Los Angeles Testbericht
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Erfahrungsbericht von Lilou
Eine Woche in der Stadt der Engel
Pro:
-
Kontra:
-
Empfehlung:
Ja
So Ihr Lieben, die meisten von euch wissen bereits, daß ich gerade in Amerika war und vor drei Tagen zurück gekommen bin. Und deswegen bleibt ihr natürlich nicht lange von meinem ersten Bericht verschont.
Da wir in L.A. angekommen sind und auch dort unsere erste Woche verbracht haben, beginne ich am besten mit dieser Stadt -allerdings habe ich L.A. schon einmal besucht und habe die typischen Dinge wie Disney Land, Universal Studios etc. bereits hinter mir und werde ich darüber nicht viele Infos geben. Aber das seht ihr ja jetzt selber...
L.A. Flughafen
================
Im Prinzip kann ich dazu gar nicht mal so viel sagen, denn nach insgesamt knapp 16 Stunden Flug, war ich nicht mehr wirklich ansprechbar.
Der Flughafen ist sehr groß und soweit recht übersichtlich. Was natürlich sehr stark auffällt, sind die enormen Sicherheitskontrollen in Amerika, was allerdings auch verständlich ist. Dagegen merkt man sofort, daß Deutschland nicht viel zu bieten hat.
Mit Hunden wurde herumgegangen, die an den Taschen geschnüffelt haben, mehrmalige Passkontrollen durfte man über sich ergehen lassen und auch immer mal wieder Taschenkontrollen und \"Leibesvisitationen\" -achtung Ihr Lieben: Piercings schlagen neuerdings, zumindest bei den Amerikanern, auch an den Metalldetektoren an....
Vom Flughafen weg zu kommen gestaltet sich dann allerdings etwas schwieriger, wenn man sich nicht auskennt steht man hier wirklich etwas im Wald. Wir mußten einen Bus nehmen, der uns direkt zum Autoverleih bringen sollte, allerdings war es wirklich eine Lebensaufgabe herauszufinden, wo sich die Bushaltestelle befinden soll. Letzten Endes haben wir sie gefunden und sind auch gut am der Autovermietung angekommen. Diese sind allesamt nicht weit vom Flughafen entfernt, allerdings darf man dann noch genug anstehen, denn auf die Idee sich ein Auto für einen Amerika-Urlaub zu mieten kommen doch recht viele.
Abenteuer 1: die Highways
===========================
Zwar waren wir bereits dreimal in Amerika, aber wir werden uns sicher nie daran gewöhnen: Highways sind einfach grauenhaft!
Unser Hotel hatten wir für zwei Nächte gebucht, etwas billiges welches nur dazu dienen sollte, uns einen Aufenthaltsort zu bieten bis wir ein neues gefunden haben. Dieses sollte sich nicht weit vom Flughafen befinden. Wir haben etwa drei Stunden gebraucht bis wir an diesem besagten Hotel ankamen. Des öfteren mussten wir den Highway wechseln, da diese oft von Nord und Süd sprechen und keiner von uns irgendwie einen Schimmer der Ahnung hatte, wo jetzt Norden und wo Süden ist.
Zudem sind die Highways in jedem Fall vierspurig, können aber auch bis zu siebenspurig werden -es ist zum wahnsinnig werden! So ist es uns auch des öfteren passiert, daß wir die Ausfahrt verpasst haben, weil wir zu weit links gefahren sind und einfach nicht mehr rechtzeitig rüberkamen.
Welches auch gleich zum nächsten Punkt führt: die Highways sind gnadenlos überfüllt -aber nicht nur die, in der Stadt ist es meistens auch nicht besser, Amis sind eben nicht ganz normal. Staus sind absolut an der Tagesordnung und man hat Glück wenn man zu zweit oder mehreren im Auto sitzt, denn dann kann man die meistens vorhandenen Carpool Lanes benutzen, die unwahrscheinlich vorteilhaft sind!
Ein Rechtsfahrgebot gibt es übrigens nicht, weswegen das Fahren auf den Highways sich manchmal recht radikal anfühlt und ich öfter knapp einem Unfall entgangen bin, aber man gewöhnt sich ja an alles!
Abenteuer 2: Red Roof Inn
===========================
Unser Hotel für die ersten zwei Nächte hieß Red Roof Inn, wir hatten es nur gebucht weil es billig war, und das durften wir auch früh genug merken. Sollte jemand auf die Idee kommen das Red Roof Inn in Anaheim zu buchen: laßt es :)
Die Zimmer sind soweit ok, das war mir in diesen zwei Jetlag geplagten Nächten auch egal, allerdings kann man mit diesem Pool, der absolut verdreckt ist, wirklich nicht protzen und die vielen alkoholisierten Gäste die scheinbar an der Tagesordnung sind, fand ich auch nicht sehr angenehm.
