Der Sohn des Kreuzfahrers (Taschenbuch) / Stephen Lawhead Testbericht

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ab 6,13
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Erfahrungsbericht von Markimanja

Jaja, die Kreuzzüge.......

Pro:

Alles........

Kontra:

Nichts.........

Empfehlung:

Ja

Hallo Ihr lieben Leser und Leserinnen,

heute möchte ich einen Bericht über ein ganz besonderes Buch schreiben, und zwar über „Der Sohn des Kreuzfahrers“ von Stephen Lawhead. Wie ich zu diesem Buch gekommen bin? Eine Bekannte hat mich mal gefragt was ich mir zum Geburtstag wünsche, und ich sagte Ihr das ich eine Leidenschaft für historische Romane habe. Da ich diese Bekannte noch nicht so lange kannte (eigentlich war es mehr eine Arbeitsbekanntschaft, da unsere Firmen zusam...........nicht vom Thema abkommen Mark) fragte Sie weiter welche ich denn noch nicht kenne, und legte mir einen Katalog von Weltbild vor. Ich schlug eine beliebige Seite auf und da lächelte mich diese Buch an. Über dem Bild vom Buch stand groß „Ein großer historischer Roman für alle Freunde des MEDICUS und der SÄULEN DER ERDE“. Da diese beiden eben genannten Bücher zu meinen Lieblingsbüchern gehören, mußte ich dieses einfach haben. Tja und ganz überraschender Weise (Haha Mark) bekam ich zum Geburtstag besagten Roman von oben genannter Bekannten geschenkt.

So, das wäre geklärt, und jetzt endlich zum Buch.

Der Einband ist in einem gelblich/grauem Ton gehalten. In der Mitte des Covers ist ein kleineres Gemälde, das von allen Seiten ein wenig angerissen und angekokelt aussieht. Auf diesem Gemälde werden Ritter gezeigt, die aus einer altertümlichen, orientalischen Stadt rauslaufen.
Des Weiteren ist auf dem Buch natürlich der Name des Schreibers dieses Werks (Stephen Lawhead) sowie der Titel (Der Sohn des Kreuzfahrers) vermerkt.



STORY:
Erzählt wird das Buch von Gordon Murray im Jahre 1899 in Edinburgh, der einem geheimen Orden angehört dessen Bedeutung erst auf den Schlußseiten dargestellt wird. (Deswegen von mir in diese Richtung keine Bemerkungen mehr, ich will ja nicht das ganze Buch verraten).

Unser Erzähler Gordon erzählt also folgende Geschichte:

Wir schreiben das Jahr 1096 nach Christus, im Norden Schottlands. Ranulf von Hrafnbu, Herrscher über eine kleiner Insel der Orkney – Inseln, hört das Papst Urban zum heiligen Kreuzzug gegen die Ungläubigen aufruft. Diese halten das heilige Land und die heilige Stadt besetzt.
Als gläubiger Christ sieht Ranulf natürlich seine Pflicht darin, mitzuziehen, zumal ihm für die Dauer der Pilgerfahrt bzw. des Kreuzzuges die Steuern erlassen werden. Also macht er sich mit seinen ältesten Söhnen und Tausenden anderen Schotten auf den langen und schwierigen Weg nach Jerusalem. Begleitet werden die tapferen von abermals Tausenden Rittern aus allen anderen europäischen Staaten.
Zurück läßt er nur seine Frau Niamh und seinen jüngsten Sohn Murdo, die auf das Hab und Gut aufpassen sollen. Dieses gestaltet sich aber schwiergiger als geplant, da nach Aufbruch der Ritter sofort der örtliche Bischof seinen Besitztum anmeldet und alles unter „den Schutz der Kirche“ stellt.
Murdo und seine Mutter können keinen Widerstand leisten, und flüchten auf das Hab und Gut einer befreundeten Familie, dessen Hausherr auch in den heiligen Krieg gezogen ist. Hier verliebt Murdo sich in Ragna, die Tochter der Gutsherrin.
Als die Mutter von Ragna stirbt, wird auch diese Insel von den Gefolgsleuten des Bischofs besetzt, und Murdo zieht fest entschlossen in Richtung heiliges Land um seinen Vater zu holen.
Auf dem sehr erschwerlichen Weg nach Jerusalem begleiten ihn ein paar Mönche eines alten Ordens, die sein Leben ziemlich beeinflussen werden. Ebenfalls eine wichtige Rolle werden die Nordmänner sein, die mit ihm ziehen.

