Mallorca Informationen Testbericht
ab 158,94 €
Billiger bei eBay?
Bei Amazon bestellen
Paid Ads from eBay.de & Amazon.de
Auf yopi.de gelistet seit 09/2003
Auf yopi.de gelistet seit 09/2003
Erfahrungsbericht von Mukxx
Mallorca - so schlecht wie sein Ruf?
Pro:
sehr vielfältig, oft günstige Angebote
Kontra:
oft hässliche Hotelbunker
Empfehlung:
Ja
Als wir uns entschlossen (ich und mein Freund), unseren diesjährigen Urlaub auf Mallorca zu verbringen, war ich anfangs nicht so begeistert.
Doch uns lockte dann ein recht günstiges Angebot:
Wir buchten eine Sparreise (d.h. man erfährt erst am Flughafen, in welches Hotel es gehen soll). Man versprach uns zwei Wochen unter südlicher Juli-Sonne in einem 3*Hotel inklusive Flug, Transfer und Halbpension für 440 Euro.
Wir durften also gespannt sein...
Uns verschlug es an die Platja de Muro, wenige Kilometer südlich von Alcùdia im Nordosten der Insel, ganz genau gesagt ins Hotel Amapola. Doch trotz unseres anfänglichen Misstrauens erwarteten uns keine bösen Überraschungen: das Zimmer war zwar klein, aber sauber und wir hatten einen Fernseher sowie Klimaanlage und das alles etwa 400 Meter vom Strand entfernt.
Nach diesem gelungenen Auftakt ließen wir uns einen Mietwagen (Kleinwagen) kommen, um Mallorca zu erkunden. Auch hier ergatterten wir ein günstiges Angebot: zwei Wochen VW Polo für nur 308 Euro. Von der TUI cars Autovermietung. Im Juli!
*Die Preise*
Als wirklich unverschämt empfand ich lediglich die Gebühren für Liegen und Sonnenschirme: für zwei Liegen und einen Sonnenschirm musste man am Tag etwa 15 Euro berappen. Aber zum Glück störte mich das nicht groß, weil ich genauso gut auf einem Handtuch liegen kann und selbst stolzer Besitzer eines Sonnenschirms bin.
In Restaurants hingegen kann man mit den Preisen zufrieden sein: vergleichbare Gerichte sind dort etwa um ein bis zwei Euro teurer als hier im Großraum Stuttgart, also wie ansonsten auch in Touristenorten. (Ausnahme ist vielleicht Palma)
*\"Unsere\" Gegend*
Der Ort, in dem wir \"residierten\" -Platja de Muro- ist ein ausgesprochener Touristenort. Spanier sah ich dort nur in Form von Hotelangestellten.
Für Jugendliche ist der Ort nicht so ideal, es gibt zwar einige Bars aber kaum Discos und auch sonst waren eher Familien dort. Aber es gab auch viele Engländer, was wohl zu den zahlreichen englischen Kneipen geführt hat. Der Strand dort war kilometerlang, er erstreckte sich beinahe über die ganze Bucht von Alcúdia und das Wasser war sauber, obwohl an einigen Stellen Seegras auftrat. Doch leider war er furchtbar voll.
*Was man gesehen haben muss*
Leider gibt es wahrscheinlich auf der ganzen Insel keine unberührten Strände mehr, wer lediglich wegen den Stränden kommt, sollte wohl eher nach Ibiza fliegen. Eine recht schöne Bucht ist jedoch die Cala Mesquida. Sie liegt südlich von Muro und man findet dort glasklares Wasser und weite Dünen vor.
Ein Muss ist das Tramuntanagebirge. Am besten sollte man es auf eigene Faust mit dem Auto erkunden, jedenfalls wenn man nicht allzu ängstlich ist, denn die Straßen sind sehr eng und kurvig. Aber man kann dann dort halten, wo einem die Aussicht besonders gut gefällt und der Blick von oben über die karge Berglandschaft auf das tiefblaue Meer entschädigt für die Anstrengungen!
Etwas, was nicht nur Romantiker gesehen haben sollten, ist der Sonnenuntergang vom Kap Formentor aus, ebenfalls im Nordosten Mallorcas. Eine ebenfalls abenteuerliche Fahrt führt zu diesem Kap, doch es lohnt sich: am Abend sind dort keine Touristenbusse mehr und es herrscht eine eigenartige Stimmung. Kamera und Foto nicht vergessen!
