Los Angeles Testbericht

Los-angeles
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Erfahrungsbericht von tepungaatewaka

I love L.A...

Pro:

-

Kontra:

-

Empfehlung:

Ja

"From the South Bay to the Valley
From the West Side to the East Side
Everybody's very happy
'Cause the sun is shining all the time
Looks like another perfect day

I love L.A."
(Randy Newman)

Wer das Lied von Randy Newman kennt und schon einmal in LA war, wird sich wohl bei dem Lied immer wieder gerne an seine sicherlich erlebnisreiche Zeit zurückerinnern.

LA die Stadt der Kontraste!
Hollywood, Santa Monica; Sunset Boulevard, Walk of fame, Getti-center, Venice Beach, Beverly Hills, die Liste der Namen, die jeder mit LA assoziiert, lässt sich wohl bis ins Unermessliche fortführen.
Da dieser Bericht nicht dazu dienen soll, eine Sehenswürdigkeit nach der anderen abzuhacken, werde ich nur vereinzelt darüber berichten, verbunden mit Eindrücken und Erfahrungen, die ich in der 14Millionen Stadt L.A gesammelt habe.

Wie immer steht vor jedem (Reise) Ziel ein Weg und wie immer, wenn das Ziel nicht mit Landwegen zu erreichen ist, muss man einen Flug in kauf nehmen. Diesmal flog ich mit der Lufthansa und war sehr zufrieden. Der Service war sehr gut, der Flug angenehm, und im Fernsehen kam endlich einmal ein Film, der mich auch interessierte. „Charleis Angels“. Der einzige „Nachteil“, wenn man mit einer heimischen Fluggesellschaft fliegt, ist wohl der, dass man sich nicht schon im Flugzeug wie in einem fernen Land fühlt.

In LA angekommen wartete schon mein Shuttlebus und brachte mich zu meinem Hostel, ähnlich einer Jugendherberge. Normalerweise gehörte ich nicht zu den Personen, die sich gerne mit anderen Reisenden ein Zimmer teilen, so genannte Dorms, aber in L.A ist es sehr ratsam, wenn man nicht immer alleine umherirren möchte.
Mein Hostel war in Hollywood und die Fahrt dauerte in etwa eine Stunde. Bei den Ausmaßen, die diese Stadt annimmt, ist dies jedoch viel eher ein Katzensprung als eine Tortour!
Meine anfänglichen Bedenken wegen meine Unterkunft legten sich, sobald ich dort ankam. Alle Gäste und auch die Angestellten waren sehr nett und es herrschte somit ein gutes Klima. Aus meinem Erkundungsspaziergang, den ich immer gleich mache, sobald ich im Hotel einer mir noch unbekannten Stadt ankomme, wurde diesmal jedoch nichts. Vor unserer Herberge war nämlich nichts. Nichts, außer einem 5-spuriger highway ....

Vertröstet auf den Nächsten morgen machte ich mich dann sogleich mit dem Bus, der eine Haltestelle direkt vor unserer tüpre hatte auf den Weg Richtung downtown. Etwa 5min. Später war ich endlich da. Hollywood! Das war schon ein tolles Gefühl einfach nur zu wissen, in Hollywood zu sein und endlich den walk of fame entlangzulaufen und all die Sterne der Stars zu sehen, die man nur aus dem Fernsehen kennt.
Nachdem ich die Sterne von Tom Cruise, Bruce Willis und weitere unzählige Sterne von mindestens genauso berühmten Persönlichkeiten entdeckt hatte ging ich zu dem chinesischen Theater. Dort ist der Platz, an dem die original Fuß- und Handabdrücke so mancher Stars zu sehen sind. Es machte einfach Spaß zu schauen und als ich dann auf die Fußabdrücke von R2D2 und Darth Vader aus Krieg der Sterne gestoßen bin, musste ich dann doch einmal ein Bild machen.
Nachdem ich anschließend noch ein bisschen durch die Geschäfte bummelte, in der man so allerlei verrückte Sachen entdecken konnte, machte ich mich dann bald auf den Heimweg und tauschte mich mit den anderen Gästen aus, um zu wissen, welches weitere lohnende Ziele in LA sind.

