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Auf yopi.de gelistet seit 09/2003
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Erfahrungsbericht von jozeil
*** Die Knolle die viel gutes tut ***
Pro:
-
Kontra:
-
Empfehlung:
Ja
Hallo ihr alle vor euren Bildschirmen. Heute will ich euch mal etwas mehr über eine schon sehr alte, leider aber bei uns von der Kartoffel verdrängten Gemüsesorte berichten, die nahezu als Wundermittel aus der Erde bezeichnet werden kann.
Mit ihr hat meine Mutter, der ich diese Pflanze nähergebracht habe, schon so einiges an Gewicht verloren. Nicht, dass sie jetzt dick wäre, vielmehr werden, meist nach Weihnachten, immer einige Diättage eingeschaltet, um so das Gewicht halten zu können und die angefallenen paar Kilos wieder zu verabschieden.
Die Rede ist von der im Geschmack an Artischocken erinnernden Topinambur. Aber läst mehr dazu:
Herkunft
=====
Im Süden Südamerikas soll die Erdbirne, Erdartischocke oder Jerusalemartischocke, wie die Topinambur auch genannt wird, ihren Ursprung haben. Von dort ging sie auf Wanderschaft und wurde bald auch in Brasilien, Mexiko, Amerika und Kanada heimisch. Von dort gelangte sie dann im Jahre 1607 durch französische Seefahrer nach, wie sollte es anders auch sein, nach Frankreich, von wo aus sie auch in Europa ihren Siegeszug antrat. Bereits 1626 wurde sie dann in Deutschland entdeckt, wo sie bis zum 18. Jahrhundert als Speise- und Futterpflanze ihrer Abnehmer fand. Da wurde sie nämlich von einer anderen Knolle, ja richtig, der Kartoffel verdrängt, obwohl dies in Sachen Gesundheit der Indianerknolle bei Weitem nicht das Wasser reichen kann.
Eher im Stillen verbreitete sie sich auch in Sibirien, China und Japan, wo sie aber auch eher Bescheiden genossen wird. Erst jetzt, durch Bekanntwerden der gesunden Eigenschaften wissend, gelangt sie in letzter Zeit, nicht nur des Geschmackes wegen, wieder auf unseren Speiseplan.
Den Namen ...
=======
... im Lateinischen „Helianthus tuberosus“ genannt, verdankt sie dem Indianerstamm Tobinambas.Durch die Aussprachschwierigkeiten, die die ursprüngliche Benennung durch die Ureinwohner den französischen Seeleuten machte, tauften diese die Knolle eben auf Topinambur.
Anbau
=====
Als wenig anspruchsvoll erweist sich die Sprossknolle, aus der sich etwa 2 – 3 m hohe, runde, dunkle, um nicht zu Sagen schwarzgrüne, und aufrecht stehende Sprossen mit lanzettförmigen und rauen Blättern, fast so wie bei Sonnenblumen, zu denen auch diese Knolle zu zählen ist, bilden. Sprossknollen vermehrende Pflanze
Der Boden sollte nur sehr humusreich und sandig sein und im Idealfall nahe am Grundwasser liegen. Gepflanzt werden kann dann im September/Oktober oder auch von April bis Mai, wobei ein Reihenabstand von 40 cm x 30 cm eingehalten werden sollte. Ich habe deshalb einfach einige Knollen neben dem Komposthaufen vergraben, der sich im letzten Eck des Gartens befindet und so von den gewachsenen und wuchernden Pflanzen schön verdeckt wird.
Schädlinge
=======
Mehltau ist da gleich mal an erster Stelle zu nennen, der die Pflanze befallen kann. Entgegen anderen Gewächsen muss dieser aber nicht bekämpft werden, da die Topinambur relativ robust und resistent ist. Auch Unkraut, dass zwar in jungem Stadium bekämpft werden soll, kann der ausgewachsenen Pflanze nicht wirklich gefährlich werden, sollte aber mechanisch entfernt werden.
Die Blüte ...
=======
... erfolgt dann erst im September und ist sehr unserer Sonnenblumen ähnlich. Farblich hält sie sich in dottergelb bis zu rotbraun und mit einem Durchmesser von 4-8 cm ist sie schön im Garten aber auch in meiner Blumenvase anzuschauen. Leider allerdings dauert es nur 1 – 2 Tage, bis auch das letzte Blatt vom Tisch gewischt werden muss.
Die Ernte ...
======
... ist möglich, sobald die oberirdischen Teile abgestorben, sprich vertrocknet sind. Die sich an den Wurzeln bildende, kartoffelähnliche Knolle ist absolut winterhart und verträgt Temperaturen bis – 30 Grad ohne Probleme, weshalb sie auch von Herbst bis ins Frühjahr, allerdings nur an frostfreien Tagen, geerntet werden kann. Da die Topinambur leider eine sehr dünne Schale aufweist, ist sie nur sehr bedingt lagerfähig und sollte innerhalb von 14 Tagen verwendet werden. Am Besten ist es da, so wie ich es bei meinen wenigen Stauden mache, diese erst kurz vor Gebrauch auszugraben.
