Mama Mia Testbericht
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Auf yopi.de gelistet seit 09/2003
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Erfahrungsbericht von magnifico
Name ist hier Programm...
Pro:
-
Kontra:
-
Empfehlung:
Ja
...schließlich wird man mehr als „Mamma Mia!“ hier wohl auch kaum noch sagen können– im positiven Sinne, wohlgemerkt! Denn die 22 Songs von der schwedischen Pop-Gruppe ABBA, die von Catherine Johnson in das Musical eingearbeitet worden sind, haben es in sich. Ebenso, wie die Darsteller es auf beinahe schon einzigartige Weise verstehen, permanent das Publikum zum Lachen zu provozieren, ohne allerdings auf der „Klaviatur der Banalität“ spielen zu müssen. Es sind vielmehr Situationskomiken – was vielleicht bei einem ja durch und durch geplanten und durchdachten Stück an sich ja nicht vorkommen kann oder soll – die Auslöser der diversen Lachsalven sind. Dass das Ganze von mitreißender Musik unterlegt wird, die beinahe schon Ohrwurm-Qualität besitzt, ist mit Sicherheit ebenfalls ein Pluspunkt.
Inhaltlich kann das Ganze wie folgt in aller Kürze beschrieben werden:
Am Vortag einer Hochzeit treffen auf einer kleinen griechischen Insel drei Männer ein, die von der zukünftigen Braut, Sophie, ohne Wissen ihrer Mutter, Donna, eingeladen worden sind. Denn alle drei könnten nach Aufzeichnungen des Tagebuchs ihrer Mutter ihr Vater sein – ein Thema, zu dem sich Donna, Betreiberin einer Taverne, bisher statthaft ausgeschwiegen hat. Umgekehrt wissen allerdings auch die drei potentiellen Väter nichts von ihrer möglichen Verwandtschaft und insbesondere auch nichts von Sophies eigenmächtiger Einladung. Zudem treffen zwei Freundinnen von Donna, Rosie und Tanja, auf der Insel ein, die zu dritt früher einmal eine Girl-Group gebildet haben.
Trotz aller Bemühungen Sophies, ihre möglichen Väter vor Donna versteckt zu halten, trifft diese viel zu schnell auf ihre drei früheren Liebhaber, die sie alle drei nach einander verlassen haben – und ist natürlich, nicht nur wegen den Schatten der Vergangenheit – wenig begeistert. Zugleich beginnt noch am Vorabend der Hochzeit, dem Polterabend, allen dreien so langsam zu dämmern, dass sie der Vater der Braut sind – und diese somit am nächsten Tag zum Altar zu führen haben. Zugleich beginnt eine alte Liebe wieder aufzuflammen und neue Beziehungen entwickeln sich...
Eine sicherlich nicht gerade erschöpfende inhaltliche Zusammenfassung des Stücks, doch will ich niemandem durch Vorwegnahme des Ausgangs bzw. allzu intensiver Detailbeschreibung den Genuss des Stückes in seiner vollen Pracht entziehen – es ist einfach Spitze. Denn neben der Synthese aus Gesang, Musik und Tanz, hier also den mitreisenden ABBA-Songs und der Choreographie des Ensembles, ist es gerade auch der Handlungsverlauf insgesamt, der die Atmosphäre nachhaltig prägt und neben der Situationskomik die Zuschauer zu begeistern versteht. Denn man kann sich wohl unschwer ausmalen, dass das plötzliche Auftreten dreier vermeintlicher Brautväter nicht unbedingt angenehm für die Hochzeitsgesellschaft ist, umgekehrt aber auch das Aufeinandertreffen zweier an sich diametraler Charaktere, einem Abenteurer und einer Feministin, spätestens dann ins unsagbar Komische abkippt, wenn es zwischen beiden „funkt“.
Eine ABBA-Songs, die sich in deutscher Übersetzung in dem Stück wiederfinden, sind etwa „Chiquitita“, „Honey Honey“, „Money, money, money“ und „Thank you for the music“, aber auch „S.O.S.“ oder „Dancing Queen“. Songs, die den Saal mitreißen und für Langeweile oder müßige Blicke zur Uhr keine Gelegenheit geben. Zudem sind es die Schauspieler selbst, die durch ihr Auftreten und ihre teilweise irrsinnig komische, keineswegs aber kitschige oder platt wirkende, Rollengebung Lachsalven produzieren – so etwa die hexenschussgeplagte „Diva“ Tanja.
