Mathilde - Eine große Liebe (DVD) Testbericht




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Erfahrungsbericht von Satine16
MMM, ein Albatross und der rote Handschuh
Pro:
-
Kontra:
-
Empfehlung:
Ja
1) Der Inhalt des Filmes
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Mathilde und Manech sind verlobt. Er wurde Ende des ersten Weltkriegs eingezogen und muss an die Front. Seit dem sah Mathilde ihn nie wieder. Manech gehörte zu einer fünfköpfigen Gruppe zum Tode Verurteilter aus dem Schützengraben Bingo Crépuscule, die wegen Selbstverstümmelung angeklagt waren. Mit ihm: Batoche, Ange Bassignado, Six- Sous, und Benoit Notre – Dame. Einen eindeutigen Beweis für seinen Tod hat Mathilde nicht erhalten und so gibt sie nicht auf und glaubt, dass ihr Manch noch am Leben ist. Die an Kinderlähmung erkrankte Mathilde hat beide Eltern verloren und lebt bei ihrem Onkel Sylvain und ihrer Tante Bénédicte. Durch das ihr hinterlassene Erbe finanziert sie Nachforschungen, die ihren Manech wieder zu ihr zurück bringen sollen. Sie engagiert Germain Pire, den Privatdetektiv. Er soll unter anderem die Spur von Tina Lombardi, der Geliebten von Ange, Célestin Poux, einem der Überlebenden von Bingo Crépuscule und anderen verfolgen, die einen Hinweis liefern könnten. Manche neuen Erkenntnisse ersticken die Hoffnung, doch einige lassen sie dennoch wieder aufleben und Mathilde gibt nicht auf.
2) Die Schauspieler
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Audrey Tautou spielt Mathilde
Mathilde ist sehr zuversichtlich und intuitiv. Um nicht zu verzweifeln sagt sie sich ständig Dinge wie zum Beispiel: Wenn der Zug an der nächsten Haltestelle angekommen ist, ohne dass der Schaffner hereinkommt und nach den Fahrkarten fragt, dann ist Manech tot. Dann hofft sie vehement, dass sie recht hat und er noch am Leben ist. Trotz ihrer Behinderung hilft sie German Pire aktiv beim Nachforschen und sucht einige Personen selbst auf. Ihre Liebe zu Manech hilft ihr weiter zu machen und die Hoffnung nicht aufzugeben. Audrey Tautou ist eine wirklich sehr gute Schauspielerin. Sie bringt Mathildes Gefühle absolut glaubhaft rüber. Seit dem Film „Die fabelhafte Welt der Amélie“ (ein wirklich sehr guter Film) assoziiert man Audrey Tautou immer gleich mit Amélie, doch mit diesem Film konnte sie hoffentlich allen beweisen, dass sie durchaus glaubhaft andere Rollen verkörpern kann und mehr ist als bloß „Amélie“. Weitere Filme mit ihr sind: Schöne Venus (1999), L´auberge Espanol (2002) und Der Da Vinci Code – Sakrileg (2006).
Gaspard Ulliel spielt Manech
Manech ist von Anfang an in Mathilde verliebt und möchte unbedingt ihr Freund sein. Er steigt mit ihr auf den Leuchtturm und zeigt seine Zuneigung in dem er drei Ms überall hinein ritzt. Er liebt sie und als er in den Krieg ziehen muss, ist er verzweifelt. Unbedingt möchte er zurück zu seiner Verlobten und hofft durch die Selbstverstümmelung nach Hause zu können. Doch wird er verurteilt. Im Granatenhagel und im Visier der Deutschen muss er unbewaffnet hinaus und ums Überleben kämpfen. Gaspard Ulliel spielt Manech. Bisher habe ich keinen weiteren Film mit ihm gesehen. In diesem Film war er auf jeden Fall überzeugend und hat wunderbar gespielt. Er konnte diese Liebe zu Mathilde mehr als glaubhaft darstellen, und man leidet förmlich mit ihm, wenn er weit weg von zu Hause unter Beschuss steht. Filme mit ihm: Alias (1999), Le Dernier Jour (2004), Paris, je t´aime (2006).