Die Lagerung
==========
Wie schon oben berichtet ist sie nur sehr bedingt lagerfähig. Allerhöchstens lässt sie sich bei 0 – 5 ° C für eine Woche lagern. Durch den schnellen Verlust ihrer Feuchtigkeit fängt sie sehr rasch an, zu schrumpfen. Jetzt könnt einer sagen, da steck ich sie halt in Plastik, aber auch dies bringt keinen Erfolg, da sie o sehr schnell zu schimmeln beginnt.
Am längsten eure Freude habt ihr mit ihr, wenn ihr sie wie früher in Sand begrabt, wo sich das Gemüse doch für 1 bis 2 Monate in seiner vollen Pracht zeigt.
Für die Gesundheit
=============
Und hier ist die Topinambur besonders für Diabetiker interessant. Das Inulin ist es, was sie auf für diese Zielgruppe geeignet macht und sich günstig auf den Insulinhaushalt auswirkt. Dieses kann nämlich im Dünndarm nicht verdaut werden und gelangt so unverändert im Dickdarm, wo es sich positiv auf die Darmflora auswirkt. Dort fördert sie das Wachstum der Bakterien, beugt so einer Darminfektion vor und stärkt das Immunsystem. Da ihnen deshalb kaum Berücksichtigung als Kohlenhydratbringer geschenkt werden muss, können sich Diabetiker mit ihr den Magen so richtig vollschlagen.
Um jetzt auch noch der gewählten Kategorie gerecht zu werden, der wohl deshalb wichtigste Teil. Die Knolle hat sich nämlich auch einen Namen bei Diäten erschlichen, da das enthaltene Inulin appetithemmend und –regulierend wirkt und der Abnehmwillige somit weniger Hungergefühle verspürt.
Des Weiteren unterstützt sie die Leber, Gallen und Nierenfunktion und soll sogar, was ich nicht beurteilen kann, bei herannahender Erkältung hilfreich zur Seite stehen.
In der Diät
======
Topinambur ist ein pflanzlicher Appetitregulator ohne Nebenwirkungen. Die Superknolle regt den Körper an sein natürliches Hunger-Sättigungs-Gefühl wiederzufinden.
Durch die reichlich enthaltenen Mineralstoffe und Spurenelemente wird die Funktion der Muskeln und Nerven gefördert, wobei auch der Vitaminhaushalt nicht ins Schwanken gerät. Und dies alles bietet uns die Knolle bei sehr wenig Fett und gerade mal 30 kcal, was sie geradezu zur idealen Diätnahrung werden lässt.
Der hohe Balaststoffanteil sorgt für die nötige Darmtätigkeit und Inulin fördert wie schon erwähnt die Darmflora und das Immunsystem im positiven Sinne.
Durch die Knollenwirkstoffe wird so die Darmsanierung unterstützt, da diese die Giftigkeit des Darminhalts deutlich verringern und die Verbleibezeit dieses im Darm deutlich verringert.
Gewerblich Nutzung
===============
Auch hier ist die Industrie mal wieder auf Ideen gekommen, die aber, entgegen vieler anderer Dingen, auch sehr nützlich sein können. So wird daraus Fructosesirup gewonnen, der Saccharose um das fast 2fache an Süßkraft übersteigen kann. In den USA werden spezielle Diabetikernudeln damit erzeugt und die Franzosen gewinnen daraus Alkohol, wofür für ca. 10 l Flüssigkeit ganze 100 kg der Knollen verarbeitet werden.
Inhaltlicher Wert
===========
Die Knolle einer Sonnenblumenart kann nicht nur geschmacklich, sondern auch mit ihren wertvollen und für den Körper wichtigen Inhaltsstoffen aufwarten. So sind neben Carotinen, B-Vitaminen und Vitamin E auch reichlich Kalium, Kalzium, Eisen und Phosphor in ihrem Fruchtfleisch zu finden. Zudem besitzt sie bis zu 20% Kohlenhydrate, wovon aber nahezu 16 % Inulin darstellen, weshalb sie hervorragend für Diabetiker als Kartoffelersatz dienlich sein können.
In der Küche
==========
Am liebsten habe ich das Gemüse gedünstet oder gebraten. Aber auch gebacken und als Rohkost ist es sehr zu empfehlen. Vom Kochen würde ich eher abraten bzw. nur als Suppe, da die wertvollen Inhaltsstoffe, besonders der fruchtzuckerhaltige Saft, so nur im Kochwasser landen.
