Mamani! - Joy Denalane Testbericht

Mamani-joy-denalane
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Erfahrungsbericht von mary5

Feinster deutscher Soul, naja nicht nur!!!

Pro:

-

Kontra:

-

Empfehlung:

Ja

Künstlerin:
Joy Denalane wurde 1973 geboren. Ihre Mutter war Deutsche,
sie starb während den Aufnahmen des Albums. Ihr Vater ein
Südafrikaner mit dem sie früher kein gutes Verhältnis hatte.
Als Teeni stritt sich Joy ständig mit ihnen, kiffte und
vernachlässigte die Schule. Mit 16 zog sie in eine betreute
WG und mit 19 trat sie zum ersten Mal zusammen mit einer Band
auf. Als von Berlin nach Stuttgart zog lernte sie Max Herre
kennen, verliebte sich und sang mit ihm beim Freundeskreis.
Mit ihm hat sie auch einen Sohn Isahia.

CD-Hülle:
Um die eigentliche Plastikhülle der CD ist nach ein Pappschieber
auf dem sich das Coverfoto und hinten die Trackliste befindet, darin
ist ein Poster mit dem Cover und auf der Rückseite eine Collage mit
Foto von Joy, ihrer Kindheit und Familie.

Coverfoto:
Darauf sieht man Joys Gesicht im Profil, den Blick gesengt und einem
olivefarbenen Kopftuch, auf dem ihrer Familie abgebildet ist, der
Hintergrund ist weiß.

Booklet:
Es ist jeweils eine schwarze Seite, auf denen die Songtexte stehen und auf
der anderen Seite von Joy oder ihrer Familie.
Es stehen alle Songtexte in richtiger Reihenfolge im Booklet, die afrikanischen
und französischen Texte sind übersetzt. Bei mehreren Liedern stehen Fußnoten mit
näheren Erklärungen, die man lesen sollte, um die Songs (vorallem Ghetto von Soweto)
besser zu verstehen.

Albumtitel:
Mamani!
Das bedeutet im Afrikanischen Mutter, aber auch alle weiblichen Vorfahren. Das Album
widmete Joy ihrer verstorbenen Mutter Christa Marie Denalane, von der sich auch ein
Bild im Booklet befindet.

Trackliste:
01. Setho 1:55
02. Miscommunication 5:06
03. Geh jetzt 5:27
04. Bantwana Skit 0:47
05. Höchste Zeit 4:59
06. Vier Frauen (feat. Sara Tavares/ Chiwoniso/ Déborah) 5:46
07. Sag\'s mir 4:36
08. Ma Jimbos Skit 0:58
09. Im Ghetto von Soweto ((Auntie\'s House) feat. Hugh Masekela) 5:26
10. Kinderlied 4:49
11. Was auch immer 5:32
12. Passenger Denalena Skit 0:58
13. Mamani (feat. Hugh Masekela) 2:09
14. Fragen (Ein Brief aus Lesotho) 3:57
15. Wem gehört die Welt 4:36
16. I cover the Waterfront 4:01
17. Outro 2:47
18. Manthatha Agotlokamna ((Nachruf) feat. Mathotella Queens) 1:49

Songs:

Setho:
Ein Lied in der afrikanischen Sprach Xhosa mit Saxofon begleitet.

Miscommunication:
Ein schöner Song der davon handelt das man oft in einer Beziehung
das Gegenteil von dem sagt was man sagen will
Stimmlich volle Punktzahl.
Manchmal trenn\' uns Kilometer doch du bist mit mir
Machmal war\'n\'s nur Millimeter und ich fand kein Weg zu dir
Sag ich geh, mein\' bleib
Mein ich jetzt, sag ich gleich
Mein ich ja, sag ich nein
Verstehst du mich nicht
All das heißt ich liebe dich

Geh jetzt:
Eines der Herzstücke des Albums. Begleitet von Saxofon, Geigen und Chor
singt Joy das herz zerreißende Beziehungsdrama, in dem sie ihrem Freund
sagt, dass er gehen soll, da er zuviel fremd ging. Es ist allerdings
kein Song mit persönlicher Erfahrung, aber eine Warnung für ihren Freund
Max sie nie zu betrügen.

Bantwana Skit:
Naja, eine Skip halt, wie auf fast jedem Album.

Höchste Zeit:
Ein rhythmischer Song, der auf die Probleme unserer Welt aufmerksam machen
soll, er soll nachdenklich machen und dazu bewegen auch mal etwas zu
unternehmen und nicht nur wegsehen. Es könnte ein bißchen mehr Power haben
ist aber trotzdem fesselnd, einer meiner Lieblingssongs.