Am nächsten Tag nahm ich mir vor, die Universal Studios zu besichtigen. Wie immer bin ich früh aufgestaden und nahm den hoteleigenen Shuttle (das öffentliche Verkehrsnetz ist nicht sehr gut ausgeprägt, ohne Auto ist man teilweise den überteuerten Taxen zu 100% ausgeliefert!) zu den Studios, die gerade mal 10 Minuten entfernt lagen.
Ungeduldig wartete ich in der Schlange, um endlich eingelassen zu werden, denn wie das so ist, je sehnsüchtiger man auf etwas gespannt ist, desto schwerer fällt es einem zu warten.
Nach Stunden des Wartens (etwa 35 Minuten ...) passierte ich endlich den Eingang und wollte gleich die Studiotour mitmachen und durfte gleich wieder anstehen ...
Die Studiotour führt an den verschiedensten Szenarien vorbei, gewährleistet einen faszinierenden Einblick in die Welt der special effects und beinhaltet gleichzeitig eine enorme Menge an Fakten über die Filmindustrie (nicht nur von L.A) und den Werdegang der Universal Studios.
Man sitzt in einem Wagen, ähnlich wie in dem Film „Jurassic Park", hört gespannt zu und hat stets seine Augen überall, den mal kommt es vor, das man über eine Brücke fährt, die plötzlich kracht. Mal fährt man durch einen Tunnel und plötzlich tritt ein heftiges Erdbeben ein (von denen es im Übrigen in und um L.A jährlich etwa 15.000 gibt!) und die Laster die oben auf der Straße fuhren kommen einem entgegen, es beginnt zu brennen .... man fühlt sich in manchen Momenten wirklich „wie in Hollywood!"

Nach dieser aufregenden Fahrt musste ich erst einmal etwas Essen. Wie in L.A, so ist es auch nicht sonderlich schwierig in den Studios etwas Essbares aufzutreiben. Ganz im Gegenteil, dem Angebot der Stände und Restaurants mit Leckereien zu widerstehen ist eher schwierig!
Frisch gestärkt suchte ich mir den Weg zu einer Stuntman Show und bin alleine wenn ich an meine Erinnerungen zurückdenke mehr als fasziniert. Die Show zeigte nicht nur das Können der Einzelnen, es war vielmehr eine überaus amüsante Geschichte die erzählt wurde, verbunden mit Stunts. Meine Hochachtung vor solch waghalsigen Menschen, die im Gegensatz zu so manchen Schauspielern wirklich vollen Einsatz leisten und etwas können!!

Was auch sehr viel Spaß macht ist die fahrt mit einer der unzähligen Fahrattraktionen, ähnlich einem Vergnügungspark, die es dort gibt. Etwa mit E.T. auf dem Fahrrad durchs All zu kurven oder mit dem Boot durch den Jurassic park zu schippern ist einfach genial!
Es gibt unzählige Shows und Attraktionen, die sich auch des Öftern Ändern, was allerdings wirklich Empfehlenswert ist, und wohl auch immer beständig ist, ist die 3D Terminator Show. Wirklich: Unbedingt ansehen!!


Das L.A eine gefährliche Stadt ist, wusste ich zwar, aber bei meinen bisherigen Eindrücken konnte ich derlei nicht bestätigen. Glanz und Glamour, Hollywood und Sternchen, sicher, hie und da mal ein Obdachloser auf den Straßen von Hollywood, aber schließlich war man ja in Amerika. Bei meiner kommenden Stadtrundfahrt sollte ich eines Besseren belehrt werden!
John war unser Tourguide und kannte die Stadt und wusste, wie wichtig es war, diese Stadt zu kennen, aber eins nach dem Anderen.

Unsere Tour begann in Hollywood und führte uns am Sunset Boulevard entlang Richtung Beverly Hills. John erzählte uns, wenn man eine bekannte Person treffen wolle, so solle man einfach um die Mittagszeit am Sunset Boulevard auf und ab spazieren und man würde nicht enttäuscht werden. Wie sich später herausstellte, so sollten wir nicht enttäuscht werden, denn wir trafen Steve Martin.
Wir fuhren nun als durch die Straßen von Beverly Hills und anschließend von Bel Air und wer meint, dass es in Deutschland gigantische Häuser gibt, sollte genau diese Orte in L.A besuchen, um sich ein Bild von dem zu machen, was wirklich prunkvoll ist.
Meiner Meinung nach nicht nur prunkvoll, manches mal und das nicht zu selten, eher jenseits jeglicher Realität.
Zum krönenden Abschluss all dieser Villen hielten wir uns noch ein wenig am, Rodeo Drive auf, wohl einer der teuersten Straßen der Welt, und freuten uns dann alle auf den Aufenthalt am Stand. Venice Beach ist ein recht nettes Örtchen in L.A und es gibt sie tatsächlich, diese Bodybuilder, die hinter einem Maschendrahtzaun Gewichte stämmen und sich dabei die wohl noch letzten Gehirnzellen von den Strahlen der Sonne verbrennen lassen. (Sollte kein Angriff auf Bodybuilder sein, doch wer diese dort schon einmal gesehen hat, wird wissen, was ich meine.)
Nach einem Picknick und einem schlendern an der Strandpromenade, wo einem so manches mal ein „hast du den/das gesehen“ rausrutscht, fuhren wir dann durch ein mal ganz anderes Viertel von L.A.
Eine Art Slum. In diesem Viertel lebt die größte Gang der Welt und alleine schon beim durchfahren mit dem Auto bleibt einem so manches mal der Atem weg.
Ich wunderte mich beispielsweise darüber, dass auf den Stromleitungen entlang der Straßen ganz oft Kinderschuhe oder Turnschuhe zu sehen waren. John erklärte uns, dass es dort eben mehrere Gangs gebe, und ganz besonders viele mit Jugendlichen. Es sei zurzeit eine gängige Mutprobe, einem Kind einer anderen Gang die Schuhe zu stehlen und auf die Stromleitungen zu werfen. Sozusagen eine Art Einstiegsprüfung.