Zu Essen bekommt man dort leider nichts, und außer einem Pool hat das Red Roof Inn auch wirklich rein gar nichts zu bieten, außer der Nähe zum Disneyland.
Die Gegen ist der reinste Horror, man traut sich kaum ein paar Meter zu Fuß zu gehen, da man mitten in einem Latino Ghetto haust. Nichts gegen jene, aber aus solchen Gegenden halte ich mich, abenteuerunfreudig wie ich bin, doch lieber fern.
Lustig war dann auch noch, als jemand bei uns klopfte. Er hätte das Licht gesehen, deswegen klopft er, allerdings hätte er doch eine Karte für dieses Zimmer, denn es sei ihm heute morgen vermietet worden...
Fazit: ich war froh, als ich da raus war!
Abenteuer 3: Homestead Suites
===============================
Unser Glück war dann, daß wir nach Redondo Beach umziehen konnten, in ein Gästehaus welches sich Homestead nennt und nette Suiten anbietet. Einen Pool bietet es leider nicht, dafür optimale Nähe zum Strand und zu Einkaufsmöglichkeiten.
Die Zimmer waren wirklich sehr schön, sind normal für zwei bis drei Personen gedacht, aber da Homestead recht teuer ist haben wir uns nur zwei Zimmer genommen und mit vier Personen in dem einen gewohnt. Auf Dauer, also nach einer Woche, war es dann zwar wirklich zu viel und man mußte endlich mal da raus, jedoch ließ sich die Zeit auf so kleinem Raum soweit recht gut aushalten.
Das Gute an den Suiten, weswegen wir sie auch gebucht hatten, ist daß sie eine kleine Küche haben und man so nicht auf Restaurants angewiesen ist, denn Essen kann man im Homestead auch nicht.
Wirklich lustig waren an diesem Hotel aber zwei Dinge: zum einen vermisse ich bis heute eine Hot Pants und ein T-Shirt, welches ich nachts getragen haben und welches verschwunden war nachdem die Damen das Bett gemacht haben. Als ich die Lady an der Rezeption darauf aufmerksam machte war sie regelrecht beleidigt und meinte ich würde ihrem Haus unterstellen daß man dort klaut. Da ich aber bis heute nichts mehr von meinen Sachen gehört habe, was soll ich anderes annehmen. Belustigend ist aber, daß gleichzeitig auch unsere Fernbedienung fehlte, und wenn die Putzdamen diese auch mitgehen lassen erkläre ich sie doch einfach mal für leicht blöde...
Zum zweiten gibt es auch noch eine nette Geschichte: ein paar Jugendliche die scheinbar gemeinsam ihre Volljährigkeit feiern wollten checkten im Hotel ein und machten sich einen gesamten Tag (der vor unserer Abfahrt) im Haus bemerkbar. Sie rannten quasi den gesamten Tag besoffen über den Flur und freuten sich dabei ein Loch in den Bauch -so viel zu ihrer Volljährigkeit. Aber als dann die Nacht kam wurde es noch besser: die Neuzugänge verbrachten ihre gesamte Nacht damit, Rennen gegeneinander zu fahren, direkt an der Straße zu der unser Fenster ging. Dabei waren weder die Autos noch die lieben Jungs wirklich leise. Und richtig laut wurde es dann, als einer der Wagen vor einen -und zwar genau den richtigen- Strommasten knallte -nämlich der vom Hotel.
Mit einem Jubelschrei dessen, der dann das Rennen gewonnen hatte und einem riesigen Knall als das Auto in seine Einzelteile zerbrach, verschwand die Uhrzeit vom Wecker und damit dann wie sich bald herausstellte auch das warme Wasser und alles was man sonst so brauchte. Wie gut daß wir an diesem Tag gegangen sind...
Deutsches Staunen
===================
Wir begannen dann L.A. unsicher zu machen und finden natürlich erstmal im Viertel der Reichen und Schönen an: Beverly Hills. Dieses Viertel ist etwas, was sich kein Tourist entgehen lassen sollte. Da dort sowieso recht wenige Autos fahren kann man sich Zeit lassen und langsam an den vielen wunderschönen Villen vorüberfahren. Man kann auch überall Karten erhalten, wo welcher Star wohnt, aber verschwendet dafür kein Geld, man sollte eben nicht alles glauben!
