Magdeburg, Otto-von-Guericke-Universität Testbericht

Magdeburg-otto-von-guericke-universitaet
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Summe aller Bewertungen
  • Studentenfreundlichkeit:  sehr gut
  • Freundlichkeit der Angestellten:  sehr freundlich
  • Lehrniveau:  sehr gering
  • Mensa:  abwechslungsreich und lecker
  • Studentenleben:  mehrmals im Semester Veranstaltungen
  • Informationsangebot:  sehr gut
  • Freundlichkeit der Lehrkräfte:  sehr freundlich
  • Erreichbarkeit:  gut
  • Angebote des Hochschulsports:  sehr gut
  • Parkmöglichkeiten:  gut
  • Wohnmöglichkeiten:  gut
  • Vielfältigkeit des Lehrangebotes:  sehr gut

Erfahrungsbericht von Yvonnsche81

In Magdeburg den Doktor machen - das Medizinstudium in Magdeburg

5
  • Studentenfreundlichkeit:  sehr gut
  • Freundlichkeit der Angestellten:  sehr freundlich
  • Lehrniveau:  sehr gering
  • Mensa:  abwechslungsreich und lecker
  • Studentenleben:  mehrmals im Semester Veranstaltungen
  • Informationsangebot:  sehr gut
  • Freundlichkeit der Lehrkräfte:  sehr freundlich
  • Erreichbarkeit:  gut
  • Angebote des Hochschulsports:  sehr gut
  • Parkmöglichkeiten:  gut
  • Wohnmöglichkeiten:  gut
  • Vielfältigkeit des Lehrangebotes:  sehr gut

Pro:

kleine Lerngruppen, gute Professoren, gute Ausstattung

Kontra:

MD ist teilw. gewöhnungsbedürftig, starker Leistungsdruck

Empfehlung:

Ja

Ich studiere jetzt fast vier jahre in Magdeburg Medizin, war während meiner Studienzeit bis jetzt auch schon einige Male am Verzweifeln, hatte aber auch richtig gute Momente. Deshalb möchte ich noch etwas mehr über das Medizinstudium in MD schreiben.

- DIE STADT -

Da ich in MD geboren und aufgewachsen bin, stellte sich für mich nicht wirklich die Frage, wo ich mich bewerben sollte. Ich würde in Magdeburg angenommen und war glücklich.
Zugegeben, für jemanden, der aus einer anderen Stadt kommt, ist es sehr gewöhnungsbedürftig, die Stadt hat auch jetzt noch viele unansehnliche Ecken.Das Leben tobt nicht so wie z.B. in Berlin, aber es wird.
Was Studentenkneipen oder Clubs angeht ist sieht es wirklich relativ mau aus.

Nun ja, die medizinische Fäkultät ist eine Aussenfakultät, d. h. sie befindet sich nicht mit auf dem großen Otto - von - Guericke - Campus, sondern ein gutes Stückchen entfernt auf dem Campus der Uniklinik.
Da sind die Verkehrsverbindungen aber sehr gut, die Straßenbahn (Linie 3 und 9) hält direkt vor der KLinik, so dass man da wirklich nichts gegen sagen kann.


- DAS STUDIUM - DIE ERSTEN ZWEI JAHRE -

Waren steinig. Ich glaube auch ich musste in den gesamten zwölf Schuljahren, die ich hinter mir hatte nicht soviel ackern wie in diesen zwei Jahren.


Mitte Oktober vor gut vier Jahren ging es los, die Einführungsveranstaltungen und Vorlesungen waren vorbei, jetzt ging es ans Eingemachte und da habe ich mich zugegeben ganz schön umgeschaut.

Das erste Jahr:

Im ersten Jahr hat man Physik, Chemie, Anatomie (Präparierkurs), Biologie, Embryologie, die ganzen Kernfächer also, aber die hatten es in sich.
Zu Physik gehört ein Praktikum mit verschiedenen Versuchsreihen und dazugehörigem Testat (acht von zehn muss man schaffen), dazu drei Klausuren. Das heisst alle zwei Wochen Praktikum, dann rein zum Testat. In Biologie genau das selbe: Seminar und Praktikum mit Testatn, 3 Klausuren, dann hat man den Schein. Chemie besteht im ersten Jahr aus Vorlesungen, am Ende die Klausur.


Der Hammer war aber die Anatomie. Bei drei Vorlesungen in der Woche kam einiges zusammen. Zusätzlich hat man zwei mal pro Woche (entw. Die. und Do. oder Mo. und Mi.) den Präparierkurs, der mit jeweils zwei Stunden jedes Mal einher geht.
Es geht also gleich im ersten Semester an die Leiche. Und genau deshalb schrumpfte gleich im ersten Semester die Studentenanzahl ganz schön.

