Mallorca Informationen Testbericht
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Auf yopi.de gelistet seit 09/2003
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Erfahrungsbericht von tepungaatewaka
tepu pro mallorca, contra Ballermann!
Pro:
-
Kontra:
-
Empfehlung:
Ja
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"Überall fliege ich mit dir hin, nur nicht nach Mallorca und auch nicht nach Ibiza!!“
Tja, Pech gehabt...wir wollten wegfliegen
und das auch noch in der Hauptsaison und dazu noch last Minute.
Alles, was wir für 7 Tage bekamen, war Mallorca oder Ibiza. Da die kanarischen Inseln vergleichsweise sehr teuer sind und die Karibik für eine Woche nicht lohnt, –ganz vom Preis abgesehen- entscheiden wir uns lenzlich doch, der Sonne wegen, Mallorca in Kauf zu nehmen.
Dass es mir sehr gut gefallen sollte, konnte ich mir eher schwer oder sogar gar nicht vorstellen.
Unser Flug ging, wie eigentlich immer, ab Frankfurt und mit der Lufthansa fühlten wir uns in guten Händen. Der Flug war sehr ruhig und angenehm kurz. Verglichen mit dem, was ich sonst so an Flugstunden gewohnt war, kam es mir eher wie ein Ein- und Aussteigen vor, dass dazwischen ein etwa 140Minütiger Flug war, ist mir so gut wie entgangen.
In Mallorca kamen wir etwa gegen 23Uhr an, also relativ spät. Die Temperatur war angenehm warm, es war Sommer, und da der Bus, der uns zum Hotel bringen sollte, noch auf ein anderes ankommendes Flugzeug wartete, saßen wir auf einer Bank und freuten uns, doch hierher gekommen zu sein.
Unser Ziel sollte ein schlichtes 3* Hotel etwa 25km westlich von Mallorcas Hauptstadt, Palma, sein. Unser Bus fuhr dann, nachdem wir vollzählig waren, endlich los und klapperte der Reihe nach viele, viele Hotels ab. Unser Hotel sollte das Vorletzte sein.
Wir kamen nach etwa einer Stunde Fahrt, die im Übrigen sehr schön gewesen ist, in unserem Hotel an, oder glaubten es zumindest.
Der Busfahrer lud die Koffer aus, und nach einer kleinen Aufmerksamkeit war er auch schon verschwunden. Im Foyer des Hotels angekommen, wunderten wir uns, wo das Problem lag, uns die Schlüssel zu unserem Zimmer zu geben.
Nicht lange ließ man uns warten, um uns das folgende Problem zu schildern. Das Hotel war überbucht und man hatte uns in ein anderes Hotel, nicht weit von hier, einquartiert.
Natürlich waren wir nicht gerade begeistert, gegen halb 2
Uhr am Morgen solche Strapazen auf uns zu nehmen, nicht alleine wegen der Tatsache als solche.
Wir liesen uns ein Taxi rufen, das wir natürlich bezahlt bekamen, meckerten vorher noch ordentlich, denn schließlich darf man sich ja nicht alles gefallen lassen. So beteurten wir, dass wir am morgigen Tag nocheinmal vorbeikämen, um mit der Reiseleitung wegen des Vorfalls zu sprechen.
Man hatte uns stattdessen in ein 5* Hotel einquartiert und es war gigantisch. Wir kamen uns mächtig daneben vor, so wie wir gemeckert hatten, wo doch nun alles zu unseren Gunsten geregelt wurde. Aber uns ging es ja ums Prinzip.
Am ersten Morgen packten wir unsere Badesachen und liefen über die Straße zu einem wunderschönen Strand. Noch war nicht viel los, das dies allerdings für den Rest des Urlaubes, fast egal, zu welcher Tages- und Nachtzeit, so bleiben sollte, war uns bis dato noch nicht bewusst gewesen.
Nach einem ausgiebigen Schwimmen im Meer frühstückten wir und es war gigantisch, was alles aufgetischt wurde. Vor allem die leckern Früchte, die es gab, waren unvergleichlich mit dem, was wir von zu Hause her kannten.