Ticky Holgado spielt Germain Pire
Germain Pire ist der Privat Detektiv – Schlimmer als der Marder. So nennt er sich. Dies ist im Französischen ein kleines Wortspiel, denn Pire heißt schlimmer und so sagt er von sich selbst: „Pire que la fouine“, ins Deutsche kann man das ja leider nicht direkt übertragen. Er bemüht sich sehr um Mathildes Angelegenheiten und versucht zu helfen so gut er kann. Dabei ergeht es ihm teilweise gar nicht mal schlecht auf der Suche nach der Prostituierten Tina Lombardi, dann wiederum entgeht er knapp dem Tod. Also riskiert er alles um diesen Auftrag zu schaffen. Ihm hat Mathilde es besonders angetan, da seine keine Tochter genauso wie Mathilde an Kinderlähmung leidet. Ticky Holgado spielt Germain Pire und hat schon in einigen anderen Filmen von Jean-Pierre Jeunet mitgespielt (mir fast alle unbekannt). Er spielt richtig gut und bringt in diesen Film ein klein wenig Humor. Im Audiokommentar erfährt man, dass er am Ende dieses Films gestorben ist, er hatte Krebs und wusste schon vor den Dreharbeiten, dass er sterben würde. Während der Arbeiten ging es ihm sehr schlecht schon, aber er hat noch durchgehalten. Den Film hat er nie fertig sehen können. Weitere Filme mit ihm: Delicatessen (1991), Die Stadt der verlorenen Kinder (1995), Die fabelhafte Welt der Amélie (2001) und Tais- toi! (2003).
Marion Cotillard spielt Tina Lombardi
Tina Lombardi ist sehr schwer aufzuspüren. Sie selbst stellt ebenfalls Nachforschungen an um ihren geliebten Ange wieder zu finden, denn sie glaubt, dass er noch am Leben ist. Germain Pire ist ständig hinter ihr her und sucht unter anderem in Korsika, Lyon und Paris. Seit Ange vermisst wird, ist ihr Vergeltung wichtiger als alles andere und so hat sie auch keinerlei Gewissen mehr. Gespielt wird Tina Lombardi von Marion Cotillard, die ich nur aus dem Tim Burton-Film „Big Fish“ kenne. Sie stellt Tina Lombardi sehr gut dar und ist überzeugend. Weitere Filme mit ihr: Taxi 1 + 2 + 3, Ma vie en l´air (2005), Toi et moi (2006).
weiterhin spielen mit :
Dominique Pinon .... Sylvain
Chantal Neuwirth .... Bénédicte
Dominique Bettenfeld .... Ange Bassignano
Jodie Foster .... Elodie Gordes
Jean-Pierre Darroussin .... Benjamin Gordes
Clovis Cornillac .... Benoît Notre-Dame
Denis Lavant .... Six-Soux
Jérôme Kircher .... Bastoche
Albert Dupontel .... Célestin Poux
3) DVD – Extras
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DVD 1
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Auf der ersten DVD befindet sich der Hauptfilm « Mathilde ». Auf der DVD selbst steht nicht Disc 1 oder 2 drauf, weshalb man so nicht erkennen kann, auf welcher der Hauptfilm und auf welcher die Extras sind. Der Hauptfilm befindet sich auf der DVD mit dem Foto von Mathilde / Audrey Tautou. Es gibt dann auf dieser DVD noch den Audiokommentar von Jean-Pierre Jeunet auf Französisch mit Untertiteln. Diesmal habe ich ihn mir angesehen und fand ihn wirklich sehr interessant. Jean- Pierre Jeunet erzählt viele kleine Anekdoten, zum Beispiel