Der Sohn des Kreuzfahrers (Taschenbuch) / Stephen Lawhead Testbericht
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Auf yopi.de gelistet seit 06/2004
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Erfahrungsbericht von galeria
Trocken und staubig wie das Heilige Land
Pro:
Ich hatte wieder was zu Lesen.
Kontra:
Keinerlei Spannung, was zum Einschlafen.
Empfehlung:
Nein
Ein Buch kam mir unter die Augen auf dessen Umschlagseite die Worte prangten:
"Ein großer historischer Roman für alle Freunde des 'Medicus' und der 'Säulen der Erde'"
Das war ein Windei, der Verlag erhoffte sich wohl gute Verkaufszahlen und ich bin drauf reingefallen.
Die ganze Sache spielt am Ende des 11. Jahrhunderts und beginnt in Schottland auf den Orkney-Inseln. Der Papst hat alle Christen aufgerufen, ins Heilige Land zu ziehen und das Grab von Christi zu befreien. Der Gutsherr Ranulf und seine beiden älteren Söhne Torf und Skuli brechen auf nach Jerusalem. Der jüngste Sohn, Murdo, möchte auch mit, aber er darf nicht, er sei noch zu jung und er solle auf seine Mutter acht geben.
Kaum sind die Hufschläge der Kreuzritter verklungen, da naht schon der böse gierige Abt und ermächtigt sich des gesamten Besitzes, so dass Murdo und seine Mutter praktisch auf der Straße sitzen. Sie finden Unterschlupf auf einer anderen Insel, bei der Freundin der Mutter. Die Tochter selbiger wird die Geliebte Murdos und die beiden wollen heiraten. Aber Murdo hat keinen Besitz mehr und will zuerst seinem Vater und seinen Brüdern nach Jerusalem folgen, damit sie wieder nach Hause kämen und dem Abt eins auf die Nase hauen.
Unterwegs auf der Reise per Schiff lernt er drei Mönche kennen. Zuerst sind sie ihm verhasst, wie alle Kirchenmänner, kein Wunder, da er durch einen von ihnen besitzlos geworden ist. Aber diese drei Priester haben es ihm angetan, sie predigen so ganz anders, ihre Einstellung zum Leben und zu Gott fasziniert ihn. Ganz besonders gern mag Murdo den Priester Emlyn, der ihm wie ein Vater auf dieser ein Jahr lang dauernden Hinreise ist.
Ob Murdo nun seine Leute wieder findet, welche grausamen Erlebnisse und Alpträume Murdo hat, das erzähle ich nicht, das sollt ihr lesen, wenn ihr nach diesem Bericht dazu noch Lust verspürt.
Lawhead beginnt eigentlich im Jahre 1899, da geht es um einen religiösen Geheimbund, eine Bruderschaft. Und dann schwenkt der Autor wieder zurück ins 11. Jahrhundert. Dies passiert öfter mal und sollte wohl das Ziel haben, jetzt ganz besonders spannend auf ein Ende hin zu zielen, wo dann alles zur Aufklärung kommt. Misslungen. So ein Ende gibt es nicht, das schon mal vorweg. So nach der Devise: denk dir deinen Teil selbst. Ist so auch nicht schlecht die Idee, aber Lawhead hätte da ruhig noch reißerischer ansetzen können. So wabert und schlabert sich die Geschichte mehr schlecht als recht dahin.
Dass es da einen gewissen Zusammenhang gibt in diesen Zeiträumen, das wird jedem klar, nur was hatte das Ganze für einen Sinn? Vielleicht bin ich nicht religiös genug für Lawheads Erguss.
Das Buch beginnt furchtbar lahm, ich musste mich regelrecht zwingen, weiter zu lesen. Dann wurden die Grausamkeiten der Plünderung Jerusalems ein bisschen aufgepeitscht, wahrscheinlich um die Geschichte etwas zu beleben...naja. Und dann wurde es auf einmal derart mystisch, als Murdo Visionen hatte von irgend so einem Heiligen - geschmacklos. Und als ich irgendwo las, dass Lawhead vorher Fantasy-Romane geschrieben hat, hat mich nichts mehr gewundert. Ich hab nichts gegen Fantasy-Romane und auch gegen eine Vermischung mit der wahren Historie hab ich nichts, aber Lawhead hat dieses Thema entschieden zu lahm angepackt. Zu gut Deutsch: er kam einfach nicht aus dem Knick. Und wenn er es hätte tun können, weil es inhaltlich wunderbar gegangen wäre, versagte er wieder.
Auch das Ende war vorhersehbar und Friede, Freude, Eierkuchen. Und Murdo hatte ja sooo unverschämtes Glück...und alles, weil er einen Auftrag von einem Heiligen in einer Vision hatte? Wie ich schon sagte, das Thema hätte wirklich mehr werden können. Und sowas vergleicht man mit einem Follett oder einem Gordon. Ein Buch fürs Klo, wenn die Zeitung wieder so riesig ist, dass sie auf dem Schoß keinen Platz mehr hat. Seichte leichte lahme Literatur. Zwei Sterne geb ich, mehr auf keinen Fall.
