säuglinge sollte man niemals selbst behandeln!

Alle Mittel müssen streng nach ihrer Gebrauchsanleitung angewendet werden, damit sie richtig wirken können. Tote Nissen können mit einem besonders feinzinkigen Nissenkamm ausgekämmt werden. Eine vorherige Spülung der Haare mit lauwarmen Essigwasser erleichtert das Ganze.

Zusätzlich müssen Bürsten und Kämme gründlich gereinigt werden. Bettwäsche und Handtücher sollten bei 60° gewaschen werden. Falls das nicht möglich sein sollte, kann man die Wäsche auch für vier Wochen in einem dicht verschlossenen Plastiksack aufbewahren. So werden die Läuse ausgehungert. Spielzeug und Plüschtiere kann man für einen Tag in die Tiefkühltruhe legen, um die Läuse abzutöten.

Nach acht bis zehn Tagen sollte die Behandlung wiederholt werden, um ganz sicher zu gehen, die Läuseplage los zu sein.

Wie gehen wir bei Kopflausbefall vor
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Das Infektionsschutzgesetz schreibt vor, dass Personen, die von Läusen befallen sind, Gemeinschaftseinrichtungen wie Schulen, Kindergärten usw. nicht betreten dürfen.

Wird bei einem Schüler Kopflausbefall festgestellt, werden die Eltern telefonisch informiert. Diese müssen ihr Kind umgehend von der Schule abholen.

Die anderen Elternhäuser werden in Form eines kurzen Elternbriefes über den Kopflausbefall in der Klasse informiert und gebeten, auch ihr Kind vorbeugend zu kontrollieren.

Das von Kopfläusen betroffene Kind darf erst nach abgeschlossener Behandlung wieder zur Schule kommen. Dazu empfehlen wir die Vorlage eines ärztlichen Attestes, was aber nicht zwingend erforderlich ist.

Leider kommt es immer wieder vor, dass Eltern aus falscher Scham bzw. aus Angst, ihren Arbeitsplatz zu verlieren, die Schule vom Kopflausbefall ihres Kindes nicht unterrichten und es trotz noch nicht abgeschlossener Behandlung wieder in die Schule schicken. Das halte ich für äußerst verantwortungslos.

Ich kann mich noch gut daran erinnern, dass zu meiner Schulzeit (1974 bis 1984) in der ehemaligen DDR bei Kopflausbefall das Gesundheitsamt in der Schule erschien und alle Schüler der betreffenden Klasse kontrolliert wurden. Anschließend bekamen alle vorbeugend Delitex-Haarwäsche (gibt es heute nur noch auf Rezept) "verpasst". Glücklicherweise blieb ich bis heute von diesen scheußlichen Plagegeistern verschont!

Fazit
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Es ist keine Schande, Läuse zu bekommen, wohl aber eine, sie zu behalten.

Vielen Dank für's Lesen und Bewerten.

Euer Woelfchen4.

Ps.: Die Bewertung bezieht sich natürlich auf den Kopflausbefall.

24 Bewertungen, 2 Kommentare

  • Zuckermaus29

    05.01.2007, 23:38 Uhr von Zuckermaus29
    Bewertung: sehr hilfreich

    Liebe Grüße Jeanny :o)

  • Lotosblüte

    25.09.2005, 02:38 Uhr von Lotosblüte
    Bewertung: sehr hilfreich

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