Bisher wird sie ja leider vorwiegend nur von Delikatesseliebhaber und Diabetiker genossen, was ich jedoch sehr schade finde, da sie einfach das Zeug dafür hat, ein Volksgemüse zu werden, was ihr auch täglich mehr und mehr gelingt.
Die Topinambur sollte, wie der Apfel auch, sofort nach dem Schneiden mit etwas Zitronensaft beträufelt werden, da auch sie die fürs Auge hässliche Eigenschaft besitzt, sehr schnell eine unappetitliche Farbe anzunehmen.
Fallen euch jetzt keine Rezepte ein, so könnt ihr sie auch genauso wie Karotten, Kohlrabi oder Knollensellerie zubereiten. Das angegebene Gemüse einfach durch die Jerusalemknolle ersetzen und schon kann\'s los gehen.
An Kräutern verträgt sie vor allem Kerbel, Kren für die Schärfe, Senf und natürlich Zitrone. Durch Zugabe von Butter, vor allem bei Pürees und Suppe, lässt sich der Geschmack noch auf eine fantastische Weise verfeinern und ähnelt so noch mehr der Artischocke.
Rezepte
======
Bei allen Rezepten ist es angebracht, die Speisen sofort zu servieren, da die Knolle die Angewohntheit hat, schnell unansehnlich grau zu werden. Vom Geschmack her ähnelt sich in rohem Zustand sehr einer Karotte oder unreifer Birne. Gekocht dagegen hat sie ein angenehmes und sehr schmackhaftes Artischockenarome, womit ich jedem ans Herz legen möchte, eines der unten stehenden Rezepte zu probieren.
Am gesündesten ist es natürlich, wie bei allen Gemüsearten, diese roh zu konsumieren. Daher mach ich hier mal den Anfang mit einer einfachen aber guten ...
... Topinambur-Rohkost.
===============
für das Gemüse:
2 Knollen Topinambur, etwa
3 Karotten
1 Stück Sellerie
1 Apfel
1 Orange
und noch das Dressing:
1 EL Zitronensaft
3 EL Jogurt, 1% ig
2 EL gehackte Nüsse nach Wahl
1 TL flüssiger Honig
Am besten mit einer Gemüsebürste in der Hand die Topinambur erstmal gründlich waschen. Genauso verfahrt ihr mit dem Apfel, den Karotten und schält den Sellerie. Jetzt das Reibeisen hervor holen und alle fein raffeln.
Die Orange schälen, in kleine Würfel schneiden und den Saft dabei auffangen. Ist dies gemacht alles mit dem Zitronensaft, dem Jogurt mit Honig gesüßt vermischen und den Nüssen bestreut sofort servieren.
Die Knolle in gekochter Form könnt ich als ...
Topinambursuppe
============
... servieren.
Dazu benötigt ihr eine große Zwiebel, die fein gehackt ebenso wie 500 g Topinambur und eine Kartoffel in würfel geschnitten mit einem Brühwürfel, Kümmel und Muskatnuss bei geschlossenem Deckel in 500 ml Wasser für ca 15 Minuten leicht köcheln lasst.
Ist das Gemüse gar den Pürierstab in Aktion setzen und fein pürieren. Jetzt kommen noch 50 g. Frischkäse zum Einsatz, den ihr darin langsam schmelzen lasst. Nun noch mit Salz, Pfeffer, Kümmel und Zitronensaft abschmecken, fürs Auge mit Petersilie bestreuen und auf den Tisch bringen.
Diese Suppe is mal was besonders, mit der ihr sicher eure Familie überraschen könnt. Wie schon mal erwähnt, erinnert sie sehr stark an Artischocken und ist so ein besonderes Erlebnis.
Petersilie bestreuen und servieren.
Und da ja jetzt das Rohr noch frei ist, könntet ihr doch glatt Überlegungen anstellen, dieses durch ein leckeres ....
... Topinambur-Gemüse-Gratin ...
======================
... in Aktion zu setzen.
Wie bei Gratins so üblich, benötigt ihr dazu eine Auflaufform, die mit Öl (am besten natürlich Olivenöl) und einer zerdrückten Knoblauchzehe eingestrichen wird. Danach mal das Rohr in die Arbeit schicken und es auf 180 ° C vorheizen.
500 g Topinambur wieder gründlich waschen und genauso wie 250 g Sellerie in dünne Scheiben schneiden. 1 roten Paprika würfeln, 200 g Porree in dünne Ringe schneiden und alle so zubereiteten Gemüseformen vermischt in die Auflaufform geben. Zwischendurch immer wieder mal mit Salz, Pfeffer und frischer Petersilie würzen und insgesamt 100 g geriebenen Käse schichtweise darüber streuen.
