Mecklenburg-Vorpommern Testbericht
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Auf yopi.de gelistet seit 09/2003
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Erfahrungsbericht von leser@tte
Kurzurlaub am Ostufer
Pro:
der See und die Umgebung
Kontra:
-
Empfehlung:
Ja
Gott muß auf Mecklemburg geschaut haben, als er von seiner Schöpfung sagte, alles sei gut, schrieb der mecklemburger Dichter Fritz Reuter in seiner Erzählung >De Urgeschicht von Meckelnborg<. (Genaugenommen sagte er: As uns\' Herrgott de Welt erschaffen ded, fung hei bi Meckelnborg an, un tworsten von de Ostseesid her.) Dabei hatte Reuter sicherlich die landschaftlichen Reize der Gegend im Sinn und nicht die Beschäftigungssituation in der Region.
Nun, ich tendiere eher zu der Theorie, daß das Gebiet der mecklemburgischen Seenplatte, welches aus über 1000 Seen besteht, während der letzten Eiszeit durch die über das Land ziehenden Gletscher entstanden ist. Dem Reiz der Landschaft tut das aber keinen Abbruch. Einen dieser Seen möchte ich nun etwas näher vorstellen.
Der Plauer See liegt westlich der Müritz, in Luftlinie etwa in der Mitte von Schwerin und Neustrelitz. Da ich schon länger mal etwas mehr von McPomm kennen lernen wollte nahm ich letzte Woche die Gelegenheit war und fuhr zum Campen ans Ostufer des Sees. Am Campingplatz Zwei Seen (www.zwei-seen.de) hatte ich dann die letzten 3 Tage mein Lager.
Das Wochenende hat mir sehr gut gefallen, ich muß aber gleich vorwegnehmen, daß es sich um mehr als nur einen Badesee handelt. Der Plauer See ist größer als das Steinhuder Meer, wenn mir dieses niedersächsische Vergleich erlaubt ist, und bietet vielfälltige (wasser)sportliche Betätigungsfelder.
Zum Baden ist der See aber natürlich auch geeignet. Das Wasser war die letzten Tage zwar etwas warm, bot aber dennoch eine angenehme Erfrischung. Da die tiefste Stelle etwa 8 Meter haben soll und die Windbedingungen sehr wechselhaft sind, sollten nur erfahrene Schwimmer weiter hinaus schwimmen.
Bei einer Flaute kann man wunderbar auf dem See paddeln (oder auch Trettboot fahren). Da der See quasi an das Verbundsystem Mecklemburgische Seenplatte angeschlossen ist, ein Wasserausfall also unwahrscheinlich ist – unsere Seen gehören ja bestimmt zu den sichersten der Welt, ist es auch durchaus möglich Tage oder Wochen auf Erkundung zu gehen. Der Plauer See eignet sich bei Wind, der wie gesagt wechselhaft ist, auch gut zum Segeln oder Surfen, wenn ich auch letzteres nicht ausprobiert habe.
Die Umgebung ist ebenfalls sehr reizvoll. Radwege sind zwar eher rahr – aber mit einem geländetauglichen Rad oder zu Fuß kann man eine schöne Wald und Wiesen Landschaft erkunden. Viele seltene und bedrohte Tierarten, wie z.B. Reiher oder Moorochsen leben dort und die Bäume sehen teilweise schon sehr alt aus. (Irgendwo in Mecklemburg gibt es auch 1300 Jahre alte Eichen...) Die deutschlandübliche Naturvermüllung scheint mir dort auch noch nicht die leider gewohnten Ausmaße angenommen zu haben.
Wer mit dem Auto die Gegend erkunden will ist binnen Kürze in der mecklemburgischen Schweiz und für Familien mit Kindern bietet sich sicher ein Besuch im nahegelegenem Malchower Affenwald an. Die dortigen Berberaffen leben in einem großem Freigehege, durch welches ein Wanderweg ohne Zaun oder sonstige Absperrung führt. Dafür ist der Wald selbst wie der Jurassic Park gesichert.
Um es zu einem Ende zu bringen, mein langes Wochenende am Plauer See hat mir sehr gut gefallen und McPomm hat mich bestimmt nicht zum letzten Mal zu Gast gehabt.
(erstveröffentlicht bei ciao.de)
Nun, ich tendiere eher zu der Theorie, daß das Gebiet der mecklemburgischen Seenplatte, welches aus über 1000 Seen besteht, während der letzten Eiszeit durch die über das Land ziehenden Gletscher entstanden ist. Dem Reiz der Landschaft tut das aber keinen Abbruch. Einen dieser Seen möchte ich nun etwas näher vorstellen.
Der Plauer See liegt westlich der Müritz, in Luftlinie etwa in der Mitte von Schwerin und Neustrelitz. Da ich schon länger mal etwas mehr von McPomm kennen lernen wollte nahm ich letzte Woche die Gelegenheit war und fuhr zum Campen ans Ostufer des Sees. Am Campingplatz Zwei Seen (www.zwei-seen.de) hatte ich dann die letzten 3 Tage mein Lager.
Das Wochenende hat mir sehr gut gefallen, ich muß aber gleich vorwegnehmen, daß es sich um mehr als nur einen Badesee handelt. Der Plauer See ist größer als das Steinhuder Meer, wenn mir dieses niedersächsische Vergleich erlaubt ist, und bietet vielfälltige (wasser)sportliche Betätigungsfelder.
Zum Baden ist der See aber natürlich auch geeignet. Das Wasser war die letzten Tage zwar etwas warm, bot aber dennoch eine angenehme Erfrischung. Da die tiefste Stelle etwa 8 Meter haben soll und die Windbedingungen sehr wechselhaft sind, sollten nur erfahrene Schwimmer weiter hinaus schwimmen.
Bei einer Flaute kann man wunderbar auf dem See paddeln (oder auch Trettboot fahren). Da der See quasi an das Verbundsystem Mecklemburgische Seenplatte angeschlossen ist, ein Wasserausfall also unwahrscheinlich ist – unsere Seen gehören ja bestimmt zu den sichersten der Welt, ist es auch durchaus möglich Tage oder Wochen auf Erkundung zu gehen. Der Plauer See eignet sich bei Wind, der wie gesagt wechselhaft ist, auch gut zum Segeln oder Surfen, wenn ich auch letzteres nicht ausprobiert habe.
Die Umgebung ist ebenfalls sehr reizvoll. Radwege sind zwar eher rahr – aber mit einem geländetauglichen Rad oder zu Fuß kann man eine schöne Wald und Wiesen Landschaft erkunden. Viele seltene und bedrohte Tierarten, wie z.B. Reiher oder Moorochsen leben dort und die Bäume sehen teilweise schon sehr alt aus. (Irgendwo in Mecklemburg gibt es auch 1300 Jahre alte Eichen...) Die deutschlandübliche Naturvermüllung scheint mir dort auch noch nicht die leider gewohnten Ausmaße angenommen zu haben.
Wer mit dem Auto die Gegend erkunden will ist binnen Kürze in der mecklemburgischen Schweiz und für Familien mit Kindern bietet sich sicher ein Besuch im nahegelegenem Malchower Affenwald an. Die dortigen Berberaffen leben in einem großem Freigehege, durch welches ein Wanderweg ohne Zaun oder sonstige Absperrung führt. Dafür ist der Wald selbst wie der Jurassic Park gesichert.
Um es zu einem Ende zu bringen, mein langes Wochenende am Plauer See hat mir sehr gut gefallen und McPomm hat mich bestimmt nicht zum letzten Mal zu Gast gehabt.
(erstveröffentlicht bei ciao.de)
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