Vier Frauen:
Vier Frauen, ein Lied, ausdrucksstarker Jazz. Sara Tavares singt kreolisch,
Chiwoniso shona, Déorah französisch und Joy deutsch. Drums, Klavier und
Gitarre begleiten die Frauen. Der Text geht ums Mutter sein, ums anders
sein. So singt Déborah: Bébé plus tu grandis, moins on aime ta peau hâllée
Baby je älter du wirst, desto weniger mag man deine dunkle Haut, Joy singt
auch übers farbig sein, ihren Vater und einer 14-jähringen Mutter.

Sag\'s mir:
Die erste Single des Albuns, sie erschien schon im August 2001. Soul pur
wie fast das ganze Album :-). Der Song fesselt mit seinem Text, perfekt
für Leute mit Liebeskummer, er beschreibt wie es einem nach einem Streit
mit seinem Partner geht, was man denkt und sich eigentlich nichts
sehnlicher wünscht, das alles wieder gut wird.
Sag\'s mir noch mal, sag mir nur, dass du mich liebst,... So schlimm
war\'s noch nicht oft zuvor, hab jetzt noch unser\'n Zoff im Ohr

Ma Jimbos Skit:
Uih mal wieder :-)

Im Ghetto von Soweto (Auntie\'s House):
Musikalisch gesehen der beste Song des Albums. Ein Song der groovt.
Perfekter Soul/Gospel. Der Song hat einen ernsten Hintergrund, eigentlich
wollte Joy einen Song über die Schönheit Soweto\'s schreiben, als sie
allerdings hörte das jede zweite schwangere Frau Aids hat, packte sie die
Wut und die spürt man in dem Lied auch. Ihre Stimme bebt geradezu vor Wut.
Unterstützt wird sie Hugh Masekela einem afrikanischen Trompeter.
Es werden mehrere Schicksale behandelt und auch Apartheid wird angesprochen.
Soweto, ein Stein, der fliegt, ein Schuss, der fällt, ein Auto brennt, ein
Kind, das rennt, Bilder die hier jeder kennt...
Es sollt ein Tag der Freude sein im Haus von Tante Eve die Tochter hat die
Nacht ein Kind gebor\'n nur beide sind verlor\'n, sie sind positiv, sie
bezwangen die Apartheid, dann kam Aids, früher war\'s TBC im Untertagebau
heut\' ist man infiziert mit HIV, ich sprech\' von jeder zweiten schwangeren
Frau

Kinderlied:
Ein Lied für ihren kleinen Sohn Isahia, im Hintergrund läuft eine typische
Spieluhrmusik, stimmlich klasse. Süß.

Was auch immer:
Soul. Die Botschaft des Liedes? Männer redet über eure Probleme, denn sie
sind nicht an der Nasenspitze ablesbar. Außerdem gibt es bei dem Song einen
Backgroundchor.

Passenger Denalane:
Mit Skits hat Joy es gut gemeint.

Mamani:
Hier hat ihr Hugh Masekela wieder unter die Arme gegriffen. Gesungen ist das
Lied in der südafrikanischen Sprache Tsonga.

Fragen (ein Brief aus Lesotho):
Die Lyrics sind von dem Gedicht \"Fragen\" von Bertold Brecht, das Joy gekonnt
vertont hat. Die Melodie ist sehr abwechslungsreich, zwischendurch meint man,
dass man ein anderes Lied hört. Ihre Stimme ist leise, dafür aber intensiver.

Wem gehört die Welt:
Soul vom feinsten. Ein Song über Rassenfeindlichkeit und Gleichberechtigung
zwischen Frauen und Männern mit der für manche vielleicht provozierenden
Frage wem die Welt gehört.

I cover the Waterfront:
Richtig cooler Jazz, Billie Holiday singt es im Original. Wunderschön.

Outro:
Ziemlich funkig, dazu singt Joy einbißchen afrikanisch.

Bonustrack:
Nicht ausmachen!!! Nach ein paar Minuten kommt ein Remix von Geh jetzt
zusammen mit Freund und Vater ihres Kindes Max Herre.


Fazit:
Soulliebhaber sind hier an der besten Adresse, aber auch wenn nicht ist das
Album ein heißer Tipp. Joy hat sich viele Gedanken gemacht, zu Farbigkeit,
Diskriminierung, über Mütter und Medienwirksamkeit. Ich kann nur sagen das
Geld hat sich mehr als gelohnt. Holt es euch hört, es euch an, chillt ab und
macht euch Gedanken.