Wird Murdo seinen Vater finden?
Weiß er das Ragna ein Kind von ihm erwartet?
Wird er dieses Kind jemals sehen?
Kann er das Land seines Vaters retten?

LESEPROBE:
............Murdo zog den Umhang des toten Mannes über den Kopf. Das Ding war schweißdurchtränkt und stank. Dort, wo der Speer ein Loch gerissen hatte, war der untere Teil blutverschmiert. Mit dem Wams, das er wegen des Umhangs abgelegt hatte, versuchte Murdo, die betreffende Stelle zu gut wie möglich zu säubern; dann wischte er sich die Hände ab, warf das verschmutzte Kleidungsstück weg und griff nach seinem Speer. Er blickte auf das weiße Kreuz, das nun auf seiner Schulter prangte. Nun würde ihn niemand mehr für einen Ungläubigen halten, dachte er und eilte weiter.

Die Straße beschrieb eine Biegung und stieg Richtung Tempelberg steil an. Murdo erreichte eine breite Durchfahrtsstraße und blieb stehen. Leichen blockierten den Weg. Überall lagen Leichen: Einie trugen das Weiß der Türken und Sarazenen, andere das Schwarz der Juden, alle jedoch lagen sie dicht an dicht, so daß die schwarzen Leichen die Schatten der weißen zu sein schienen.

Am anderen Ende der Straße konnte Murdo die Mauer erkennen, die den Tempelbezirk umgab und dessen großes Westtor. Das Tor stand offen. Die schweren Torflügel waren zersplittert und aus den Scharnieren gerissen. Plötzlich erscholl ein unheimliches Heulen und Schreien, das augenblicklich von dem lauten Ruf erstickt wurde: „Deus vult! Gott will es!“.

Angezoen von diesen Geräuschen stolperte Murdo vorwärts und suchte sich einen Weg durch die Leichenberge. Als er das Tor erreichte, blickte er hindurch und sah dahinter einen großen Platz, gefüllt mit Pilgern, die allesamt Gottes Zorn auf die Ungläubien herabriefen. Im Zentrum des Platzes stand ein viereckiges Gebäude mit rundem Dach, und zur Rechten konnte Murdo ein weit größeres Gebäude mit einem hohen runden Turm und einer großen goldenen Kuppel erkennen. Ein fränkisches Banner flatterte auf der Spitze der Kuppel. Das war also das Gebäude , das die Mönche die el-Aksa-Moschee genannt hatten; dann mußte es sich bei dem kleineren der beiden Bauwerke um den Felsendom handeln.

Das Heulen und Schreien kam aus dem Inneren der Moschee.

Murdo trat durchs Tor und auf den Platz hinaus. Mit jedem Schritt schlug sein Herz schneller, denn er hoffte, hier seinen Vater zu finden. Diese Hoffnung starb jedoch so schnell, wie sie geboren worden war, denn während er sich durch die Menge arbeitete, erkannte Murdo wie sinnlos es, hier irgend jemanden finden zu wollen. Es gab hier einfach viel zu viele Leute; überall herrschte Chaos, und es war zu laut. Selbst wenn sein Vater und seine Brüder sich hier befanden, in diesem Getümmel würde er sie niemals finden.

Als ihm diese Sinnlosigkeit bewußt wurde, geriet Murdos Entschlossenheit ins Wanken, und er blieb stehen. Benommen und verwirrt, mit den Rufen des kreischenden Mobs in den Ohren, drehte er sich um und bahmte sich einen Weg zurück – doch nur, um von einer neuen Welle Kreuzfahrer wieder nach vorne gespült zu werden. Er mußte darum kämpfen, nicht zu Boden zu stürzen, was ihm mit seinem Speer als Stütze zum Glück auch gelang, ansonsten wäre er vermutlich von der Menge zu Tode getrampelt worden.