Weiter ging es zum Observatorium, welches aber leider derzeit für eine Renovierung von drei Jahren geschlossen ist, allerdings sind das Gebäude und die Aussicht von dort so schön, daß man sich die Zeit auch in den nächsten drei Jahren nehmen sollte, um einmal hochzufahren.
Das Observatorium, für die die es nicht wissen, ist eigentlich dafür da, um Sterne zu beobachten. Es liegt weit genug oben, so daß man über L.A.s Smog ist und ungestört in den Himmel sehen kann.
Von dort aus sieht man übrigens auch das berühmte Hollywood Schild und hat einen tollen Überblick über L.A. Downtown, welches Größtenteils aber wirklich in seinem legendären Smog verschwindet.
Weiter führe ich euch dann zum Sunset Blvd. wo man auch als Tourist unbedingt mal hingehen sollte. Wir trafen dort einen Bekannten der mit uns im Künstlerviertel am Sunset essen gegangen ist und ich kann nur sagen: es ist wunderschön. Auch wenn es äußerlich nicht viel hermacht sollte man sich hinwagen und in einem der vielen Restaurants essen gehen, denn alles ist einfach individuell und ganz anders als man es von zu Hause kennt. Eben ein echtes Künstlerviertel! In unserem Restaurant gab es beispielsweise statt Tischdecken Papierrollen und dazu natürlich allerlei Stifte, damit sich die Maler unter uns richtig austoben können. Dementsprechend geschmückt war das Restaurant dann auch, mit vielen lustigen und wunderschönen Bildern. Das Ambiente hier ist einfach klasse. Und laut Bill, unserem Bekannten, wohnen die Red Hot Chili Peppers auch direkt in der Nähe -dort wurde auch ihr neustes Video aufgenommen :)
Und was natürluch Kultstatus hat und jeder mal sehen muß ist der Hollywood Blvd.
Dieser liegt nicht weit von Downtown entfernt und ist eine lange Straße welche mit Sternen geschmückt ist, auf denen die Namen verschiedenster Künstler aus dem Film-, Fernseh- und Musikbereich zu finden sind.
Hier findet man auch das chinesische Theater, vor diesem ist der bekannte Platz in dem viele Schauspieler sich anhand ihrer Hand- und Fußabdrücke und einem kleinen Spruch verewigt haben.
Als großer Fan von Arnold Schwarzenegger war ich natürlich absolut stolz, meine Hand mal in seinen Prankenabdruck halten zu können -auch hier ist das Flair einfach unbeschreiblich.
Ansonsten ist der Hollywood Blvd. allerdings nur noch Kommerz und man findet nur noch Tourishops die meiner Meinung nach nicht viel hermachen. Eine riesige Mall hat man neu gebaut, welche zwar sehr schön ist, meiner Meinung nach aber nicht gut herpaßt. Hollywood Blvd. vor fünf Jahren gefiel mir eindeutig besser.
L.A. Downtown haben wir dann an einem der letzten Tage erst besucht, denn auch wenn genau das das Image von Amerika hermacht, finde ich diese Viertel mit ihren Wolkenkratzern zwar mal ganz interessant, aber nicht wirklich so spannend, daß man einen ganzen Spaziergang drum herum machen müsste.
Was ist empfehlen kann ist das Rathaus, welches etwa 30 Stockwerke hat und von welchem man einen wundervollen Ausblick haben soll, aber dafür muß man wohl Glück haben, denn wir durften so hoch z.B. nicht hinaus. Ansonsten kann man Downtown mal ansehen, aber es bietet nicht viel, dann fahrt lieber eine Ausfahrt weiter ins Dodgers Stadium *zwinker*
Strandleben
=============
Am Strand war ich in L.A. genau zweimal, denn Amerika ist nun wirklich kein Urlaub, in dem man immer nur faul rumliegen kann um sich zu sonnen.
Zum einen haben wir uns natürlich Santa Monica Beach angesehen, der für seinen Pier sehr bekannt ist und so wundervoll sein soll.
Für mich ist dieser nichts, auch wenn ich froh bin, mal dagewesen zu sein und es auch weiterempfehlen würde, aber ich bin eindeutig eher ein Mensch ruhigen Genießens und möchte nicht die halbe Welt um mich haben wenn ich am Strand liege.
