London Testbericht
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Auf yopi.de gelistet seit 09/2003
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Erfahrungsbericht von sugips
London mit Kind
Pro:
-
Kontra:
-
Empfehlung:
Ja
Man soll sich treu bleiben. also setze ich meine Serie fort durch London mit Kind. Viele Einschränkungen, aber die braucht es auch bei dieser Metropole.
Also Ankommen an einem der Flughäfen, bei mir war es Heathrow. Und wenn man Glück hat, erwischt man einen der Doppeldecker Airport-Busse. Ist vielleicht nicht der schnellste, vielleicht aber eines der günstigeren Transportmittel in die Stadt. Und das Kind freut sich. Man sitzt hoch droben, wenn geht erste Reihe, fühlt sich wichtig und kann viel sehen. Und viele Halts hat er auch, die Chance ist also groß, daß man relativ nahe zu seinem Hotel kommt: bei uns war die Haltestelle gegenüber. Das Hotel war in Ordnung: einer der Höhepunkte die obligate elektrisch beheizte Wasserkanne im Zimmer, dazu gute Teebeutel, unbeschreiblicher Löskaffee und das wichtigste reinste Schokolade mit Sahne/Obers für heiße Schokolade. Noch heute höre ich das wohlige Grunzen oder Grummeln meiner Tochter, sogar den anstrengenden Anreisetag hat dieses Getränk gerettet. Damit wären wir schon beim Essen: was die Paté für Paris sind Hamburger und Spaghetti für London. Es gibt sie beinahe überall, die Burger am besten - für die Erwachsenen - in einem der urigen Pubs- und sie schmecken Kindern fast immer.
Diesmal waren es nur sieben Tage, etwas einfacher also als Paris, dafür gibt es kein Eurodisney. Es gibt jedoch die Guiness World of Records, eine Ausstellung zum "Begreifen" der gewöhnlichen und ungewöhnlichen Rekorde dieser Welt. Dem Weltrekord im Stabhochsprung eine Treppe nachsteigen und von dort hinunterrutschen, am längsten Bart der Welt zupfen usw. und sofort. Im gleichen Gebäudekomplex eine interaktive Ausstellung (mit Kopfhörern für die Musik) der Ikonen der Pop-Geschichte, ein Kino mit beweglichen Sitzen und 3D-Darstellung für schauerliche Fahrten in Bergwerke, in den Weltall oder am Motorrad durch eine Stadt; und viele andere Attraktionen.
Danach ein Spaziergang durch Soho ein nettes Mittagessen und ein Tag ist schon gerettet. Etwas Austoben im Hydepark und es kann fast nichts mehr passieren. Übrigens Fortbewegen - die Entfernungen in London sind enorm - U-Bahn und Bus benutzen und so die Viertel wechseln, dort geht man dann ohnehin genug.
Am zweiten Tag etwa in den Zoo von London, sehr interessant (falls es wer noch nicht weiß, die Panda-Bären gibt es dort nicht mehr, also rechtzeitig Enttäuschungen vorbeugen) und kindgerecht. Wir entdeckten Giraffenbabies, einen Streichelzoo in Gestalt eines Bauernhofs, nette Affen auch mit Jungen und verbrachten dort mehr als einen Halbtag ohne daß ihr und mir nur irgenwie langweilig wurde. Zur Bewegungstherapie durch den anschließenden Park, hat auch viele Spielplätze, zu Madame Tussauds Wachsfigurenkabinett: Mann/Kind freut sich über jedes Gesicht, das man wiedererkennt, ab und zu bringt man eine Information über britische/englische Geschichte an das Kleine, dann gibt es gruselige Szenen aus den Londoner Kerkern und zum Schluß eine Grottenbahn-ähnliche Fahrt als Zusammenfassung der Hauptattraktionen - verursacht Gejohle.
