Maggi Wrap'it Testbericht

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ab 8,56
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Summe aller Bewertungen
  • Geschmack:  schlecht
  • Geruch:  schlecht
  • Zubereitung:  leicht

Erfahrungsbericht von DieEine

Howdy Cowboy, reite schnell weiter

Pro:

-

Kontra:

-

Empfehlung:

Nein

Am Sonntag gab es mal kein typisches Sonntagsgericht sondern Hamburger, die selbstgemacht von meiner Mutter mit jedem Braten mithalten können.
Von dem restlichen Hackfleisch wollte ich gestern Chili machen. Als ich mir so die Gewürze aus dem Schrank suchte, sprang mir eine große gelbe Tüte entgegen, die ich irgendwann vor Urzeiten mal vom Einkaufen zum Testen mitgenommen hatte: Maggi Wrap´it für Buffalo Wraps.

Wraps erleben ja durch die Tiefkühlvariante von Wagner im Moment wieder einen Boom. Die Wraps von Maggi muß man komplett selbst herstellen.

Der Beutel ist in zwei Kammern geteilt. In der einen befindet sich 105g Mehlmischung für die Tortillas, in der anderen 40g Würzmischung für die Füllung. Lediglich Wasser und 200g Hackfleisch soll man für diese Snacks benötigen.

Das Hackfleisch wird in ein wenig Öl angebraten. Man gibt dann 250ml Wasser dazu und rührt die Würzmischung ein. In dieser Mischung sollen Reis, Tomaten, Chili und Paprika enthalten sind. Abgeschmeckt wurde das Ganze laut Packung mit ein wenig Zimt. Ich gehe mal davon aus, dass die Tomaten, die Paprika und die Chilies in Pulverform in der Mischung stecken, aber wie sieht das mit dem Reis aus? Den muß man echt mit der Lupe suchen, aber wenn man ihn gefunden hat, gewinnt man leider keinen Preis.
Fünf Minuten soll man das Ganze sähmig brutzeln lassen. Sähmig wird da aber leider gar nichts, dafür verbreitet sich aber ein sehr intesiver, süßlicher Duft in unserer Küche.

Als es nach ein paar Minuten mehr endlich die Konsistenz einer Soße hatte, hab ich mich getraut das Ganze zu probieren. Die Testesser von Maggi müssen mittlerweile schon abgestorbene Geschmacksnerven haben, denn diese Wrap-Füllung schmeckt einfach widerlich. Sie hat den typischen, staubigen Tütensoßengeschmack. Anders kann ich das nicht beschreiben. Die Soße ist einfach fad, leicht süß und schmeckt nach einem strengen Gewürz, nach dem viele Maggi-Produkte schmecken. Entweder ist es das Knoblauchpulver oder Speckfett (Rauch).
Außerdem steckt in dieser Soßenmischung gar nichts drin, was die Hackfleischfüllung wenigstens ansehnlich machen würde. Die Farbe ist laffbraun und man sieht eigentlich nur Hackfleischbrocken.

Ich hab die Füllung dann mal mit Tabasco, Sojasauce, Pfeffer, Paprika, Salz und Chilipfeffer aufgepeppt bis sie einigermaßen schmeckte. Dann hab ich ein paar rote Bohnen aus der Dose und etwas Mais reingetan. Da hätte ich auch gleich mein stinknormales Chili machen können.

Ok, damit war die Füllung schonmal fertig. Ich habe mich echt nicht entmutigen lassen und habe noch die Tortillas, oder wie man in Deutschland sagt: Pfannekuchen, zubereitet.
Die Teigmischung rührt man mit 250ml Wasser an und backt immer zwei kleine Kellen von dem Teig in einer kleinen, beschichteten Pfanne. Vier Fladen soll man herausbekommen. Die Dinger werden ganz einfach wie Pfannkuchen gemacht, nur sind sie dünner, aber das Wenden hat echt gut geklappt. Der Teig ist schön fest.

Nachdem man also die Teigfladen fertig gebacken hat, legt man sie auf einen Teller, gibt zwei Eßlöffel der Fleischfüllung drauf und schlägt sie wie Wraps ein. Eine Anleitung dafür findet man in vier sehr schönen Bildchen auf der Packung.

Die Wraps kann man jetzt noch mit Käse bestreuen oder saure Sahne draufkleksen oder so variieren, wie man es gerne mag. Der Phantasie sind da wohl keine Grenzen gesetzt und ich glaube man soll den ganzen Schmuh zusätzlich drauflegen, um wenigstens etwas dabei zu haben, was schmeckt und den widerlichen Geschmack der Füllung übertünscht.

Meine Füllung schmeckte ja dank meiner Kochkünste ganz passabel. Die Tortillas schmeckten zwar auch etwas trocken-mehlig nach Tütenprodukt, waren aber genießbar.
Das Essen der Wraps war nicht ganz so leicht, weil solche Dinger doch recht schwer zu handhaben sind. Wenn man Probleme hat, die Wraps auf der Hand zu essen, kann man notfalls noch Messer und Gabel nehmen und die Wraps wie gefüllte Pfannkuchen essen, denn was anderes sind sie ja nicht.

Knapp 3 DM hab ich damals für den Beutel bezahlt und wir können uns da echt glücklich schätzen, dass wir dieses teure Produkt nicht in unser Repertoire aufnehmen müssen. Die Idee von mit Chili gefüllten Pfannkuchen finde ich aber gut. Das nächste mal wird dies nur von vorneherein selbst gemacht.

19 Bewertungen, 2 Kommentare

  • Geiler_Typ

    14.05.2002, 11:27 Uhr von Geiler_Typ
    Bewertung: sehr hilfreich

    klasse Bericht,sehr ausführlich,gruß michi,weiter so und man liest sich...

  • P.Nibel

    14.05.2002, 11:19 Uhr von P.Nibel
    Bewertung: sehr hilfreich

    High! Eine klasse geschriebene Meinung. Love, Peace & B Wild P.Nibel