Erstaunen bereiten mag der vergleichsweise spärliche Kulisseneinsatz, der, etwa im Vergleich mit Musicals wie „Tanz der Vampire“, „Phantom der Oper“, „Notre Dam“ oder auch „Elisabeth“ in keiner Weise mithalten kann, es aber auch gar nicht muss. So sind es zwei Kulissenwände, die, je nach Ausrichtung, einmal den Innenhof der Taverne, zum anderen ein Zimmer oder zuletzt eine Strandkulisse darstellen, wobei je nach Lage der Dinge noch ein paar Tische und Stühle hinzugestellt werden. Damit wirkt es auf der einen Seite typisch griechisch, wie man sich – vielleicht auch als Klischee – ein griechisches Dörfchen so vorstellt, zum anderen aber auch in schlichter Eleganz dem Stück angepasst, bei dem unbestritten einzig und allein Musik und Schauspiel im Vordergrund stehen.
Einziges „Manko“ an dem Musical ist, dass derzeit der Kartenvorverkauf wohl so ziemlich aussichtslos ausgebucht ist. Ich selbst habe bereits im Juli versucht eine Karte – eine Einzelkarte – zu erwerben und konnte mich für die vorgesehene Woche mit ihren vier Vorstellungsterminen nur gerade noch so auf eine Abendvorstellung durch Auswahl der besten Kategorie „retten“, wobei die Platzwahl selbst in keiner Weise ein Nachteil oder in sonstiger Weise ein „Manko“ gewesen ist.
Somit auch zu den Preisen:
Wie es sich so gehört, staffeln sich diese in vier Preiskategorien (PKs), wobei PK1 die beste und PK4 die schlechteste, somit günstigste, ist. Für die Vorstellungen am Dienstag und Donnerstag Abend, jeweils 20:00 Uhr, sowie Mittwoch Abend, 18:30 Uhr, sind für eine Karte in PK1 69,- €, in PK2 59,- €, in PK3 39,- € und in PK4 24,- € fällig. Vorstellungen am Freitag Abend, 20:00 Uhr, Samstag Nachmittag, 15:00 Uhr, sowie Sonntags, 14:30 Uhr und 19:00 Uhr, schlagen hingegen mit 84,-/74,-/54,-/39,- € zu Buche. Schließlich, primetime, Samstag Abend, 20:00 Uhr: 92,-/82,-/62,-/48,- €.
Auch hier, wie eigentlich bei jedem Musical-Beitrag von mir, die Empfehlung, soweit wie möglich nicht auf den Eintrittspreis zu achten und schon gar nicht zu glauben, bei diesem effektiv sparen zu können – das dürfte nur in seltenen Fällen, in denen sich ein Musical-Hasser dann doch mal in ein Musical verirrt, von Erfolg gekrönt sein. Denn mit zunehmender Entfernung von der Bühne sinkt einfach auch die Atmosphäre und die Nachhaltigkeit des Eindrucks enorm ab. Sieht man im vorderen Dritteln noch jede kleine Zuckung in den Mienen der Darsteller, so sind derartige Details im mittleren und hinteren Drittel, zumal oftmals auch deutlich über der Bühne gelegen, wenig oder kaum sichtbar. Im Rang schließlich, gut fünf bis sieben Meter über den Köpfen der Darsteller, ist es dann bereits schon schwierig, stets deren Gesichter „im Auge“ zu haben. Wer also glaubt, auf den hintersten Plätzen glücklich werden zu können, wird sich wahrscheinlich nach der Vorstellung zu dem Entschluss, nicht allzu viel Geld auszugeben, beglückwünschen, da das Ganze doch „eher seicht“ gewesen ist – ein netter Trugschluss, der nicht unbedingt sein muss.
Die unterschiedlichen Ermäßigungen lassen sich ebenso wie weiterführende Informationen und, natürlich, auch dem in oder anderen Bild unter www.mammamia.de abrufen.