wie es damals wirklich war und welche Dinge im Film auf wahren Begebenheiten basierten und welche Erfunden waren. Bei vielen Szenen erwähnt er, wie Spezialeffekte eingesetzt wurden bezüglich spezieller Probleme. Auch zu den Schauspielern äußerst er sich viel, erzählt wie er auf sie aufmerksam wurde, was sie gut gemacht haben, aber er kritisiert sie auch ein wenig. Natürlich gibt es auch die üblichen Lobreden auf das ganze Team, doch sind diese nicht zu übertrieben und stören kein bisschen. Ich finde es ganz schön, dass Regisseure die Möglichkeit haben, so allen im Team für ihre Mitarbeit zu danken und man sieht und erfährt ja auch, wie viel Arbeit in einem solchen Film steckt. Auch interessant war es, zu erfahren, wie viele Leute immer wieder mit Jean-Pierre Jeunet zusammengearbeitet haben. Viele Schauspieler spielen in seinen Filmen immer wieder mit und sein Team begleitet ihn schon sehr lange. Dieser Audiokommentar ist auf jeden Fall sehenswert für Interessierte. Ansonsten gibt es auf dieser DVD noch eine Soundtrack Promo. Es ist ein 30 sekündiger Clip, der Werbung für den Soundtrack dieses Films macht. Angelo Badalamenti war für die Musik des Filmes verantwortlich, welche hervorragend dazupasste und mir sehr gefiel.
DVD 2
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Auf der zweiten DVD befinden sich die ganzen Extras. Auch sie ist nicht wirklich gekennzeichnet, man erkennt sie am Foto von Manech / Gaspard Ulliel. Es sind alle Extras bis auf die Trailer auf Französisch und man kann dazu verschiedene Untertitel, hier sogar Französisch selbst, auswählen.
a) Ein Jahr an der Front: Hinter den Kulissen von Mathilde: Eine Große Liebe
Was für ein Making-off!!! Es geht eine Stunde und 14 Minuten lang und berichtet über die ganze Entstehung des Filmes. Von den Anfängen des Drehbuchs, über Leseproben, Previsualisierungen von Szenen anhand Computermodellen, Übungen, Stunts, die Pyrotechnik im Krieg, Vorbereitung der Schauspieler zu Drehtechniken mit Schwenkkran, Hubschrauber und anderem, Problemen bezüglich des Wetters und der Soundtrackentstehung wird alles gezeigt. Es ist superausführlich und gibt einem einen äußerst guten Eindruck, wie der Drehalltag aussah. Es ist glaub ich, dass beste Making-off, dass ich bisher gesehen habe. Man lernt wirklich viel über Techniken, Probleme, die beachtet werden müssen und andere wichtige Dinge. Es ist absolut sehenswert. Es ist übrigens in 22 Szenen unterteilt, sodass man es leichter hat, wenn man zwischen durch stoppt.
b) Die Zeppelinexplosion
Im Film gibt es eine Szene, in der ein Zeppelin explodiert, in einer Halle mit Kriegsverwundeten. Zunächst wird alles am Computer animiert vorbereitet. Dann wird in der Halle gedreht, ohne den Zeppelin und es wird gezeigt, wie Schutt und Glas verwendet wird. Dann gibt es noch Bilder eines Modells der Halle, dass mit Wasserstoffballons gefüllt zum Explodieren gebracht wird. Es ist ein sehr interessantes und überaus sehenswertes Extra. Es dauert um die zwölf Minuten.