Santa Moncia Beach ist direkt in Santa Monica Downtown, das bedeutet es ist laut und voll. Man findet, wenn man nicht früh genug da ist, kaum einen Parkplatz, und wenn das Wetter wirklich gut ist finde man sicherlich an dem wirklich riesigen, ausladendem Strand kaum noch einen Platz. Besonders in der Nähe des Piers sammeln sich die Leute en masse. Der Strand ist soweit ok, nicht wirklich schmutzig, aber man könnte sich mehr Mühe geben, viele Obdachlose schlafen hier oder im Park direkt nebenan, was sicherlich für viele unangenehm ist. Das Wasser ist sicherlich nicht das, welches man in Karibikurlaubvideos sehen kann, aber es ist ok. Als wir da waren war es recht kalt, ob das immer so ist kann ich euch leider nicht sagen.
Der Pier ist nichts besonderes, eine Touristenanttraktion wo man viel Surfklamotten und Andenken kaufen kann, man eine Achterbahn und allerlei Kleinkrams hat -mich hat er nicht fasziniert.
Das zweite Mal hingegen war schon viel besser und entspannender. Am Redondo Beach, welcher nicht weit von unserem Hotel ist, kann man sich wirklich besser erholen. Er ist etwa ab vom Schuß, so daß man nicht durch Stadtlärm genervt wird, der Strand ansich ist recht schmal, so verteilen sich die Menschen aber auch besser. Direkt am Strand gibt es zudem noch eine Strecke an der man perfekt Inlineskaten, Fahrradfahren oder joggen kann und wirklich voll wird es nur da, wo auch der Parkplatz ist -ich sag doch Amis sind faul!
Dieser Strand war richtig schön sauber und das Wasser war toll. Hier ist scheinbar auch ein besonderer Treffpunkt für die Mexikaner, die es ja nicht wirklich weit haben, und man hört kaum noch ein Wort Englisch.
Redondo ist zu empfehlen!
Was gibt es sonst noch?
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Für meinen Teil war es das auch schon, denn sechs Tage in L.A. machen nicht wirklich viel her, diese Stadt ist riesig.
Wenn man als Tourist etwas sehen will und nicht weiß wann, wo, wie teuer und was überhaupt, dann geht man einfach in eins der vielen California Welcome Center und läßt sich beraten, umsonst ins Internet kommt man hier noch dazu.
L.A. bietet natürlich zudem noch die Universal Studios und Disneyland, welche ich beide absolut empfehle, welche aber auch beide um die 40-50 Dollar pro Person pro Tag kosten (1 Dollar ist ungeführ = 1 Euro). Aber wie oft ist man schon in L.A.!
Und natürlich ist Amerika voll mit Waterparks in denen man die genialsten Rutschen dieser Welt findet. Einen davon habe ich auch noch besucht und habe eine nette Bekanntschaft mit einer dieser Rutschen gemacht, die einem erst ordentlich speed geben und dann fast senkrecht runtergehen -am Ende bekommt man einen netten Einlauf, wenn ich mal ordinär werden darf... Auch hier bezahlt man um die 25 Dollar pro Person, aber diesen Spaß sollte man sich nicht entgehen lassen.
Zu guter Letzt kann ich noch sagen: einkaufen kann man hier wunderbar. Amerika ist voll mit Outlet Stores, in denen die Klamotten richtig günstig angeboten werden, Malls, in denen man einen riesigen Haufen an Geschäften auf einmal findet und allgemein den besten Einkaufsstraßen der Welt, von absolut teuer bis schön und erschwinglich ist alles dabei.
In L.A. habe ich allein wegen der Sportschuhe die ich eingekauft habe, eine Menge Geld gelassen, und das war erst die erste Woche meines Urlaubs. Nehmt also genug Geld mit!
Abschließend
=============
Wer es bis hier her geschafft hat: herzlichen Glückwunsch, aber ich bin auch niemandem böse, der mal hier und da etwas übersprungen hat. Ich wollte nur versuchen euch allen etwas mitzugeben und alles aufzuschreiben was ich erlebt habe. Genau wiedergeben kann ich das natürlich alles nicht und ich habe hier schon im Schnelldurchlauf geschrieben damit ich es wenigstens so kurz wie für mich möglich halte.
Ich persönlich habe L.A. geliebt, fand es vor fünf Jahren, als es noch nicht so zerbaut war wie jetzt, aber wesentlich schöner. Allerdings würde ich mich in L.A. auch nicht länger als eine Woche aufhalten, da es eben eine Großstadt ist und von solchen bekomme ich irgendwann auch mal genug. Und in Amerika gibt es noch so viel mehr zu sehen als L.A.
Los Angeles, die Stadt der Engel, ist also von seinen Attraktionen her ein Muß und hat für jeden etwas zu bieten, wenn es auch nicht immer billig ist, aber man darf nicht zu lange hier bleiben.