Das Musical kann wohl in puncto Faszination und Begeisterung ohne weiteres neben „Tanz der Vampire“ oder „Starlight Express“ gestellt werden, denn standing ovations waren hier nur eine Sache von wenigen Sekunden. Der Saal tobte, als schließlich auch noch zwei Zugaben zum Besten gegeben wurden, bei denen rund zwanzig Darsteller in entsprechenden Kostümen die Bühne betraten und nicht nur aus voller Kehle weitere Pop-Songs von ABBA anstimmten, sondern auch dazu entsprechende Tanzeinlagen aufführten. Ein Genuss für Ohren und Augen, die selbst eher skeptischen Besuchern aufgegangen sein dürften.
Inhaltlich kann das Ganze wie folgt in aller Kürze beschrieben werden:
Am Vortag einer Hochzeit treffen auf einer kleinen griechischen Insel drei Männer ein, die von der zukünftigen Braut, Sophie, ohne Wissen ihrer Mutter, Donna, eingeladen worden sind. Denn alle drei könnten nach Aufzeichnungen des Tagebuchs ihrer Mutter ihr Vater sein – ein Thema, zu dem sich Donna, Betreiberin einer Taverne, bisher statthaft ausgeschwiegen hat. Umgekehrt wissen allerdings auch die drei potentiellen Väter nichts von ihrer möglichen Verwandtschaft und insbesondere auch nichts von Sophies eigenmächtiger Einladung. Zudem treffen zwei Freundinnen von Donna, Rosie und Tanja, auf der Insel ein, die zu dritt früher einmal eine Girl-Group gebildet haben.
Trotz aller Bemühungen Sophies, ihre möglichen Väter vor Donna versteckt zu halten, trifft diese viel zu schnell auf ihre drei früheren Liebhaber, die sie alle drei nach einander verlassen haben – und ist natürlich, nicht nur wegen den Schatten der Vergangenheit – wenig begeistert. Zugleich beginnt noch am Vorabend der Hochzeit, dem Polterabend, allen dreien so langsam zu dämmern, dass sie der Vater der Braut sind – und diese somit am nächsten Tag zum Altar zu führen haben. Zugleich beginnt eine alte Liebe wieder aufzuflammen und neue Beziehungen entwickeln sich...
Eine sicherlich nicht gerade erschöpfende inhaltliche Zusammenfassung des Stücks, doch will ich niemandem durch Vorwegnahme des Ausgangs bzw. allzu intensiver Detailbeschreibung den Genuss des Stückes in seiner vollen Pracht entziehen – es ist einfach Spitze. Denn neben der Synthese aus Gesang, Musik und Tanz, hier also den mitreisenden ABBA-Songs und der Choreographie des Ensembles, ist es gerade auch der Handlungsverlauf insgesamt, der die Atmosphäre nachhaltig prägt und neben der Situationskomik die Zuschauer zu begeistern versteht. Denn man kann sich wohl unschwer ausmalen, dass das plötzliche Auftreten dreier vermeintlicher Brautväter nicht unbedingt angenehm für die Hochzeitsgesellschaft ist, umgekehrt aber auch das Aufeinandertreffen zweier an sich diametraler Charaktere, einem Abenteurer und einer Feministin, spätestens dann ins unsagbar Komische abkippt, wenn es zwischen beiden „funkt“.
Eine ABBA-Songs, die sich in deutscher Übersetzung in dem Stück wiederfinden, sind etwa „Chiquitita“, „Honey Honey“, „Money, money, money“ und „Thank you for the music“, aber auch „S.O.S.“ oder „Dancing Queen“. Songs, die den Saal mitreißen und für Langeweile oder müßige Blicke zur Uhr keine Gelegenheit geben. Zudem sind es die Schauspieler selbst, die durch ihr Auftreten und ihre teilweise irrsinnig komische, keineswegs aber kitschige oder platt wirkende, Rollengebung Lachsalven produzieren – so etwa die hexenschussgeplagte „Diva“ Tanja.
Erstaunen bereiten mag der vergleichsweise spärliche Kulisseneinsatz, der, etwa im Vergleich mit Musicals wie „Tanz der Vampire“, „Phantom der Oper“, „Notre Dam“ oder auch „Elisabeth“ in keiner Weise mithalten kann, es aber auch gar nicht muss. So sind es zwei Kulissenwände, die, je nach Ausrichtung, einmal den Innenhof der Taverne, zum anderen ein Zimmer oder zuletzt eine Strandkulisse darstellen, wobei je nach Lage der Dinge noch ein paar Tische und Stühle hinzugestellt werden. Damit wirkt es auf der einen Seite typisch griechisch, wie man sich – vielleicht auch als Klischee – ein griechisches Dörfchen so vorstellt, zum anderen aber auch in schlichter Eleganz dem Stück angepasst, bei dem unbestritten einzig und allein Musik und Schauspiel im Vordergrund stehen.