Kleine Damen gehen auch gerne Einkaufen: ein Spaziergang durch Harrods erfreut Kind und Eltern - der Vater erfreut sich an den Jugendstilsälen der Freßabteilung, die Tochter an den neusten Gimmicks zu den neuesten Zeichentrickfilmen und beide an den Stofftieren und Autorennbahnen und Eisenbahnen der Spielzeugabteilungen. Die Verkäufer sind bestens geschult - lassen ungestört spielen und haben recht, ohne etwas geht da niemand raus. Davor, am Vormittag ein Blick zur Wachablöse am Buckingham Palace, erfreut das Kinderherz, muß wohl so sein wie Kasperltheater.
Einen Abend ins Theater - bleibt nur Musical, bei uns war es Miss Saigon, Karten am besten in einer der vielen Vorverkaufsstellen in der Innenstadt am Tag der Vorstellung, da gibt es auch nette Rabatte bis zu Halbpreiskarten. Wenn es also nicht unbedingt das neueste, soeben bestens kritisierte, Modemusical sein muß, immer eine gute Gelegenheit. Die Qualität der Vorstellungen ist meist ausgezeichnet, kindergemäß ist es auch und für Kleinere (meine Tochter war damals 10) gibt es am Wochende auch Nachmittags-vorstellungen.
Der vierte Tag, eine Fahrt auf der Themse bis zur Tower Bridge, kurzer Rundgang und dann zur Tower Show, eine mehrsprachige Kellerfahrt über die Geschichte Londons. Gut gemacht, spannend, informativ, kindgerecht, wunderbar. Danach eine Fahrt durch die alten(neuen) Docks, ein Blick auf die Schiffe, danch kannt man getrost die Westminster Abbey einschieben, Kind bleibt glücklich.
Der fünfte Tag war strittig - Vater wollte Hochkultur, in eins der Museen (British Museum, Victoria and Albert, National Gallery, Tate Gallery), Töchterchen war schrecklich faul und müde. Also Kompromiß, auf in den Doppelstockbus, oben erste Reihe, und durch die Stadt gegondelt. Langsam begannen sich dann auch die Augen vom Comic-Buch zu heben und das ein oder andere Jöö wurde laut. So landeten wir bei St. Pauls Cathedral, am Hay Market, einen liebevoll restaurierten und revitalisierten Ex-Markt Gebiet, heute voll von Lokalen, Boutiquen, Buchhandlungen und Geschäften mit liebevollem Allerlei. Und dann waren da noch einige Strassenmusikanten und Gaukler und der Tag auch gerettet: ein guter Überblick über London war auch geschaffen, aber das hatte Elisa erst später mitbekommen.
Am sechsten Tag gab es keine Kompromisse: also ab in den nächsten Park, dort entdeckte man "zufällig", daß es da noch einen Kupon für Cola und das noch nicht gesehene vierte Programm im 3D-Kino gibt, der Vater mußte seinen letzten Trumpf ausspielen, um dann doch noch einen Spaziergang durch die City of london mit Abstecher zu St. Martin-in-the-Fields durchzusetzen - es muß wohl sein: einmal nicht diese komischen Hamburger mit Messer und Gabel - MacDonalds und es wurde auch ein sehr netter Abend.
Am siebenten Tag war ersten Packen, dann Regen und sowieso Abschied, also Kartenspiel in der Hotelhalle, Nahrungsaufnahme, dann Taxifahrt zum Bahnhof, eigentlich auch ein Erlebnis in diesen seltsamen, altmodischen Gefährten: und dann verwöhnen und Staunen pur: Hochgeschwindigkeitszug durch und unter dem Ärmelkanal nach Paris, von dort heim mit dem Flugzeug. Menü und Kindermenü, Zeitschriften auf den Platz gebracht, futuristisches Bahnhof- und Zugdesign und das Gefühl, etwas besonderes zu erleben - der Eurostar eben.
Heuer ist meine Tochter 15 und auf Sprachferien in England. Und für einen London-Ausflug hat sie sich auch schon angemeldet - ein Besuch mit Folgen.