Uns ging es gut! Das Essen war lecker, das Meer vor der Türe, es war ruhig, kein Ballermanntrubel, viele kleine nette Geschäfte, nicht zu viele Hotels, und kein überfüllter Strand. Dennoch hielten wir unser Versprechen und gingen um die Mittagszeit zum ehemals gewählten Hotel um unseren Reiseleiter zu treffen.
Er war wirklich sehr freundlich und hilfsbereit. Ihm tat es sichtlich leid, doch das er zu der Überbuchung des Hotels nichts beigetragen hatte, war auch uns klar. Er versprach, uns einen Obstkorb zukommen zu lassen mit samt einer Flasche Wein und machte uns den Vorschlag, noch zusätzlich eine Fahrt aus dem angebotenen Touristenprogramm kostenlos zu bekommen.
Wir erlaubten uns einen Scherz, und äußerten den Wunsch, einen Hubschrauberrundflug machen zu wollen. Nachdem wir jedoch anfingen zu lachen, tat er es auch und wir entscheiden uns für ein Abendprogramm. Son Amar, eine Art Varieté, dass sich wirklich lohnte.
An dem besagten Abend holte uns der Bus ab und wir fuhren zu dem Varietépalast, wo dieser Event stattfand. Zuerst gab es ein Abendessen. Man kann nicht behaupten, dass es etwas Außergewöhnliches war, aber es war okay. Dafür war das Abendprogramm umso besser. Der Palast, der eigens für diese Vorstellung gebaut wurde, machte etwas her. Die künstlerischen Darbietungen waren spitze und die Unterhaltung gut, da der Abend bunt gemischt war. Ob Turner, Zauberer, Clown, Dompteur, es fehlte an nichts.
Nachdem die Show beendet war, fuhr uns der Bus wieder zurück zum Hotel und wir stellten fest, dass dieser Urlaub bis jetzt alles andere war, als das, was wir erwartet hatten. Er war bisher großartig!
Ab unserem 3.Urlaubstag hatten wir für 3 einhalb Tage ein Auto gemietet. Vom Glück verfolgt, sollte das Auto, welches wir von Deutschland aus schon buchten, schon anderweitig vermietet sein. Natürlich meckerten wir auch diesmal, wieder einmal aus Prinzip, und siehe da, wir bekamen ein viel besseres Auto. Sogar mit Klimaanlage, was in unserem ursprünglich gebuchten Auto ebenfalls nicht vorhanden gewesen wäre.
Der Vermieter kam uns nocheinmal entgegen und sagte uns, dass wir das Auto volle 4 Tage bekämen, wegen der Unannehmlichkeiten. Dass wir den letzten halben Tag umsonst bekamen, versteht sich wohl von selbst. Klar sagten wir da nicht nein.
So machten wir uns, endlich mobil, mit dem Auto auf den Weg, die Insel zu erkunden. Zuerst nur in der Umgebung. Weit kamen wir dabei nicht, denn wir entdeckten einen wunderschönen Park, in dem wir ein bisschen spazieren gingen. Hinter der Absperrung sah man unterhalb von vielen Klippen einen wunderschönen einsamen Strand. Türkisfarbenes Wasser, mal heller, mal dunkler, eine kleine Insel in der Mitte des Meeres, und eine herrlich kleine Bucht. So kam es, dank meiner Leidenschaft für das Klettern, dass wir uns in das kleine Wagnis stürzten. Das Resultat war „unser Strand.“ Keine Menschenseele an einem so wunderbaren Stückchen Erde. Doch dies bedauerten wir nicht, im Gegenteil.
Dort verbrachten wir fast den ganzen Tag. Das Wasser war klar, keine Pflanzen, nichts was störte, nur die Natur und wir. Klar, wer geht schon freiwillig (außer mir) an diesen Strand, wenn man so viele andere Strände viel einfacher erreichen kann? Und an Stränden mangelt es auf Mallorca wirklich nicht!
Am nächsten Tag machten wir uns früh morgens auf den Weg, denn wir hatten eine größere Strecke vor uns. Unser Ziel sollte das Cap de Formentor sein. Dies ist der nördlichste Punkt der Insel. Man muss einige Serpentinen auf sich nehmen, um das Ziel zu erreichen. Dass es kleine Berge auf Mallorca gibt, wissen wir erst seit dieser Fahrt mit Gewissheit. Die großen Müllberge allerdings kanten wir schon aus dem Fernsehen.
