Maschsee Testbericht

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Erfahrungsbericht von erdlicht

Ein Stück Geschichte

Pro:

-

Kontra:

-

Empfehlung:

Ja

Der Maschsee liegt direkt neben dem Stadtzentrum Hannovers und ist nicht irgendein See.

Er wurde von 1934 - 1935 von anfangs 100, zuletzt 1650 Arbeitslosen erschaffen. Sie arbeiteten unter schlechten Bedingungen, für kargen Lohn, nicht höher wie die damalige Arbeitslosenunterstützung, mussten sich teilweise ihr Arbeitsgerät selbst mitbringen.

Was diese Arbeiter in einem Jahr geschafft haben, ist unter Berücksichtigung der damaligen technischen Möglichkeit beinahe unglaublich.

Der See ist 2,4 Kilometer lang, ist an der schmalsten Stelle 180 Meter breit, an der grössten Stelle 530 Meter breit, hat eine Oberfläche von 780 000m² und ist zwei Meter tief.

Mit dem Bau des Maschsee`s sollten Überflutungen durch die Leine und die Ihme verhindert werden und galt als Arbeitsbeschaffungsmaßnahme.

Im November 1935 feierte man Richtfest an dem Bau des Maschsee - Strandbads, welches es noch heute gibt.

Ich finde es jedesmal wenn ich am Maschsee bin erstaunlich, was damals geleistet wurde. Der See ist umrahmt von viel grün, viele Bäume säumen die Ufer.

Hier gibt es rings um den See Fusswege, die zum spazieren einladen, und immer hat man den herrlichen See im Blick. Da der See nicht grad klein ist, man von einem nicht zum anderem Ende gucken kann, gibt es hier feste Ferngläser, wo man für 50 Cent einen augiebigen Blick auf den Maschsee werfen kann.

Hier gibt es auch verschiedene Wassersportvereine, für Privatpersonen gibt es drei Dampfer für Maschseerundfahrten, man kann hier auch Tret - und Ruderboote mieten.

Am Maschsee ist immer was los, ob es Skater oder Fussgänger sind, hier kann man sich einfach nur wohlfühlen, den Alltag ein Stück vergessen. Ich selbst bin nicht der Spaziergänger, doch es gibt hier viele Bänke, und auf der Ufermauer kann man ebenso herrlich träumen und relaxen.

Einmal im Jahr findet um den See rum ein Marathonlauf statt, ebenso einmal im Jahr gibt das beliebte Maschseefest. Karnevalisten ziehen jeden Donnerstag nach Aschermittwoch in einer feierlichen Prozession zum See, um die leeren Geldbörsen auszuwaschen.

Auch wenn keine offiziellen Veranstaltunen angesagt sind - hier gibt es einige Lokale, wo man einkehren kann, Kioske, wo man sich ein Eis holen kann.

Hier leben Karpfen im Wasser, richtig dicke Brummer, die in begrenzter Anzahl zur Weihnachszeit abgefischt werden. Natürlich gibt es hier auch schnatternde Enten und ein paar Schwäne.

Im Winter, wenn lange genug knackiger Frost herrscht, wird der Maschsee zum Eislauf freigegeben, das finde ich viel schöner, wie im Eisstadion imer wie blöd im Kreis zu fahren.

Der See hat eine nicht gerade unwichtige Geschichte, doch gerade das macht ihn immer wieder interessant.

14 Bewertungen, 1 Kommentar

  • anonym

    14.06.2004, 15:53 Uhr von anonym
    Bewertung: sehr hilfreich

    Von den Nazis erbaut, hat er inzwischen seine Berechtigung als Naherholungsgebiet.