Malcolm mittendrin Testbericht

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Summe aller Bewertungen
  • Unterhaltungswert:  sehr gut
  • Informationsgehalt:  schlecht
  • Präsentation:  gut
  • Spaß:  sehr viel
  • Spannung:  wenig
  • Romantik:  durchschnittlich

Erfahrungsbericht von suppengirl

Das Grauen hat einen Namen

Pro:

-

Kontra:

-

Empfehlung:

Ja

Als ich vor einigen Monaten auf Pro7 ständig Vorschauen für eine neue angeblich supertolle Serie sah, dachte ich mir: *Gähn*, jaja, das wird wieder so ein Knaller sein. Es gibt eh nix Neues mehr und gerade im komödiantischen Bereich ist den Amis doch schon lange nichts Innovatives mehr eingefallen. „Sex and the City“ zum Beispiel, die Serie die ja soooooooooo tabubrechend ist, weil Frauen darin über Sex, Selbstbefriedigung und dergleichen offen miteinander und mit dem Publikum kommunizieren. Toll. Wenn das alles ist...

Und so vergingen einige Wochen bis ich doch zufällig in eine Folge von „Malcolm mittendrin“ hineinstolperte. Und ich habe es zutiefst bereut. Nicht, dass ich diese Folge gesehen habe, nein! Vielmehr, dass ich so viele Folgen vorher verpasst hatte.

Alleine der Vorspann brachte mich schon an den Rand der Ekstase... Eine Serie, bei der die Musik von They might be Giants kommt! Von der Band, die einst mit den Textzeilen „Even old New York was once New Amsterdam. Why they´ve changed it, I can say: People liked it better that way” in die Musikgeschichte eingingen (zumindest in meine ganz persönliche *g*).

Das ließ doch hoffen!

Doch erst einmal für alle, die noch nicht in den Genuss gekommen sind, das Wichtigste, was es über „Malcolm mittendrin“ (O-Titel: „Malcolm in the middle“) zu wissen gibt.

Worum geht es?
*************

Im Mittelpunkt der Serie steht eine auf den ersten Blick typische amerikanische Familie aus dem Mittelstand. Und um alles, was sich in deren Leben so ereignet.

Klingt langweilig, nicht wahr? Aber wartet ab!

Die Familie besteht aus sechs Mitglieder: Die Eltern Lois und Hal, sowie deren vier Söhne Francis, Reese, Malcolm und Dewey im Alter von 17 bis sieben (?) Jahren.

Klingt noch immer nicht besonders außergewöhnlich, nicht wahr? Ihr habt Recht. Ist es auch nicht. Aber das, was dabei rauskommt, gehört zum Lustigsten, was ich in den letzten Jahren gesehen habe.

Hierfür müssen wir aber die Charaktere etwas genauer beleuchten.

Die Hauptpersonen
****************

Vater Hal hat irgendeinen unbedeutenden Job (ich glaube, er macht was mit Computer). Er stellt wohl meist so etwas wie den ruhenden Pol der Familie dar und versucht irgendwie seiner Vaterrolle gerecht zu werden. Aber nichts kann darüber hinweg täuschen, dass er nicht wirklich derjenige ist, der in diesem Hause die Entscheidungen fällt...

Mutter Lois hat ein schweres Los gezogen mit ihren vier Männern. Ihre Kinder sind zum Teil wahre Satansbraten, ihr Mann ist ihr bei deren Erziehung nicht gerade eine große Hilfe. Neben ihrem öden Job im Supermarkt muss sie auch noch den Haushalt schmeißen und da bleibt nur noch wenig Zeit für die Erziehung, die meist aus cholerischem Schreien und großzügigem Strafenverteilen besteht.

Francis ist der älteste und schwierigste Sohn. Obwohl er mittlerweile sein Dasein auf einer Militärschule fristet, auf den ihn seine entnervten Eltern nach diversen kostspieligen Aktionen letztlich geschickt haben, hält er auch aus der Ferne die Familie noch in Trab. Außerdem ist er es, den seine jüngeren ihn bewundernden Brüder stets um Rat fragen.

Reese ist ein echtes mittleres Kind. Er ist nicht besonders helle, fällt eher durch besondere Einfalt als durch Genialität bei Streichen auf.