----- Zusammengeführt, Beitrag vom 2002-09-08 19:12:46 mit dem Titel Feinster deutscher Soul, naja nicht nur!!!

Künstlerin:
Joy Denalane wurde 1973 geboren. Ihre Mutter war Deutsche,
sie starb während den Aufnahmen des Albums. Ihr Vater ein
Südafrikaner mit dem sie früher kein gutes Verhältnis hatte.
Als Teeni stritt sich Joy ständig mit ihnen, kiffte und
vernachlässigte die Schule. Mit 16 zog sie in eine betreute
WG und mit 19 trat sie zum ersten Mal zusammen mit einer Band
auf. Als von Berlin nach Stuttgart zog lernte sie Max Herre
kennen, verliebte sich und sang mit ihm beim Freundeskreis.
Mit ihm hat sie auch einen Sohn Isahia.

CD-Hülle:
Um die eigentliche Plastikhülle der CD ist nach ein Pappschieber
auf dem sich das Coverfoto und hinten die Trackliste befindet, darin
ist ein Poster mit dem Cover und auf der Rückseite eine Collage mit
Foto von Joy, ihrer Kindheit und Familie.

Coverfoto:
Darauf sieht man Joys Gesicht im Profil, den Blick gesengt und einem
olivefarbenen Kopftuch, auf dem ihrer Familie abgebildet ist, der
Hintergrund ist weiß.

Booklet:
Es ist jeweils eine schwarze Seite, auf denen die Songtexte stehen und auf
der anderen Seite von Joy oder ihrer Familie.
Es stehen alle Songtexte in richtiger Reihenfolge im Booklet, die afrikanischen
und französischen Texte sind übersetzt. Bei mehreren Liedern stehen Fußnoten mit
näheren Erklärungen, die man lesen sollte, um die Songs (vorallem Ghetto von Soweto)
besser zu verstehen.

Albumtitel:
Mamani!
Das bedeutet im Afrikanischen Mutter, aber auch alle weiblichen Vorfahren. Das Album
widmete Joy ihrer verstorbenen Mutter Christa Marie Denalane, von der sich auch ein
Bild im Booklet befindet.

Trackliste:
01. Setho 1:55
02. Miscommunication 5:06
03. Geh jetzt 5:27
04. Bantwana Skit 0:47
05. Höchste Zeit 4:59
06. Vier Frauen (feat. Sara Tavares/ Chiwoniso/ Déborah) 5:46
07. Sag\'s mir 4:36
08. Ma Jimbos Skit 0:58
09. Im Ghetto von Soweto ((Auntie\'s House) feat. Hugh Masekela) 5:26
10. Kinderlied 4:49
11. Was auch immer 5:32
12. Passenger Denalena Skit 0:58
13. Mamani (feat. Hugh Masekela) 2:09
14. Fragen (Ein Brief aus Lesotho) 3:57
15. Wem gehört die Welt 4:36
16. I cover the Waterfront 4:01
17. Outro 2:47
18. Manthatha Agotlokamna ((Nachruf) feat. Mathotella Queens) 1:49

Songs:

Setho:
Ein Lied in der afrikanischen Sprach Xhosa mit Saxofon begleitet.

Miscommunication:
Ein schöner Song der davon handelt das man oft in einer Beziehung
das Gegenteil von dem sagt was man sagen will
Stimmlich volle Punktzahl.
Manchmal trenn\' uns Kilometer doch du bist mit mir
Machmal war\'n\'s nur Millimeter und ich fand kein Weg zu dir
Sag ich geh, mein\' bleib
Mein ich jetzt, sag ich gleich
Mein ich ja, sag ich nein
Verstehst du mich nicht
All das heißt ich liebe dich

Geh jetzt:
Eines der Herzstücke des Albums. Begleitet von Saxofon, Geigen und Chor
singt Joy das herz zerreißende Beziehungsdrama, in dem sie ihrem Freund
sagt, dass er gehen soll, da er zuviel fremd ging. Es ist allerdings
kein Song mit persönlicher Erfahrung, aber eine Warnung für ihren Freund
Max sie nie zu betrügen.

Bantwana Skit:
Naja, eine Skip halt, wie auf fast jedem Album.

Höchste Zeit:
Ein rhythmischer Song, der auf die Probleme unserer Welt aufmerksam machen
soll, er soll nachdenklich machen und dazu bewegen auch mal etwas zu
unternehmen und nicht nur wegsehen. Es könnte ein bißchen mehr Power haben
ist aber trotzdem fesselnd, einer meiner Lieblingssongs.

