Wächter der Nacht (Taschenbuch) / Sergej Lukianenko Testbericht

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ab 6,84
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Erfahrungsbericht von CyberQueeny

Dunkelheit vs Licht

Pro:

siehe bericht

Kontra:

siehe bericht

Empfehlung:

Nein

Hallo
lieber Leser, liebe Leserin.

Manchmal
gibt es Tage, da habe ich keine Lust zu lesen, und erst ein richtig
spannendes, fesselndes Buch kann, mich aus dieser Laune herausholen.
Es sind aber auch solche Tage, an denen ich mir Bücher schnappe, auf
die ich am wenigsten Lust habe. Warum? Einfach weil ich diese dann
endlich abhaken kann, aber auch weil mich diese am Ehesten
überraschen können. Das Buch, das ich euch nun vorstellen möchte,
gehört zu dieser Kategorie. Mein Mann hat es bei einem
Buchtauschwichteln vor zwei Jahren zu Weihnachten bekommen. Die
Auswahl war jedoch alles andere als sein Geschmack, und so hab ich es
in mein Buchregal gestellt. Allerdings bin ich selbst auch kein Fan
dieser Reihe. „Wächter der Nacht“ war schon ein Film bei dem ich
zu Hause vor dem DVD-Player eingeschlafen bin. Geschmäcker sind eben
verschieden, aber ich hatte die Hoffnung, dass das Buch mich den Hype
verstehen lassen kann.

'''o0o
Allgemeine Daten o0o'''
Autor:
Sergej Lukianenko
Titel:
Wächter der Nacht
Taschenbuch:
528 Seiten
Verlag:
Heyne Verlag (2. September 2005)
Sprache:
Deutsch
ISBN-10:
3453530802
ISBN-13:
978-3453530805
Originaltitel:
Nochnoi Dozor (1)
Preis:
0,45€

'''o0o
Leseinformationen o0o'''
Genre:
Fantasy / Horro
Niveau:
durchschnittlich
Leserschaft:
Erwachsene
Lesedauer:
5 Tage

'''o0o
Informationen zum Autoren o0o'''
Sergej
Lukianenko wurde 1968 in Kasachstan geboren. Er studierte Medizin, um
danach einige Jahre als Psychiater zu arbeiten. Mit dem Zusammenbruch
der UdSSR begann Sergej mit dem Schreiben. Den Durchbruch erlangte er
mit dem vorliegenden Roman im Jahr 1998. In Russland sogar
erfolgreicher als „Der Herr der Ringe“. Heute lebt der Autor in
Moskau und widmet sich ganz dem Schreiben.

Wächter
der Nacht (Oktober 2005)

Wächter
des Tages (März 2006)

Wächter
des Zwielichts (September 2006)
Wächter
der Ewigkeit (April 2007)
Wächter
des Morgen (Dezember 2012)

'''o0o
Wie schön ist das Cover o0o'''
Das
Cover ist düster. Ein Rabe, der genau wie der Rest schwarz ist. Mir
gefällt das Cover nicht so gut, aber ich bin ja auch eine Leseratte,
die es bunt, glitzern und am Liebsten in Pink mag. Es passt auf jeden
Fall und das ist die Hauptsache.

'''o0o
Zitierter Klappentext o0o'''

Seit
Menschengedenken gibt es die sogenannten »Anderen«: Vampire,
Gestaltwandler, Hexen, Schwarzmagier. Unerkannt leben sie in unserer
Mitte und sorgen dafür, dass das Gleichgewicht zwischen den Dunklen
Anderen und den Hellen Anderen gewahrt bleibt. Zwei Organisationen,
den »Wächtern der Nacht« und den »Wächtern des Tages«, obliegt
es, den vor langer Zeit geschlossenen Waffenstillstand zu überwachen
und jegliche Verstöße zu ahnden. Doch es heißt, dass ein mächtiger
Anderer kommen wird, der die Fähigkeit besitzt, das Gleichgewicht
der Kräfte für immer zu verändern. Und sollte er sich auf die
Seite des Bösen schlagen, würde dies die Welt ins Chaos stürzen …
(Quelle: Klappentext)

'''o0o
Leseprobe o0o'''
http://www.amazon.de/Wächter-Nacht-Roman-Sergej-Lukianenko/dp/3453530802/ref=sr_1_1?s=books&ie=UTF8&qid=1368964180&sr=1-1&keywords=w%C3%A4chter+der+nacht

Aus
rechtlichen Gründen verlinke ich nur die Leseprobe auf eine Seite,
wo die Genehmigung vorliegt.

'''o0o
Inhalt in eigenen Worten o0o'''

Unsere
Welt ist nicht so harmlos, wie wir Menschen denken, denn es gibt die
„Anderen“. Hinter ihnen verbergen sich Vampire, Gestaltwandler,
Hexen und Schwarzmagier. Unerkannt leben sie so zwischen uns
Menschen.
Anton
Gorodetzki ein ein sogenannter Anderer, ein Lichter. Anton ist als
Wächter der Nachtwache ein kleiner Streifenpolizist, der immer
versucht die Dunklen daran zu hindern, den großen Vertrag zu
brechen. Er beschützt im Grunde die ahnungslosen Menschen.

Es
ändert sich jedoch alles, als ein Vampir auftaucht, und ohne Lizenz
das Blut von Menschen trinkt. Anton begibt sich auf die Jagd nach dem
Vampir und stößt dabei auf einen blutigen Kampf zwischen Licht und
Dunkel. So lernt er Swetlana kennen, eine junge Frau, auf der ein
mächtiger und uralter Fluch lastet, der von einem mächtigen Magier
gesprochen wurde. Anton nimmt sich ihrer an und wird immer mehr in
den Kampf hineingezogen.

