Living Targets - Beatsteaks Testbericht

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Summe aller Bewertungen
  • Cover-Design:  gut
  • Klangqualität:  sehr gut

Erfahrungsbericht von roobii

Living Targets - die Rückkehr der Beatbulletten

Pro:

-

Kontra:

-

Empfehlung:

Ja

Endlich hab ich sie !!! .. Die neue Scheibe der Beatbulletten, langläufig bekannt als Beatsteaks, ist auf dem Markt. Das wird auch Zeit, schließlich ist die Scheibe seit fast einem Jahr angekündigt. Zu den Gründen und dem endgültigen Resultat nun aber mehr !!

Wie wurde ich süchtig ?
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Angefangen hat alles mit dem Erstlingswerk mit dem netten Namen '48/49' (für Nicht-Fans ein Tipp ..die Jungs kommen aus Berlin). Die Scheibe hat mir damals mein Bruder in die Hand gedrückt und ich war erst mal skeptisch.
Jedoch beim ersten Hören war ich schon begeistert. Eine deutsche Band mit so viel Witz und Antrieb hab ich lange nicht gehört. Der feinste Hardcore, bis dato (1998) kannte ich das nur aus New York. Seither war diese CD in meiner Heavy-Rotation.

Der Aufstieg
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Scheinbar nicht nur in meiner, denn kurze Zeit später wurde das große Label Epitaph (die Heimat so vieler guter Punkbands) auf die Jungs aufmerksam. Lang hat es nicht gedauert und der Nachfolger mit dem Namen "Launched" wurde auf Epitaph veröffentlicht.
Die erste deutsche Band die dort unter Vertrag genommen wurde, allein das sollte Urteil genug sein. So war es auch nicht verwunderlich, dass die einschlägige Presse die Band mit Lob überschüttete. Mir persönlich gefiel die Scheibe, obwohl die Ecken und Kanten "herausproduziert" waren. Die rohen und brachialen Elemente waren jetzt perfektioniert und geschliffen. Die tat der Gesamteindruck jedoch nicht weh, ganz im Gegenteil .. wieder legten die Beatsteaks eine Hammerplatte ab.

Das große Warten
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"Launched" war somit der Kracher des Jahres 1999 und dann kehrte Ruhe ein. Die Jungs gingen auf ausgedehnte Tour und hatten sogar das Glück auf der Vans-Warped-Tour in den Staaten zu zeigen, was deutscher Hardcore ist. Mit gutem Erfolg übrigens, wenn man den Internetforen glauben darf!!
Wer so verwöhnt ist, erwartet natürlich das nächste Werk um so sehnsüchtiger. Als dann in einigen Zeitschriften und Internetforen Releasedaten auftauchten, konnte ich mich kaum noch zusammenreißen. Leider wurde daraus nichts, der Termin wurde immer weiter verschoben und endgültig auf Anfang 2002 gesetzt.
Und nun kam auch die Erklärung. Kurz nach der Tour ging man überhastet ins Studio und zimmerte eine CD im Stile "Launched Vol. 2". Diese hätte der Markt sicherlich auch gefressen, jedoch waren die Jungs nicht von ihrer Arbeit überzeugt. So kam es, dass mit Einverständnis der Plattenfirma alles verworfen wurde und man nochmals bei Null anfing.

Endlich da!
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Nun ist es also soweit, die neue CD "Living Targets" ist veröffentlicht. Schon der Vorab-Ssong "SUMMER" lies einiges hoffen. In den letzten Tagen des verstorbenen Musiksenders VivaZwei konnte man sogar das Video bewundern. Und wieder konnte man beobachten, die Jungs haben Spaß an der Musik! Die Frische ist immer noch da, obwohl der Sound sich doch ein wenig geändert hat.
Die Hardcore-Elemente (die ich doch sooo liebte) sind fast gänzlich verschwunden. Jedoch haben die Jungs den Rock entdeckt und sie wären nicht die Beatsteaks, wenn sie dem nicht ihre eigene Note verpassen würden.
Schon die erste Nummer ist eine glatte Lüge. "NOT READY TO ROCK" kommt schnell und knallhart daher, was den Titel voll wiederlegt. Und da es Gott so wollte schließt sich gleich der nächste Kracher "GOD KNOWS" an. "My dear God knows what we're doing here!" heißt es im Song, eine Frage die jedoch gut beantwortet wird.. Die Jungs machen ROCK vom Feinsten!!
"LET ME IN" ist ein Titel mit vielen Breaks, der Song gleicht einer Wellenbewegung, immer wenn vermeintlich Ruhe einzieht, kommt der nächste Kracher und treibt den Hörer zur nächsten Ekstase.
Mit Titel Nummer 4 zieht ein neuer Wind ein bei den Beatsteaks. Die Songs werden ruhiger, was live sicherlich eine Wohltat ist, da man das Tempo sonst nicht halten kann. Mit "SOOTHE ME" wird die ruhigere Seite der Scheibe eingeläutet. Man zeigt das man auch die langsamen Songs beherrscht und endlich kann auch Armin zeigen, was seine Stimme vermag. Der nächste Titel "THIS ONE" ist meiner Meinung nicht so sehr gelungen, jedoch durchaus hörbar. Eine Überraschung ist dann schon "DISCONNECTED". Hier werden die neuen Einflüsse der Band am deutlichsten. Es wird experimentiert und getüftelt, was der Musik zu gute kommt. Bloß Vorsicht, nicht auf der nächsten CD übertreiben!
Mit "A-WAY" kommt dann ein Song in der alten Tradition daher, gut hätte dieser Titel auch auf "Launched" gepresst sein. Mit diesem Titel lebt auch die Stimmung wieder auf, die Songs werden schneller und kraftvoller. "MIRRORED", "RUN RUN" und "TO BE STRONG" kommen endlich wieder punkig daher, wenn auch nicht mit dem Trotz alter Tage. Ich sehe die Leute schon auf den Festivals mitsingen, den die Lieder laden förmlich dazu ein.
Das beste haben sich die Beatsteaks aber für den Schluss aufgehoben. Der Kracher "SUMMER" sticht noch mal vom Niveau der Platte ab und straft alle Zweifler Lügen. Ein Happy-Song der Laune macht !!

Fazit
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Die neue Scheibe macht dem Namen Beatsteaks alle Ehre. Der Song ist weicher und verspielter. Die Band versucht die Melodie neu zu entdecken und wagt sich dabei in neue Gefilde vor.
Der Rock verdrängt immer mehr die Hardcore-Anteile, was mich persönlich arg schmerzt, aber trotzdem ist "Living Targets" eine wunderschöne Platte, die schon jetzt Geschmack auf die Festivalsaison 2002 macht!

Am Rande
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Nicht vergessen werden soll, dass Billy Gould, der großartige Basser von Faith No More, den Jungs bei einigen Songs zur Seite Stand.

Tracklist:
- Not ready to rock
- God knows
- Let me in
- Soothe me
- Above us
- This one
- Disconnected
- A-way
- Run run
- Mirrored
- To be strong
- Summer

Spielzeit: ca. 39 Minuten
Label : Epitaph Records
Internet : http://www.beatsteaks.com
http://www.beatsteaks.de

My Highlights:
- Summer
- Let me in
- Not ready to rock

Also viel Spaß beim Hören!! Vielleicht sehen wir und mal auf einem Konzert?!

15 Bewertungen, 1 Kommentar

  • Schafschubser

    23.05.2005, 18:33 Uhr von Schafschubser
    Bewertung: sehr hilfreich

    Schon allein für die Erwähnung ihres Spitznamens hast du ein s.h. verdient:)