c) Das Paris der 20er Jahre
Hier geht es um Paris. Für die Aufnahmen mussten viele Orte in Paris digital hinzugefügt werden oder retuschiert werden. Einiges wurde nachgebaut. Ich glaube eine Straße in Montmartre mit einem Garten an einem Hang wiedererkannt zu haben, in der eine sehr, sehr kurze Szene spielt. Einige Szenen spielen am Eiffelturm, an der Oper und im Bahnhof , Gare d´Orsay, welcher mittlerweile zum Museum umfunktioniert wurde. Auch Les Halles ist wieder auferstanden lassen worden. Die Markthallen waren früher ein buntes Treiben mit vielen Händlern bis sie in den 70er Jahren abgerissen wurden. Für den Film mussten sie teilweise mit den PC hinzugefügt werden. Auch über die Kleidung wird gesprochen. Hier störte mich eine Frau, die einfach nicht aufhört zu sprechen und eigentlich immer wieder das selbe erzählt, dass es schwierig war mit den Stoffen und dass sie versucht haben, alles so authentisch wie möglich nachzumachen. Ansonsten ist dieses Extra wirklich sehr gelungen. Man erfährt, wie alles rekonstruiert wurde und welche Freiheiten sich die Filmleute erlauben konnten und welche nicht. Es ist sehr sehenswert. Insgesamt dauert es 13 Minuten.
d) Kinotrailer
Der Kinotrailer ist auf Englisch. Er ist wirklich sehr schön gemacht, die Musik ist passend ausgewählt und macht einen neugierig auf den Film. Ich weiß noch, dass ich den Film, nachdem ich den Trailer gesehen hatte, unbedingt sehen wollte. Außerdem werden keine zu wichtigen Szenen gezeigt und keinerlei wichtige Informationen werden gegeben, sodass man nicht vorher weiß, wie es enden wird.
e) Kinoteaser
Dieser etwas kürzere Spot kündigt das baldige Erscheinen des Filmes im Kino an. Er ist ebenfalls auf Englisch. Er unterscheidet sich von Trailer in der Auswahl der Szenen, der Musik und der Schrift. Diesmal hat er durchaus Szenen vorher gezeigt, die einiges verraten könnten, was den meisten sicher ohne den Film vorher gesehen zu haben, nicht auffallen würde.
f) Nicht verwendete Szenen
Die nicht verwendeten Szenen kann man entweder mit oder ohne Audiokommentar von Regisseur Jean-Pierre Jeunet ansehen. Es gibt 14 Stück, die alle sehr schön sind. Es ist schade, dass einige nicht in den Film hineingenommen wurden. Im Kommentar erklärt Jean- Pierre Jeunet warum. Es ist sowohl mit als auch ohne Audiokommentar sehenswert, am besten ist es erst mit, und dann ohne Kommentar, sodass man weiß, worum sich die Szenen gerade drehen und wo sie sich befunden hätten, wenn sie im Film gewesen wären. Man kann jede Szene einzeln oder alle zusammen abspielen.
4) Der Historische Hintergrund
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Der Film spielt während des ersten Weltkriegs, der von 1914 bis 1918 statt fand. Österreich-Ungarn hatte Serbien nach dem Attentat auf Franz Ferdinand den Krieg erklärt und schnell schlossen sich alle zu Bündnissen zusammen: Preußen mit Österreich-Ungarn gegen Russland, Großbritannien, Serbien und Frankreich. Später schlossen sich immer mehr Länder dem Kriegsgeschehen an, sodass es sich zum Weltkrieg ausweitete. Die Generation zu der Manech gehörte, die 1917 eingezogen wurden, würden