Lindenstraße Testbericht
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Auf yopi.de gelistet seit 09/2003
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Summe aller Bewertungen
- Unterhaltungswert:
- Informationsgehalt:
- Präsentation:
- Spaß:
- Spannung:
- Romantik:
Erfahrungsbericht von LittleGiant
Lindenstrasse - Kult oder Schrott!?
Pro:
entfällt
Kontra:
Öde und langweilig
Empfehlung:
Nein
Seit nunmehr fast 20 Jahren (Erstsendung: 8. Dezember 1985) flimmert die "Lindenstrasse" über die Bildschirme der deutschen Fernsehnation. Aber was ist an dieser Serie so faszinierend, daß sie sich so lange gehalten hat!? Im Grunde zeigt die "Lindenstraße" nämlich nichts anderes, als den ganz normalen Alltag. Ich muß aber nicht den Fernseher einschalten, um den ganz normalen Alltag zu erleben. Ich muß einfach nur vor die Tür gehen. Wie haben wir doch mit Mutter Beimer & Co. gelitten, wenn Schicksalsschläge die Bewohner der Lindenstraße beutelten: Streit, Scheidungen, bösartige Nachbarn, Tod, Aids, Rassismus und, und, und... Alles Probleme, die auch in der realen Welt vorkommen. Und die Fernsehserie "Lindenstraße" läßt keines dieser Probleme aus.
Aber wenn die Lindenstraße so nah an der Realität ist, warum ist die Serie dann so erfolgreich!? Warum wurde sie nicht schon längst abgesetzt!? Wenn solche Themen tagtäglich in den Medien behandelt werden - wieso muß man sie dann auch noch in einer "Seifenoper" verarbeiten!? Das Fernsehen ist doch (angeblich) ein Informations- und Unterhaltungsmedium. Von Unterhaltung kann (meiner Ansicht nach) bei der Lindenstraße aber keine Rede sein. Ich muß doch nur mal meine Umgebung betrachten - die Leute, mit denen ich tagtäglich zu tun habe. Dann fällt mir auf, daß die "Lindenstraße" eigentlich überall sein könnte.
Was ist eigentlich eine Seifenoper!? Unter einer Seifenoper versteht man eine Fernsehserie, die praktisch unendlich weiterlaufen kann. Während viele Fernsehserien aus in sich abgeschlossenen Einzelfolgen bestehen, ist die Seifenoper ein "Dauerläufer". Das heißt, eine solche Serie kann u. U. jahrelang laufen. Die Schauspieler bleiben (bis auf wenige Ausnahmen) jahrelang dieselben. Theoretisch zeigt so eine Serie ein ganzes Menschenleben - von der Geburt bis zum Tod. Das heißt, eine Figur bzw. eine Rolle, die zu Beginn der Serie in die Handlung eingeführt wurde (z. B. als Kleinkind), wächst im Verlauf der Serie immer weiter heran, und irgendwann - wenn es die Autoren dramaturgisch für angebracht halten - segnet sie das Zeitliche und man wird Zeuge der Beerdigung. Oder die Figur wird auf eine andere Art und Weise aus der Serie herausgeschrieben. Da verstirbt z. B. der Schauspieler X - der die Rolle Y spielt - im realen Leben während der Dreharbeiten zu einer "Seifenoper". Da er also nicht mehr zur Verfügung steht, wird das Drehbuch kurzerhand umgeschrieben - und der Charakter, der vom Schauspieler X verkörpert wurde, verschwindet auf (un-)spektakuläre Art und Weise aus der Serie. Die Drehbuchautoren schicken ihn z. B. auf eine lange Reise nach Südamerika. Und irgendwann erfahren dann die Nachbarn und die lieben Verwandten aus der Lindenstraße, daß er bei einem Flugzeugabsturz ums Leben kam.
Das Medium Fernsehen soll dem Menschen - neben der Information - Illussionen vermitteln. Zum Bespiel Illussionen von der Zukunft (Raumschiff Enterprise), Sagen und Märchen (Sandalenfilme wie z. B. Hercules). Der Zuschauer kann sich also (in seiner Phantasie) in Situationen versetzen, die er in seinem realen Leben niemals erleben wird. Wir werden Zeugen, wie Phileas Fogg mit seinem Diener Passepartout in 80 Tagen um die Welt reist, und ihm dabei jede Menge Steine in den Weg gelegt werden. Wir begleiten Captain Picard und seine Crew auf ihren Weltraum-Abenteuern mit der Enterprise u.v.a.m.