Zum Abschluss 200 ml Milch, 150 g Frischkäse und 2 ganze Eier gut verquirlen und die Sauce über das Gemüse leeren. Jetzt noch 2 El. Semmelbrösel, Petersilie und 50 g Käse darüber streuen und den abgedeckten Auflauf für 35 Minuten im Ofen garen lassen. Da so aber logischer weise der Käse nicht bräunt und sich so nur das halbe Geschmackserlebnis bietet, das Ganze nach der Zeit nochmals 15 Minuten offen überbacken lassen.
Besonders gern ess ich da nen einfachen grünen Salat dazu, der nur mit Olivenöl und einem guten Essig zubereitet am besten dazu passt.
Fehl also noch die Nachspeise und da gerade die kalte Jahreszeit ihren Einzug hat, will ich euch da mal den ...
... Topinambur-Obstsalat für den Winter ...
============================
... näher bringen.
Den Anfang machen 1 Banane, 1 Orange und ½ Mango, die geschält und in kleine Würfel geschnitten erst mal beiseite gestellt werden. 200 g Topinambur nach gründlichem Reinigen genau so wie 1 Apfel mit der Schale fein raspeln.
Alles gut vermischt nun mit dem Saft ½ Zitrone beträufeln und dann 4 El Jogurt glatt gerührt und mit Honig gesüßt darunter ziehen. Bei Gefallen mit Cornflakes bestreuen und schnell den Gästen reichen.
Auch als Beilage zu Fleisch und Co, natürlich aber auch einfach als kleine Speise könnt ihr die Wunderknolle verkochen, wobei sie meist wie die Kartoffel auch zu behandeln ist.
Topinambur - Rösti
=============
1 kg Gemüse kochen und dann im erkalteten Zustand schälen. In dünne Scheiben geschnitten und anschließend grob geraffelt mal beiseite Stellen. Öl in einer Pfanne erhitzen und die Topinambur in Portionen hineingeben, erst jetzt mit Salz bestreuen und leicht gelb werden lassen. 2 – 3 El Wasser darüber verteilen und mit etwas frischer Butter belegen. Dann zudecken und bei geringer Hitze so lange braten, bis diese eine schön Gold-gelbe Kruste gebildet haben. „Das Essen ist fertig!“
Und für die Pürree-Tiger unter euch, Selbiges statt aus Kartoffeln mal aus Topinambur.
Die Knolle wieder waschen und in kleine Stücke geschnitten mit etwas Wasser und 1 Tl Butter sowie Salz für ca. 10 Minuten kochen lassen. Dann mit dem Mixer gemeinsam mit dem Kochwasser zu einem Püree verarbeiten. Je nach Geschmack entweder etwas Creme Fraiche oder noch einen Löffel Butter unterrühren und anrichte.
Und sogar noch was funktioniert super und schmeckt einzigartig. Eure Kinder wird es freuen, wenn ihr ihnen mal ...
... Topinamburfrites ...
==============
... rot-weiß serviert.
Nach dem altbekannten Waschen von 600 g Knollengemüse, diese in Scheiben geschnitten für ca 20 Minuten in 1 Liter Salzwasser weich kochen. In der Zwischenzeit ½ rote Paprikaschoten sehr fein hacken. 100 g Weizenmehl oder auch Schrot mit ½ Tl Salz und dem Paprika vermischen, 2 Eier trennen, das Gelb unter das Mehl mischen und die gut abgetropften Topinamburscheiben in klein geschnittenem Zustand unterrühren. Nun noch das Eiweiß zu steifem Schnee schlagen und unter den so zubereiteten Teig heben.
Nun mal wieder Öl in einer Pfanne erhitzen lassen und so nach und nach jeweils 1 El der Masse in das Öl geben. Beidseitig knusprig braten und den Kinderlein servieren.
Fazit
====
Leider gibt es dieses Gemüse auch bei mir nicht das ganze Jahr über, da sie bedingt durch die kurze Haltbarkeit doch meist frisch ausgegraben und gleich verkocht auf den Tisch kommt. Ich habe damit schon viele Überraschungen serviert, bei denen Gäste und Freunde immer sehr überrascht von der Geschmacksvielfalt und dem angenehmen Artischockenaroma dieser doch noch sehr unbekannten Knolle waren.
Wie erwähnt eignet sie sich dank ihrer ganzen Inhaltsstoffe hervorragend als Diät-begleitendes Lebensmittel und bringt meiner Mutter doch immer wieder, besonders nach Weihnachten, einige Kilos weniger. Und das dann auch noch, ohne teures und meist nicht gut schmeckendes Pillenschlucken, sondern in Gesunder und natürlicher aus dem Garten stammender Form, was meiner Ansicht nach jeder chemischen Möglichkeit vorzuziehen ist.
Also bleibt nur eins zu sagen. Ansetzen oder auch kaufen und bei den nächsten Abnehmversuchen aber auch bei gesundheitlich erforderlichen und notwendigen Diäten in den Kochtopf wandern lassen. Bereuen werdet ihr es sicher nicht, nur genießen und vielleicht doch noch zu wahren Schlemmern werden.