Bleuets, Kornblumen, genannt. Sie waren noch sehr unerfahren. Der Krieg schien auswegslos ins Verderben zu führen und so war Selbstverstümmelung mit Glück eine Weg nach Hause. Allerdings wurden die meisten Soldaten angeklagt und verurteilt. So wie Manech und seine Kumpanen. Der Krieg endete 1918 mit dem Sieg Englands und Frankreichs. Alle Länder haben starke Rückschläge erlitten. Im Versailler Vertrag wurden die neuen Regeln festgesetzt, so musste Deutschland große Reparationen zahlen, Österreich-Ungarn brach zusammen und Russland hatte Gebietsverluste. Insgesamt starben über 10 Millionen Menschen im Krieg und 20 Millionen wurden verwundet. Ein Zitat Charles De Gaulles hierzu : « Es gab Sieger und Besiegte; wir alle haben verloren.“. Interessierte können sich noch auf folgenden Websites genauer informieren: http://www.wcurrlin.de/links/basiswissen/basiswissen_erster_weltkrieg.htm#bwergebnisse
http://de.wikipedia.org/wiki/Erster_Weltkrieg
5) Der Regisseur
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Der Regisseur dieses Films ist Jean-Pierre Jeunet. Der 53ig jährige Franzose ist für künstlerische und etwas andere Filme bekannt. Bisher habe ich abgesehen von diesem Film noch einen weiteren Film von ihm gesehen, „Die Fabelhafte Welt der Amélie“, welcher ein wunderschöner, wenn auch etwas anderer Liebesfilm war. Des weiteren dreht er auch Werbespots und Kurzfilme. Dabei begleitet ihn immer das selbe Team und er setzt gerne immer wieder die selben Schauspieler ein, was beim Audiokommentar häufig erwähnt wird. Er hat einen eigenen Stil in seinen Filmen, so war der Stil der Überblendungen in diesem Film dem aus Amélie sehr ähnlich. Auch die Erzählweise mit gelegentlichem Voice-over und den Details, die eigentlich unbedeutend sind, findet man in beiden Filmen wieder. Allerdings finde ich, dass Mathilde durchaus ein eigenständiger Film ist, der nicht eine zweite Amélie an die Leinwand bringt, sondern Mathilde. Nachdem mich zwei seiner Filme so begeistert haben, werde ich mir sicher noch weitere Filme von Jean-Pierre Jeunet ansehen (ausgenommen Alien – Die Wiedergeburt). Hier ist noch einmal seine Filmographie der Spielfilme:
1991 - Delicatessen
1995 - Stadt der verlorenen Kinder
1997 - Alien – Die Wiedergeburt
2001 - Die fabelhafte Welt der Amélie
2004 - Mathilde - Eine große Liebe
6) Daten zum Film / zur DVD
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Regisseur : Jean-Pierre Jeunet
Drehbuch : Sébastien Japrisot (Roman), Jean-Pierre Jeunet und Guillaume Laurant
Frankreich / USA 2004
Originaltitel : Un long dimanche de fiançailles
Länge : 128 Minuten
FSK : ab 12 Jahren freigegeben
Ländercode: 2
Sprachen: Deutsch / Französisch
Untertitel: Deutsch, Englisch, Arabisch, Norwegisch, Hebräisch, (Französisch auf DVD 2)
Untertitel für Hörgeschädigte: Deutsch, Englisch
16: 9
2,40: 1
Geeignet für alle Bildschirmformate
Dolby Digital
www.mathilde-derfilm.de (diese Website ist wirklich sehr schön und umfangreich. Interessierte sollten sie sich unbedingt ansehen. Man erfährt nicht nur zum Film sondern auch zum Hintergrund der Geschichte, wie zum Beispiel dem ersten Weltkrieg etwas.)