Die Lindenstrasse ist das genaue Gegenteil. Hier geht es im höchsten Maße "real" zu. Die Charaktere der Lindenstaße sind eben einfach "stinknormal". Oder sollte ich vielleicht besser sagen "stinklangweilig"!? Eine Seifenoper besteht aus mehreren sogenannten
"Handlungssträngen", die unabhängig voneinander Geschichten erzählen. Und irgendwann begegnen sich die Charaktere aus den einzelnen Geschichten und interagieren miteinander. So werden die Handlungsstränge miteinander verflochten. Ein Beispiel: das Ehepaar Beimer. Erst mal wird das Familienleben der Beimers ausführlich gezeigt. Irgendwann im Laufe der Serie taucht dann eine gewisse Anna Ziegler in der Lindenstraße auf und Vater Beimer sucht das Weite, um mit der besagten Anna Ziegler durchzubrennen. Und in den nächsten Folgen der Serie wird dann gezeigt, wie sehr Mutter Beimer leidet.. Doch irgendwann hat sie genug gelitten und lacht sich einen anderen Mann an usw. So geht das dann Folge für Folge hin und her...
Ich kann dieser Serie nichts positives abgewinnen. Das Strickmuster einer "Seifenoper" ist eigentlich immer dasselbe - nicht nur bei der Lindenstraße. Auch bekannte amerikanische Serien wie "Dallas" oder "Denver Clan" zählen zu der Kategorie der "Seifenopern"... Ist es in der Lindenstraße der ganz normale Alltag, der gezeigt wird, so wird in "Dallas" oder "Denver Clan" eine Welt der Reichen und Schönen gezeigt - und es geht um Macht und Intrigen. Hier sind es die "großen" Sorgen der Reichen und Schönen, die uns tagtäglich über die Glotze ins Wohnzimmer flimmern. Dort sind es eben die Probleme der "kleinen Leute". Meiner Ansicht nach sind Serien wie "Lindentraße" ungefähr genauso überflüssig wie ein Blinddarm. Ich finde es langweilig, mir solche Geschichten auch noch im Fernsehen anzuschauen. Man muß doch nur den Fuß vor die Haustür setzen und sich ein bißchen umschauen oder umhören. Dann bekommt man das Lindenstraßen-Feeling auch ohne Fernsehgerät...
Natürlich kann man trefflich darüber streiten, ob es in der Lindenstraße wirklich REAL zugeht. Es ist halt eine Fernsehserie, und da wird nun mal gerne übertrieben. Aber dann muß man auch auf viele andere Fernsehserien schimpfen, die alle nicht viel mit der Realität zu tun haben. Man muß das halt relativieren. Von all den unrealistischen Fernsehserien, die bei uns über den Bildschirm flimmern, ist die Lindenstraße noch eine der "realsten"...
Eine bekannte deutsche Fernsehzeitschrift bewertet Spielfilme mit einem Daumen. Daumen nach oben bedeutet: Superfilm - unbedingt ansehen. Daumen waagerecht heißt: KANN man sich ansehen. Daumen RUNTER heißt soviel wie: lohnt sich nicht, umschalten... Für Serien gibt`s keine solche Wertung. Aber wenn es sie gäbe, wäre mein Urteil über die Serie "Lindenstrasse": Daumen RUNTER...
Aber wenn die Lindenstraße so nah an der Realität ist, warum ist die Serie dann so erfolgreich!? Warum wurde sie nicht schon längst abgesetzt!? Wenn solche Themen tagtäglich in den Medien behandelt werden - wieso muß man sie dann auch noch in einer "Seifenoper" verarbeiten!? Das Fernsehen ist doch (angeblich) ein Informations- und Unterhaltungsmedium. Von Unterhaltung kann (meiner Ansicht nach) bei der Lindenstraße aber keine Rede sein. Ich muß doch nur mal meine Umgebung betrachten - die Leute, mit denen ich tagtäglich zu tun habe. Dann fällt mir auf, daß die "Lindenstraße" eigentlich überall sein könnte.
Was ist eigentlich eine Seifenoper!? Unter einer Seifenoper versteht man eine Fernsehserie, die praktisch unendlich weiterlaufen kann. Während viele Fernsehserien aus in sich abgeschlossenen Einzelfolgen bestehen, ist die Seifenoper ein "Dauerläufer". Das heißt, eine solche Serie kann u. U. jahrelang laufen. Die Schauspieler bleiben (bis auf wenige Ausnahmen) jahrelang dieselben. Theoretisch zeigt so eine Serie ein ganzes Menschenleben - von der Geburt bis zum Tod. Das heißt, eine Figur bzw. eine Rolle, die zu Beginn der Serie in die Handlung eingeführt wurde (z. B. als Kleinkind), wächst im Verlauf der Serie immer weiter heran, und irgendwann - wenn es die Autoren dramaturgisch für angebracht halten - segnet sie das Zeitliche und man wird Zeuge der Beerdigung. Oder die Figur wird auf eine andere Art und Weise aus der Serie herausgeschrieben. Da verstirbt z. B. der Schauspieler X - der die Rolle Y spielt - im realen Leben während der Dreharbeiten zu einer "Seifenoper". Da er also nicht mehr zur Verfügung steht, wird das Drehbuch kurzerhand umgeschrieben - und der Charakter, der vom Schauspieler X verkörpert wurde, verschwindet auf (un-)spektakuläre Art und Weise aus der Serie. Die Drehbuchautoren schicken ihn z. B. auf eine lange Reise nach Südamerika. Und irgendwann erfahren dann die Nachbarn und die lieben Verwandten aus der Lindenstraße, daß er bei einem Flugzeugabsturz ums Leben kam.