Vielen Dank fürs Lesen,
Eure Galeria.
"Ein großer historischer Roman für alle Freunde des 'Medicus' und der 'Säulen der Erde'"
Das war ein Windei, der Verlag erhoffte sich wohl gute Verkaufszahlen und ich bin drauf reingefallen.
Die ganze Sache spielt am Ende des 11. Jahrhunderts und beginnt in Schottland auf den Orkney-Inseln. Der Papst hat alle Christen aufgerufen, ins Heilige Land zu ziehen und das Grab von Christi zu befreien. Der Gutsherr Ranulf und seine beiden älteren Söhne Torf und Skuli brechen auf nach Jerusalem. Der jüngste Sohn, Murdo, möchte auch mit, aber er darf nicht, er sei noch zu jung und er solle auf seine Mutter acht geben.
Kaum sind die Hufschläge der Kreuzritter verklungen, da naht schon der böse gierige Abt und ermächtigt sich des gesamten Besitzes, so dass Murdo und seine Mutter praktisch auf der Straße sitzen. Sie finden Unterschlupf auf einer anderen Insel, bei der Freundin der Mutter. Die Tochter selbiger wird die Geliebte Murdos und die beiden wollen heiraten. Aber Murdo hat keinen Besitz mehr und will zuerst seinem Vater und seinen Brüdern nach Jerusalem folgen, damit sie wieder nach Hause kämen und dem Abt eins auf die Nase hauen.
Unterwegs auf der Reise per Schiff lernt er drei Mönche kennen. Zuerst sind sie ihm verhasst, wie alle Kirchenmänner, kein Wunder, da er durch einen von ihnen besitzlos geworden ist. Aber diese drei Priester haben es ihm angetan, sie predigen so ganz anders, ihre Einstellung zum Leben und zu Gott fasziniert ihn. Ganz besonders gern mag Murdo den Priester Emlyn, der ihm wie ein Vater auf dieser ein Jahr lang dauernden Hinreise ist.
Ob Murdo nun seine Leute wieder findet, welche grausamen Erlebnisse und Alpträume Murdo hat, das erzähle ich nicht, das sollt ihr lesen, wenn ihr nach diesem Bericht dazu noch Lust verspürt.
Lawhead beginnt eigentlich im Jahre 1899, da geht es um einen religiösen Geheimbund, eine Bruderschaft. Und dann schwenkt der Autor wieder zurück ins 11. Jahrhundert. Dies passiert öfter mal und sollte wohl das Ziel haben, jetzt ganz besonders spannend auf ein Ende hin zu zielen, wo dann alles zur Aufklärung kommt. Misslungen. So ein Ende gibt es nicht, das schon mal vorweg. So nach der Devise: denk dir deinen Teil selbst. Ist so auch nicht schlecht die Idee, aber Lawhead hätte da ruhig noch reißerischer ansetzen können. So wabert und schlabert sich die Geschichte mehr schlecht als recht dahin.
Dass es da einen gewissen Zusammenhang gibt in diesen Zeiträumen, das wird jedem klar, nur was hatte das Ganze für einen Sinn? Vielleicht bin ich nicht religiös genug für Lawheads Erguss.
Das Buch beginnt furchtbar lahm, ich musste mich regelrecht zwingen, weiter zu lesen. Dann wurden die Grausamkeiten der Plünderung Jerusalems ein bisschen aufgepeitscht, wahrscheinlich um die Geschichte etwas zu beleben...naja. Und dann wurde es auf einmal derart mystisch, als Murdo Visionen hatte von irgend so einem Heiligen - geschmacklos. Und als ich irgendwo las, dass Lawhead vorher Fantasy-Romane geschrieben hat, hat mich nichts mehr gewundert. Ich hab nichts gegen Fantasy-Romane und auch gegen eine Vermischung mit der wahren Historie hab ich nichts, aber Lawhead hat dieses Thema entschieden zu lahm angepackt. Zu gut Deutsch: er kam einfach nicht aus dem Knick. Und wenn er es hätte tun können, weil es inhaltlich wunderbar gegangen wäre, versagte er wieder.
Auch das Ende war vorhersehbar und Friede, Freude, Eierkuchen. Und Murdo hatte ja sooo unverschämtes Glück...und alles, weil er einen Auftrag von einem Heiligen in einer Vision hatte? Wie ich schon sagte, das Thema hätte wirklich mehr werden können. Und sowas vergleicht man mit einem Follett oder einem Gordon. Ein Buch fürs Klo, wenn die Zeitung wieder so riesig ist, dass sie auf dem Schoß keinen Platz mehr hat. Seichte leichte lahme Literatur. Zwei Sterne geb ich, mehr auf keinen Fall.
Vielen Dank fürs Lesen,
Eure Galeria.
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