Wir kamen an einer Bank und einem Mc Donalds vorbei, doch irgendetwas schien hier unstimmig. Bei näherem Hinsehen, bemerkten wir, dass die Gebäude keine Fenster hatten und die Bank von der Polizei bewacht wurde. John erklärte uns, dass der Grund, weswegen wir keine Fenster sehen der sei, dass zu viele Menschen durch die Fensterscheiben erschossen wurden. Man stelle sich bitte vor, man sitz in einem Mc Donalds und es gibt keine Fenster wegen genau so einem Grund.
Uns wurde so langsam etwas flau im Magen.

Der Kontrast lag nicht von einer zur anderen Stadt, er lag innerhalb einer Stadt, er lag sogar von einer auf die andere Straßenseite. Man bedenke an dieser Stelle, das auf einen Reichen etwa 1000 arme Menschen kommen.
Es gibt unzählige Distrikte in L.A, und jeder ist für sich selbst verantwortlich. Man merkt dies beispielsweise daran, dass ein Bezirk mit sehr reichen Bewohnern nicht selten neben einem solchen mit Bettlern und Arbeitslosen vorzufinden ist.
Während in dem einen Bezirk die Hydranten vergoldet sind und viele Parks, die Videokamera überwacht werden, das Stadtbild verschönern, ist im angrenzeden Bezirk auf der gegenüberliegenden Straßenseite nicht mal Geld für eine Grünfläche zur Verschönerung vorhanden. Dort, wo es normal etwas grün sein sollte, wird die Fläche einfach mit grüner Farbe bemalt. Der Kontrast ist einfach unvorstellbar.

Ein absolutes muss für jeden Kunstliebhaber ist das Getticenter. Es zählt zu den teuersten Gebäuden der Welt und beinhaltet eine mindestens genauso wertvolle Sammlung von Kunstwerken aller Art. Es ist also ein Museuum. Selbst nach Stunden entdeckt man stets neue Gemälde, Skulpturen und vieles mehr. Ein Highlight meines Besuches in L.A!

Da in L.A mehr als 160 verschiedene Bevölkerungsgruppen vertreten sind, dürfte sich wohl auch für jeden Essenswunsch, sei er noch so exotisch, das richtige Lokal mit dem richtigen Ambiente finden.



L.A. hat enorm viel zu bieten, und mir gefällt diese Stadt, obwohl ich manchmal nicht so recht weis, was ich von ihr halten soll. Aber eines sollte man sich ganz deutlich vor Augen halten, wer sich in L.A nicht auskennt, spielt mit seinem Leben. Es gibt Gegenden, die man tunlichst meiden sollte, deswegen ist ein Reiseführer so gut wie unverzichtbar. Es mag sich sehr dramatisch anhören, aber L.A ist nunmal nicht irgendeine Großstadt in Amerika und schon gar nicht mit irgendeiner Großstadt von Deutschland zu vergleichen.

25 Bewertungen, 7 Kommentare

  • Schlingel62

    27.06.2002, 14:29 Uhr von Schlingel62
    Bewertung: sehr hilfreich

    Da war ich leider noch nicht dafür in San Fransisko und.....GH

  • wilma

    15.05.2002, 10:36 Uhr von wilma
    Bewertung: sehr hilfreich

    Großstädte sind zwar nicht so ganz meines, aber der Bericht hat mich trotzdem beeindruckt.

  • dragoony

    28.04.2002, 02:48 Uhr von dragoony
    Bewertung: sehr hilfreich

    Ziehe meinen Hut vor dir Gruß Drago

  • Tomcat01

    24.04.2002, 09:34 Uhr von Tomcat01
    Bewertung: sehr hilfreich

    Super Bericht!

  • Volker111

    23.04.2002, 22:12 Uhr von Volker111
    Bewertung: sehr hilfreich

    Auf nach L.A.

  • Rena50

    21.04.2002, 03:17 Uhr von Rena50
    Bewertung: sehr hilfreich

    Super Bericht. Mehr kann man dazu nicht mehr sagen. Gruß Rena

  • SexyEva

    18.04.2002, 21:42 Uhr von SexyEva
    Bewertung: sehr hilfreich

    I´m, too