Quer durch Mallorca, vorbei an kleineren und größeren, bekannteren und weniger bekannteren Ortschaften führte uns die Straße durch die schönste Natur. Wir haben nichts von dem gesehen, weswegen wir uns immer sträubten, einst ein Gast auf dieser Insel zu sein. Kein Ballermann, kein Gegröle, keine betrunkenen Touristen, waren wir denn tatsächlich auf Mallorca?
Nach einer etwa 5-stündigen Autofahrt mit mehreren Pausen, klar, waren doch überall lohnenswerte Ziele, kamen wir endlich am Cap de Formentor an. Das Interessante war dabei zu sehen, wie vielfältig diese Insel ist. Die Natur ist herrlich und überall, während der ganzen Fahrt, gab es wunderschöne Aussichtspunkte, lohnenswerte Pausen und nette Menschen.
Das Cap jedoch ist kein Ort, an dem man sich lange aufhalten muss, und dennoch war es schön. Ein Blick über das weite Meer bis zum Horizont lässt die Weite unendlich erscheinen.
Ein riesiger Fels ragt, nicht weit von der Küste, ins Meer hinein und erst daran lässt sich erkennen, wie klein die Boote und Segelschiffe, die eins mit dem Meer sind, doch tatsächlich sind.
Die lange Fahrt würde ich jedoch nicht auf mich nehmen wollen, wenn die Fahrt dorthin nicht auch schon lauter Ziele verbergen würde. Es ist zwar sehenswert, aber gemessen an 5 Fahrstunden verliert dieses Ziel an Attraktivität.
Zurück nahmen wir einen anderen Weg und machten einen kleinen Stopp in Sòller.Dies ist eine sehr ursprüngliche kleine Stadt, auf der wir einen Markt besuchten. Mit Englisch kamen wir kaum weit und so wunderten wir uns, denn schließlich waren auch nur eine handvoll der deutschen Sprache mächtig. Wieder waren wir positiv überrascht, denn nun fühlten wir uns wieder ein Stück weit mehr in Urlaub, schliesslich wurde entgegen unserer Erwartungen die Landessprache gesprochen.
Müde und erschöpft, nicht nur wegen der Fahrt, auch wegen der vielen neuen Eindrücke kamen wir im Hotel an. Überraschender Weise bekamen wir, trotz der Tatsache, dass es schon weit nach 22 Uhr war, ein Abendessen bereitgestellt. Zwar nicht so üppig wie zur normalen Abendessenszeit, dennoch kein Grund zur Beschwerde..(*g*)
Am nächsten Tag schliefen wir aus und vertrieben den letzten Schlaf mit einem Sprung in den wirklich erfrischenden hoteleigenen Pool.
Getrocknet von der Sonne, die wie eh und jeh schien, setzten wir uns ins Auto und kurvten wieder durch die Gegend. Wie immer fanden wir einen Strand, der uns alleine gehören sollte. Wieder war das Wasser, mal türkis, mal hell- und mal dunkelblau. Ein leichter Wellengang gemischt mit einer angenehmen Briese Wind ließ auch diesen Tag zu einem unvergesslichen werden.
Da wir bis zu diesem Tag abends kaum etwas unternommen hatten, außer Spaziergängen am Strand und schlendern durch das Dorf, in dem wir unser Domizil hatten, beschlossen wir, nach Palma zu fahren.
Zuerst schlenderten wir durch die wirklich tolle Hafenhauptstadt, die sehr schnell unser Interesse geweckt hatte. Wir beschlossen also, am nächsten Tag diese Stadt genauer unter die Lupe zu nehmen.
Nach ein-zwei netten Cafés, in denen wir etwas getrunken hatten, beschlossen wir, uns nun endlich mal das Ziel so vieler Urlauber anzusehen: Ballermann.
Der Weg dorthin war einfach zu finden, immer der Küste entlang Richtung Osten, immer dem Lärm nach, immer den Scheinwerfern am Himmel folgen.