Auch einen Trip ins Inselinnere sollte man sich nicht entgehen lassen. Hier entdeckt man verschlafene Örtchen (außer wenn Markttag ist, denn dann werden Urlauber busweise hingekarrt) Felder voll mit Mandelbäumen und Orangenhaine zum Beispiel bei Sóller.
*Was man nicht gesehen haben muss*
Auf zwei Orte möchte ich hier näher eingehen, da sie in Reiseführern häufig empfohlen werden.
Die Stadt Sóller im Norden empfand ich als nicht sonderlich überzeugend. Es herrschte (zu) viel Verkehr, die Bergkulisse im Hintergrund war zwar nicht schlecht, dafür war der Strand furchtbar: hässlich, klein und gleich an der Straße und das Meer glich an dieser Stelle eher einem See.
Ebenfalls enttäuscht wurde ich von der Platja es Trenc ganz im Süden. Dieser Strand wurde oft hochgelobt. Es ist ein kilometerlanger Strand mit Dünen und glasklarem Wasser, teilweise FKK. Doch man musste 5 Euro an Parkgebühren berappen, es war rammelvoll, das Wasser stank teilweise stark und Boote ankerten ganz in der Nähe der Badenden.
*Der Ballermann*
Obwohl ich von dieser Art Urlaub nicht so sehr eingenommen bin, wollten wir dieses Treiben eines Abends doch zumindest mal gesehen haben. Die ganze Platja de palma war in deutscher Hand, und obwohl am Ballermann direkt gar nichts los war, bestätigten sich hier (aber nur hier) meine Vorurteile. Es gab viele junge Leute, Besoffene, Oberbayern, Schinkenstraße und die Lokale lockten mit \"Künstlern\" wie Costa Cordalis&Sohn, den Tiroler Spatzen und Jürgen von BigBrother (juhu!). Wer aber auf all das steht (irgendwie versteh` ich`s ja, bin schließlich auch erst 20) für den ist S`Arenal sicher ein lohnendes Ziel, vor allem die Discos haben oft günstige Angebote, vor allem was Freisaufen betrifft. Der lange Strand dort ist auch annehmbar.
*FAZIT*
Mallorca hat weitaus mehr zu bieten als nur fummeln, feiern, fröhlich sein. Sie ist sehr vielfältig und für jeden ist etwas dabei, sei es nun für die Partymäuse oder für Ruhe und Erholung Suchende. Man kann hier in Bettenburgen am Strand ebenso nächtigen wie im Kloster Lluc in der Einsamkeit der Berge. Keiner sollte sich die zahlreichen Gesichter dieser Insel entgehen lassen.
Doch uns lockte dann ein recht günstiges Angebot:
Wir buchten eine Sparreise (d.h. man erfährt erst am Flughafen, in welches Hotel es gehen soll). Man versprach uns zwei Wochen unter südlicher Juli-Sonne in einem 3*Hotel inklusive Flug, Transfer und Halbpension für 440 Euro.
Wir durften also gespannt sein...
Uns verschlug es an die Platja de Muro, wenige Kilometer südlich von Alcùdia im Nordosten der Insel, ganz genau gesagt ins Hotel Amapola. Doch trotz unseres anfänglichen Misstrauens erwarteten uns keine bösen Überraschungen: das Zimmer war zwar klein, aber sauber und wir hatten einen Fernseher sowie Klimaanlage und das alles etwa 400 Meter vom Strand entfernt.
Nach diesem gelungenen Auftakt ließen wir uns einen Mietwagen (Kleinwagen) kommen, um Mallorca zu erkunden. Auch hier ergatterten wir ein günstiges Angebot: zwei Wochen VW Polo für nur 308 Euro. Von der TUI cars Autovermietung. Im Juli!
*Die Preise*
Als wirklich unverschämt empfand ich lediglich die Gebühren für Liegen und Sonnenschirme: für zwei Liegen und einen Sonnenschirm musste man am Tag etwa 15 Euro berappen. Aber zum Glück störte mich das nicht groß, weil ich genauso gut auf einem Handtuch liegen kann und selbst stolzer Besitzer eines Sonnenschirms bin.
In Restaurants hingegen kann man mit den Preisen zufrieden sein: vergleichbare Gerichte sind dort etwa um ein bis zwei Euro teurer als hier im Großraum Stuttgart, also wie ansonsten auch in Touristenorten. (Ausnahme ist vielleicht Palma)
*\"Unsere\" Gegend*
Der Ort, in dem wir \"residierten\" -Platja de Muro- ist ein ausgesprochener Touristenort. Spanier sah ich dort nur in Form von Hotelangestellten.
