Lexmark Z43 Testbericht

Lexmark-z43
ab 27,91
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Summe aller Bewertungen
  • Druckqualität:  gut
  • Betriebskosten:  sehr gering
  • Installation:  einfach
  • Support & Service:  gut

Erfahrungsbericht von plumtree

teure Lärmmaschine

Pro:

guter Druck - einfache Bedienung

Kontra:

hohe Kosten - sehr laut - langsam

Empfehlung:

Nein

Da hat doch Mitte letzten Jahres mein Epson Stylus 880 so mir nichts, dir nichts sein Leben ausgehaucht. Aber zum Glück noch in der Garantiezeit.

Aber wie’s der Teufel will, musste ich dringend ein paar Sachen drucken...

Nun, dachte ich, „Ich bin doch nicht blöd“ und habe den nächstgelegenen Real angesteuert, wo es Lexmark Z 43 zum unglaublichen Preis von 69,- Euro gab.
Das ist ja mal ein Schnäppchen, so mein erster Gedanke und schon lag der Karton neben dem Mineralwasser und dem Porree im Wagen.

Relativ aufgeregt bin ich nach Hause um das gute Stück aufzubauen.

------Aber erst mal ein paar technische Daten:-------

Auflösung: 2.400 x 1.200 dpi, 2,88 Millionen Farbpunkte pro Quadrat Zoll

Druckgeschwindigkeit: Bis zu 12 Seiten pro Minute bei schwarzem Text, bis zu 6 Seiten pro Minute bei

Farbdruck – Anmerkung: das ist völlig unrealistisch
Kompatibilität: Win DOS, 95/98/ME, NT 4.0, 2000, XP, MacOS ab 8.6, USB- und Parallelanschluß

Papierformate: A4, Letter, Legal, B5, A6, A5, Hagaki, Briefumschläge, Banner und benutzerdefiniert, Papiersensitiver Accu-Feed-Papiereinzug verarbeitet viele verschiedene Medien bis zu 272 g/m² im Dauerbetrieb

Geräuschentwicklung: 45 dB(A) (ich weiß nicht genau wie wie viel dB(A) startende Düsenjets haben, aber der Drucker kann da mühelos mithalten ;-)


---------------------Aufbau:---------------------
Na ja – ganz einfach – wenn man ein Druckerkabel hat!

Das lag in meinem Karton nämlich nicht bei. Trotz des niedrigen Preises finde ich das doch ziemlich frech!
Aber mein alter Drucker hatte ebenfalls einen USB-Anschluß - also USB-Druckerkabel einstecken und mit dem PC verbinden.
Vorher muss man natürlich noch die beiliegenden Patronen einbauen. Das ist alles supereinfach – sehr gut gelöst
Der Drucker wird von Windows 98, ME, XP anstandslos erkannt und der PC fordert den Treiber. Nach der Installation kann’s dann losgehen.
Als Gimmick gibt’s noch eine Ulead Bildbearbeitung
und irgendein mehr oder weniger sinnvolles Druckerutility - ich hab\'s weggeworfen!

--------------------Betrieb:----------------------
Wenn man in einschaltet gibt der Lexmark erst mal sehr lautstark einen „Einschaltklacker“ zu Besten. Wenn das grüne Lämpchen leuchtet ist alles gut.
Also Druckvorgang gestartet und dann geht’s los.

Das Ding macht ein solches Getöse, dass ich dachte mein Druckertisch fällt auseinander.
Es vibriert und poltert, dass man anderes nicht mehr wahrnimmt.
Zuerst dachte ich, er wäre defekt – aber dieser Lärm ist normal!!!

Außerdem ist er unglaublich lahmarschig. Um eine mäßig beschriebene A 4-Seite zu drucken kann schon mal eine Minute vergehen.
Im Prospekt behaupten faseln sie etwas von bis zu 12 Seiten pro Minute.
Das mag stimmen, wenn jeweils nur ein Wort/Seite steht...

Das Ergebnis kann sich aber sehen lassen. Die Drucke im Normalmodus sind sehr ordentlich. Buchstaben sind nicht ausgefranst oder zu kräftig.
Im Economy-Betrieb hat’s aber gerne ein paar Streifen im Text.

Farben kommen gut raus und sogar bei Fotodrucken schlägt er sich ziemlich gut. Jedenfalls sind keine Streifen zu sehen (die ich bei Canon schon häufiger festgestellt habe)

Insgesamt herrschen gemischte Gefühle vor, wenn man den Lexmark anwirft.
Die Druckqualität ist O.K., aber die Geschwindigkeit und die Lautstärke mit der er zu Werke geht sind völlig indiskutabel.
Patronentausch wäre ganz einfach, wenn es lohnen würde.

---------------------Kosten:---------------------
Schweineteuer! Das ist das einzige was mir dazu einfällt.
Lexmark schlägt bei den Patronenpreisen sogar noch HP.
39,- Euro für \'ne schwarze Patrone und 59,- Euro für eine Farbpatrone sind unverschämt.

Das Verrückte:
Der jeweilige Vorjahres-Lexmark-Drucker kostet neu weniger als eine Patronenneubestückung des Alten.
Deshalb wimmelt es bei E-Bay nur so vor fast unbenutzten Lexmark-Druckern. Viele werfen ihn einfach weg, wenn die Patronen leer sind und kaufen einen Neuen.
Die Wiederverkaufspreise schwanken zwischen 1 und 15 Euro, je nach Fülle der Patronen.

Diese Methode neue Drucker auf den Markt zu werfen ist unter nahezu jedem Gesichtspunkt nicht akzeptabel (und das gilt natürlich auch für die Kollegen von HP, und in Grenzen, Epson und Canon)

----------------------Fazit:-----------------------
Das wofür er gebaut wurde, nämlich drucken macht er sehr gut. Alles andere ist eher mäßig bis schlecht.
Die laufenden Kosten sind unverschämt hoch




-----------------Schlußbemerkung:------------------
Natürlich hat mein Epson seinen Stammplatz wieder zurückerobert. Er ist leiser und schneller.
Der Lexmark wartet im Keller auf seinen nächsten Einsatz...

17 Bewertungen