Malcolm ist – wie der Serientitel schon vermuten lässt – der eigentliche Mittelpunkt der Serie. Auch er ist ein mittleres Kind, ABER: Malcolm ist ein Genie. Eines Tages wurde bei Schultests mehr oder weniger zufällig festgestellt, dass er einen IQ von über 160 hat, was anfangs keiner – er am allerwenigsten – glauben mochte. Trotzdem muss er nun mit anderen meist etwas abgehobenen kleinen Superhirnen in eine besondere Klasse für überdurchschnittlich begabte Schüler gehen, was ihm nur relativ selten Freude bereitet. Auch wenn man sich wundern mag, wie eine solche Familie so einen Schlauberger hervorbringen kann, passt sich Malcolm seiner Verwandtschaft prächtig an. Nur selten schimmert auch zu Hause seine Genialität durch, meist wenn es darum geht, die Eltern in die Irre zu führen.

Dewey ist der jüngste Spross. Er weiß wohl noch nicht so recht, wo seine Entwicklung hinführen wird. Soll er auch ein Satansbraten werden und seiner Mutter das Leben zur Hölle machen? Oder soll er lieber noch ein paar Jahre an ihrem Rockzipfel hängen? Er ist jedenfalls noch ein kleines Sensibelchen, das nur zu gerne alles glaubt, was ihm erzählt wird...

Umsetzung/Fazit
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Coole Dialoge, Stories, die von normal bis aberwitzig reichen, Darsteller in Höchstform, innovative Kameraarbeit und eben auch die Musik machen „Malcolm mittendrin“ zu einem wahren Stern im öden Serien-Nudelsuppen-Allerlei.
Vor allem natürlich Frankie Muniz in der Rolle des Malcolm ist ein wahrer Haupttreffer. Seine Mimik ist oft schon lustiger als eine ganze Folge von „Sieben Tage, sieben Köpfe“. Wenn er beispielsweise versucht, sich einer jungen Dame aus seiner Klasse, die offensichtlich ein Auge auf ihn geworfen hat, zu erwehren (obwohl er vielleicht doch gar nicht so abgeneigt wäre...), bleibt kein Auge trocken.

Eric Per Sullivan als kleiner Dewey ist eine tolle Entdeckung. Man kann nur hoffen, dass der Kleine nicht verheizt wird. Und Jane Kaczmarek ist einfach der Brüller! Man muss sie einfach lieben als authoritäre und überforderte Mutter, die immer Recht hat. Und auch nach der heutigen Folge wissen wir, dass sie wirklich IMMER Recht hat! Sie weiß es aber leider nicht... Hoffentlich zerbricht sie nicht daran. Kleiner Exkurs für alle, die die Folge gesehen haben *g*.

Soweit ich weiß wird mittlerweile bereits die dritte Staffel der Serie produziert. Auch einige Preise hat die Serie schon eingeheimst. Man kann nur hoffen, dass genügend Folgen gedreht werden, bevor es zu spät ist, denn leider kann man sich kaum vorstellen, dass das Konzept der Sendung noch funktionieren würde, wenn Malcolm 20 ist. Schade eigentlich!

Also, mein Tipp: Unbedingt mal ansehen. Der Sendetermin wurde übrigens vor Kurzem von Montag auf Samstag um 17.30 Uhr verschoben (eine dämliche Zeit, wenn ihr mich fragt, aber wozu gibt´s schließlich Videorekorder?).

© Suppengirl, 11.5.02

29 Bewertungen, 3 Kommentare

  • knollyi

    31.10.2002, 22:29 Uhr von knollyi
    Bewertung: sehr hilfreich

    aye, die folge ist wiedermal genial (der stau, andere, beste folge: sugar!) anyways, in der ersten staffel war Dewey 5 (denk ich) gut geschrieben!

  • Mandinka

    11.05.2002, 21:30 Uhr von Mandinka
    Bewertung: sehr hilfreich

    Ich finde Malcom irgendwie echt witzig. Ist mal ein bischen was anderes, denn den drei Brüdern fällt immer noch was krasseres ein.

  • Greifenklaue

    11.05.2002, 21:22 Uhr von Greifenklaue
    Bewertung: sehr hilfreich

    Guck ich mittlerweile auch immer!!!