Für Jugendliche ist der Ort nicht so ideal, es gibt zwar einige Bars aber kaum Discos und auch sonst waren eher Familien dort. Aber es gab auch viele Engländer, was wohl zu den zahlreichen englischen Kneipen geführt hat. Der Strand dort war kilometerlang, er erstreckte sich beinahe über die ganze Bucht von Alcúdia und das Wasser war sauber, obwohl an einigen Stellen Seegras auftrat. Doch leider war er furchtbar voll.
*Was man gesehen haben muss*
Leider gibt es wahrscheinlich auf der ganzen Insel keine unberührten Strände mehr, wer lediglich wegen den Stränden kommt, sollte wohl eher nach Ibiza fliegen. Eine recht schöne Bucht ist jedoch die Cala Mesquida. Sie liegt südlich von Muro und man findet dort glasklares Wasser und weite Dünen vor.
Ein Muss ist das Tramuntanagebirge. Am besten sollte man es auf eigene Faust mit dem Auto erkunden, jedenfalls wenn man nicht allzu ängstlich ist, denn die Straßen sind sehr eng und kurvig. Aber man kann dann dort halten, wo einem die Aussicht besonders gut gefällt und der Blick von oben über die karge Berglandschaft auf das tiefblaue Meer entschädigt für die Anstrengungen!
Etwas, was nicht nur Romantiker gesehen haben sollten, ist der Sonnenuntergang vom Kap Formentor aus, ebenfalls im Nordosten Mallorcas. Eine ebenfalls abenteuerliche Fahrt führt zu diesem Kap, doch es lohnt sich: am Abend sind dort keine Touristenbusse mehr und es herrscht eine eigenartige Stimmung. Kamera und Foto nicht vergessen!
Auch einen Trip ins Inselinnere sollte man sich nicht entgehen lassen. Hier entdeckt man verschlafene Örtchen (außer wenn Markttag ist, denn dann werden Urlauber busweise hingekarrt) Felder voll mit Mandelbäumen und Orangenhaine zum Beispiel bei Sóller.
*Was man nicht gesehen haben muss*
Auf zwei Orte möchte ich hier näher eingehen, da sie in Reiseführern häufig empfohlen werden.
Die Stadt Sóller im Norden empfand ich als nicht sonderlich überzeugend. Es herrschte (zu) viel Verkehr, die Bergkulisse im Hintergrund war zwar nicht schlecht, dafür war der Strand furchtbar: hässlich, klein und gleich an der Straße und das Meer glich an dieser Stelle eher einem See.
Ebenfalls enttäuscht wurde ich von der Platja es Trenc ganz im Süden. Dieser Strand wurde oft hochgelobt. Es ist ein kilometerlanger Strand mit Dünen und glasklarem Wasser, teilweise FKK. Doch man musste 5 Euro an Parkgebühren berappen, es war rammelvoll, das Wasser stank teilweise stark und Boote ankerten ganz in der Nähe der Badenden.
*Der Ballermann*
Obwohl ich von dieser Art Urlaub nicht so sehr eingenommen bin, wollten wir dieses Treiben eines Abends doch zumindest mal gesehen haben. Die ganze Platja de palma war in deutscher Hand, und obwohl am Ballermann direkt gar nichts los war, bestätigten sich hier (aber nur hier) meine Vorurteile. Es gab viele junge Leute, Besoffene, Oberbayern, Schinkenstraße und die Lokale lockten mit \"Künstlern\" wie Costa Cordalis&Sohn, den Tiroler Spatzen und Jürgen von BigBrother (juhu!). Wer aber auf all das steht (irgendwie versteh` ich`s ja, bin schließlich auch erst 20) für den ist S`Arenal sicher ein lohnendes Ziel, vor allem die Discos haben oft günstige Angebote, vor allem was Freisaufen betrifft. Der lange Strand dort ist auch annehmbar.
*FAZIT*
Mallorca hat weitaus mehr zu bieten als nur fummeln, feiern, fröhlich sein. Sie ist sehr vielfältig und für jeden ist etwas dabei, sei es nun für die Partymäuse oder für Ruhe und Erholung Suchende. Man kann hier in Bettenburgen am Strand ebenso nächtigen wie im Kloster Lluc in der Einsamkeit der Berge. Keiner sollte sich die zahlreichen Gesichter dieser Insel entgehen lassen.
Bewerten / Kommentar schreiben