Danke schön für eure Geduld
Ad rem
Euer Jörg
© by jozeil 11/2002
Mit ihr hat meine Mutter, der ich diese Pflanze nähergebracht habe, schon so einiges an Gewicht verloren. Nicht, dass sie jetzt dick wäre, vielmehr werden, meist nach Weihnachten, immer einige Diättage eingeschaltet, um so das Gewicht halten zu können und die angefallenen paar Kilos wieder zu verabschieden.
Die Rede ist von der im Geschmack an Artischocken erinnernden Topinambur. Aber läst mehr dazu:
Herkunft
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Im Süden Südamerikas soll die Erdbirne, Erdartischocke oder Jerusalemartischocke, wie die Topinambur auch genannt wird, ihren Ursprung haben. Von dort ging sie auf Wanderschaft und wurde bald auch in Brasilien, Mexiko, Amerika und Kanada heimisch. Von dort gelangte sie dann im Jahre 1607 durch französische Seefahrer nach, wie sollte es anders auch sein, nach Frankreich, von wo aus sie auch in Europa ihren Siegeszug antrat. Bereits 1626 wurde sie dann in Deutschland entdeckt, wo sie bis zum 18. Jahrhundert als Speise- und Futterpflanze ihrer Abnehmer fand. Da wurde sie nämlich von einer anderen Knolle, ja richtig, der Kartoffel verdrängt, obwohl dies in Sachen Gesundheit der Indianerknolle bei Weitem nicht das Wasser reichen kann.
Eher im Stillen verbreitete sie sich auch in Sibirien, China und Japan, wo sie aber auch eher Bescheiden genossen wird. Erst jetzt, durch Bekanntwerden der gesunden Eigenschaften wissend, gelangt sie in letzter Zeit, nicht nur des Geschmackes wegen, wieder auf unseren Speiseplan.
Den Namen ...
=======
... im Lateinischen „Helianthus tuberosus“ genannt, verdankt sie dem Indianerstamm Tobinambas.Durch die Aussprachschwierigkeiten, die die ursprüngliche Benennung durch die Ureinwohner den französischen Seeleuten machte, tauften diese die Knolle eben auf Topinambur.
Anbau
=====
Als wenig anspruchsvoll erweist sich die Sprossknolle, aus der sich etwa 2 – 3 m hohe, runde, dunkle, um nicht zu Sagen schwarzgrüne, und aufrecht stehende Sprossen mit lanzettförmigen und rauen Blättern, fast so wie bei Sonnenblumen, zu denen auch diese Knolle zu zählen ist, bilden. Sprossknollen vermehrende Pflanze
Der Boden sollte nur sehr humusreich und sandig sein und im Idealfall nahe am Grundwasser liegen. Gepflanzt werden kann dann im September/Oktober oder auch von April bis Mai, wobei ein Reihenabstand von 40 cm x 30 cm eingehalten werden sollte. Ich habe deshalb einfach einige Knollen neben dem Komposthaufen vergraben, der sich im letzten Eck des Gartens befindet und so von den gewachsenen und wuchernden Pflanzen schön verdeckt wird.
Schädlinge
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Mehltau ist da gleich mal an erster Stelle zu nennen, der die Pflanze befallen kann. Entgegen anderen Gewächsen muss dieser aber nicht bekämpft werden, da die Topinambur relativ robust und resistent ist. Auch Unkraut, dass zwar in jungem Stadium bekämpft werden soll, kann der ausgewachsenen Pflanze nicht wirklich gefährlich werden, sollte aber mechanisch entfernt werden.
Die Blüte ...
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... erfolgt dann erst im September und ist sehr unserer Sonnenblumen ähnlich. Farblich hält sie sich in dottergelb bis zu rotbraun und mit einem Durchmesser von 4-8 cm ist sie schön im Garten aber auch in meiner Blumenvase anzuschauen. Leider allerdings dauert es nur 1 – 2 Tage, bis auch das letzte Blatt vom Tisch gewischt werden muss.
Die Ernte ...
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... ist möglich, sobald die oberirdischen Teile abgestorben, sprich vertrocknet sind. Die sich an den Wurzeln bildende, kartoffelähnliche Knolle ist absolut winterhart und verträgt Temperaturen bis – 30 Grad ohne Probleme, weshalb sie auch von Herbst bis ins Frühjahr, allerdings nur an frostfreien Tagen, geerntet werden kann. Da die Topinambur leider eine sehr dünne Schale aufweist, ist sie nur sehr bedingt lagerfähig und sollte innerhalb von 14 Tagen verwendet werden. Am Besten ist es da, so wie ich es bei meinen wenigen Stauden mache, diese erst kurz vor Gebrauch auszugraben.