Einziges „Manko“ an dem Musical ist, dass derzeit der Kartenvorverkauf wohl so ziemlich aussichtslos ausgebucht ist. Ich selbst habe bereits im Juli versucht eine Karte – eine Einzelkarte – zu erwerben und konnte mich für die vorgesehene Woche mit ihren vier Vorstellungsterminen nur gerade noch so auf eine Abendvorstellung durch Auswahl der besten Kategorie „retten“, wobei die Platzwahl selbst in keiner Weise ein Nachteil oder in sonstiger Weise ein „Manko“ gewesen ist.
Somit auch zu den Preisen:
Wie es sich so gehört, staffeln sich diese in vier Preiskategorien (PKs), wobei PK1 die beste und PK4 die schlechteste, somit günstigste, ist. Für die Vorstellungen am Dienstag und Donnerstag Abend, jeweils 20:00 Uhr, sowie Mittwoch Abend, 18:30 Uhr, sind für eine Karte in PK1 69,- €, in PK2 59,- €, in PK3 39,- € und in PK4 24,- € fällig. Vorstellungen am Freitag Abend, 20:00 Uhr, Samstag Nachmittag, 15:00 Uhr, sowie Sonntags, 14:30 Uhr und 19:00 Uhr, schlagen hingegen mit 84,-/74,-/54,-/39,- € zu Buche. Schließlich, primetime, Samstag Abend, 20:00 Uhr: 92,-/82,-/62,-/48,- €.
Auch hier, wie eigentlich bei jedem Musical-Beitrag von mir, die Empfehlung, soweit wie möglich nicht auf den Eintrittspreis zu achten und schon gar nicht zu glauben, bei diesem effektiv sparen zu können – das dürfte nur in seltenen Fällen, in denen sich ein Musical-Hasser dann doch mal in ein Musical verirrt, von Erfolg gekrönt sein. Denn mit zunehmender Entfernung von der Bühne sinkt einfach auch die Atmosphäre und die Nachhaltigkeit des Eindrucks enorm ab. Sieht man im vorderen Dritteln noch jede kleine Zuckung in den Mienen der Darsteller, so sind derartige Details im mittleren und hinteren Drittel, zumal oftmals auch deutlich über der Bühne gelegen, wenig oder kaum sichtbar. Im Rang schließlich, gut fünf bis sieben Meter über den Köpfen der Darsteller, ist es dann bereits schon schwierig, stets deren Gesichter „im Auge“ zu haben. Wer also glaubt, auf den hintersten Plätzen glücklich werden zu können, wird sich wahrscheinlich nach der Vorstellung zu dem Entschluss, nicht allzu viel Geld auszugeben, beglückwünschen, da das Ganze doch „eher seicht“ gewesen ist – ein netter Trugschluss, der nicht unbedingt sein muss.
Die unterschiedlichen Ermäßigungen lassen sich ebenso wie weiterführende Informationen und, natürlich, auch dem in oder anderen Bild unter www.mammamia.de abrufen.
Das Musical kann wohl in puncto Faszination und Begeisterung ohne weiteres neben „Tanz der Vampire“ oder „Starlight Express“ gestellt werden, denn standing ovations waren hier nur eine Sache von wenigen Sekunden. Der Saal tobte, als schließlich auch noch zwei Zugaben zum Besten gegeben wurden, bei denen rund zwanzig Darsteller in entsprechenden Kostümen die Bühne betraten und nicht nur aus voller Kehle weitere Pop-Songs von ABBA anstimmten, sondern auch dazu entsprechende Tanzeinlagen aufführten. Ein Genuss für Ohren und Augen, die selbst eher skeptischen Besuchern aufgegangen sein dürften.
18 Bewertungen, 1 Kommentar
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31.08.2007, 13:13 Uhr von KateMcGowan
Bewertung: sehr hilfreichViele Grüße, Kate
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