PS: Das Einkaufen ist auch ohne Kind in London ein Erlebnis, das Nachtleben sowieso. Und die nächste Folge ist Brüssel ohne Kind.
Also Ankommen an einem der Flughäfen, bei mir war es Heathrow. Und wenn man Glück hat, erwischt man einen der Doppeldecker Airport-Busse. Ist vielleicht nicht der schnellste, vielleicht aber eines der günstigeren Transportmittel in die Stadt. Und das Kind freut sich. Man sitzt hoch droben, wenn geht erste Reihe, fühlt sich wichtig und kann viel sehen. Und viele Halts hat er auch, die Chance ist also groß, daß man relativ nahe zu seinem Hotel kommt: bei uns war die Haltestelle gegenüber. Das Hotel war in Ordnung: einer der Höhepunkte die obligate elektrisch beheizte Wasserkanne im Zimmer, dazu gute Teebeutel, unbeschreiblicher Löskaffee und das wichtigste reinste Schokolade mit Sahne/Obers für heiße Schokolade. Noch heute höre ich das wohlige Grunzen oder Grummeln meiner Tochter, sogar den anstrengenden Anreisetag hat dieses Getränk gerettet. Damit wären wir schon beim Essen: was die Paté für Paris sind Hamburger und Spaghetti für London. Es gibt sie beinahe überall, die Burger am besten - für die Erwachsenen - in einem der urigen Pubs- und sie schmecken Kindern fast immer.
Diesmal waren es nur sieben Tage, etwas einfacher also als Paris, dafür gibt es kein Eurodisney. Es gibt jedoch die Guiness World of Records, eine Ausstellung zum "Begreifen" der gewöhnlichen und ungewöhnlichen Rekorde dieser Welt. Dem Weltrekord im Stabhochsprung eine Treppe nachsteigen und von dort hinunterrutschen, am längsten Bart der Welt zupfen usw. und sofort. Im gleichen Gebäudekomplex eine interaktive Ausstellung (mit Kopfhörern für die Musik) der Ikonen der Pop-Geschichte, ein Kino mit beweglichen Sitzen und 3D-Darstellung für schauerliche Fahrten in Bergwerke, in den Weltall oder am Motorrad durch eine Stadt; und viele andere Attraktionen.
Danach ein Spaziergang durch Soho ein nettes Mittagessen und ein Tag ist schon gerettet. Etwas Austoben im Hydepark und es kann fast nichts mehr passieren. Übrigens Fortbewegen - die Entfernungen in London sind enorm - U-Bahn und Bus benutzen und so die Viertel wechseln, dort geht man dann ohnehin genug.
Am zweiten Tag etwa in den Zoo von London, sehr interessant (falls es wer noch nicht weiß, die Panda-Bären gibt es dort nicht mehr, also rechtzeitig Enttäuschungen vorbeugen) und kindgerecht. Wir entdeckten Giraffenbabies, einen Streichelzoo in Gestalt eines Bauernhofs, nette Affen auch mit Jungen und verbrachten dort mehr als einen Halbtag ohne daß ihr und mir nur irgenwie langweilig wurde. Zur Bewegungstherapie durch den anschließenden Park, hat auch viele Spielplätze, zu Madame Tussauds Wachsfigurenkabinett: Mann/Kind freut sich über jedes Gesicht, das man wiedererkennt, ab und zu bringt man eine Information über britische/englische Geschichte an das Kleine, dann gibt es gruselige Szenen aus den Londoner Kerkern und zum Schluß eine Grottenbahn-ähnliche Fahrt als Zusammenfassung der Hauptattraktionen - verursacht Gejohle.