In diesem Sinne: auf die nächsten Amerika Berichte!
Ich freue mich über Kommentare,
Eure Monique
Da wir in L.A. angekommen sind und auch dort unsere erste Woche verbracht haben, beginne ich am besten mit dieser Stadt -allerdings habe ich L.A. schon einmal besucht und habe die typischen Dinge wie Disney Land, Universal Studios etc. bereits hinter mir und werde ich darüber nicht viele Infos geben. Aber das seht ihr ja jetzt selber...
L.A. Flughafen
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Im Prinzip kann ich dazu gar nicht mal so viel sagen, denn nach insgesamt knapp 16 Stunden Flug, war ich nicht mehr wirklich ansprechbar.
Der Flughafen ist sehr groß und soweit recht übersichtlich. Was natürlich sehr stark auffällt, sind die enormen Sicherheitskontrollen in Amerika, was allerdings auch verständlich ist. Dagegen merkt man sofort, daß Deutschland nicht viel zu bieten hat.
Mit Hunden wurde herumgegangen, die an den Taschen geschnüffelt haben, mehrmalige Passkontrollen durfte man über sich ergehen lassen und auch immer mal wieder Taschenkontrollen und \"Leibesvisitationen\" -achtung Ihr Lieben: Piercings schlagen neuerdings, zumindest bei den Amerikanern, auch an den Metalldetektoren an....
Vom Flughafen weg zu kommen gestaltet sich dann allerdings etwas schwieriger, wenn man sich nicht auskennt steht man hier wirklich etwas im Wald. Wir mußten einen Bus nehmen, der uns direkt zum Autoverleih bringen sollte, allerdings war es wirklich eine Lebensaufgabe herauszufinden, wo sich die Bushaltestelle befinden soll. Letzten Endes haben wir sie gefunden und sind auch gut am der Autovermietung angekommen. Diese sind allesamt nicht weit vom Flughafen entfernt, allerdings darf man dann noch genug anstehen, denn auf die Idee sich ein Auto für einen Amerika-Urlaub zu mieten kommen doch recht viele.
Abenteuer 1: die Highways
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Zwar waren wir bereits dreimal in Amerika, aber wir werden uns sicher nie daran gewöhnen: Highways sind einfach grauenhaft!
Unser Hotel hatten wir für zwei Nächte gebucht, etwas billiges welches nur dazu dienen sollte, uns einen Aufenthaltsort zu bieten bis wir ein neues gefunden haben. Dieses sollte sich nicht weit vom Flughafen befinden. Wir haben etwa drei Stunden gebraucht bis wir an diesem besagten Hotel ankamen. Des öfteren mussten wir den Highway wechseln, da diese oft von Nord und Süd sprechen und keiner von uns irgendwie einen Schimmer der Ahnung hatte, wo jetzt Norden und wo Süden ist.
Zudem sind die Highways in jedem Fall vierspurig, können aber auch bis zu siebenspurig werden -es ist zum wahnsinnig werden! So ist es uns auch des öfteren passiert, daß wir die Ausfahrt verpasst haben, weil wir zu weit links gefahren sind und einfach nicht mehr rechtzeitig rüberkamen.
Welches auch gleich zum nächsten Punkt führt: die Highways sind gnadenlos überfüllt -aber nicht nur die, in der Stadt ist es meistens auch nicht besser, Amis sind eben nicht ganz normal. Staus sind absolut an der Tagesordnung und man hat Glück wenn man zu zweit oder mehreren im Auto sitzt, denn dann kann man die meistens vorhandenen Carpool Lanes benutzen, die unwahrscheinlich vorteilhaft sind!
Ein Rechtsfahrgebot gibt es übrigens nicht, weswegen das Fahren auf den Highways sich manchmal recht radikal anfühlt und ich öfter knapp einem Unfall entgangen bin, aber man gewöhnt sich ja an alles!
Abenteuer 2: Red Roof Inn
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Unser Hotel für die ersten zwei Nächte hieß Red Roof Inn, wir hatten es nur gebucht weil es billig war, und das durften wir auch früh genug merken. Sollte jemand auf die Idee kommen das Red Roof Inn in Anaheim zu buchen: laßt es :)
Die Zimmer sind soweit ok, das war mir in diesen zwei Jetlag geplagten Nächten auch egal, allerdings kann man mit diesem Pool, der absolut verdreckt ist, wirklich nicht protzen und die vielen alkoholisierten Gäste die scheinbar an der Tagesordnung sind, fand ich auch nicht sehr angenehm.