Das Medium Fernsehen soll dem Menschen - neben der Information - Illussionen vermitteln. Zum Bespiel Illussionen von der Zukunft (Raumschiff Enterprise), Sagen und Märchen (Sandalenfilme wie z. B. Hercules). Der Zuschauer kann sich also (in seiner Phantasie) in Situationen versetzen, die er in seinem realen Leben niemals erleben wird. Wir werden Zeugen, wie Phileas Fogg mit seinem Diener Passepartout in 80 Tagen um die Welt reist, und ihm dabei jede Menge Steine in den Weg gelegt werden. Wir begleiten Captain Picard und seine Crew auf ihren Weltraum-Abenteuern mit der Enterprise u.v.a.m.
Die Lindenstrasse ist das genaue Gegenteil. Hier geht es im höchsten Maße "real" zu. Die Charaktere der Lindenstaße sind eben einfach "stinknormal". Oder sollte ich vielleicht besser sagen "stinklangweilig"!? Eine Seifenoper besteht aus mehreren sogenannten
"Handlungssträngen", die unabhängig voneinander Geschichten erzählen. Und irgendwann begegnen sich die Charaktere aus den einzelnen Geschichten und interagieren miteinander. So werden die Handlungsstränge miteinander verflochten. Ein Beispiel: das Ehepaar Beimer. Erst mal wird das Familienleben der Beimers ausführlich gezeigt. Irgendwann im Laufe der Serie taucht dann eine gewisse Anna Ziegler in der Lindenstraße auf und Vater Beimer sucht das Weite, um mit der besagten Anna Ziegler durchzubrennen. Und in den nächsten Folgen der Serie wird dann gezeigt, wie sehr Mutter Beimer leidet.. Doch irgendwann hat sie genug gelitten und lacht sich einen anderen Mann an usw. So geht das dann Folge für Folge hin und her...
Ich kann dieser Serie nichts positives abgewinnen. Das Strickmuster einer "Seifenoper" ist eigentlich immer dasselbe - nicht nur bei der Lindenstraße. Auch bekannte amerikanische Serien wie "Dallas" oder "Denver Clan" zählen zu der Kategorie der "Seifenopern"... Ist es in der Lindenstraße der ganz normale Alltag, der gezeigt wird, so wird in "Dallas" oder "Denver Clan" eine Welt der Reichen und Schönen gezeigt - und es geht um Macht und Intrigen. Hier sind es die "großen" Sorgen der Reichen und Schönen, die uns tagtäglich über die Glotze ins Wohnzimmer flimmern. Dort sind es eben die Probleme der "kleinen Leute". Meiner Ansicht nach sind Serien wie "Lindentraße" ungefähr genauso überflüssig wie ein Blinddarm. Ich finde es langweilig, mir solche Geschichten auch noch im Fernsehen anzuschauen. Man muß doch nur den Fuß vor die Haustür setzen und sich ein bißchen umschauen oder umhören. Dann bekommt man das Lindenstraßen-Feeling auch ohne Fernsehgerät...
Natürlich kann man trefflich darüber streiten, ob es in der Lindenstraße wirklich REAL zugeht. Es ist halt eine Fernsehserie, und da wird nun mal gerne übertrieben. Aber dann muß man auch auf viele andere Fernsehserien schimpfen, die alle nicht viel mit der Realität zu tun haben. Man muß das halt relativieren. Von all den unrealistischen Fernsehserien, die bei uns über den Bildschirm flimmern, ist die Lindenstraße noch eine der "realsten"...
Eine bekannte deutsche Fernsehzeitschrift bewertet Spielfilme mit einem Daumen. Daumen nach oben bedeutet: Superfilm - unbedingt ansehen. Daumen waagerecht heißt: KANN man sich ansehen. Daumen RUNTER heißt soviel wie: lohnt sich nicht, umschalten... Für Serien gibt`s keine solche Wertung. Aber wenn es sie gäbe, wäre mein Urteil über die Serie "Lindenstrasse": Daumen RUNTER...
26 Bewertungen, 2 Kommentare
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14.02.2009, 09:30 Uhr von hjid55
Bewertung: sehr hilfreichSehr hilfreich und liebe Grüße Sarah
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28.12.2008, 01:03 Uhr von frankensteins
Bewertung: sehr hilfreichLiebe Grüße, .....................
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