Dort angekommen waren wir auch keine 30 Minuten später wieder auf dem Heimweg. Die Gegend dort ist eigentlich sehr nett und der Strand auch sehr schön. Dennoch, die Touristen und der viele Trubel, dass auf der Straße angesprochen werden, all das passte gar nicht in den Urlaub, den wir bisher hatten. Doch, wers mag, wird hier sicherlich seinen Spaß haben oder finden, wie man es nimmt.
Palma ist eine herrliche Stadt. Der Hafen ist Sehenswert, die Kathedrale, die vielen kleinen Märkte, die Cafés, die verwinkelten kleinen Gassen, überall entdeckt man etwas, was man nicht vermutet hätte. Wir hielten uns fast den ganzen Tag dort auf und langweilten uns nicht eine einzige Minute. Wenn man des Laufens müde wird, kann man sich in einem der Parks erholen, sich auf eine Bank irgendwo in der Stadt setzen und dem Treiben dort zusehen oder in einem der unzähligen Cafés sich eine Erfrischung bestellen. danach kann man, wenn man ausdauernd ist zum beispiel die Besichtigung der vielen Kirchen vervollständigen.
Das waren meine Erfahrungen mit Mallorca. Nach meiner Reise dorthin bin ich wie verwandelt, was das Ziel anbelangt. Nie hätte ich gedacht, dass ich, einmal dortgewesen, mir sogar wünschte, wieder dorthin zu fliegen. Wer, dank dem Fernsehen, wie ich anfangs auch, dachte, Mallorca sei die reinste Party-Insel, mag recht haben, aber nur zum Teil. Dort, wo wir uns aufhielten, bekam ich von all dem Trubel reichlich wenig mit, um nicht zu sagen, rein gar nichts!
So, wie Los Angeles wohl mit die meisten Bettler beherbergt und die größte Gang der Welt, genauso beheimatet diese Stadt auch mit die reichsten Menschen der Welt.
„Mallorca, jederzeit wieder!“
"Überall fliege ich mit dir hin, nur nicht nach Mallorca und auch nicht nach Ibiza!!“
Tja, Pech gehabt...wir wollten wegfliegen
und das auch noch in der Hauptsaison und dazu noch last Minute.
Alles, was wir für 7 Tage bekamen, war Mallorca oder Ibiza. Da die kanarischen Inseln vergleichsweise sehr teuer sind und die Karibik für eine Woche nicht lohnt, –ganz vom Preis abgesehen- entscheiden wir uns lenzlich doch, der Sonne wegen, Mallorca in Kauf zu nehmen.
Dass es mir sehr gut gefallen sollte, konnte ich mir eher schwer oder sogar gar nicht vorstellen.
Unser Flug ging, wie eigentlich immer, ab Frankfurt und mit der Lufthansa fühlten wir uns in guten Händen. Der Flug war sehr ruhig und angenehm kurz. Verglichen mit dem, was ich sonst so an Flugstunden gewohnt war, kam es mir eher wie ein Ein- und Aussteigen vor, dass dazwischen ein etwa 140Minütiger Flug war, ist mir so gut wie entgangen.
In Mallorca kamen wir etwa gegen 23Uhr an, also relativ spät. Die Temperatur war angenehm warm, es war Sommer, und da der Bus, der uns zum Hotel bringen sollte, noch auf ein anderes ankommendes Flugzeug wartete, saßen wir auf einer Bank und freuten uns, doch hierher gekommen zu sein.
Unser Ziel sollte ein schlichtes 3* Hotel etwa 25km westlich von Mallorcas Hauptstadt, Palma, sein. Unser Bus fuhr dann, nachdem wir vollzählig waren, endlich los und klapperte der Reihe nach viele, viele Hotels ab. Unser Hotel sollte das Vorletzte sein.
Wir kamen nach etwa einer Stunde Fahrt, die im Übrigen sehr schön gewesen ist, in unserem Hotel an, oder glaubten es zumindest.
Der Busfahrer lud die Koffer aus, und nach einer kleinen Aufmerksamkeit war er auch schon verschwunden. Im Foyer des Hotels angekommen, wunderten wir uns, wo das Problem lag, uns die Schlüssel zu unserem Zimmer zu geben.