Zu Essen bekommt man dort leider nichts, und außer einem Pool hat das Red Roof Inn auch wirklich rein gar nichts zu bieten, außer der Nähe zum Disneyland.
Die Gegen ist der reinste Horror, man traut sich kaum ein paar Meter zu Fuß zu gehen, da man mitten in einem Latino Ghetto haust. Nichts gegen jene, aber aus solchen Gegenden halte ich mich, abenteuerunfreudig wie ich bin, doch lieber fern.
Lustig war dann auch noch, als jemand bei uns klopfte. Er hätte das Licht gesehen, deswegen klopft er, allerdings hätte er doch eine Karte für dieses Zimmer, denn es sei ihm heute morgen vermietet worden...
Fazit: ich war froh, als ich da raus war!
Abenteuer 3: Homestead Suites
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Unser Glück war dann, daß wir nach Redondo Beach umziehen konnten, in ein Gästehaus welches sich Homestead nennt und nette Suiten anbietet. Einen Pool bietet es leider nicht, dafür optimale Nähe zum Strand und zu Einkaufsmöglichkeiten.
Die Zimmer waren wirklich sehr schön, sind normal für zwei bis drei Personen gedacht, aber da Homestead recht teuer ist haben wir uns nur zwei Zimmer genommen und mit vier Personen in dem einen gewohnt. Auf Dauer, also nach einer Woche, war es dann zwar wirklich zu viel und man mußte endlich mal da raus, jedoch ließ sich die Zeit auf so kleinem Raum soweit recht gut aushalten.
Das Gute an den Suiten, weswegen wir sie auch gebucht hatten, ist daß sie eine kleine Küche haben und man so nicht auf Restaurants angewiesen ist, denn Essen kann man im Homestead auch nicht.
Wirklich lustig waren an diesem Hotel aber zwei Dinge: zum einen vermisse ich bis heute eine Hot Pants und ein T-Shirt, welches ich nachts getragen haben und welches verschwunden war nachdem die Damen das Bett gemacht haben. Als ich die Lady an der Rezeption darauf aufmerksam machte war sie regelrecht beleidigt und meinte ich würde ihrem Haus unterstellen daß man dort klaut. Da ich aber bis heute nichts mehr von meinen Sachen gehört habe, was soll ich anderes annehmen. Belustigend ist aber, daß gleichzeitig auch unsere Fernbedienung fehlte, und wenn die Putzdamen diese auch mitgehen lassen erkläre ich sie doch einfach mal für leicht blöde...
Zum zweiten gibt es auch noch eine nette Geschichte: ein paar Jugendliche die scheinbar gemeinsam ihre Volljährigkeit feiern wollten checkten im Hotel ein und machten sich einen gesamten Tag (der vor unserer Abfahrt) im Haus bemerkbar. Sie rannten quasi den gesamten Tag besoffen über den Flur und freuten sich dabei ein Loch in den Bauch -so viel zu ihrer Volljährigkeit. Aber als dann die Nacht kam wurde es noch besser: die Neuzugänge verbrachten ihre gesamte Nacht damit, Rennen gegeneinander zu fahren, direkt an der Straße zu der unser Fenster ging. Dabei waren weder die Autos noch die lieben Jungs wirklich leise. Und richtig laut wurde es dann, als einer der Wagen vor einen -und zwar genau den richtigen- Strommasten knallte -nämlich der vom Hotel.
Mit einem Jubelschrei dessen, der dann das Rennen gewonnen hatte und einem riesigen Knall als das Auto in seine Einzelteile zerbrach, verschwand die Uhrzeit vom Wecker und damit dann wie sich bald herausstellte auch das warme Wasser und alles was man sonst so brauchte. Wie gut daß wir an diesem Tag gegangen sind...
Deutsches Staunen
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Wir begannen dann L.A. unsicher zu machen und finden natürlich erstmal im Viertel der Reichen und Schönen an: Beverly Hills. Dieses Viertel ist etwas, was sich kein Tourist entgehen lassen sollte. Da dort sowieso recht wenige Autos fahren kann man sich Zeit lassen und langsam an den vielen wunderschönen Villen vorüberfahren. Man kann auch überall Karten erhalten, wo welcher Star wohnt, aber verschwendet dafür kein Geld, man sollte eben nicht alles glauben!
Weiter ging es zum Observatorium, welches aber leider derzeit für eine Renovierung von drei Jahren geschlossen ist, allerdings sind das Gebäude und die Aussicht von dort so schön, daß man sich die Zeit auch in den nächsten drei Jahren nehmen sollte, um einmal hochzufahren.