Warner Independent Pictures
7) Meine abschließende Meinung
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Dieser Film ist faszinierend. Es herrscht eine wunderbare Balance zwischen den Szenen mit Mathilde und den Rückblenden zum Krieg. Es wird von keinem zu viel gezeigt, dass es langweilig werden könnte. Die Spannung steigt während des Filmes immer mehr und Mathildes Versuch ihren Manech zu finden scheinen immer verzweifelter und hoffnungsloser, doch klammert sie sich immer noch an den Gedanken, dass er nicht tot sein kann und gibt die Hoffnung nicht auf. obwohl alles verzweifelt und sinnlos scheint, hofft man immer mehr mit Mathilde, dass sie ihren Geliebten wiederfindet. Gleichzeitig hofft man in all den Rückblenden mit den Soldaten, die sehr schwer leiden müssen und praktisch auswegslos dem Feind ausgeliefert sind. Einige sagen, dass ihnen der Film zwischenzeitlich zu langweilig wurde und er dadurch sehr an Spannung verliert, doch mir ist das nicht aufgefallen. Nach einer Stunde guckte ich auf die Uhr und merkte, dass der Film schon eine Stunde lief, obwohl es mir wie 20 Minuten vorkam. So verflogen die zwei Stunden Film wirklich wie im Flug. Und sie haben sich gelohnt. Die Geschichte erzählt auf wundervolle Weise wie das Geschehen des ersten Weltkriegs eine Liebe auseinander riss, aber nicht von einander trennen konnte. Dabei wird sehr schon eingefangen, welch Leiden im Krieg herrscht, wobei es nicht nur von der Französischen Seite aus hieß: Die Deutschen sind die bösen, sondern, dass auch die Franzosen grausam im Krieg vorgingen und sich ebenso wie die Deutschen aufführten. Es geht um das Leiden, die Grausamkeit und die Gewalt. Gleichzeitig geht es um Hoffnung und Liebe. Dadurch ist eigentlich für Liebhaber beider Genres etwas dabei. Ich möchte meine Familie diesen Film noch sehen lassen und dann gibt es ein Update, in dem ich erzähle, ob es ein Film für Frauen als auch Männer ist.
Diese Gegensätze im Film, die Gewalt, das Leiden gegen die Liebe und die Hoffnung, wird im Film durch Farben herausragend gut dargestellt. Die Kriegsszenen sind in einem Grün-Blau- und Grau-Farbschema gehalten, die Szenen mit Mathilde in warmen Gelb-, Orange-, Rot- und Brauntönen gehalten, also ein wenig Sepia-Farben, und ein wenig als wäre die ganze Zeit über ein sehr heller, schöner Sonnenuntergang. Diese Farbeffekte sind wundervoll eingesetzt und tragen sehr zur überaus gelungenen Optik des Films bei. Auch sehr schön eingesetzt sind die Rückblenden. Sie sind nicht chronologisch und manchmal einfach aus verschiedenen Sichtweisen. Die meisten stammen aus dem Kriegsgeschehen. Dann wiederum wird von den Anfängen der Beziehung zwischen Manech und Mathilde erzählt.
Die Schauspieler waren einfach klasse. Allen voran Audrey Tautou, aber auch Gaspard Ulliel und alle Nebendarsteller. So liefert Jodie Foster eine klasse Darstellung ab und hat sogar Original den Text im Film auf Französisch gesprochen, denn sie spricht die Sprache fließend. Das einzig etwas schwierige war die Namenszuordnung, denn die Soldaten sehen sich sehr ähnlich, da fast alle Schnurrbärte tragen. Nach einiger Zeit hat man aber raus, wer wer ist, man sollte bloß ein wenig aufpassen.
Dieser Film ist von Jean-Pierre Jeunet, der auch Die Fabelhafte Welt der Amélie gedreht hat. Er erwähnt viel dazu im Audiokommentar, zum Beispiel, dass viele Schauspieler und sein ganzes Team wieder an diesem Filmprojekt mitgewirkt haben. Es ist ihm mit diesem Film wieder ein wunderschönes Werk gelungen.