Die Lagerung
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Wie schon oben berichtet ist sie nur sehr bedingt lagerfähig. Allerhöchstens lässt sie sich bei 0 – 5 ° C für eine Woche lagern. Durch den schnellen Verlust ihrer Feuchtigkeit fängt sie sehr rasch an, zu schrumpfen. Jetzt könnt einer sagen, da steck ich sie halt in Plastik, aber auch dies bringt keinen Erfolg, da sie o sehr schnell zu schimmeln beginnt.
Am längsten eure Freude habt ihr mit ihr, wenn ihr sie wie früher in Sand begrabt, wo sich das Gemüse doch für 1 bis 2 Monate in seiner vollen Pracht zeigt.
Für die Gesundheit
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Und hier ist die Topinambur besonders für Diabetiker interessant. Das Inulin ist es, was sie auf für diese Zielgruppe geeignet macht und sich günstig auf den Insulinhaushalt auswirkt. Dieses kann nämlich im Dünndarm nicht verdaut werden und gelangt so unverändert im Dickdarm, wo es sich positiv auf die Darmflora auswirkt. Dort fördert sie das Wachstum der Bakterien, beugt so einer Darminfektion vor und stärkt das Immunsystem. Da ihnen deshalb kaum Berücksichtigung als Kohlenhydratbringer geschenkt werden muss, können sich Diabetiker mit ihr den Magen so richtig vollschlagen.
Um jetzt auch noch der gewählten Kategorie gerecht zu werden, der wohl deshalb wichtigste Teil. Die Knolle hat sich nämlich auch einen Namen bei Diäten erschlichen, da das enthaltene Inulin appetithemmend und –regulierend wirkt und der Abnehmwillige somit weniger Hungergefühle verspürt.
Des Weiteren unterstützt sie die Leber, Gallen und Nierenfunktion und soll sogar, was ich nicht beurteilen kann, bei herannahender Erkältung hilfreich zur Seite stehen.
In der Diät
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Topinambur ist ein pflanzlicher Appetitregulator ohne Nebenwirkungen. Die Superknolle regt den Körper an sein natürliches Hunger-Sättigungs-Gefühl wiederzufinden.
Durch die reichlich enthaltenen Mineralstoffe und Spurenelemente wird die Funktion der Muskeln und Nerven gefördert, wobei auch der Vitaminhaushalt nicht ins Schwanken gerät. Und dies alles bietet uns die Knolle bei sehr wenig Fett und gerade mal 30 kcal, was sie geradezu zur idealen Diätnahrung werden lässt.
Der hohe Balaststoffanteil sorgt für die nötige Darmtätigkeit und Inulin fördert wie schon erwähnt die Darmflora und das Immunsystem im positiven Sinne.
Durch die Knollenwirkstoffe wird so die Darmsanierung unterstützt, da diese die Giftigkeit des Darminhalts deutlich verringern und die Verbleibezeit dieses im Darm deutlich verringert.
Gewerblich Nutzung
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Auch hier ist die Industrie mal wieder auf Ideen gekommen, die aber, entgegen vieler anderer Dingen, auch sehr nützlich sein können. So wird daraus Fructosesirup gewonnen, der Saccharose um das fast 2fache an Süßkraft übersteigen kann. In den USA werden spezielle Diabetikernudeln damit erzeugt und die Franzosen gewinnen daraus Alkohol, wofür für ca. 10 l Flüssigkeit ganze 100 kg der Knollen verarbeitet werden.
Inhaltlicher Wert
===========
Die Knolle einer Sonnenblumenart kann nicht nur geschmacklich, sondern auch mit ihren wertvollen und für den Körper wichtigen Inhaltsstoffen aufwarten. So sind neben Carotinen, B-Vitaminen und Vitamin E auch reichlich Kalium, Kalzium, Eisen und Phosphor in ihrem Fruchtfleisch zu finden. Zudem besitzt sie bis zu 20% Kohlenhydrate, wovon aber nahezu 16 % Inulin darstellen, weshalb sie hervorragend für Diabetiker als Kartoffelersatz dienlich sein können.
In der Küche
==========
Am liebsten habe ich das Gemüse gedünstet oder gebraten. Aber auch gebacken und als Rohkost ist es sehr zu empfehlen. Vom Kochen würde ich eher abraten bzw. nur als Suppe, da die wertvollen Inhaltsstoffe, besonders der fruchtzuckerhaltige Saft, so nur im Kochwasser landen.
Bisher wird sie ja leider vorwiegend nur von Delikatesseliebhaber und Diabetiker genossen, was ich jedoch sehr schade finde, da sie einfach das Zeug dafür hat, ein Volksgemüse zu werden, was ihr auch täglich mehr und mehr gelingt.
Die Topinambur sollte, wie der Apfel auch, sofort nach dem Schneiden mit etwas Zitronensaft beträufelt werden, da auch sie die fürs Auge hässliche Eigenschaft besitzt, sehr schnell eine unappetitliche Farbe anzunehmen.