Nicht lange ließ man uns warten, um uns das folgende Problem zu schildern. Das Hotel war überbucht und man hatte uns in ein anderes Hotel, nicht weit von hier, einquartiert.
Natürlich waren wir nicht gerade begeistert, gegen halb 2
Uhr am Morgen solche Strapazen auf uns zu nehmen, nicht alleine wegen der Tatsache als solche.
Wir liesen uns ein Taxi rufen, das wir natürlich bezahlt bekamen, meckerten vorher noch ordentlich, denn schließlich darf man sich ja nicht alles gefallen lassen. So beteurten wir, dass wir am morgigen Tag nocheinmal vorbeikämen, um mit der Reiseleitung wegen des Vorfalls zu sprechen.
Man hatte uns stattdessen in ein 5* Hotel einquartiert und es war gigantisch. Wir kamen uns mächtig daneben vor, so wie wir gemeckert hatten, wo doch nun alles zu unseren Gunsten geregelt wurde. Aber uns ging es ja ums Prinzip.
Am ersten Morgen packten wir unsere Badesachen und liefen über die Straße zu einem wunderschönen Strand. Noch war nicht viel los, das dies allerdings für den Rest des Urlaubes, fast egal, zu welcher Tages- und Nachtzeit, so bleiben sollte, war uns bis dato noch nicht bewusst gewesen.
Nach einem ausgiebigen Schwimmen im Meer frühstückten wir und es war gigantisch, was alles aufgetischt wurde. Vor allem die leckern Früchte, die es gab, waren unvergleichlich mit dem, was wir von zu Hause her kannten.
Uns ging es gut! Das Essen war lecker, das Meer vor der Türe, es war ruhig, kein Ballermanntrubel, viele kleine nette Geschäfte, nicht zu viele Hotels, und kein überfüllter Strand. Dennoch hielten wir unser Versprechen und gingen um die Mittagszeit zum ehemals gewählten Hotel um unseren Reiseleiter zu treffen.
Er war wirklich sehr freundlich und hilfsbereit. Ihm tat es sichtlich leid, doch das er zu der Überbuchung des Hotels nichts beigetragen hatte, war auch uns klar. Er versprach, uns einen Obstkorb zukommen zu lassen mit samt einer Flasche Wein und machte uns den Vorschlag, noch zusätzlich eine Fahrt aus dem angebotenen Touristenprogramm kostenlos zu bekommen.
Wir erlaubten uns einen Scherz, und äußerten den Wunsch, einen Hubschrauberrundflug machen zu wollen. Nachdem wir jedoch anfingen zu lachen, tat er es auch und wir entscheiden uns für ein Abendprogramm. Son Amar, eine Art Varieté, dass sich wirklich lohnte.
An dem besagten Abend holte uns der Bus ab und wir fuhren zu dem Varietépalast, wo dieser Event stattfand. Zuerst gab es ein Abendessen. Man kann nicht behaupten, dass es etwas Außergewöhnliches war, aber es war okay. Dafür war das Abendprogramm umso besser. Der Palast, der eigens für diese Vorstellung gebaut wurde, machte etwas her. Die künstlerischen Darbietungen waren spitze und die Unterhaltung gut, da der Abend bunt gemischt war. Ob Turner, Zauberer, Clown, Dompteur, es fehlte an nichts.
Nachdem die Show beendet war, fuhr uns der Bus wieder zurück zum Hotel und wir stellten fest, dass dieser Urlaub bis jetzt alles andere war, als das, was wir erwartet hatten. Er war bisher großartig!
Ab unserem 3.Urlaubstag hatten wir für 3 einhalb Tage ein Auto gemietet. Vom Glück verfolgt, sollte das Auto, welches wir von Deutschland aus schon buchten, schon anderweitig vermietet sein. Natürlich meckerten wir auch diesmal, wieder einmal aus Prinzip, und siehe da, wir bekamen ein viel besseres Auto. Sogar mit Klimaanlage, was in unserem ursprünglich gebuchten Auto ebenfalls nicht vorhanden gewesen wäre.
Der Vermieter kam uns nocheinmal entgegen und sagte uns, dass wir das Auto volle 4 Tage bekämen, wegen der Unannehmlichkeiten. Dass wir den letzten halben Tag umsonst bekamen, versteht sich wohl von selbst. Klar sagten wir da nicht nein.