Vier Frauen:
Vier Frauen, ein Lied, ausdrucksstarker Jazz. Sara Tavares singt kreolisch,
Chiwoniso shona, Déorah französisch und Joy deutsch. Drums, Klavier und
Gitarre begleiten die Frauen. Der Text geht ums Mutter sein, ums anders
sein. So singt Déborah: Bébé plus tu grandis, moins on aime ta peau hâllée
Baby je älter du wirst, desto weniger mag man deine dunkle Haut, Joy singt
auch übers farbig sein, ihren Vater und einer 14-jähringen Mutter.

Sag\'s mir:
Die erste Single des Albuns, sie erschien schon im August 2001. Soul pur
wie fast das ganze Album :-). Der Song fesselt mit seinem Text, perfekt
für Leute mit Liebeskummer, er beschreibt wie es einem nach einem Streit
mit seinem Partner geht, was man denkt und sich eigentlich nichts
sehnlicher wünscht, das alles wieder gut wird.
Sag\'s mir noch mal, sag mir nur, dass du mich liebst,... So schlimm
war\'s noch nicht oft zuvor, hab jetzt noch unser\'n Zoff im Ohr

Ma Jimbos Skit:
Uih mal wieder :-)

Im Ghetto von Soweto (Auntie\'s House):
Musikalisch gesehen der beste Song des Albums. Ein Song der groovt.
Perfekter Soul/Gospel. Der Song hat einen ernsten Hintergrund, eigentlich
wollte Joy einen Song über die Schönheit Soweto\'s schreiben, als sie
allerdings hörte das jede zweite schwangere Frau Aids hat, packte sie die
Wut und die spürt man in dem Lied auch. Ihre Stimme bebt geradezu vor Wut.
Unterstützt wird sie Hugh Masekela einem afrikanischen Trompeter.
Es werden mehrere Schicksale behandelt und auch Apartheid wird angesprochen.
Soweto, ein Stein, der fliegt, ein Schuss, der fällt, ein Auto brennt, ein
Kind, das rennt, Bilder die hier jeder kennt...
Es sollt ein Tag der Freude sein im Haus von Tante Eve die Tochter hat die
Nacht ein Kind gebor\'n nur beide sind verlor\'n, sie sind positiv, sie
bezwangen die Apartheid, dann kam Aids, früher war\'s TBC im Untertagebau
heut\' ist man infiziert mit HIV, ich sprech\' von jeder zweiten schwangeren
Frau

Kinderlied:
Ein Lied für ihren kleinen Sohn Isahia, im Hintergrund läuft eine typische
Spieluhrmusik, stimmlich klasse. Süß.

Was auch immer:
Soul. Die Botschaft des Liedes? Männer redet über eure Probleme, denn sie
sind nicht an der Nasenspitze ablesbar. Außerdem gibt es bei dem Song einen
Backgroundchor.

Passenger Denalane:
Mit Skits hat Joy es gut gemeint.

Mamani:
Hier hat ihr Hugh Masekela wieder unter die Arme gegriffen. Gesungen ist das
Lied in der südafrikanischen Sprache Tsonga.

Fragen (ein Brief aus Lesotho):
Die Lyrics sind von dem Gedicht \"Fragen\" von Bertold Brecht, das Joy gekonnt
vertont hat. Die Melodie ist sehr abwechslungsreich, zwischendurch meint man,
dass man ein anderes Lied hört. Ihre Stimme ist leise, dafür aber intensiver.

Wem gehört die Welt:
Soul vom feinsten. Ein Song über Rassenfeindlichkeit und Gleichberechtigung
zwischen Frauen und Männern mit der für manche vielleicht provozierenden
Frage wem die Welt gehört.

I cover the Waterfront:
Richtig cooler Jazz, Billie Holiday singt es im Original. Wunderschön.

Outro:
Ziemlich funkig, dazu singt Joy einbißchen afrikanisch.

Bonustrack:
Nicht ausmachen!!! Nach ein paar Minuten kommt ein Remix von Geh jetzt
zusammen mit Freund und Vater ihres Kindes Max Herre.


Fazit:
Soulliebhaber sind hier an der besten Adresse, aber auch wenn nicht ist das
Album ein heißer Tipp. Joy hat sich viele Gedanken gemacht, zu Farbigkeit,
Diskriminierung, über Mütter und Medienwirksamkeit. Ich kann nur sagen das
Geld hat sich mehr als gelohnt. Holt es euch hört, es euch an, chillt ab und
macht euch Gedanken.

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