'''o0o
Wie gefällt das Buch o0o'''
„Wächter
der Nacht“ ist ein viel gelobtes Buch, dass von Kennern gerne mit
„Herr der Ringe“ verglichen wird. Die Verfilmung hat Millionen
Fans in die Kinos gelockt, und trotzdem kann ich diesen Kultstatus
nicht nachvollziehen. Nachdem mir der Film schon nicht gefallen
hatte, hätte ich das Buch nicht unbedingt gelesen, wenn wir es nicht
geschenkt bekommen hätten. Geschmäcker sind verschieden, und auch
wenn mir vieles mit Kultstatus gefällt, gibt es Ausnahmen, so wie
diese.

Die
Idee hinter diesem Buch ist simple und wird gerne aufgegriffen.
Normalerweise wird es eher als Gut gegen Böse dargestellt, aber
Licht gegen Dunkel trifft es ebenso gut. Wer gerne Werke aus dem
Fantasy-Genre liest, wird des Öfteren mit dieser Grundidee
konfrontiert. Allerdings hauchen die meisten Autoren diesem Ansatz
eigenes Leben ein. Sei es durch eine neue Perspektive, einen neuen
Schluss oder neuen Figuren und Orten. Zumindest letzteres versucht
auf Lukjanenko. Habt ihr schon einmal einen Fantasy-Roman mit
Vampiren und anderen magischen Wesen in Russland gelesen!? Ich
persönlich nicht.

Der
Einstieg in das Buch ist nach Jahren, denn so lange ist es her, dass
ich den Film gesehen habe, recht schwer gewesen. Schon damals hatte
ich anfängliche Schwierigkeiten wirklich zu erkennen, worauf der
Film hinausläuft. Bei dem Buch ging es mir nicht anders.
Erinnerungen wurden nur durch wenige Aspekte geweckt. Manchmal hat
man schon von den ersten Seiten des Buches eine Erinnerung, aber hier
musste ich in der Tat 100 Seiten lesen, bis es so langsam dämmerte.

ZITAT
S. 9 Jegor
steckte die Hände in die Taschen und blickte über die Schulter
zurück. Seit er vor zwei Minuten aus dem Zug gestiegen war, hatte er
das Gefühl, ein fremder Blick ruhe auf ihm. Das jagte ihm jedoch
keine Angst ein, sondern hatte eher etwas Hypnotisierendes, etwas
Stechendes, als pike ihn jemand mit einer Spritze.

Dieses
Zitat stammt aus dem Prolog und zeigt den leichten, trivialen Stil,
mit dem der Autor trotz akademischer Ausbildung auch den
Otto-Normal-Leser anspricht. Eine einfache Wortwahl soll für einen
zügigen Lesefluss sorgen, und bekanntlich ist dies, die richtige
Entscheidung. Allerdings darf man sich dann nicht in belanglosen
Diskussionen verlieren, die irgendwann nur noch einschläfern, die
Spannung minimieren und vieles x-mal durchkauen. Die Aufmerksamkeit,
die der Autor in die Dialoge legt, hätte er lieber in andere
Buchaspekte stecken sollen. So finde ich die Persönlichkeiten
angefangen von Aton und endend mit Swetlana, alles andere als
lebendig, ansprechend und authentisch. Auf mich wirkten die Figuren
leblos und blass. Zumindest hatte ich starke Schwierigkeiten mir die
Charaktere vorzustellen, und sie in ein Kopfkino zu integrieren, was
ich mir bei Fantasy-Werken nun einmal wünsche. Handlungen sind nicht
immer logisch und spätestens dies ist ein Punkt, der mir negativ
aufstößt. Ich persönlich bin ein Fan von Logik, auch wenn es sich
um fantasievolle Romane handelt.

So
lässt sich zwar alles in meinen Augen flüssig lesen, aber mir
persönlich fehlt der gewisse Tiefgang, die reale Spannung und
Fesslung, die ein solcher Roman mit sich bringt. Es kann in einem
Buch noch so viel passieren, wenn dies durch zu viele Dialoge und
durch blasse Protagonisten unterstützt wird, dann kommt in der Regel
trotz roten Fadens keine richtige Spannung auf. Das im Film nicht
alles aufgegriffen wurde, trägt nicht dazu bei, dass mir das Buch
mehr gefällt.

Da
das Buch anfangs auf drei Teile ausgelegt war, sind die einzelnen
Ausgänge nicht wirklich abgeschlossen, sondern bieten genügend
Platz für den nächsten Teil. Der Band selbst ist zwar durch ein
gigantisches Finale „abgeschlossen“ und dieses kann sich auch
sehen lassen, aber mich konnte der Schluss nicht reizen den zweiten
Band zu sehen oder zu lesen. Im Grunde ist es nett, aber wie gesagt,
konnte mich das Buch einfach nicht reizen, weil mich die ellenlangen
Diskussionsrunden zwischen den Figuren einfach nur gestört haben.
Buchtechnisch ein guter Ansatz, aber mehr auch nicht.

Danke ~*~ fürs ~*~ Lesen ~*~ Kommentieren ~*~

©
Eure CQ auch für Sarah hats getestet, Sarahs Bücherwelt und auf
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10 Bewertungen, 1 Kommentar

  • Little-Peach

    04.07.2013, 13:01 Uhr von Little-Peach
    Bewertung: sehr hilfreich

    sh :)