So machten wir uns, endlich mobil, mit dem Auto auf den Weg, die Insel zu erkunden. Zuerst nur in der Umgebung. Weit kamen wir dabei nicht, denn wir entdeckten einen wunderschönen Park, in dem wir ein bisschen spazieren gingen. Hinter der Absperrung sah man unterhalb von vielen Klippen einen wunderschönen einsamen Strand. Türkisfarbenes Wasser, mal heller, mal dunkler, eine kleine Insel in der Mitte des Meeres, und eine herrlich kleine Bucht. So kam es, dank meiner Leidenschaft für das Klettern, dass wir uns in das kleine Wagnis stürzten. Das Resultat war „unser Strand.“ Keine Menschenseele an einem so wunderbaren Stückchen Erde. Doch dies bedauerten wir nicht, im Gegenteil.
Dort verbrachten wir fast den ganzen Tag. Das Wasser war klar, keine Pflanzen, nichts was störte, nur die Natur und wir. Klar, wer geht schon freiwillig (außer mir) an diesen Strand, wenn man so viele andere Strände viel einfacher erreichen kann? Und an Stränden mangelt es auf Mallorca wirklich nicht!
Am nächsten Tag machten wir uns früh morgens auf den Weg, denn wir hatten eine größere Strecke vor uns. Unser Ziel sollte das Cap de Formentor sein. Dies ist der nördlichste Punkt der Insel. Man muss einige Serpentinen auf sich nehmen, um das Ziel zu erreichen. Dass es kleine Berge auf Mallorca gibt, wissen wir erst seit dieser Fahrt mit Gewissheit. Die großen Müllberge allerdings kanten wir schon aus dem Fernsehen.
Quer durch Mallorca, vorbei an kleineren und größeren, bekannteren und weniger bekannteren Ortschaften führte uns die Straße durch die schönste Natur. Wir haben nichts von dem gesehen, weswegen wir uns immer sträubten, einst ein Gast auf dieser Insel zu sein. Kein Ballermann, kein Gegröle, keine betrunkenen Touristen, waren wir denn tatsächlich auf Mallorca?
Nach einer etwa 5-stündigen Autofahrt mit mehreren Pausen, klar, waren doch überall lohnenswerte Ziele, kamen wir endlich am Cap de Formentor an. Das Interessante war dabei zu sehen, wie vielfältig diese Insel ist. Die Natur ist herrlich und überall, während der ganzen Fahrt, gab es wunderschöne Aussichtspunkte, lohnenswerte Pausen und nette Menschen.
Das Cap jedoch ist kein Ort, an dem man sich lange aufhalten muss, und dennoch war es schön. Ein Blick über das weite Meer bis zum Horizont lässt die Weite unendlich erscheinen.
Ein riesiger Fels ragt, nicht weit von der Küste, ins Meer hinein und erst daran lässt sich erkennen, wie klein die Boote und Segelschiffe, die eins mit dem Meer sind, doch tatsächlich sind.
Die lange Fahrt würde ich jedoch nicht auf mich nehmen wollen, wenn die Fahrt dorthin nicht auch schon lauter Ziele verbergen würde. Es ist zwar sehenswert, aber gemessen an 5 Fahrstunden verliert dieses Ziel an Attraktivität.
Zurück nahmen wir einen anderen Weg und machten einen kleinen Stopp in Sòller.Dies ist eine sehr ursprüngliche kleine Stadt, auf der wir einen Markt besuchten. Mit Englisch kamen wir kaum weit und so wunderten wir uns, denn schließlich waren auch nur eine handvoll der deutschen Sprache mächtig. Wieder waren wir positiv überrascht, denn nun fühlten wir uns wieder ein Stück weit mehr in Urlaub, schliesslich wurde entgegen unserer Erwartungen die Landessprache gesprochen.