Kleine Damen gehen auch gerne Einkaufen: ein Spaziergang durch Harrods erfreut Kind und Eltern - der Vater erfreut sich an den Jugendstilsälen der Freßabteilung, die Tochter an den neusten Gimmicks zu den neuesten Zeichentrickfilmen und beide an den Stofftieren und Autorennbahnen und Eisenbahnen der Spielzeugabteilungen. Die Verkäufer sind bestens geschult - lassen ungestört spielen und haben recht, ohne etwas geht da niemand raus. Davor, am Vormittag ein Blick zur Wachablöse am Buckingham Palace, erfreut das Kinderherz, muß wohl so sein wie Kasperltheater.
Einen Abend ins Theater - bleibt nur Musical, bei uns war es Miss Saigon, Karten am besten in einer der vielen Vorverkaufsstellen in der Innenstadt am Tag der Vorstellung, da gibt es auch nette Rabatte bis zu Halbpreiskarten. Wenn es also nicht unbedingt das neueste, soeben bestens kritisierte, Modemusical sein muß, immer eine gute Gelegenheit. Die Qualität der Vorstellungen ist meist ausgezeichnet, kindergemäß ist es auch und für Kleinere (meine Tochter war damals 10) gibt es am Wochende auch Nachmittags-vorstellungen.
Der vierte Tag, eine Fahrt auf der Themse bis zur Tower Bridge, kurzer Rundgang und dann zur Tower Show, eine mehrsprachige Kellerfahrt über die Geschichte Londons. Gut gemacht, spannend, informativ, kindgerecht, wunderbar. Danach eine Fahrt durch die alten(neuen) Docks, ein Blick auf die Schiffe, danch kannt man getrost die Westminster Abbey einschieben, Kind bleibt glücklich.
Der fünfte Tag war strittig - Vater wollte Hochkultur, in eins der Museen (British Museum, Victoria and Albert, National Gallery, Tate Gallery), Töchterchen war schrecklich faul und müde. Also Kompromiß, auf in den Doppelstockbus, oben erste Reihe, und durch die Stadt gegondelt. Langsam begannen sich dann auch die Augen vom Comic-Buch zu heben und das ein oder andere Jöö wurde laut. So landeten wir bei St. Pauls Cathedral, am Hay Market, einen liebevoll restaurierten und revitalisierten Ex-Markt Gebiet, heute voll von Lokalen, Boutiquen, Buchhandlungen und Geschäften mit liebevollem Allerlei. Und dann waren da noch einige Strassenmusikanten und Gaukler und der Tag auch gerettet: ein guter Überblick über London war auch geschaffen, aber das hatte Elisa erst später mitbekommen.
Am sechsten Tag gab es keine Kompromisse: also ab in den nächsten Park, dort entdeckte man "zufällig", daß es da noch einen Kupon für Cola und das noch nicht gesehene vierte Programm im 3D-Kino gibt, der Vater mußte seinen letzten Trumpf ausspielen, um dann doch noch einen Spaziergang durch die City of london mit Abstecher zu St. Martin-in-the-Fields durchzusetzen - es muß wohl sein: einmal nicht diese komischen Hamburger mit Messer und Gabel - MacDonalds und es wurde auch ein sehr netter Abend.
Am siebenten Tag war ersten Packen, dann Regen und sowieso Abschied, also Kartenspiel in der Hotelhalle, Nahrungsaufnahme, dann Taxifahrt zum Bahnhof, eigentlich auch ein Erlebnis in diesen seltsamen, altmodischen Gefährten: und dann verwöhnen und Staunen pur: Hochgeschwindigkeitszug durch und unter dem Ärmelkanal nach Paris, von dort heim mit dem Flugzeug. Menü und Kindermenü, Zeitschriften auf den Platz gebracht, futuristisches Bahnhof- und Zugdesign und das Gefühl, etwas besonderes zu erleben - der Eurostar eben.
Heuer ist meine Tochter 15 und auf Sprachferien in England. Und für einen London-Ausflug hat sie sich auch schon angemeldet - ein Besuch mit Folgen.
PS: Das Einkaufen ist auch ohne Kind in London ein Erlebnis, das Nachtleben sowieso. Und die nächste Folge ist Brüssel ohne Kind.
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