Das Observatorium, für die die es nicht wissen, ist eigentlich dafür da, um Sterne zu beobachten. Es liegt weit genug oben, so daß man über L.A.s Smog ist und ungestört in den Himmel sehen kann.
Von dort aus sieht man übrigens auch das berühmte Hollywood Schild und hat einen tollen Überblick über L.A. Downtown, welches Größtenteils aber wirklich in seinem legendären Smog verschwindet.
Weiter führe ich euch dann zum Sunset Blvd. wo man auch als Tourist unbedingt mal hingehen sollte. Wir trafen dort einen Bekannten der mit uns im Künstlerviertel am Sunset essen gegangen ist und ich kann nur sagen: es ist wunderschön. Auch wenn es äußerlich nicht viel hermacht sollte man sich hinwagen und in einem der vielen Restaurants essen gehen, denn alles ist einfach individuell und ganz anders als man es von zu Hause kennt. Eben ein echtes Künstlerviertel! In unserem Restaurant gab es beispielsweise statt Tischdecken Papierrollen und dazu natürlich allerlei Stifte, damit sich die Maler unter uns richtig austoben können. Dementsprechend geschmückt war das Restaurant dann auch, mit vielen lustigen und wunderschönen Bildern. Das Ambiente hier ist einfach klasse. Und laut Bill, unserem Bekannten, wohnen die Red Hot Chili Peppers auch direkt in der Nähe -dort wurde auch ihr neustes Video aufgenommen :)
Und was natürluch Kultstatus hat und jeder mal sehen muß ist der Hollywood Blvd.
Dieser liegt nicht weit von Downtown entfernt und ist eine lange Straße welche mit Sternen geschmückt ist, auf denen die Namen verschiedenster Künstler aus dem Film-, Fernseh- und Musikbereich zu finden sind.
Hier findet man auch das chinesische Theater, vor diesem ist der bekannte Platz in dem viele Schauspieler sich anhand ihrer Hand- und Fußabdrücke und einem kleinen Spruch verewigt haben.
Als großer Fan von Arnold Schwarzenegger war ich natürlich absolut stolz, meine Hand mal in seinen Prankenabdruck halten zu können -auch hier ist das Flair einfach unbeschreiblich.
Ansonsten ist der Hollywood Blvd. allerdings nur noch Kommerz und man findet nur noch Tourishops die meiner Meinung nach nicht viel hermachen. Eine riesige Mall hat man neu gebaut, welche zwar sehr schön ist, meiner Meinung nach aber nicht gut herpaßt. Hollywood Blvd. vor fünf Jahren gefiel mir eindeutig besser.
L.A. Downtown haben wir dann an einem der letzten Tage erst besucht, denn auch wenn genau das das Image von Amerika hermacht, finde ich diese Viertel mit ihren Wolkenkratzern zwar mal ganz interessant, aber nicht wirklich so spannend, daß man einen ganzen Spaziergang drum herum machen müsste.
Was ist empfehlen kann ist das Rathaus, welches etwa 30 Stockwerke hat und von welchem man einen wundervollen Ausblick haben soll, aber dafür muß man wohl Glück haben, denn wir durften so hoch z.B. nicht hinaus. Ansonsten kann man Downtown mal ansehen, aber es bietet nicht viel, dann fahrt lieber eine Ausfahrt weiter ins Dodgers Stadium *zwinker*
Strandleben
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Am Strand war ich in L.A. genau zweimal, denn Amerika ist nun wirklich kein Urlaub, in dem man immer nur faul rumliegen kann um sich zu sonnen.
Zum einen haben wir uns natürlich Santa Monica Beach angesehen, der für seinen Pier sehr bekannt ist und so wundervoll sein soll.
Für mich ist dieser nichts, auch wenn ich froh bin, mal dagewesen zu sein und es auch weiterempfehlen würde, aber ich bin eindeutig eher ein Mensch ruhigen Genießens und möchte nicht die halbe Welt um mich haben wenn ich am Strand liege.
Santa Moncia Beach ist direkt in Santa Monica Downtown, das bedeutet es ist laut und voll. Man findet, wenn man nicht früh genug da ist, kaum einen Parkplatz, und wenn das Wetter wirklich gut ist finde man sicherlich an dem wirklich riesigen, ausladendem Strand kaum noch einen Platz. Besonders in der Nähe des Piers sammeln sich die Leute en masse. Der Strand ist soweit ok, nicht wirklich schmutzig, aber man könnte sich mehr Mühe geben, viele Obdachlose schlafen hier oder im Park direkt nebenan, was sicherlich für viele unangenehm ist. Das Wasser ist sicherlich nicht das, welches man in Karibikurlaubvideos sehen kann, aber es ist ok. Als wir da waren war es recht kalt, ob das immer so ist kann ich euch leider nicht sagen.