Der Mob schien ausschließlich an der Moschee interessiert zu sein; alle Augen waren auf die goldene Kuppel gerichtet. Zunächst vermochte Murdo nicht zu erkennen, was es war, das die Aufmerksamkeit der Männer fesselte....dann erhaschte er über die Köpfe der Menge hinweg einen Blick auf einen blaßgelben Flammenfiner, der die Wand der Moschee emporkroch; auch am Fuß des Minaretts schlugen Flammen in die Höhe.

Die Schreie aus dem Inneren des brennenden Gebäudes wurden immer lauter und verzweifelter. Murdo senkte den Kopf, und diesmal gelang es ihm mit Stößen und gelegentlichen Hieben und Tritten, sich einen Weg zurück zu bahnen. Schließlich erreichte er tatsächlich wieder den Rand des Platzes, und erschöpft quetschte er sich zwischen den letzten Kreuzfahrern hindurch.

Hinter ihm erscholl ein Kriegsschrei, und er blickte zurück. Die hohe schmale Tür der Moschee wurde knarrend geöffnet, und eine schwarze Rauchwolke quoll heraus. Eine große Gruppe Araber mit weißen Turbanen wankte aus dem brennenden Bauwerk und in die wartenden Lanzen und Schwerter der Kreuzfahrer.

Murdo drehte sich der Magen um, und er schüttelte sich vor Abschaue, als die Pilger auf die Unglücklichen eindrangen, die versuchten, dem Feuer zu entkommen.................



MEINUNG/FAZIT:



Was soll ich über diese 716 Seiten starke Buch sagen? Als ich gelesen habe das es für Fans des MEDICUS und DER SÄULEN DER ERDE ein guter Tip ist, habe ich natürlich meine Erwartungen hoch gesetzt.
Und was muß ich sagen, ich wurde nicht enttäuscht. Dieses von Stephen Lawhead geschriebene Meisterwerk schaffte es mich von der ersten Sekunde an zu fesseln. Ich konnte diese Buch einfach nicht mehr aus der Hand legen. Ständig stellte ich mir während meiner Arbeitszeit die Frage ob Murdo es schaffen würde seinen Vater wieder zu finden, und ob dieser dann auch noch die Kraft haben würde Murdo zurück zu begleiten. Wie sieht es in der heiligen Stadt aus usw.
Jede einzelne Seite diese Buchs ist ein Genuß, und durch die packende Schreibweise des Schriftstellers ist es eines meiner absoluten Lieblingsbücher. Da kann auch verziehen werden, das der blutige Einzug in die heilige Stadt zum Teil doch sehr stark beschrieben wurde.
Außerdem zeigt diese Buch wiedermal wunderbar auf wie raffgierig die Kirche ist.....
Ich kann und muß diese Buch einfach nur weiterempfehlen.



DATEN UND FAKTEN ZUM BUCH:
Geschrieben von Stephen Lawhead
Erstausgabe 1998
Englischer Originaltitel: „The Iron Lance“
Deutsche Ausgabe erschienen bei Bastei-Lübbe
1 + 2 Auflage: Juni 2002
Illustrationen, Karten, Pläne und Vignetten: Tina Koch, Alfeld/Leine
Lektorat: Stefan Bauer
Umschlaggestaltung: Guido Klütsch, Köln unter Verwendung eines Ausschnittes aus dem Wandeppich von Bayeux (11 Jh.)
Satz: Kremerdruck GmbH, Lindlar
Druck und Verarbeitung: Ebner & Spiegel, Ulm
Seitenanzahl: 716
ISBN Nummer: 3-404-14729-4
Preis: 8,90Euro (das weiß ich obwohl es ein Geschenk war)

Ich hoffe euch hat der Bericht gefallen, würde mich über Kommentare und Bewertungen freuen.

Euer Mark
Der nette Kerl von nebenan...
für Yopi und Ciao

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