Der Präpariersaal (dieses Jahr neu gemacht!) wurde im ersten Jahr fast unser neues zuhause.
Zwei Mal wöchentlich waren wir dort. Dabei war es da ein angenehmes Arbeiten und Lernen, da die Seminargruppen recht klein gehalten sind. (Zehn Studenten arbeiten an einem Tisch) Dazu kommen mündliche Anatomietestate, die (inges. ca. 8), die so ganz okay sind. Man macht sich halt vorher ganz schön fertig.

Zusätzlich kommt dann noch eine Embryologieklausur(offene Fragen)und Histologie (MC und Präparaterkennung.


Das zweite Jahr:

Hat man den Physikschein darf man im 2. Jahr an Physiologie mit Praktikum teilnehmen. Mit Chemie am Chemiepraktikum und mit Biologie an Biochemie.
Das Lernen und die Testate wurden also nicht weniger.
Aber irgendwer hat einen immer gepusht.
Das Praktikum \"Einführung in die klin. Medizin\" ist wirklich gut. weiterhin geht man durch mirkroskopische Anatomie (Differentialdiagnostik) und Psychologie.


Nach dem Physikum:

... wird alles etwas besser...!


- DIE PROFESSOREN -


Die Professoren sind soweit wirklich in Ordnung. Das Gute an dieser kleinen med. Fakultätist, das wirklich immer ein Professor erreichbar ist und mit Rat und Tat zur Seite steht. Im ersten Studienjahr wird man meist mit ein oder zwei anderen Studenten einem Tutor zugeordnet, der einen dannpersönlich kennt und hilft. Das ist dann ein Arzt oder Professor aus einer der Kliniken auf dem Campus.

Möchte man Hilfe von Studenten kann man sich an den Fachschaftsrat wenden, dort bekommt man immer schnelle Hilfe und Rat von Studenten aus höheren Semestern.


- AUSRÜSTUNG UND MITTEL -

Was diese Uni an Lehrmitteln zu bieten hat, hat sich auch in letzter Zeit verbessert. Viele Präparate waren relativ alt. deswegen aber nicht unbedingt schlecht.
Die technische Ausstattung ist super. Die Mikroskope etc. sind sehr gut.
Das neue große Klinikgebäude auf dem Campus setzt dem ganzen noch die Krone auf.

- DER CAMPUS -

Die med. Fakultät der Otto - von - Guericke Universität befindet sich wie gesagt auf dem Campus des Universitätsklinikums, so dass man quasi immer nur ein paar Meter zu den jeweiligen Kliniken hat.

Man lernt da nur keine Studenten anderer Studiengänge kennen, was richtig schade ist.
Die medizinische Zentralbibliothek befindet sich miten auf dem Campus direkt neben der Mensa. In der Mittagspause schnell etwas essen gehen ist also im Rahmen des Möglichen.
Auch eine Buchhandlung ist dort, sollte also ein Buch fehlen, dort stehen die wichtigsten Bücher zum Kauf bereit.


- PREISE -


Pro Semester muss eine Studiengebühr von momentan knapp 40 Euro entrichtet werden, erst dann bekommt man den Studentenausweis. Das Gute dabei ist, das dieser Studentenausweis und Semesterticket in einem ist. Man fährt dabei also kostenlos Straßenbahn und Bus.
Das ist für 40 Euro wirklich richtig gut, wenn ich so höre, was Freunde in anderen Städten bezahlen müssen.

Das essen in der Mensa ist mittlerweile recht ansehnlich. Als Student bezalht man je nach Gericht zwischen ein udn zwei Euro pro Mahlzeit. Dafür kann man sie selbst zusammenstellen und bekommt (meist) auch wirklich was Leckeres.

Bücher sind natürlich teuer, aber den ganz grpßen Teil bekommt man in der Bibliothek.


- MEIN FAZIT -

Mit dem Medizinstudieren in Magdeburg bin ich wirklich zufrieden. Man wird zwar regelrecht zum Physikum getriezt und Freizeit ist recht selten, aber das ist im Endeffekt ganz gut so.

Die Professoren stehen mit Rat und Tat zur Seite, was durch geringere Studentenzahlen möglich ist.

Magdeburg ist gewöhnungsbedürftig, zugegeben. Auch das Studentenleben ist hier nicht das Bunteste.
Das kann ich wirklich nicht schön reden.


Alles in allem kann ich aber sagen, dass ich meine Entscheidung hier zu studieren wirklich nicht bereue und diese Uni echt empfehlen kann! Zieht es durch, auch wenn es manchmal echt heftig ist!

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