Der Pier ist nichts besonderes, eine Touristenanttraktion wo man viel Surfklamotten und Andenken kaufen kann, man eine Achterbahn und allerlei Kleinkrams hat -mich hat er nicht fasziniert.
Das zweite Mal hingegen war schon viel besser und entspannender. Am Redondo Beach, welcher nicht weit von unserem Hotel ist, kann man sich wirklich besser erholen. Er ist etwa ab vom Schuß, so daß man nicht durch Stadtlärm genervt wird, der Strand ansich ist recht schmal, so verteilen sich die Menschen aber auch besser. Direkt am Strand gibt es zudem noch eine Strecke an der man perfekt Inlineskaten, Fahrradfahren oder joggen kann und wirklich voll wird es nur da, wo auch der Parkplatz ist -ich sag doch Amis sind faul!
Dieser Strand war richtig schön sauber und das Wasser war toll. Hier ist scheinbar auch ein besonderer Treffpunkt für die Mexikaner, die es ja nicht wirklich weit haben, und man hört kaum noch ein Wort Englisch.
Redondo ist zu empfehlen!
Was gibt es sonst noch?
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Für meinen Teil war es das auch schon, denn sechs Tage in L.A. machen nicht wirklich viel her, diese Stadt ist riesig.
Wenn man als Tourist etwas sehen will und nicht weiß wann, wo, wie teuer und was überhaupt, dann geht man einfach in eins der vielen California Welcome Center und läßt sich beraten, umsonst ins Internet kommt man hier noch dazu.
L.A. bietet natürlich zudem noch die Universal Studios und Disneyland, welche ich beide absolut empfehle, welche aber auch beide um die 40-50 Dollar pro Person pro Tag kosten (1 Dollar ist ungeführ = 1 Euro). Aber wie oft ist man schon in L.A.!
Und natürlich ist Amerika voll mit Waterparks in denen man die genialsten Rutschen dieser Welt findet. Einen davon habe ich auch noch besucht und habe eine nette Bekanntschaft mit einer dieser Rutschen gemacht, die einem erst ordentlich speed geben und dann fast senkrecht runtergehen -am Ende bekommt man einen netten Einlauf, wenn ich mal ordinär werden darf... Auch hier bezahlt man um die 25 Dollar pro Person, aber diesen Spaß sollte man sich nicht entgehen lassen.
Zu guter Letzt kann ich noch sagen: einkaufen kann man hier wunderbar. Amerika ist voll mit Outlet Stores, in denen die Klamotten richtig günstig angeboten werden, Malls, in denen man einen riesigen Haufen an Geschäften auf einmal findet und allgemein den besten Einkaufsstraßen der Welt, von absolut teuer bis schön und erschwinglich ist alles dabei.
In L.A. habe ich allein wegen der Sportschuhe die ich eingekauft habe, eine Menge Geld gelassen, und das war erst die erste Woche meines Urlaubs. Nehmt also genug Geld mit!
Abschließend
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Wer es bis hier her geschafft hat: herzlichen Glückwunsch, aber ich bin auch niemandem böse, der mal hier und da etwas übersprungen hat. Ich wollte nur versuchen euch allen etwas mitzugeben und alles aufzuschreiben was ich erlebt habe. Genau wiedergeben kann ich das natürlich alles nicht und ich habe hier schon im Schnelldurchlauf geschrieben damit ich es wenigstens so kurz wie für mich möglich halte.
Ich persönlich habe L.A. geliebt, fand es vor fünf Jahren, als es noch nicht so zerbaut war wie jetzt, aber wesentlich schöner. Allerdings würde ich mich in L.A. auch nicht länger als eine Woche aufhalten, da es eben eine Großstadt ist und von solchen bekomme ich irgendwann auch mal genug. Und in Amerika gibt es noch so viel mehr zu sehen als L.A.
Los Angeles, die Stadt der Engel, ist also von seinen Attraktionen her ein Muß und hat für jeden etwas zu bieten, wenn es auch nicht immer billig ist, aber man darf nicht zu lange hier bleiben.
In diesem Sinne: auf die nächsten Amerika Berichte!
Ich freue mich über Kommentare,
Eure Monique
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