Fallen euch jetzt keine Rezepte ein, so könnt ihr sie auch genauso wie Karotten, Kohlrabi oder Knollensellerie zubereiten. Das angegebene Gemüse einfach durch die Jerusalemknolle ersetzen und schon kann\'s los gehen.
An Kräutern verträgt sie vor allem Kerbel, Kren für die Schärfe, Senf und natürlich Zitrone. Durch Zugabe von Butter, vor allem bei Pürees und Suppe, lässt sich der Geschmack noch auf eine fantastische Weise verfeinern und ähnelt so noch mehr der Artischocke.
Rezepte
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Bei allen Rezepten ist es angebracht, die Speisen sofort zu servieren, da die Knolle die Angewohntheit hat, schnell unansehnlich grau zu werden. Vom Geschmack her ähnelt sich in rohem Zustand sehr einer Karotte oder unreifer Birne. Gekocht dagegen hat sie ein angenehmes und sehr schmackhaftes Artischockenarome, womit ich jedem ans Herz legen möchte, eines der unten stehenden Rezepte zu probieren.
Am gesündesten ist es natürlich, wie bei allen Gemüsearten, diese roh zu konsumieren. Daher mach ich hier mal den Anfang mit einer einfachen aber guten ...
... Topinambur-Rohkost.
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für das Gemüse:
2 Knollen Topinambur, etwa
3 Karotten
1 Stück Sellerie
1 Apfel
1 Orange
und noch das Dressing:
1 EL Zitronensaft
3 EL Jogurt, 1% ig
2 EL gehackte Nüsse nach Wahl
1 TL flüssiger Honig
Am besten mit einer Gemüsebürste in der Hand die Topinambur erstmal gründlich waschen. Genauso verfahrt ihr mit dem Apfel, den Karotten und schält den Sellerie. Jetzt das Reibeisen hervor holen und alle fein raffeln.
Die Orange schälen, in kleine Würfel schneiden und den Saft dabei auffangen. Ist dies gemacht alles mit dem Zitronensaft, dem Jogurt mit Honig gesüßt vermischen und den Nüssen bestreut sofort servieren.
Die Knolle in gekochter Form könnt ich als ...
Topinambursuppe
============
... servieren.
Dazu benötigt ihr eine große Zwiebel, die fein gehackt ebenso wie 500 g Topinambur und eine Kartoffel in würfel geschnitten mit einem Brühwürfel, Kümmel und Muskatnuss bei geschlossenem Deckel in 500 ml Wasser für ca 15 Minuten leicht köcheln lasst.
Ist das Gemüse gar den Pürierstab in Aktion setzen und fein pürieren. Jetzt kommen noch 50 g. Frischkäse zum Einsatz, den ihr darin langsam schmelzen lasst. Nun noch mit Salz, Pfeffer, Kümmel und Zitronensaft abschmecken, fürs Auge mit Petersilie bestreuen und auf den Tisch bringen.
Diese Suppe is mal was besonders, mit der ihr sicher eure Familie überraschen könnt. Wie schon mal erwähnt, erinnert sie sehr stark an Artischocken und ist so ein besonderes Erlebnis.
Petersilie bestreuen und servieren.
Und da ja jetzt das Rohr noch frei ist, könntet ihr doch glatt Überlegungen anstellen, dieses durch ein leckeres ....
... Topinambur-Gemüse-Gratin ...
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... in Aktion zu setzen.
Wie bei Gratins so üblich, benötigt ihr dazu eine Auflaufform, die mit Öl (am besten natürlich Olivenöl) und einer zerdrückten Knoblauchzehe eingestrichen wird. Danach mal das Rohr in die Arbeit schicken und es auf 180 ° C vorheizen.
500 g Topinambur wieder gründlich waschen und genauso wie 250 g Sellerie in dünne Scheiben schneiden. 1 roten Paprika würfeln, 200 g Porree in dünne Ringe schneiden und alle so zubereiteten Gemüseformen vermischt in die Auflaufform geben. Zwischendurch immer wieder mal mit Salz, Pfeffer und frischer Petersilie würzen und insgesamt 100 g geriebenen Käse schichtweise darüber streuen.
Zum Abschluss 200 ml Milch, 150 g Frischkäse und 2 ganze Eier gut verquirlen und die Sauce über das Gemüse leeren. Jetzt noch 2 El. Semmelbrösel, Petersilie und 50 g Käse darüber streuen und den abgedeckten Auflauf für 35 Minuten im Ofen garen lassen. Da so aber logischer weise der Käse nicht bräunt und sich so nur das halbe Geschmackserlebnis bietet, das Ganze nach der Zeit nochmals 15 Minuten offen überbacken lassen.