Müde und erschöpft, nicht nur wegen der Fahrt, auch wegen der vielen neuen Eindrücke kamen wir im Hotel an. Überraschender Weise bekamen wir, trotz der Tatsache, dass es schon weit nach 22 Uhr war, ein Abendessen bereitgestellt. Zwar nicht so üppig wie zur normalen Abendessenszeit, dennoch kein Grund zur Beschwerde..(*g*)
Am nächsten Tag schliefen wir aus und vertrieben den letzten Schlaf mit einem Sprung in den wirklich erfrischenden hoteleigenen Pool.
Getrocknet von der Sonne, die wie eh und jeh schien, setzten wir uns ins Auto und kurvten wieder durch die Gegend. Wie immer fanden wir einen Strand, der uns alleine gehören sollte. Wieder war das Wasser, mal türkis, mal hell- und mal dunkelblau. Ein leichter Wellengang gemischt mit einer angenehmen Briese Wind ließ auch diesen Tag zu einem unvergesslichen werden.
Da wir bis zu diesem Tag abends kaum etwas unternommen hatten, außer Spaziergängen am Strand und schlendern durch das Dorf, in dem wir unser Domizil hatten, beschlossen wir, nach Palma zu fahren.
Zuerst schlenderten wir durch die wirklich tolle Hafenhauptstadt, die sehr schnell unser Interesse geweckt hatte. Wir beschlossen also, am nächsten Tag diese Stadt genauer unter die Lupe zu nehmen.
Nach ein-zwei netten Cafés, in denen wir etwas getrunken hatten, beschlossen wir, uns nun endlich mal das Ziel so vieler Urlauber anzusehen: Ballermann.
Der Weg dorthin war einfach zu finden, immer der Küste entlang Richtung Osten, immer dem Lärm nach, immer den Scheinwerfern am Himmel folgen.
Dort angekommen waren wir auch keine 30 Minuten später wieder auf dem Heimweg. Die Gegend dort ist eigentlich sehr nett und der Strand auch sehr schön. Dennoch, die Touristen und der viele Trubel, dass auf der Straße angesprochen werden, all das passte gar nicht in den Urlaub, den wir bisher hatten. Doch, wers mag, wird hier sicherlich seinen Spaß haben oder finden, wie man es nimmt.
Palma ist eine herrliche Stadt. Der Hafen ist Sehenswert, die Kathedrale, die vielen kleinen Märkte, die Cafés, die verwinkelten kleinen Gassen, überall entdeckt man etwas, was man nicht vermutet hätte. Wir hielten uns fast den ganzen Tag dort auf und langweilten uns nicht eine einzige Minute. Wenn man des Laufens müde wird, kann man sich in einem der Parks erholen, sich auf eine Bank irgendwo in der Stadt setzen und dem Treiben dort zusehen oder in einem der unzähligen Cafés sich eine Erfrischung bestellen. danach kann man, wenn man ausdauernd ist zum beispiel die Besichtigung der vielen Kirchen vervollständigen.
Das waren meine Erfahrungen mit Mallorca. Nach meiner Reise dorthin bin ich wie verwandelt, was das Ziel anbelangt. Nie hätte ich gedacht, dass ich, einmal dortgewesen, mir sogar wünschte, wieder dorthin zu fliegen. Wer, dank dem Fernsehen, wie ich anfangs auch, dachte, Mallorca sei die reinste Party-Insel, mag recht haben, aber nur zum Teil. Dort, wo wir uns aufhielten, bekam ich von all dem Trubel reichlich wenig mit, um nicht zu sagen, rein gar nichts!
So, wie Los Angeles wohl mit die meisten Bettler beherbergt und die größte Gang der Welt, genauso beheimatet diese Stadt auch mit die reichsten Menschen der Welt.
„Mallorca, jederzeit wieder!“
16 Bewertungen, 3 Kommentare
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27.06.2002, 14:33 Uhr von Schlingel62
Bewertung: sehr hilfreichDa kann ich leider nicht mitsprechen, in Mallorca war ich bisher noch nicht. Gruss GH
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29.04.2002, 13:34 Uhr von wilma
Bewertung: sehr hilfreichhätt ich mir gar nicht gedacht.... Vielleicht sollt ich doch auch mal nach Mallorca?
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17.03.2002, 16:49 Uhr von MichaelW97614
Bewertung: sehr hilfreichich war schon 9 mal auf Mallorca und es gibt wirklich mehr zu sehen als den Ballermann!!
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