Nun zur DVD: Die Qualität des Bildes ist wirklich klasse. Ich habe keinerlei Grund zur Beanstandung, obwohl mein Laptop, auf dem ich den Film gesehen habe, doch schon älter und von der Grafik her recht schlecht ist. Der Ton ist auch sehr gut, zumindest wenn man ihn auf dem Fernseher mit DVD-Player sieht, die Lautsprecher meines Laptops sind nicht sehr gut, wodurch der Ton nicht hundertprozentig gut ist. Das liegt ja aber an meinem Laptop. Die DVD-Menüs sind sehr aufwändig gestaltet worden, im Stil einer Zeitung aus den 20er Jahren, mit Texten auf Französisch, Bildern aus dem Krieg und auch Filmausschnitten. Geht man von einem Menü ins andere, so blättern sich die Seiten der Zeitung um. Es ist wirklich sehr schön gemacht worden. An der DVD mit dem Hauptfilm hat mich einzig gestört, dass man zur Französischen Tonspur keine Französischen Untertitel auswählen kann. Da ich Französisch als dritte Fremdsprache habe und nach den Ferien zusammen mit den Leuten, die Französisch als zweite Fremdsprache hatten, als zwei Jahre länger diese Sprache gelernt haben, zusammenkomme, dachte ich, dass es vielleicht nicht schlecht wäre die Gelegenheit zu nutzen und den Film noch mal auf Französisch zu gucken. Leider kann man aber ohne den Französischen Untertitel den Gesprächen nicht so gut folgen. Das war ein wenig Schade, mindert aber nicht die Bewertung dieser DVD. Die Extras sind wirklich gut muss ich sagen. Selten gibt es so schön ausgestattete DVDs mit so umfangreichem Making-off. Insbesondere für diesen Preis (8, 95 Euro bei Amazon).
Abschließend kann ich diesen Film allen Interessierten nur empfehlen, denn es wird einem eine wirklich wunderschöne Geschichte um zwei Liebende, den Krieg und die Hoffnung geliefert, zusammen mit einer wirklich sehr guten DVD-Ausstattung. Ich gebe ihr 5 von 5 Sternen und würde noch mehr geben, wenn es möglich wäre.
Vielen Dank für alle Lesungen, Bewertungen und Kommentare!
36 Bewertungen, 16 Kommentare
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30.08.2007, 00:53 Uhr von Puenktchen3844
Bewertung: sehr hilfreichEine gute Beschreibung. LG
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09.07.2007, 22:00 Uhr von Mondlicht1957
Bewertung: sehr hilfreichSH LG
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29.06.2007, 18:04 Uhr von anonym
Bewertung: sehr hilfreichLG Damaris
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03.06.2007, 23:27 Uhr von Spider124
Bewertung: sehr hilfreichBITTE UM GEGENLESUNGEN !
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23.05.2007, 12:37 Uhr von Baby1
Bewertung: sehr hilfreichLG Anita
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22.05.2007, 18:17 Uhr von bigmama
Bewertung: sehr hilfreichlg Anett
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22.05.2007, 02:10 Uhr von morla
Bewertung: sehr hilfreichl. g.petra
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21.05.2007, 23:13 Uhr von bodenseestern
Bewertung: sehr hilfreichsuper Bericht, Gruß Petra
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21.05.2007, 22:30 Uhr von anonym
Bewertung: sehr hilfreichsh, LG Biggi
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21.05.2007, 21:28 Uhr von derfischi
Bewertung: sehr hilfreichschönen montag noch
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21.05.2007, 21:10 Uhr von topfmops
Bewertung: sehr hilfreichWer Berichte liest und nicht bewertet, bringt den Schreiberling um seinen verdienten, wenn auch kargen Lohn. Ihm oder ihr mögen alle Zähne ausfallen!! Bis auf einen!! Für Zahnweh!!
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21.05.2007, 20:31 Uhr von Django006
Bewertung: sehr hilfreichsh & *lg* Alan ;>))))
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21.05.2007, 20:01 Uhr von angela1968
Bewertung: sehr hilfreichKLINGT GUT
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21.05.2007, 19:59 Uhr von Gemeinwesen
Bewertung: sehr hilfreichAls ich da etwas von einem sehenswerten Audiokommentar las, musste ich doch breit grinsen. Ansonsten aber alles sehr YBIG. Beste Grüße vom Gemeinwesen. PS: Ich klaue dem Albatross aus der Überschrift mal ein überzähliges S, wenn ich darf.
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21.05.2007, 18:37 Uhr von Music-King
Bewertung: sehr hilfreichLG, Roland
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21.05.2007, 18:30 Uhr von waltraud.d
Bewertung: sehr hilfreichsehr hilfreich
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