Besonders gern ess ich da nen einfachen grünen Salat dazu, der nur mit Olivenöl und einem guten Essig zubereitet am besten dazu passt.
Fehl also noch die Nachspeise und da gerade die kalte Jahreszeit ihren Einzug hat, will ich euch da mal den ...
... Topinambur-Obstsalat für den Winter ...
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... näher bringen.
Den Anfang machen 1 Banane, 1 Orange und ½ Mango, die geschält und in kleine Würfel geschnitten erst mal beiseite gestellt werden. 200 g Topinambur nach gründlichem Reinigen genau so wie 1 Apfel mit der Schale fein raspeln.
Alles gut vermischt nun mit dem Saft ½ Zitrone beträufeln und dann 4 El Jogurt glatt gerührt und mit Honig gesüßt darunter ziehen. Bei Gefallen mit Cornflakes bestreuen und schnell den Gästen reichen.
Auch als Beilage zu Fleisch und Co, natürlich aber auch einfach als kleine Speise könnt ihr die Wunderknolle verkochen, wobei sie meist wie die Kartoffel auch zu behandeln ist.
Topinambur - Rösti
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1 kg Gemüse kochen und dann im erkalteten Zustand schälen. In dünne Scheiben geschnitten und anschließend grob geraffelt mal beiseite Stellen. Öl in einer Pfanne erhitzen und die Topinambur in Portionen hineingeben, erst jetzt mit Salz bestreuen und leicht gelb werden lassen. 2 – 3 El Wasser darüber verteilen und mit etwas frischer Butter belegen. Dann zudecken und bei geringer Hitze so lange braten, bis diese eine schön Gold-gelbe Kruste gebildet haben. „Das Essen ist fertig!“
Und für die Pürree-Tiger unter euch, Selbiges statt aus Kartoffeln mal aus Topinambur.
Die Knolle wieder waschen und in kleine Stücke geschnitten mit etwas Wasser und 1 Tl Butter sowie Salz für ca. 10 Minuten kochen lassen. Dann mit dem Mixer gemeinsam mit dem Kochwasser zu einem Püree verarbeiten. Je nach Geschmack entweder etwas Creme Fraiche oder noch einen Löffel Butter unterrühren und anrichte.
Und sogar noch was funktioniert super und schmeckt einzigartig. Eure Kinder wird es freuen, wenn ihr ihnen mal ...
... Topinamburfrites ...
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... rot-weiß serviert.
Nach dem altbekannten Waschen von 600 g Knollengemüse, diese in Scheiben geschnitten für ca 20 Minuten in 1 Liter Salzwasser weich kochen. In der Zwischenzeit ½ rote Paprikaschoten sehr fein hacken. 100 g Weizenmehl oder auch Schrot mit ½ Tl Salz und dem Paprika vermischen, 2 Eier trennen, das Gelb unter das Mehl mischen und die gut abgetropften Topinamburscheiben in klein geschnittenem Zustand unterrühren. Nun noch das Eiweiß zu steifem Schnee schlagen und unter den so zubereiteten Teig heben.
Nun mal wieder Öl in einer Pfanne erhitzen lassen und so nach und nach jeweils 1 El der Masse in das Öl geben. Beidseitig knusprig braten und den Kinderlein servieren.
Fazit
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Leider gibt es dieses Gemüse auch bei mir nicht das ganze Jahr über, da sie bedingt durch die kurze Haltbarkeit doch meist frisch ausgegraben und gleich verkocht auf den Tisch kommt. Ich habe damit schon viele Überraschungen serviert, bei denen Gäste und Freunde immer sehr überrascht von der Geschmacksvielfalt und dem angenehmen Artischockenaroma dieser doch noch sehr unbekannten Knolle waren.
Wie erwähnt eignet sie sich dank ihrer ganzen Inhaltsstoffe hervorragend als Diät-begleitendes Lebensmittel und bringt meiner Mutter doch immer wieder, besonders nach Weihnachten, einige Kilos weniger. Und das dann auch noch, ohne teures und meist nicht gut schmeckendes Pillenschlucken, sondern in Gesunder und natürlicher aus dem Garten stammender Form, was meiner Ansicht nach jeder chemischen Möglichkeit vorzuziehen ist.
Also bleibt nur eins zu sagen. Ansetzen oder auch kaufen und bei den nächsten Abnehmversuchen aber auch bei gesundheitlich erforderlichen und notwendigen Diäten in den Kochtopf wandern lassen. Bereuen werdet ihr es sicher nicht, nur genießen und vielleicht doch noch zu wahren Schlemmern werden.
Danke schön für eure Geduld
Ad rem
Euer Jörg
© by jozeil 11/2002
21 Bewertungen, 1 Kommentar
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20.06.2010, 04:12 Uhr von Insider_1000
Bewertung: sehr hilfreichDein Bericht ist sehr interessant. Danke Dir.
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